{"id":108250,"date":"2013-11-14T13:38:10","date_gmt":"2013-11-14T13:38:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=108250"},"modified":"2018-05-22T11:12:40","modified_gmt":"2018-05-22T10:12:40","slug":"wie-ein-neuer-blick-auf-das-alter-wirtschaftsunternehmen-staerkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wie-ein-neuer-blick-auf-das-alter-wirtschaftsunternehmen-staerkt-10108250\/","title":{"rendered":"Wie ein neuer Blick auf das Alter Wirtschaftsunternehmen st\u00e4rkt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Klaus Kissel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Change-Managementberater \" alt=\"Klaus Kissel Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Change-Managementberater \" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/a81da37f98f55690a89915cfcb4a2bb6.jpg\" width=\"131\" height=\"131\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/7d0657ebeae0aa5b7089f3f8dd860ea2.jpg\" \/>Demografie als Chance<br \/> Der demografische Wandel in unserer Gesellschaft wird h\u00e4ufig nur als Problem dargestellt, ungeachtet der Chancen, die sich daraus ergeben. Wir laufen somit Gefahr, das Altern im Unternehmen nur noch als Problem zu behandeln. In vielen Unternehmen entsteht eine gewisse Art von Aktionismus im Recruiting, nach dem Motto, &#8222;Wenn wir jetzt nicht die neuen jungen Mitarbeiter f\u00fcr uns gewinnen, dann verlieren wir an power&#8230;&#8220;.<\/p> <p><!--more-->Wie kommen diese Aktivit\u00e4ten bei den \u00e4lter werdenden Mitarbeitern an? Welches Bild haben wir von der alternden Gesellschaft? Wenn wir uns einen systemischen Blick auf diese Thematik erlauben, bedeutet dies zun\u00e4chst einmal, den allgemeinen Problemfokus in unserer Sprache in Frage zu stellen. Dazu geh\u00f6rt, dass wir das, was wir \u00fcber die Dinge sagen nicht als die Dinge selbst &#8211; also als Tatsachen &#8211; verstehen.<\/p> <p>Die Dinge sind nicht so, wie wir dar\u00fcber sprechen. Aber wie wir dar\u00fcber sprechen, st\u00e4rkt in uns die Annahme, dass die Dinge eine Wirklichkeit w\u00e4ren!<\/p> <p>Die gegenteilige Sicht erlaubt also die Frage: Warum kann der demografische Wandel eine Chance sein?<\/p> <p>1. Eine positive Perspektive des Alterns f\u00f6rdert Ressourcen<br \/> Unsere Gesellschaft blickt problemfokussiert auf das Altwerden. Der sogenannte Anti-Aging-Kult st\u00e4rkt den Glauben, im Alter w\u00e4ren wir weniger belastbar und leistungsf\u00e4hig. Das n\u00e4hrt die allgemeine Gewissheit, dass \u00c4lterwerden etwas Schreckliches w\u00e4re. Es gibt jedoch viele alte Menschen, die nach Eintritt in das Rentenalter eine neue Besch\u00e4ftigung suchen und sich neuen Herausforderungen stellen. Sicher: Es gibt biologische Abl\u00e4ufe die man nicht aufhalten kann. Wann jemand jedoch alt ist oder noch nicht, bestimmt in unserer Gesellschaft nicht der einzelne Mensch, der seinen Zerfall sp\u00fcrt, sondern die \u00f6ffentliche Meinung und geschaffene Standards (wie zum Beispiel die Diskussion \u00fcber das Renteneintrittsalter etc.). Der Standard bestimmt also, wann ein Mensch als weniger belastbar gilt. In Unternehmen f\u00fchrt dies dann zu Statements wie: &#8222;Das ist ja klar, der ist jetzt 3 Jahre vor seiner Rente, da \u00e4ndert der nichts mehr&#8230;!&#8220;<\/p> <p>Aus diesen Denkmustern und Standards ergeben sich negative Erwartungshaltungen, die wir \u00e4lteren Menschen generell entgegenbringen. Wie in einer selbsterf\u00fcllenden Prophezeiung beg\u00fcnstigen diese Erwartungshaltungen, mit denen wir \u00e4lteren Menschen entgegentreten, F\u00e4higkeitsverluste. Diese best\u00e4tigen uns dann wiederum in der Wirklichkeitskonstruktion: &#8222;\u00c4ltere Menschen sind nicht belastbar&#8220; (Quelle: Baltes 1996: Lehr und Niederfranke, Niederlande).<\/p> <p>Wir k\u00f6nnen und m\u00fcssen aber aus diesen Denkmustern aussteigen. \u00c4ltere Menschen werden in der kommenden Zeit zwangsl\u00e4ufig l\u00e4nger mitarbeiten. Und unter guten Voraussetzungen k\u00f6nnte es sein, dass dies die wirksamste Anti-Aging-Kur wird, die wir uns w\u00fcnschen k\u00f6nnen. Dabei gilt es, die Ressourcen \u00e4lterer Menschen individuell besser zu nutzen &#8211; nicht nach Standards ausgerichtet, sondern nach individueller Lust auf Belastbarkeit.<\/p> <p>2. Die reifsten Unternehmen der Welt<br \/> Studien zeigen, dass \u00e4ltere Menschen \u00fcber eine h\u00f6here Resilienz und einen besseren Umgang mit Konflikten im Unternehmen verf\u00fcgen. Sie k\u00f6nnen beispielsweise besser mit negativen Gef\u00fchlen umgehen (vgl. Rosch, Bauer und Scheier, 2005). Gerade auch die erfahrenen Mitarbeiter, die eine positive Einstellung zum Altern haben, k\u00f6nnen in Ver\u00e4nderungsprozessen hilfreiche Mitarbeiter sein. Denn sie k\u00f6nnen beispielsweise bei Integrationsaufgaben und der \u00dcberwindung von Krisen, F\u00fchrung \u00fcbernehmen. Je mehr alte Menschen in unseren Unternehmen arbeiten, umso &#8222;reifer&#8220; werden Unternehmen. Diese Reife und dieses Wissen gilt es zu nutzen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten k\u00f6nnen sie hilfreiche Ressourcen f\u00fcr den wirtschaftlichen Erfolg von Morgen sein. Gerade, wenn sie von Attributen, wie Gelassenheit oder Weitsicht begleitet sind. Wichtig ist dabei, dass Unternehmen lernen, diese Ressourcen zu nutzen. Statt ausschlie\u00dflich auf die Innovationskraft der jungen dynamischen Mitarbeiter zu setzen.<\/p> <p>Fazit:<br \/> &#8222;Der gr\u00f6\u00dfte Irrtum junger Menschen ist ihre Vorstellung vom Alter!&#8220; (Hermann Kesten)<\/p> <p>Damit sich die Denkmuster in unseren K\u00f6pfen l\u00f6sen, gilt es also positive Bilder des \u00c4lterwerdens zu besprechen. Dann ist es m\u00f6glich, den Auswirkungen des demografischen Wandels mit einer gewissen Gelassenheit zu begegnen und den Nachwuchsproblemen, die nat\u00fcrlich auch angepackt werden m\u00fcssen, mittelfristig Herr zu werden.<\/p> <p>Klaus Kissel<br \/> Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Change-Managementberater<br \/> Kissel-Consulting (http:\/\/www.kissel-consulting.de\/)<br \/> Urbar, Koblenz<br \/> Autor der B\u00fccher: Prinzip der minimalen F\u00fchrung, 2. Auflage 2011, Windm\u00fchleverlag Hamburg; Sales-Coaching &#8211; wirksam f\u00fchren im Vertrieb, 2012, Windm\u00fchleverlag<\/p> <p>Klaus Kissel ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Unternehmensberatung Kissel-Consulting. Er ist Organisationsentwickler, Managementcoach und Buchautor (&#8222;Prinzip der minimalen F\u00fchrung&#8220; und &#8222;Sales-Coaching &#8211; Wirksam f\u00fchren im Vertrieb&#8220;, beide im Windm\u00fchle Verlag Hamburg erschienen). Kissel Consulting ist Ihr Partner f\u00fcr zukunftsf\u00e4hige und praxisorientierte F\u00fchrungskonzepte.<\/p> <p>Das Unternehmen Kissel Consulting bietet systemische Personal- und Organisationsentwicklung f\u00fcr Unternehmen an. Beispielsweise begleitet es Unternehmen bei Change-Projekten.<\/p> <p>Kontakt:<br \/> Kissel Consulting<br \/> Christine Weisrock<br \/> Klostergut Besselich<br \/> 56182 Urbar bei Koblenz<br \/> 0049-261-9623-112<br \/> christine.weisrock@kissel-consulting.de<br \/> http:\/\/www.kissel-consulting.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Demografie als Chance Der demografische Wandel in unserer Gesellschaft wird h\u00e4ufig nur als Problem dargestellt, ungeachtet der Chancen, die sich daraus ergeben. Wir laufen somit Gefahr, das Altern im Unternehmen nur noch als Problem zu behandeln. 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