{"id":104222,"date":"2013-10-30T13:20:46","date_gmt":"2013-10-30T12:20:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=104222"},"modified":"2013-10-30T13:21:10","modified_gmt":"2013-10-30T12:21:10","slug":"naturnahe-tropische-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/naturnahe-tropische-landwirtschaft-10104222\/","title":{"rendered":"Naturnahe, tropische Landwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-104602\" title=\"Nachhaltige Landwirtschaft \u00fcber Bananen, Tee, Kaffee und Kakao hinaus.\" alt=\"Nachhaltige Landwirtschaft \u00fcber Bananen, Tee, Kaffee und Kakao hinaus.\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/e361ced4e196928045bf5179948f949a.png\" width=\"176\" height=\"115\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/e361ced4e196928045bf5179948f949a.png\" \/>Viele kennen das Siegel Rainforest Alliance Certified&#8220; vom t\u00e4glichen Einkauf von Bananen, Tee, Kaffee oder kakaohaltigen Produkten. Doch seit einiger Zeit k\u00fcmmern sich die unabh\u00e4ngige Natur- und Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance und ihre Partner im Netzwerk f\u00fcr Nachhaltige Landwirtschaft (SAN &#8211; Sustainable Agriculture Network) verst\u00e4rkt um eine naturn\u00e4here und sozialvertr\u00e4glichere Erzeugung von Kr\u00e4utern und Gew\u00fcrzen. In dieser Kategorie werden heute eineinhalb Dutzend verschiedene Kulturpflanzen gem\u00e4\u00df SAN-Standard auf zertifizierten Farmen verantwortungsvoll angebaut. Allein 7.000 Tonnen Zimt gibt es bereits von Rainforest Alliance Certified&#8220;-Farmen. <!--more-->Hauptlieferland ist bislang Indonesien. Zudem reicht das Spektrum an nachhaltig erzeugten Kr\u00e4utern und Gew\u00fcrzen von Basilikum und Indischem Basilikum \u00fcber Kardamom und Kamille bis zu Chili, Jasmin und Minze, Zitronengras und Zitronenverbene. Rainforest-Alliance-zertifizierte Farmen aus Indien, Indonesien oder Vietnam liefern dar\u00fcber hinaus \u00fcber 1.500 Tonnen Pfeffer. Hinzu kommen Hibiskus aus Burkina Faso und Vanille aus Madagaskar.<\/p> <p>Die Rainforest Alliance setzt sich daf\u00fcr ein, dass tropische Farmer, zumeist Kleinbauern mit durchschnittlich 3 Hektar Land, nicht von einer Kulturpflanze abh\u00e4ngig sind (z. B. Tee, Kaffee oder Kakao) und f\u00f6rdert wo immer m\u00f6glich agrarische Vielfalt (Diversifizierung). Kr\u00e4uter und Gew\u00fcrze k\u00f6nnen eine ideale Erg\u00e4nzung f\u00fcr den Agrarmix sein: So bauen Kaffeefarmen in Indien auch Pfeffer an. Teefarmen in Bangladesch produzieren auch Lorbeer, Ingwer, Jasmin oder Zitronengras.<\/p> <p>Rainforest Alliance Certified&#8220; und Agroforstsysteme<\/p> <p>Ein zentrales Merkmal naturnaher tropischer Landwirtschaft sind Agroforstsysteme. Dabei kombinieren die Farmer bevorzugt einheimische H\u00f6lzer (B\u00e4ume wie beispielsweise Teak, Mahagoni, Paranuss, diverse Palmenarten und Str\u00e4ucher ohne essbare Fr\u00fcchte) mit landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Laut SAN-Standard sind Ingwer, Kaffee, Kakao, Kardamom, Muskatnuss, Gew\u00fcrznelke, Pfeffer, Vanille und Zimt als ideale Partner in Agroforstsystemen empfohlen. In aller Regel erstreckt sich der Lebenszyklus von Kulturpflanzen in der tropischen Landwirtschaft auf mehr als 10, nicht selten \u00fcber 50 Jahre. Einmalig ist: Der SAN-Standard bevorzugt heimische H\u00f6lzer und erlaubt nicht den Anbau invasiver Schattenbaumarten. Invasive Arten sind gebietsfremd, werden von au\u00dfen absichtlich oder unabsichtlich eingetragen, breiten sich h\u00e4ufig rasant aus und verdr\u00e4ngen heimische Arten zum Nachteil der nat\u00fcrlichen \u00d6kosysteme vor Ort.<\/p> <p>Auch wenn einige der Kr\u00e4uter und Gew\u00fcrze m\u00f6glicherweise nie erkennbar mit dem Siegel auf der Endverpackung in Verbindung gebracht werden (weil die eingesetzten Mengen insbesondere von Gew\u00fcrzen zu klein oder nicht geschmacksbestimmend ausfallen), so werden doch verschiedene l\u00e4ngst auch in Deutschland verarbeitet.<\/p> <p>Anfang 2012 wurde die Rainforest Alliance von der Nachhaltigkeitsinitiative f\u00fcr Gew\u00fcrze Sustainable Spices Initiative (SSI) ausgew\u00e4hlt, \u00fcber die lokale Anpassung des SAN-Standards f\u00fcr Nachhaltige Landwirtschaft L\u00f6sungen f\u00fcr die vielf\u00e4ltigen Herausforderungen beim Anbau von tropischen Kr\u00e4utern und Gew\u00fcrzen zu entwickeln. Die SSI wurde von der Sustainable Trade Initiative (IDH) und vier f\u00fchrenden Unternehmen des holl\u00e4ndischen Gew\u00fcrzmarktes gegr\u00fcndet. Unterst\u00fctzt wird SSI unter anderem auch vom renommierten niederl\u00e4ndischen Royal Tropical Institute (KIT).Kleinbauern und WissensbedarfDie bislang g\u00e4ngigen Praktiken im tropischen Kr\u00e4uter- und Gew\u00fcrzanbau sind oftmals wenig nachhaltig. Kathrin Resak hat an der Universit\u00e4t Hohenheim Agrarwissenschaften der Tropen und Subtropen studiert und ist heute eine der Expertinnen f\u00fcr Nachhaltigkeitsstandards. Sie hat an den Richtlinien des SAN f\u00fcr den nachhaltigen Gew\u00fcrzanbau vor Ort mitgewirkt: Zum Gro\u00dfteil werden Kr\u00e4uter und Gew\u00fcrze von Kleinbauern angebaut. Viele von ihnen wissen nicht, wie sie dauerhaft ein und dieselbe Parzelle erfolgreich bewirtschaften k\u00f6nnen. Grundlagenkenntnisse \u00fcber die Prinzipien der Bodengesundheit und des integrierten Pflanzenschutzes sind meistens nicht vorhanden, so Resak. Die Folge seien ausgelaugte B\u00f6den und die damit einhergehende Erschlie\u00dfung immer neuer landwirtschaftlicher Produktionsfl\u00e4chen. Dabei werden oft nat\u00fcrliche W\u00e4lder per Brandrodung zerst\u00f6rt und so gehen immer mehr Fl\u00e4chen sch\u00fctzenswerter \u00d6kosysteme verloren, erkl\u00e4rt die Agrarwissenschaftlerin. Dazu komme, dass Bauern meist nicht w\u00fcssten, unter welchen Umst\u00e4nden der Einsatz von Pestiziden \u00fcberhaupt angebracht sei und was bei einem sicheren Umgang mit Pestiziden beachtet werden m\u00fcsse.<\/p> <p>***<br \/> Derzeit verf\u00fcgbare Rainforest Alliance Certified&#8220;-Kr\u00e4uter und -Gew\u00fcrze:<\/p> <p>Basilikum, Lorbeer, Chili, Minze, Hibiskus, Pfeffer, Indischer Basilikum (Tulsi), Pfefferminze, Ingwer, Malabarnuss (Vasaka), Jasmin, Vanille, Kamille, Zimt, Kardamom, Zitronengras, Knoblauch, Zitronenverbene<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> Rainforest Alliance Pressestelle c\/o :relations GmbH<br \/> Sascha Tischer<br \/> M\u00f6rfelder Landstra\u00dfe 72<\/p> <p>60598 Frankfurt am Main<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: rainforest-alliance@relations.de<br \/> Homepage: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.rainforest-alliance.org\/de\" title=\"Die Rainforest Alliance ist eine internationale Umweltschutzorganisation, sie arbeitet f\u00fcr den Erhalt der Artenvielfalt und f\u00fcr eine nachhaltige Lebensgrundlage\" >http:\/\/www.rainforest-alliance.org\/de<\/a><br \/> Telefon: 069.963652-90<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> Rainforest Alliance Pressestelle c\/o :relations GmbH<br \/> Sascha Tischer<br \/> M\u00f6rfelder Landstra\u00dfe 72<\/p> <p>60598 Frankfurt am Main<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: rainforest-alliance@relations.de<br \/> Homepage: http:\/\/<br \/> Telefon: 069.963652-90<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele kennen das Siegel Rainforest Alliance Certified&#8220; vom t\u00e4glichen Einkauf von Bananen, Tee, Kaffee oder kakaohaltigen Produkten. 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