{"id":1076,"date":"2009-06-16T09:55:11","date_gmt":"2009-06-16T08:55:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=1076"},"modified":"2022-05-24T11:49:49","modified_gmt":"2022-05-24T10:49:49","slug":"china-behindert-journalisten-und-sperrt-soziale-netzwerke-im-web","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/china-behindert-journalisten-und-sperrt-soziale-netzwerke-im-web-101076\/","title":{"rendered":"China behindert Journalisten und sperrt soziale Netzwerke im Web"},"content":{"rendered":"<p><strong>Reporter ohne Grenzen verurteilt Tanianmen-Zensur<\/strong><\/p> <table style=\"float: right; width: 168px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ededed\"> <table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"3\" width=\"168\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\"><\/td> <\/tr> <tr> <td class=\"txtklein\" colspan=\"2\" align=\"center\"><!-- copyrighttext --><!-- end copyrighttext --><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p><!--PTE:ORT-->Peking (pte\/05.06.2009\/06:10) &#8211; Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) www.reporter-ohne-grenzen.de kritisiert Chinas Zensur zum Jahrestag des Tiananmen-Massakers. Die chinesische Regierung hat in den vergangenen Tagen mit zahlreichen Ma\u00dfnahmen versucht, Medienberichte zum 20. Jahrestag des Massakers (am 4. Juni) zu unterbinden. Sicherheitskr\u00e4fte in Peking behindern Journalisten derzeit daran, den Tiananmen-Platz zu besuchen. Hunderte Soldaten und Polizeikr\u00e4fte sind rund um den Platz aufgestellt, um die Medienvertreter am Zutritt zu hindern. <!--more--><\/p> <p>Laut dem Foreign Correspondents Club of China (FCCC) soll die chinesische Polizei schon in den vergangenen Tagen diversen TV-Teams verboten haben, auf dem Platz zu filmen. Dabei wurde auch ein Kameramann verhaftet. Ein weiteres TV-Team wurde von der Polizei nahe der Universit\u00e4t in Peking eingekesselt und festgenommen. Einzelne chinesische Medienvertreter, die f\u00fcr ausl\u00e4ndische Unternehmen arbeiten, wurden von Mitarbeitern des &#8222;B\u00fcros f\u00fcr \u00f6ffentliche Sicherheit&#8220; vernommen, berichtet ROG.<\/p> <p>Als Zeichen des Protests gegen das chinesische Vorgehen haben ROG-Aktivisten am Mittwoch vor der chinesischen Botschaft in Paris demonstriert. &#8222;Zudem fuhren drei Lastwagen mit einer gro\u00dfgezogenen Fotografie des ber\u00fchmten Bildes &#8218;Tank Man&#8216; durch die Stadt und hielten dann vor der Botschaft&#8220;, sagt Anja Viohl, Sprecherin von Reporter ohne Grenzen Deutschland, gegen\u00fcber pressetext. Dieses Bild eines unbekannten Mannes, der sich bei den Protesten auf dem Tiananmen-Platz vor eine anrollende Panzerkolonne stellte, sei um die Welt gegangen und ein Symbol des Widerstands gegen die staatliche Unterdr\u00fcckung. &#8222;Wie alle anderen Fotos und Berichte zur damaligen Demokratiebewegung k\u00f6nnen sie in China aufgrund der scharfen Zensur nicht ver\u00f6ffentlicht werden&#8220;, so Viohl weiter.<\/p> <p>Dar\u00fcber hinaus lie\u00df die chinesische Regierung aktuell den Zugang zu mehreren sozialen Netzwerken im Internet sperren. Auch Chatforen und Blogs wurden blockiert. Darunter finden sich chinesische Seiten wie Fanfou.com, Verycd.com oder Wordku.com. Aber auch internationale Webseiten wie Facebook, Twitter, YouTube, Bing, Flickr oder WordPress wurden zuvor bereits gesperrt. Wer versucht auf eine der blockierten Plattformen zuzugreifen, erh\u00e4lt die Nachricht, dass die Seiten aufgrund von Wartungsarbeiten zur Zeit nicht erreichbar seien. Neben den sozialen Netzwerken zensiert China auch internationale Nachrichtenseiten wie jene der BBC, TV5 Monde und CNN. Auf diesen Portalen wurden Fotos und Videos von der Niederschlagung der Proteste im Juni 1989 ver\u00f6ffentlicht. Artikel zu dem Thema, die in importierten Zeitungen zu finden waren, wurden ebenfalls entfernt.<\/p> <p>&#8222;China steht genrell auf den ROG-Listen der &#8218;Feinde der Pressefreiheit&#8216; und &#8218;Feinde<br \/> des Internets&#8216;. Die allgemeine Situation ist sehr kritisch, derzeit sind 30 Journalistinnen und Journalisten sowie 48 Blogger in Haft&#8220;, erkl\u00e4rt Viohl im pressetext-Interview. Vor allem Journalisten, die es wagen, Tabu-Themen wie den Alleinherrschaftsanspruch der Kommunistischen Partei, Tibet, den Taiwan-Konflikt oder Proteste demokratischer Gruppen sowie das Gedenken an die Tiananmen-Proteste aufzugreifen, m\u00fcssten mit harten Repressionen, bis hin zu mehrj\u00e4hrigen Haftstrafen, rechnen. &#8222;Ausl\u00e4ndische Pressevertreter haben in ihrem Berufsalltag ein wenig mehr Freiheit. Wenn ausl\u00e4ndische Journalisten zu sensiblen Themen recherchieren, bestehen diese Freiheiten in der Praxis aber h\u00e4ufig nicht mehr&#8220;, so Viohl. (Ende)<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/\"  target=\"_new\" rel=\"noopener\"><\/a><br \/> Aussender: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/\"  target=\"_new\" rel=\"noopener\">pressetext.deutschland<\/a><br \/> Redakteur:                        Claudia Zettel<br \/> email: <a href=\"mailto:zettel%40pressetext.com\">zettel@pressetext.com<\/a><br \/> Tel. +43-1-81140-314<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reporter ohne Grenzen verurteilt Tanianmen-Zensur Peking (pte\/05.06.2009\/06:10) &#8211; Die Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) www.reporter-ohne-grenzen.de kritisiert Chinas Zensur zum Jahrestag des Tiananmen-Massakers. Die chinesische Regierung hat in den vergangenen Tagen mit zahlreichen Ma\u00dfnahmen versucht, Medienberichte zum 20. Jahrestag des Massakers (am 4. Juni) zu unterbinden. Sicherheitskr\u00e4fte in Peking behindern Journalisten derzeit daran, den Tiananmen-Platz zu<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1076","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-journalismus-medien-publizistik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1076","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1076"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1076\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":274417,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1076\/revisions\/274417"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1076"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1076"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1076"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}