{"id":741,"date":"2010-09-20T09:19:19","date_gmt":"2010-09-20T08:19:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=741"},"modified":"2025-03-21T12:36:19","modified_gmt":"2025-03-21T11:36:19","slug":"vergessene-konflikte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/vergessene-konflikte-10741\/","title":{"rendered":"Vergessene Konflikte bei WeltTrends"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Vergessen geh\u00f6rt zur menschlichen Natur. Und was f\u00fcr den Einzelnen gilt, scheint auch f\u00fcr Gesellschaften zu gelten. Politische Katastrophen m\u00f6gen ein oder zwei Generationen nachwirken, aber dann beginnt das Vergessen. Noch rasanter vergessen wir, was uns gar nicht direkt betrifft. 40 bewaffnete Konflikte gibt es derzeit in der Welt. \u00dcber einige wird informiert, \u00fcber andere wissen wir wenig oder nichts. Im Thema dieses Heftes wollen wir einige dieser \u201eVergessenen Konflikte\u201c wieder ins Bewusstsein holen und damit unseren Beitrag wider das Vergessen leisten.<!--more--> Wissenschaftler verschiedener deutscher Forschungsinstitutionen beleuchten dabei die Ursachen und Interessen, die zu den Kriegen f\u00fchren und formulieren L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge.<br \/> Das Thema wird von einem Interview mit dem neuen Vorsitzenden der Deutschen Stiftung f\u00fcr Friedensforschung, Michael Brzoska, komplettiert. Philipp Gabriel betrachtet in der aktuellen Analyse die mexikanische Erd\u00f6lgewerkschaft. Als Nachklang der Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft wirkt Paul Martins Kommentar zum Thema Afrika im 21. Jahrhundert und die flammende Diskussion um die Interessen Deutschlands wird auch in dieser Ausgabe auf dem Streitplatz fortgesetzt.<br \/> Im WeltBlick wird die Halbwertszeit des Atomwaffensperrvertrags betrachtet. Au\u00dferdem geht es um den neuen internationalen Hot Spot Arktis sowie um die Entwicklungsm\u00f6glichkeiten der polnischen Au\u00dfenpolitik.<br \/> Abgerundet wird das neue Heft durch Buchbesprechungen, Neuerscheinungen und Konferenzberichte sowie einem Portr\u00e4t Andr\u00e9 Francois-Poncets.<\/p> <p>Thema: Vergessene Konflikte<br \/> Auch wenn der aufmerksame Zeitungsleser einige Spannungsgebiete und Krisen kennen d\u00fcrfte, bleibt die Mehrzahl gewaltsamer Konflikte dieser Welt medial unterbelichtet: Sie sind vergessene Konflikte, vergessene Kriege. Sie sind nicht \u201eeingefroren\u201c, sondern schwelen und flammen immer wieder auf. Im Thema dieses Heftes diskutieren Experten deutscher Forschungsinstitutionen vergessene Konflikte auf drei Kontinenten. Sie stellen die Frage nach Perspektiven dieser Konfliktregionen und regen zu Diskursen \u00fcber die Konflikte und deren<br \/> L\u00f6sung durch die Politik auf nationaler wie internationaler Ebene an.<br \/> Bevor auf einzelne konkrete Beispiele der aktuell 40 bewaffneten Konflikte in der Welt eingegangen wird, betrachtet Hans Joachim Gie\u00dfmann (Berlin) die Ursachen des Vergessens:<br \/> Warum nehmen wir eigentlich die meisten dieser brisanten Krisenherde nicht oder nicht mehr wahr?<br \/> Christian Wagner (Berlin) geht dann in medias res und analysiert die neuesten Entwicklungen des Kaschmirkonflikts zwischen Indien und Pakistan. Genau wie diese Region ist auch der afrikanische Tschad von Krisen gesch\u00fcttelt.<br \/> Matthias Basedau (Hamburg) erl\u00e4utert die Ursachen der j\u00fcngsten Gewalteskalation und l\u00e4sst dabei nur wenig Hoffnung f\u00fcr die Zukunft.<br \/> Der Beitrag von<br \/> Uwe Halbach (Berlin) befasst sich mit Tschetschenien, das zwar heute nicht mehr das Epizentrum von Gewalt und Instabilit\u00e4t im Nordkaukasus bildet, jedoch weiterhin von terroristischen Aktivit\u00e4ten und K\u00e4mpfen verschiedenster Gruppen heimgesucht wird.<br \/> Ebenso langwierig wie dort gestaltet sich die Krise in Somalia, die Volker Matthies (Hamburg) ins Bewusstsein holt.<br \/> Zwischen 1983 und 2009 kam Sri Lanka nicht zur Ruhe. Norbert Ropers (Berlin) stellt die Frage, ob das Ende des B\u00fcrgerkrieges im vergangenen Jahr dem Inselstaat nun endlich andauernden Frieden bringt.<br \/> Zum Abschluss des Themas sprach WeltTrends mit Michael Brzoska, dem neuen<br \/> Vorsitzenden der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF), \u00fcber den Anspruch und die M\u00f6glichkeiten der Stiftung, das Verh\u00e4ltnis von Politik und Wissenschaft, die Position der Friedensforschung im au\u00dfenpolitischen Diskurs und das Nischendasein ziviler<br \/> Krisenpr\u00e4vention.<br \/> WeltBlick: Patient Atomwaffensperrvertrag, Hot Spot Arktis?<br \/> und Polens Au\u00dfenpolitik<br \/> Wolfgang K\u00f6tter (Potsdam) stellt die ern\u00fcchternde Diagnose: Der Patient Atomwaffensperrvertrag ist noch nicht tot, sein Leben h\u00e4ngt jedoch am seidenen Faden. Die Weiterverbreitung von Nuklearwaffen, die er verhindern sollte, nahm sogar noch zu. Die nukleare Abr\u00fcstung muss endlich vorankommen und Au\u00dfenseiter gilt es ins Boot zu holen!<br \/> Gibt es eine neue Konfliktzone der Weltpolitik? Yury Morozov (Moskau) betrachtet aus russischer Perspektive die neuesten Entwicklungen in der Arktis, die im internationalen Kampf um Energieressourcen immer wichtiger wird.<br \/> Die Au\u00dfenpolitik Polens ist gekennzeichnet durch die starke Ber\u00fccksichtigung historischer Ereignisse und geopolitischer Trennlinien. Norbert Marek (Aachen) und Pierre-Fr\u00e9d\u00e9ric Weber (Stettin) stellen die Frage, ob der polnischen Regierung nach den neuesten Ereignissen Akzentverschiebungen gelingen werden.<br \/> Analyse: Die Erd\u00f6lgewerkschaft in Mexiko Noch immer ist die \u00d6lkatastrophe am Golf von Mexiko nicht ausgestanden. Einen Aspekt dieser aktuell sehr umstrittenen Industrie betrachtet Philipp Gabriel (Linz) in seiner Analyse. Er diskutiert die Auswirkungen neoliberaler Reformen und politischer Transition auf die mexikanische Erd\u00f6lgewerkschaft. Zwar ist ein Gro\u00dfteil der Arbeiterschaft in diesem Sektor gebunden und die korporatistischen Gewerkschaften passen sich den neuen Gegebenheiten an. Doch allm\u00e4hlich entwickelt sich eine Dissidentenbewegung, deren Kampf auf Demokratisierung innerhalb der Gewerkschaften und gegen Privatisierung gerichtet ist.<br \/> Streitplatz: Deutsche Au\u00dfenpolitik<br \/> Die Diskussion um Deutschlands au\u00dfenpolitische Kultur und Interessen geht in die vierte Runde. In WeltTrends 71 forderten junge Akademiker aus dem \u201eT\u00f6nissteiner Kreis\u201c zum Wortduell auf; Alexander Brand und Benjamin Zyla nehmen die Herausforderung gern an.<br \/> Das WeltTrends-Portr\u00e4t widmet sich diesmal Andr\u00e9 Francois-Poncet, der Botschafter sowohl zu Zeiten Hitlers als auch w\u00e4hrend der \u00c4ra Adenauer war.<br \/> In unserer Rubrik Wiedergelesen wird der Klassiker \u201eThe Silent Revolution\u201c von Ronald Inglehart neu aufgelegt.<\/p> <p>Herr Prof. Dr. Lutz Kleinw\u00e4chter<br \/> WeltTrends e. V.<br \/> Waldhornweg 25<br \/> 14480 Potsdam<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vergessen geh\u00f6rt zur menschlichen Natur. Und was f\u00fcr den Einzelnen gilt, scheint auch f\u00fcr Gesellschaften zu gelten. Politische Katastrophen m\u00f6gen ein oder zwei Generationen nachwirken, aber dann beginnt das Vergessen. 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