{"id":7460,"date":"2013-01-15T15:01:30","date_gmt":"2013-01-15T15:01:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/?p=7460"},"modified":"2016-06-10T12:33:37","modified_gmt":"2016-06-10T11:33:37","slug":"sambia-wenn-wir-den-loewen-toeten-toeten-wir-unsere-gesamte-tourismusindustrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/sambia-wenn-wir-den-loewen-toeten-toeten-wir-unsere-gesamte-tourismusindustrie-107460\/","title":{"rendered":"Sambia &#8211; &#8222;Wenn wir den L\u00f6wen t\u00f6ten, t\u00f6ten wir unsere gesamte Tourismusindustrie.&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Nachdem Botswana vor wenigen Wochen bekannt gegeben hat, keine neuen Jagdlizenzen mehr an Troph\u00e4enj\u00e4ger zu erteilen, folgt nun auch Sambia diesem Beispiel. Das Nachbarland beschr\u00e4nkt das Jagdverbot allerdings nur auf Gro\u00dfkatzen. \" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/153183-150x150.jpg\" width=\"124\" height=\"124\" \/>Sambia verbietet Jagd auf Gro\u00dfkatzen<\/p> <p>Gro\u00dfe Chance f\u00fcr das \u00dcberleben von L\u00f6we, Leopard &amp; Co<br \/> Nachdem Botswana vor wenigen Wochen bekannt gegeben hat, keine neuen Jagdlizenzen mehr an Troph\u00e4enj\u00e4ger zu erteilen, folgt nun auch Sambia diesem Beispiel. Das Nachbarland beschr\u00e4nkt das Jagdverbot allerdings nur auf Gro\u00dfkatzen.<\/p> <p><!--more-->Anlass in beiden F\u00e4llen war der dramatische R\u00fcckgang der Wildtierbest\u00e4nde. Sambia sch\u00e4tzt die verbleibende L\u00f6wenpopulation im Land auf nicht mehr als 4.500 Tiere. Im gesamten s\u00fcdlichen und \u00f6stlichen Afrika ist die L\u00f6wenpopulation in wenigen Jahrzehnten um 90% eingebrochen. Von einst 250.000 Tieren sind gerade mal gut 20.000 \u00fcbrig geblieben. Verantwortlich daf\u00fcr sind haupts\u00e4chlich der Verlust von Lebensraum, der Farmer-Raubtier-Konflikt und die Troph\u00e4enjagd.<\/p> <p>&#8222;Sowohl f\u00fcr den Artenschutz, als auch f\u00fcr die Menschen dieser L\u00e4nder ist das ein gro\u00dfer Gewinn&#8220;, begr\u00fc\u00dft Dr. Maike F\u00f6rster, wissenschaftliche Beraterin des SAVE Wildlife Conservation Fund die Entscheidung. &#8222;Wir wissen mittlerweile sowohl durch unsere Forschungsarbeiten als auch aus unseren Kinderhilfsprojekten, wie wichtig die charismatischen Raubkatzen f\u00fcr die Zukunft der klassischen Safaril\u00e4nder wie Botswana und auch Sambia sind. Sie sind Zugpferd f\u00fcr Touristen, Jobmotor und damit Hoffnung auf eine bessere Zukunft. All das aber erfordert, dass die Menschen sie lebend in ihrem nat\u00fcrlichen Lebensraum erleben und bewundern d\u00fcrfen.&#8220;<br \/> Auch Sambias Tourismusministerin Sylvia Masebo betonte, dass die Wildbeobachtung lebender Tiere wertvoller und nachhaltiger sei als der blutige Sport.<br \/> Gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur Reuters sagte sie: &#8222;Touristen kommen nach Sambia, um den L\u00f6wen zu sehen, und wenn wir den L\u00f6wen t\u00f6ten, t\u00f6ten wir unsere gesamte Tourismusindustrie.&#8220;<\/p> <p>Nach Kenia und Botswana ist Sambia nun bereits das dritte afrikanische Land, das die Troph\u00e4enjagd verbietet beziehungsweise stark einschr\u00e4nkt. Artensch\u00fctzer wie der SAVE Wildlife Conservation Fund sehen dies als einen entscheidenden Weg zu einem effektiven Artenschutz. &#8222;Wir hoffen, dass weltweit alle Staaten mit bedeutenden Wildtierbest\u00e4nden dieser Entscheidung folgen werden&#8220;, meint SAVE-Vorstand Lars Gorschl\u00fcter.<\/p> <p>Das Verbot der Hobbyjagd wird nachhaltige Konsequenzen auf das gesamte s\u00fcdliche Afrika haben. Sambia ist, genau wie Botswana, ein Teil von KaZa, der &#8222;Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area&#8220;. Das zweitgr\u00f6\u00dfte Schutzgebiet der Erde umfasst insgesamt f\u00fcnf L\u00e4nder und verfolgt im Kern zwei Ziele: Wildtiere sollen wieder auf ihren alten Wanderrouten ohne Z\u00e4une grenz\u00fcbergreifend migrieren, und die einheimische Bev\u00f6lkerung soll durch nachhaltigen Safaritourismus von wachsendem Wohlstand profitieren. Das aber setzt gesunde Wildtierpopulationen voraus.<\/p> <p>In den \u00fcbrigen KaZa-Staaten Simbabwe, Namibia und Mosambique ist die Troph\u00e4enjagd weiterhin erlaubt. Doch die Hoffnung des SAVE Wildlife Conservation Fund ist, dass auch sie bald der Entscheidung Botswanas und Sambias folgen werden. Sollten sich das nicht tun, so SAVE, wird sich die Troph\u00e4enjagd in diesen L\u00e4ndern verst\u00e4rken, was dramatische Folgen f\u00fcr die dortigen Raubtierbest\u00e4nde haben wird.<\/p> <p>SAVE ist eine gemeinn\u00fctzige Stiftung, die sich gezielt f\u00fcr die globale und nachhaltige F\u00f6rderung des Artenschutzes einsetzt<\/p> <p>Kontakt:<br \/> SAVE Wildlife Conservation Fund<br \/> Lars Gorschl\u00fcter<br \/> Dieselstr. 70<br \/> 42489 W\u00fclfrath<br \/> 02058 -78 82-20<br \/> l.gorschlueter@save-wildlife.com<br \/> http:\/\/www.save-wildlife.com<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sambia verbietet Jagd auf Gro\u00dfkatzen Gro\u00dfe Chance f\u00fcr das \u00dcberleben von L\u00f6we, Leopard &amp; Co Nachdem Botswana vor wenigen Wochen bekannt gegeben hat, keine neuen Jagdlizenzen mehr an Troph\u00e4enj\u00e4ger zu erteilen, folgt nun auch Sambia diesem Beispiel. Das Nachbarland beschr\u00e4nkt das Jagdverbot allerdings nur auf Gro\u00dfkatzen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":152768,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[109],"tags":[134],"class_list":["post-7460","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tiere-haustiere","tag-default"],"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7460","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7460"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7460\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":220717,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7460\/revisions\/220717"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media\/152768"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7460"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7460"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/fachbeitraege\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7460"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}