{"id":64675,"date":"2013-12-13T14:52:16","date_gmt":"2013-12-13T14:52:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=64675"},"modified":"2025-03-21T12:36:29","modified_gmt":"2025-03-21T11:36:29","slug":"stressoren-der-kita","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/stressoren-der-kita-1064675\/","title":{"rendered":"Stressoren der Kita"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Professor Dr. Johannes Jungbauer\" alt=\"Professor Dr. Johannes Jungbauer\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/204302-150x150.jpg\" width=\"126\" height=\"126\" \/>Angemessene Gruppengr\u00f6\u00dfen, ausreichend Zeit f\u00fcr die Kinder, ein realistisch zu bew\u00e4ltigendes Arbeitspensum und tragf\u00e4hige L\u00f6sungen bei Personalausfall &#8211; das w\u00e4ren w\u00fcnschenswerte Zust\u00e4nde in den Kitas und sonstigen Kinderbetreuungen. Eine Studie weist alarmierende Arbeitsbedingungen f\u00fcr Erzieher und Erzieherinnen auf.<\/p> <p><!--more-->Berufsbelastungen f\u00fcr Erzieherinnen sind sehr hoch<\/p> <p>Umfangreiche Studie zu Berufsbelastungen bei Erzieherinnen der KatHO NRW Aachen<\/p> <p>Eine umfangreiche Studie zu den Berufsbelastungen von Erzieherinnen hat Professor Johannes Jungbauer von der Katholischen Hochschule NRW Aachen durchgef\u00fchrt und fast 850 Erzieherinnen zu den speziellen Belastungen ihres Berufes befragt.<\/p> <p>Das Ergebnis der Untersuchung ist alarmierend, denn viele Erzieherinnen und Erzieher sind extrem Burnout-gef\u00e4hrdet. Stressquelle Nummer eins der Berufsbelastungen f\u00fcr Erzieherinnen ist die mangelhafte Personalausstattung in den Einrichtungen. Das hat zur Folge: Zu gro\u00dfe Gruppen, ein unzureichender Betreuungsschl\u00fcssel, Zeitdruck und Mehrarbeit wegen erkrankter Kolleginnen. www.katho-nrw.de\/aachen<\/p> <p>Weitere Stressoren im Kita-Alltag sind der Ger\u00e4uschpegel in den Gruppenr\u00e4umen und die umfangreichen Dokumentationspflichten. Kinder mit deutlichen Disziplinproblemen, einem zus\u00e4tzlichen Betreuungs- und F\u00f6rderbedarf und Verhaltensauff\u00e4lligkeiten stellen ebenfalls starke Berufsbelastungen der Erzieherinnen dar. Viele der befragten Erzieherinnen beklagten auch die \u00fcberh\u00f6hten Anspr\u00fcche mancher Eltern oder deren Neigung, Erziehungs- und Bildungsaufgaben an die Kita zu delegieren.<\/p> <p>Die Studie zeigt aber auch, dass trotz aller Berufsbelastungen Erzieherinnen ihren Job lieben. Schwierige Kinder bewerten sie zwar als anstrengende Herausforderung, viel gr\u00f6\u00dferen Stress aber bereiten ihnen zu gro\u00dfe Gruppen und gleichzeitig zu wenig Mitarbeiterinnen.<\/p> <p>Je gr\u00f6\u00dfer die Berufsbelastungen der Erzieherinnen und Erzieher sind, desto st\u00e4rker sind ihre gesundheitlichen Beschwerden. Bei ihnen liegen die Werte f\u00fcr die Verdachtsdiagnose Burnout deutlich \u00fcber dem Normwert. Fast ein F\u00fcnftel der befragten Personen (18,9 Prozent) leidet sogar unter sehr starken beruflichen Stressbelastungen und gilt damit als Hochrisiko-Gruppe f\u00fcr Burnout. Und fast 15 Prozent der Befragten gaben an, unter deutlichen bis starken psychosomatischen und psychischen Beschwerden zu leiden. &#8222;Die von uns analysierten Daten zeigen, dass bei hoher Stressbelastung auch die Betreuungsqualit\u00e4t leidet&#8220;, mahnt Prof. Jungbauer. &#8222;Strukturell mangelhafte Arbeitsbedingungen, z.B. im U3-Bereich, gehen damit letztlich auf Kosten der Kinder.&#8220;<\/p> <p>Ein gesundheitsf\u00f6rderlicher Kita-Arbeitsplatz zeichnet sich aus durch ein realistisches, zu bew\u00e4ltigendes Arbeitspensum; ausreichend Zeit f\u00fcr die Kinder; eine angemessene Gruppengr\u00f6\u00dfe in Abh\u00e4ngigkeit vom Alter der betreuten Kinder; angemessene M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Pausen und Erholung sowie tragf\u00e4hige L\u00f6sungen bei Personalausfall. Prof. Jungbauer sieht die Politik hier in der Pflicht: &#8222;Schlie\u00dflich geht es um die Zukunft unserer Kinder.&#8220; www.katho-nrw.de\/aachen<\/p> <p>Zur Person:<br \/> Professor Dr. Johannes Jungbauer (Jg.1964), Dipl. Psych., 2002 Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Soziale Psychiatrie (DGSP), seit 2004 Professor f\u00fcr Psychologie an der Katholischen Hochschule NRW Aachen, Leiter des Instituts f\u00fcr Gesundheitsforschung und Soziale Psychiatrie (igsp). Sein letztes Forschungsprojekt war &#8222;AKisiA &#8211; Auch Kinder sind Angeh\u00f6rige&#8220;, ein Modellprojekt in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund f\u00fcr die Kinder psychisch kranker Eltern.<br \/> Mit der Studie zu Stressbelastungen und Gesundheitsrisiken von Erzieherinnen in Kindertagesst\u00e4tten will Prof. Jungbauer dazu beitragen, strukturelle Rahmenbedingungen und betriebliche Gesundheitspr\u00e4vention f\u00fcr Erzieherinnen zu verbessern. Mehr zu der Studie hier: http:\/\/bit.ly\/10P1nAv<\/p> <p>Bildrechte: KatHO NRW<\/p> <p>Die Katholische Hochschule NRW ist Deutschlands gr\u00f6\u00dfte staatlich anerkannte Fachhochschule in kirchlicher Tr\u00e4gerschaft. Die Abteilung Aachen ist einer von vier Standorten der KatHO NRW. Rund 750 Frauen und M\u00e4nner studieren in Aachen &#8222;Soziale Arbeit&#8220;, &#8222;Bildung und Erziehung im Kindesalter&#8220; oder &#8222;Kooperationsmanagement &#8211; Leitung in multiprofessionellen Sozial- und Gesundheitsdiensten M.A.&#8220;<\/p> <p>Als erste Hochschule in Nordrhein-Westfalen wurde die KatHO mit dem Pr\u00e4dikat &#8222;Familienfreundliche Hochschule&#8220; ausgezeichnet. Unter den 66 Fachhochschulen, die den Studiengang &#8222;Soziale Arbeit&#8220; anbieten, geh\u00f6rt die KatHO Aachen im Ranking des Centrums f\u00fcr Hochschulentwicklung (CHE) zu den acht Besten.<\/p> <p>Bundesweit als einzige Hochschule bietet Aachen au\u00dferdem seit \u00fcber zehn Jahren das Bachelor-Studium &#8222;Soziale Arbeit f\u00fcr Frauen neben der Familienphase&#8220; an.<\/p> <p>Kontakt<br \/> Katholische Hochschule NRW Aachen<br \/> Prof. Dr. U.A. Lammel<br \/> Robert-Schuman-Str. 25<br \/> 52066 Aachen<br \/> 0241\/6000 319<br \/> u.a.lammel@katho-nrw.de<br \/> http:\/\/www.katho-nrw.de\/aachen\/<\/p> <p>Pressekontakt:<br \/> Claudia Dechamps Text und PR<br \/> Claudia Dechamps<br \/> Oppenhoffallee 115<br \/> 52066 Aachen<br \/> 0241\/46 32 74 75<br \/> info@claudia-dechamps.de<br \/> http:\/\/www.claudia-dechamps.de<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angemessene Gruppengr\u00f6\u00dfen, ausreichend Zeit f\u00fcr die Kinder, ein realistisch zu bew\u00e4ltigendes Arbeitspensum und tragf\u00e4hige L\u00f6sungen bei Personalausfall &#8211; das w\u00e4ren w\u00fcnschenswerte Zust\u00e4nde in den Kitas und sonstigen Kinderbetreuungen. 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