{"id":10871,"date":"2010-10-15T07:20:34","date_gmt":"2010-10-15T06:20:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=10871"},"modified":"2026-01-30T11:49:50","modified_gmt":"2026-01-30T10:49:50","slug":"leitlinien-krebsvorsorgeuntersuchung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/leitlinien-krebsvorsorgeuntersuchung-1010871\/","title":{"rendered":"viele Erwachsene in den USA erhalten keine geeignete Darmkrebsvorsorgeuntersuchung"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; height: 115px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\" width=\"91\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Neue wissenschaftliche Studie zeigt Handlungsbedarf beim \u00fcberm\u00e4\u00dfigen bzw. unzureichenden Einsatz von Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen<\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 12. Oktober 2010<\/p> <p>Gem\u00e4\u00df Dr. Robin Yabroff vom National Cancer Institute und ihren Kollegen richten sich in den USA nur 19 Prozent der Haus\u00e4rzte nach den Praxisleitlinien f\u00fcr alle Arten von Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen. Ungef\u00e4hr 40 Prozent befolgten die Leitlinien bei einigen der von ihnen empfohlenen Untersuchungen und die restlichen 40 Prozent lie\u00dfen die Leitlinien bei den von ihnen empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen v\u00f6llig au\u00dfer Acht.<!--more--> Dar\u00fcber hinaus zeigt ihre Studie1 zu haus\u00e4rztlichen Empfehlungen f\u00fcr Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen, dass viele \u00c4rzte die Untersuchungen entweder \u00fcberm\u00e4\u00dfig oder unzureichend einsetzen. Ihre Forschungsergebnisse erscheinen online in der Springer-Fachzeitschrift Journal of General Internal Medicine\u00b2 .<\/p> <p>Es hei\u00dft, dass \u00c4rzte und Patienten durch die verschiedenen M\u00f6glichkeiten von Vorsorgeuntersuchungen in der Lage sind, die Risiken, Vorteile sowie weitere Merkmale der Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen* abzuw\u00e4gen, um die f\u00fcr den Patienten am besten geeignete Untersuchungsmethode auszuw\u00e4hlen. In der Realit\u00e4t allerdings erhalten viele Erwachsene in den USA keine geeignete Darmkrebsvorsorgeuntersuchung.<\/p> <p>Die Autoren befragten 1.266 Haus\u00e4rzte, die in den USA an einer Umfrage des amerikanischen Krebs-forschungszentrums (National Cancer Institutes) teilnahmen, um sich \u00fcber die Praxis der Darmkrebs-vorsorgeuntersuchungen zu informieren.<\/p> <p>Die meisten Haus\u00e4rzte folgten zwar den Leitlinien, wenn es darum ging den Zeitpunkt der Erstunter-suchung bei einem durchschnittlichen Risikopatienten auf 50 Jahre festzulegen und die Zeitr\u00e4ume f\u00fcr die einzelnen Untersuchungen festzusetzen. Doch nur wenige \u00c4rzte (19 Prozent) waren in der Lage, sowohl den Zeitpunkt der Erstuntersuchung als auch die Untersuchungsintervalle f\u00fcr alle Vorsorgeun-tersuchungen gem\u00e4\u00df den Leitlinien zu bestimmen. Tendenziell waren es eher j\u00fcngere \u00c4rzte mit Facharztanerkennung, die Empfehlungen gem\u00e4\u00df der Leitlinien gaben. Dar\u00fcber hinaus verwendeten sie h\u00e4ufiger elektronische Patientenakten, ber\u00fccksichtigten die Patientenw\u00fcnsche bei der Untersuchung und sie haben klinische Erkenntnisse aus ver\u00f6ffentlichten Studien ber\u00fccksichtigt.<\/p> <p>Eine Koloskopie in k\u00fcrzeren Untersuchungsabst\u00e4nden als es die Leitlinien fordern, werden am meisten von den Haus\u00e4rzten verordnet. Es ist die teuerste Darmkrebsvorsorgeuntersuchung, die gleichzeitig am h\u00e4ufigsten \u00e4rztlich empfohlen wird. Ein Zuviel an Vorsorgeuntersuchungen kann f\u00fcr Patienten zu unn\u00f6tigen Nachuntersuchungen f\u00fchren und das Risiko von Komplikationen bei den Untersuchungen erh\u00f6hen.<\/p> <p>Einige Haus\u00e4rzte empfahlen die erste Vorsorgeuntersuchung bei Patienten \u00fcber 50 Jahre oder l\u00e4ngere Untersuchungsintervalle als in den Leitlinien vorgesehen. Der unzureichende Einsatz von Vorsorgeuntersuchungen f\u00fchrt zu einer geringeren Rate bei der Fr\u00fcherkennung oder der Erkennung von pr\u00e4invasiven Krebserkrankungen.<\/p> <p>Dr. Yabroff kommt zu dem Schluss: \u201eDie Bem\u00fchungen um eine verbesserte Praxis bei der Darmkrebsvorsorgeuntersuchung sollten sich darauf konzentrieren, dass es weder ein Zuviel noch ein Zuwenig an Vorsorgeuntersuchungen gibt und alle Arten von Vorsorgem\u00f6glichkeiten gleicherma\u00dfen genutzt werden.\u201c<\/p> <p>*Folgende Optionen stehen f\u00fcr die Vorsorgeuntersuchung zur Verf\u00fcgung: Nachweis von okkultem Blut im Stuhl, flexible Sigmoidoskopie, Koloskopie und Barium-Doppelkontrastmitteleinlauf.<\/p> <p>Quellenangabe<br \/> 1. Yabroff KR et al (2010). Are physicians\u2019 recommendations for colorectal cancer screening guideline-consistent? Journal of General Internal Medicine; DOI 10.1007\/s11606-010-1516-5<br \/> Der Volltext-Artikel ist f\u00fcr Journalisten auf Anfrage verf\u00fcgbar.<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue wissenschaftliche Studie zeigt Handlungsbedarf beim \u00fcberm\u00e4\u00dfigen bzw. unzureichenden Einsatz von Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen New York \/ Heidelberg, 12. Oktober 2010 Gem\u00e4\u00df Dr. Robin Yabroff vom National Cancer Institute und ihren Kollegen richten sich in den USA nur 19 Prozent der Haus\u00e4rzte nach den Praxisleitlinien f\u00fcr alle Arten von Darmkrebsvorsorgeuntersuchungen. 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