{"id":546,"date":"2010-07-05T19:43:08","date_gmt":"2010-07-05T18:43:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=546"},"modified":"2015-06-17T13:12:53","modified_gmt":"2015-06-17T12:12:53","slug":"berufsprofil-pflege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/berufsprofil-pflege-10546\/","title":{"rendered":"Berufsprofil des Instituts \u201e Sachverst\u00e4ndigen f\u00fcr Pflege\u201c (ISP)"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/logo1.gif\" alt=\"\" width=\"77\" height=\"91\" \/><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Mit der Einf\u00fchrung der Pflegeversicherung ist Pflege von Pflegebed\u00fcrftigen als gesellschaftlich notwendige Aufgabe erkannt worden. Es wurde bewusst, dass die Pflege eine vorgeschriebene Qualit\u00e4t und Ziele ben\u00f6tigt. Sie musste also beschrieben werden, damit sie auch einklagbar ist. In Kausalit\u00e4t mit dem Beschreiben von Pflege und den Gesetzen der Pflegequalit\u00e4t war sie dann Gegenstand juristischer Verfahren geworden. Juristen sind in der Rechtsprechung auf fundierte und haltbare Worterkl\u00e4rung sowie pflegefachliche Darstellungen angewiesen.<!--more--> Au\u00dferdem werden zunehmend pflegewissenschaftliche Gutachten erforderlich. Der Sachverst\u00e4ndige in der Pflege wird ben\u00f6tigt, um sich fachlich zu \u00e4u\u00dfern und Darstellungen auch mit wissenschaftlicher Literatur zu belegen. Der Sachverst\u00e4ndige in der Pflege repr\u00e4sentiert in vielen Gerichtsverfahren das Sachgebiet der Pflege. Auch in seiner Fachwelt hat er seinen Platz eingenommen. Er arbeitet mit den Landes- und Sozialgerichten, Sozial\u00e4mtern, Berufsgenossenschaften, Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen, Sozialverb\u00e4nden und Unfallversicherungen. Mit der Einf\u00fchrung der Pflegeversicherung 1995 wurde die Feststellung der Pflegebed\u00fcrftigkeit von den Pflegesachverst\u00e4ndigen beim MDK \u00fcbernommen. Heute werden f\u00fcr die Feststellung der Pflegebed\u00fcrftigkeit \u00fcberwiegend Pflegesachverst\u00e4ndige beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung und auch bei Gerichten eingesetzt.<br \/> Sachverst\u00e4ndige der Pflege sind erforderlich:<br \/> \u2022 zur Feststellung der Pflegebed\u00fcrftigkeit SGB, XI und XII.<br \/> \u2022 f\u00fcr berufskundliche und sozialpflegerische Gutachten<br \/> \u2022 zur Beurteilung der verminderten Erwerbsf\u00e4higkeit f\u00fcr das Pflegeperso-nal<br \/> \u2022 zur \u00dcberpr\u00fcfung von Hilfs-\/Pflegehilfsmittel<br \/> \u2022 bei der Bewertung von Pflegefehlern<br \/> \u2022 zur Beurteilung der konkreten Pflegebed\u00fcrftigkeit nach Behandlungs-fehlern sowie Unf\u00e4llen zur Bewertung haftungsrechtlicher Anspr\u00fcche<br \/> \u2022 zur Beweissicherung und Bewertung von pflegerischen Behandlungs-fehlern<br \/> \u2022 bei der Bewertung der Notwendigkeit von unterbringungs\u00e4hnlichen Ma\u00dfnahmen wie z.B. Bettgitter, Fixiergurte etc.<br \/> \u2022 zur Pr\u00fcfung der Versorgungs- und Pflegequalit\u00e4t im Heim oder vom ambulanten Dienst<br \/> Es stellt sich deshalb die Frage, welche Erfahrung, Sachkenntnis und Praxis f\u00fcr diese verantwortungsbewusste Aufgabe vorhanden sein m\u00fcssen. Die Sachverst\u00e4ndigent\u00e4tigkeit verlangt eine besondere Ausbildung und Erfahrung. Kenntnisse \u00fcber urs\u00e4chliche Faktoren von Gesundheitsst\u00f6rungen, \u00fcber die Auswirkungen von k\u00f6rperlichen Einschr\u00e4nkungen im allt\u00e4glichen Leben. Der Sachverst\u00e4ndige muss eine dreij\u00e4hrige Ausbildung in der Krankenpflege, Kinderkrankenpflege oder Altenpflege absolviert haben. Eine mindestens f\u00fcnfj\u00e4hrige Berufspraxis nachweisen. Die meisten Sachverst\u00e4ndigen haben sich im akademischen Studium zum Diplom Pflegewirt, Pflegep\u00e4dagogen und Pflegewissenschaft weiterqualifiziert. Seit 2000 gibt es in der Bundesrepublik mehrere Bildungseinrichtungen, die Pflegefachkr\u00e4fte zum Sachverst\u00e4ndigen weiterbilden und auch zertifizieren.<br \/> Der Sachverst\u00e4ndige bezieht sein Expertenwissen aus den Wissensgebieten:<br \/> Pflegewissenschaft<br \/> \u2022 Das Metaparadigma der Pflege, die Pflegephilosophie, konzeptuellen Modelle, Pflegetheorien, die es der Pflege erlauben ihre Pflege zu klassifizieren<br \/> \u2022 Fachliche Assessments, Instrumente f\u00fcr die Begutachtung (z.B. ICF) zur Ermittlung des Hilfebedarf und der Behinderungen<br \/> \u2022 Nationale Expertenstandards<br \/> \u2022 Die Pflegeforschung geh\u00f6rt, zum weiteren Wissensgebiet eines Sach-verst\u00e4ndigen<br \/> Wissenschaftlichen Arbeiten<br \/> \u2022 Der Sachverst\u00e4ndige beherrscht die Grundlagen und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und Grundlagen der Vortragstechnik<br \/> \u2022 Kann nach Aktenlage, den Sachverhalt ersch\u00f6pfend behandeln.<br \/> Kranken, -Kinderkranken und Altenpflege und Intensivpflege<br \/> \u2022 Institutionelle und rechtliche Rahmenbedingungen in der Gesundheits- und Krankenpflege<br \/> \u2022 Gesundheitsf\u00f6rderung als Grundlage beruflicher Krankenpflege<br \/> \u2022 Medizin, Medikamentenlehre, Ern\u00e4hrung<br \/> \u2022 Kultursensible Pflege<br \/> \u2022 Methoden und Dimensionen der Lebensumwelt- und Alltagsgestaltung<br \/> \u2022 Planung, Durchf\u00fchrung und Evaluation des Pflegeprozesses<br \/> \u2022 Anleitung, Beratung, Kooperation im Bereich der Hilfsmittel<br \/> \u2022 Direkte Pflege bei gest\u00f6rter Gesundheit und Krankheit<br \/> \u2022 Spezielle Pflege kranker Menschen<br \/> \u2022 Unterst\u00fctzung in psychischen und physischen Grenzsituationen<br \/> \u2022 Qualit\u00e4tsentwicklung in der Krankenpflege<br \/> Qualit\u00e4tsmanagement<br \/> \u2022 Hier beurteilt der Sachverst\u00e4ndige die Pflegequalit\u00e4t nach anerkannten pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen.<br \/> Rechtlicher Rahmen<br \/> \u2022 Er kennt Gesetze, Verordnungen, Verwaltungsvorschriften und die wichtigsten Auslegungen der Rechtsprechung<br \/> \u2022 er kennt f\u00fcr sein Fachgebiet relevante rechtliche und medizinische Ter-minologie. Er hat Kenntnisse zum Sozial, Vertrags,- Haftung,- Strafrecht -und Sonstigen Recht, wie Arzneimittel- und Bet\u00e4ubungsmittelgesetz und kennt die Zivilprozessordnung und das Sozialgerichtsgesetz.<br \/> Aber es ist nicht allein die Sachkunde, sondern auch sein unparteiisches und besonnenes Wesen, seine Rechtschaffenheit und Seriosit\u00e4t, die ihn qualifizieren. Seine treibende Kraft sind der entschiedene Eifer, Fachwissen, Verstand, Einsicht, Verl\u00e4sslichkeit, Verantwortungsbewusstsein. Neben dem st\u00e4ndigen Studium der Fachliteratur besucht er Fortbildungen, Fachtagungen und Kongresse um sich auf den aktuellen Stand des Wissens zu halten.<br \/> Institut f\u00fcr Sachverst\u00e4ndige in der Pflege<br \/> Am Ree 13<br \/> 22459 Hamburg<br \/> www.ISP-Hamburg.com<br \/> Premio Berlin<br \/> Gro\u00dfbeerenstra\u00dfe 10963 Berlin<br \/> www.premioberlin.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Einf\u00fchrung der Pflegeversicherung ist Pflege von Pflegebed\u00fcrftigen als gesellschaftlich notwendige Aufgabe erkannt worden. Es wurde bewusst, dass die Pflege eine vorgeschriebene Qualit\u00e4t und Ziele ben\u00f6tigt. Sie musste also beschrieben werden, damit sie auch einklagbar ist. 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