{"id":62936,"date":"2013-12-05T15:43:05","date_gmt":"2013-12-05T15:43:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=62936"},"modified":"2022-10-20T12:42:42","modified_gmt":"2022-10-20T11:42:42","slug":"kulturschaetze-in-3d","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/kulturschaetze-in-3d-1062936\/","title":{"rendered":"Kultursch\u00e4tze in 3D"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"CultLab3D setzt konsequent auf Industrialisierung und Automatisierung des gesamten 3D Digitalisierungsprozesses von Kulturartefakten. \" alt=\"CultLab3D setzt konsequent auf Industrialisierung und Automatisierung des gesamten 3D Digitalisierungsprozesses von Kulturartefakten. \" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/203216-150x150.jpg\" width=\"130\" height=\"130\" \/>Artefakte in 3D erleben &#8211; Eine neue Technik erfasst unser Kulturerbe und digitalisiert es mit s\u00e4mtlichen optischen Materialeigenschaften. So lassen sich sp\u00e4ter fotorealistische Darstellungen erzeugen. Die Automatisierung erlaubt das Verfahren schnell und g\u00fcnstig f\u00fcr alle Artefakte, die in den Museen ansonsten durch Brand oder Naturkatastrophen f\u00fcr immer verloren w\u00e4ren.<\/p> <p>Fraunhofer-Forscher sichern Kulturerbe digital<\/p> <p><!--more-->Weltweit erste automatisierte 3D-Digitalisierung von Kultursch\u00e4tzen<br \/> (Mynewsdesk) Naturkatastrophen oder Kriege zerst\u00f6ren historische Kultursch\u00e4tze. Fraunhofer-Forscher pr\u00e4sentieren ein mobiles Labor, das Artefakte im Akkord dreidimensional scannt und digitalisiert.<\/p> <p>(Darmstadt\/Rostock\/Graz) In unseren Museen existieren Millionen von Kulturartefakten. Aber sind diese Kultursch\u00e4tze dort sicher? Beim Brand in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar im Jahr 2004 oder beim Einsturz des historischen Stadtarchivs in K\u00f6ln 2009 wurden zahlreiche Werke unwiederbringlich zerst\u00f6rt. Unsere Kultursch\u00e4tze digital zu erhalten, ist eine gute M\u00f6glichkeit die Auswirkungen solcher Katastrophen zu mildern. Seit etwa zehn Jahren gibt es private, nationale und internationale Initiativen, die sich um die digitalisierte Erfassung und Archivierung des Kulturguts bem\u00fchen. Allerdings beschr\u00e4nken sich diese bisher \u00fcberwiegend auf 2D-Artefakte wie Buchseiten, Gem\u00e4lde oder Fotografien.<\/p> <p>\u201eMit CultLab3D pr\u00e4sentieren wir zum ersten Mal einen schnellen, \u00f6konomischen Ansatz zur Digitalisierung von Kultursch\u00e4tzen in der n\u00e4chsten, der dritten Dimension\u201c, sagt Pedro Santos vom Fraunhofer IGD. Sein Team entwickelt Technologien zur schnelleren Digitalisierung und virtuellen Reproduktion von Objekten der realen Welt in h\u00f6chster Qualit\u00e4t. CultLab3D erfasst nicht nur Geometrie und Textur von Artefakten, sondern auch ihre optischen Materialeigenschaften wie Reflektions- und Absorptionsverhalten f\u00fcr eine sp\u00e4tere fotorealistische Darstellung ihrer Anmutung unter jeglichen Beleuchtungsverh\u00e4ltnissen.<\/p> <p>Bislang war 3D-Digitalisierung sehr teuer und zeitaufwendig. CultLab3D setzt nun auf die Industrialisierung und Automatisierung des gesamten 3D-Digitalisierungsprozesses von Artefakten mittels modernster Scan- und Beleuchtungstechniken. Das funktioniert so: Die Artefakte durchlaufen auf einem Flie\u00dfband spezielle Scanb\u00f6gen. Dabei werden sie vollautomatisch von allen Seiten gescannt. In einem zweiten Schritt l\u00f6sen an Leichtbauroboterarmen montierte Scanner noch vorhandene Hinterschneidungen und L\u00fccken des bis dahin rekonstruierten virtuellen 3D-Modells auf. Das fertige 3D-Modell kann im Anschluss mit kulturhistorischen Informationen wie dem Entstehungszeitraum, dem K\u00fcnstler oder ihm verwandten Artefakten verkn\u00fcpft werden. Der gesamte Vorgang dauert nur wenige Minuten, gegen\u00fcber zuvor mehreren Stunden. Das mobile Digitalisierungslabor CultLab3D erm\u00f6glicht, die Millionen vorhandenen Artefakte industriell, kosteng\u00fcnstig und schnell zu scannen und zu archivieren.<\/p> <p>Ausgezeichnetes Exponat<\/p> <p>CultLab3D wird vom Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Technologie gef\u00f6rdert und wurde erstmals auf der Digital Heritage 2013 Konferenz (28.10. bis 1.11.2013) in Marseille unter der Schirmherrschaft der UNESCO pr\u00e4sentiert. Die bisher gr\u00f6\u00dfte Veranstaltung zum Thema Digitales Kulturgut versammelte rund 700 Vertreter aus Forschung und Lehre, der Industrie und der Politik, um digitale Technologien zur Erhaltung, Dokumentation und dem Verst\u00e4ndnis von Kulturgut zu diskutieren und vorzustellen. Die dazugeh\u00f6rige Ausstellung war der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich und verzeichnete mehr als 6000 Besucher. CultLab3D gewann dort den \u201e2013 DigitalHeritage International Congress and V-MUST.NET\u201c-Preis f\u00fcr das technisch beste Exponat.<\/p> <p>Weiterf\u00fchrende Informationen:<br \/> www.cultlab3d.eu<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Das Fraunhofer IGD ist die weltweit f\u00fchrende Einrichtung f\u00fcr angewandte Forschung im Visual Computing. Visual Computing ist bild- und modellbasierte Informatik. Hierzu z\u00e4hlen Graphische Datenverarbeitung, Computer Vision sowie Virtuelle und Erweiterte Realit\u00e4t.<\/p> <p>Das Fraunhofer IGD entwickelt Prototypen und Komplettl\u00f6sungen nach kundenspezifischen Anforderungen. Die Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IGD verwenden, erfassen und bearbeiten Bilder und Graphiken f\u00fcr alle denkbaren computerbasierten Anwendungen.<\/p> <p>Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte des Fraunhofer IGD haben direkten Bezug zu aktuellen Problemstellungen in der Wirtschaft. Das Anwendungsspektrum der Konzepte, Modelle und Praxisl\u00f6sungen ist sehr vielf\u00e4ltig aber auch spezialisiert. Es reicht von der Virtuellen Produktentwicklung \u00fcber Medizin, Verkehr bis hin zu multimedialem Lernen und Training.<\/p> <p>Gemeinsam mit seinen Partneruniversit\u00e4ten forscht das Fraunhofer IGD an verschiedenen Schl\u00fcsseltechnologien und arbeitet mit Unternehmen unterschiedlichster Industriesektoren zusammen. Das Fraunhofer IGD hat neben dem Hauptsitz in Darmstadt weitere Standorte in Rostock, Graz und Singapur. Es besch\u00e4ftigt mehr als 200 (vollzeit\u00e4quivalente) feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Etat betr\u00e4gt \u00fcber 17 Millionen Euro.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Fraunhofer-Institut f\u00fcr Graphische Datenverarbeitung IGD<br \/> Konrad Baier<br \/> Fraunhoferstra\u00dfe 5<br \/> 64283 Darmstadt<br \/> +49 6151 155-146<br \/> konrad.baier@igd.fraunhofer.de<br \/> www.igd.fraunhofer.de<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Artefakte in 3D erleben &#8211; Eine neue Technik erfasst unser Kulturerbe und digitalisiert es mit s\u00e4mtlichen optischen Materialeigenschaften. So lassen sich sp\u00e4ter fotorealistische Darstellungen erzeugen. Die Automatisierung erlaubt das Verfahren schnell und g\u00fcnstig f\u00fcr alle Artefakte, die in den Museen ansonsten durch Brand oder Naturkatastrophen f\u00fcr immer verloren w\u00e4ren. 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