{"id":57159,"date":"2013-11-08T12:50:48","date_gmt":"2013-11-08T12:50:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=57159"},"modified":"2015-08-04T09:39:04","modified_gmt":"2015-08-04T08:39:04","slug":"weiter-boomender-sueden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/weiter-boomender-sueden-1057159\/","title":{"rendered":"Weiter boomender S\u00fcden"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-57237\" title=\"Das Nord-S\u00fcd-Gef\u00e4lle versch\u00e4rft sich weiter\" alt=\"Das Nord-S\u00fcd-Gef\u00e4lle versch\u00e4rft sich weiter\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/11\/Screenshot_29.png\" width=\"232\" height=\"131\" \/>Prognos Zukunftsatlas 2013: Alle 402 St\u00e4dte und Kreise im Test<br \/> Der S\u00fcden zieht davon Erfolgreiche Gro\u00dfst\u00e4dte im Osten haben den Westen \u00fcberholt In einzelnen St\u00e4dten des Westens ballen sich die Probleme<\/p> <p>Der Gegensatz zwischen dem prosperierenden S\u00fcden und einem schw\u00e4chelnden Norden und Nordosten hat sich weiter versch\u00e4rft: Zwar hat sich die \u00f6konomische Perspektive insgesamt verbessert, der S\u00fcden der Republik zieht den restlichen Regionen jedoch wirtschaftlich immer weiter davon. Das ist ein zentrales Ergebnis des Zukunftsatlas 2013 des Forschungsinstituts Prognos. Exklusiv f\u00fcr das Handelsblatt bewertet Prognos alle drei Jahre Gegenwart und Perspektiven der 402 deutschen St\u00e4dte und Landkreise.<br \/> <!--more-->Weiter boomender S\u00fcden<\/p> <p>Die Boom-Regionen in Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg, aber auch in Hessen sind in den vergangenen zehn Jahren st\u00e4rker geworden, die schwachen Regionen des Nordens und Westens schw\u00e4cher. Von den 78 Kreisen, denen Prognos hohe bis beste Zukunftschancen attestiert, kommen inzwischen 83 Prozent aus Bayern, Baden-W\u00fcrttemberg oder Hessen. Im Jahr 2004 waren es nur 78 Prozent. Unter den rund 100 schw\u00e4chsten Kreisen dagegen \u2013 hier sind die Zukunftsrisiken am h\u00f6chsten \u2013 finden sich im Jahr 2013 nur f\u00fcnf aus den S\u00fcdl\u00e4ndern. \u201eMit seiner hohen Dynamik baut der S\u00fcden Deutschlands seinen Vorsprung gegen\u00fcber dem Norden, Westen und Osten weiter aus\u201c, sagt Christian B\u00f6llhoff, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Gesellschafter bei Prognos.<br \/> Wohlstandsgrenze West-Ost l\u00f6st sich aufDie deutsche Wohlstandsgrenze verl\u00e4uft nicht mehr, wie h\u00e4ufig angenommen, zwischen West und Ost. Ursache daf\u00fcr ist vor allem die auff\u00e4llige Schw\u00e4che des Westens \u2013 allen voran des Ruhrgebiets, des gro\u00dfen Absteigers im Prognos-Ranking. Oberhausen, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, Bottrop \u2013 viele alte Kohlest\u00e4dte geh\u00f6ren mittlerweile nur noch zum schw\u00e4chsten Viertel der deutschen Landkreise, also zu den Regionen mit den gr\u00f6\u00dften Zukunftsrisiken. Auch Dortmund liegt nur noch auf Platz 323. Nur vier andere Regionen in Deutschland haben seit 2004 mehr Pl\u00e4tze verloren als Dortmund.<\/p> <p>Insgesamt fand der Aufschwung der vergangenen Jahre weitestgehend unter Ausschluss des n\u00f6rdlichen Ruhrgebiets satt: Hier sank die Arbeitslosigkeit kaum oder stieg sogar. Gleichzeitig nahm der Anteil der auf Hartz IV angewiesenen Bedarfsgemeinschaften an der Gesamtzahl der Haushalte weiter zu. Und auch die \u00f6ffentliche Verschuldung pro Kopf ist hier so hoch wie fast nirgendwo sonst.<\/p> <p>Die Folge: 2004 lebten zwei Millionen der Einwohner Westdeutschlands in Regionen mit Zukunftsrisiken, 2013 sind es bereits mehr als 6,7 Millionen. Dies liegt insbesondere am Abrutschen der einwohnerstarken St\u00e4dte und Kreise im Ruhrgebiet wie Duisburg, Dortmund, M\u00f6nchengladbach und Unna in die Gruppe mit Zukunftsrisiken. Im gleichen Zeitraum hat sich die Zahl der in ostdeutschen Regionen mit Zukunftsrisiken lebenden Einwohner leicht von 9,9 auf 9,1 Millionen verringert. Dies entspricht \u2013 bedingt durch den Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang in Ostdeutschland \u2013 einem Anteil von 56 Prozent aller Einwohner im Osten.<br \/> Aufstieg Ost wird 25 Jahre nach der Einheit Realit\u00e4tW\u00e4hrend die Neuen Bundesl\u00e4nder auf der Deutschlandkarte insgesamt eher wie eine triste, blaue Fl\u00e4che wirken \u00ad\u2013 unter den 30 schw\u00e4chsten Landkreisen im Ranking stammen 27 immer noch aus Ostdeutschland \u2013 gesellen sich zu den schon traditionell starken St\u00e4dten Dresden, Potsdam und Jena jetzt auch Rostock und Leipzig. Zu den gro\u00dfen Gewinnern geh\u00f6rt Erfurt. Erfurt hat von allen Kreisen in Deutschland mit einem Sprung von 191 Pl\u00e4tzen seit 2004 auf jetzt Rang 124 den gr\u00f6\u00dften Satz nach vorne gemacht, und hat dabei die ganze Region mit nach oben gezogen. \u201eSt\u00e4dte wie Erfurt entfalten eine regelrechte Sogwirkung\u201c, sagt Prognos-Regionalexperte Peter Kaiser.<br \/> Erfolgreiche \u201eProvinz\u201c langfristige AufsteigerUnter denjenigen Landkreisen, die in den letzten zehn Jahren im Ranking die gr\u00f6\u00dften Spr\u00fcnge nach vorne gemacht haben, befinden sich auff\u00e4llig viele Fl\u00e4chenkreise ohne Gro\u00dfstadt. \u201eEher l\u00e4ndlich strukturiert zu sein, bedeutet nicht automatisch, dass man r\u00fcckst\u00e4ndig, trostlos und ohne Zukunft ist\u201c, sagt Peter Kaiser. So sind unter den 30 Kreisen, die in den letzten zehn Jahren am deutlichsten hochgeklettert sind, nur drei Gro\u00dfst\u00e4dte. Alle anderen Aufsteiger-Regionen sind dagegen eher l\u00e4ndlich gepr\u00e4gt und befinden sich im erweiterten Speckg\u00fcrtel einer Gro\u00dfstadt.Umdenken in der Wirtschafts- und Strukturpolitik ist erforderlichLaut Prognos Zukunftsatlas 2013 leben heute in Westdeutschland mit knapp sieben Millionen ungef\u00e4hr dreimal so viele Menschen in Regionen mit schlechter Zukunftsprognose als noch vor einem Jahrzehnt. In Ostdeutschland ist die Gesamtzahl zwar noch h\u00f6her, doch hier ist sie zumindest leicht gesunken. \u201eIn der Wirtschafts- und Strukturpolitik muss umgedacht werden\u201c, stellt Peter Kaiser fest. Eine F\u00f6rderung nach Himmelsrichtungen \u2013 wo der Osten viel und der Westen wenig bis nichts bekomme \u2013 d\u00fcrfe es dann nicht mehr geben.<\/p> <p>Zum vierten Mal seit 2004 hat Prognos die wirtschaftliche Zukunftsf\u00e4higkeit aller 402 kreisfreien St\u00e4dte und Landkreise Deutschlands untersucht. Grundlage der Studie sind 29 Indikatoren zur Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Innovationskraft, zur Konjunktur- und Arbeitsmarktlage, zur demografischen Situation und zur sozialen Lage.<\/p> <p>Das Handelsblatt portr\u00e4tiert in einer Serie vom 8. bis 15. November t\u00e4glich eine ausgew\u00e4hlte Region. Im Einzelnen werden folgende St\u00e4dte und Regionen vorgestellt: Erfurt (08.11.), Landkreis Stade (11.11.), Landkreis M\u00fcnchen (12.11.) Leipzig\/Dortmund (13.11.), Rh\u00f6n-Grabfeld (14.11.) Landkreis Heilbronn (15.11)<br \/> Hinweis an die Redaktionen:Alle Ergebnisse zum Zukunftsatlas 2013 mit interaktiven Deutschlandkarten gibt es online unter Handelsblatt.com\/zukunftsatlas2013 und www.prognos.com\/zukunftsatlas<\/p> <p>F\u00fcr Interviews zum Abschneiden einzelner Regionen stehen die Regional-Experten von Prognos zur Verf\u00fcgung. Ansprechpartnerin ist Prognos-Pressesprecherin Birte Jessen (Tel.: 030-520059-222, birte.jessen@prognos.com)<\/p> <p>Material f\u00fcr einen Nachdruck der Karten und der Ergebnistabellen k\u00f6nnen Redaktionen \u00fcber das Handelsblatt beziehen. Ansprechpartner ist: Dr. Jens M\u00fcnchrath (0211-887-1213, j.muenchrath@vhb.de)<br \/> Die Schweizer Prognos AG ber\u00e4t seit 1959 europaweit Entscheidungstr\u00e4ger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Zukunftsfragen. Auf Basis neutraler Analysen und fundierter Prognosen entwickeln Experten in Basel, Berlin, Bremen, Br\u00fcssel, D\u00fcsseldorf, M\u00fcnchen und Stuttgart praxisnahe Entscheidungsgrundlagen und Zukunftsstrategien f\u00fcr Unternehmen, \u00f6ffentliche Auftraggeber und internationale Organisationen.<\/p> <p>=== Verlagsgruppe Handelsblatt ===<\/p> <p>Das Handelsblatt ist die gr\u00f6\u00dfte Wirtschafts- und Finanzzeitung in deutscher Sprache. Rund 200 Redakteure, Korrespondenten und st\u00e4ndige Mitarbeiter rund um den Globus sorgen f\u00fcr eine aktuelle, umfassende und fundierte Berichterstattung. Im Tageszeitungsvergleich z\u00e4hlt die b\u00f6rsent\u00e4glich erscheinende Wirtschafts- und Finanzzeitung bei Entscheidern der ersten und zweiten F\u00fchrungsebene zur unverzichtbaren Lekt\u00fcre. Laut Leseranalyse Entscheidungstr\u00e4ger in Wirtschaft und Verwaltung (LAE) 2013 erreicht das Handelsblatt mehr als 270.000 Entscheider b\u00f6rsent\u00e4glich.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Verlagsgruppe Handelsblatt<br \/> Kerstin Jaumann<br \/> Kasernenstra\u00dfe 67<br \/> 40213 D\u00fcsseldorf<br \/> +49 211 887 1015<br \/> pressestelle@vhb.de<br \/> www.handelsblatt.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prognos Zukunftsatlas 2013: Alle 402 St\u00e4dte und Kreise im Test Der S\u00fcden zieht davon Erfolgreiche Gro\u00dfst\u00e4dte im Osten haben den Westen \u00fcberholt In einzelnen St\u00e4dten des Westens ballen sich die Probleme Der Gegensatz zwischen dem prosperierenden S\u00fcden und einem schw\u00e4chelnden Norden und Nordosten hat sich weiter versch\u00e4rft: Zwar hat sich die \u00f6konomische Perspektive insgesamt verbessert,<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":57237,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[115],"tags":[134],"class_list":["post-57159","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wirtschaft-industrie","tag-default"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57159","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=57159"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57159\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":151905,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/57159\/revisions\/151905"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=57159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=57159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}