{"id":10960,"date":"2010-10-19T11:16:35","date_gmt":"2010-10-19T10:16:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=10960"},"modified":"2010-10-19T11:16:35","modified_gmt":"2010-10-19T10:16:35","slug":"krebs-schicksal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/krebs-schicksal-1010960\/","title":{"rendered":"Fatalistisches Denken bei Lateinamerikanerinnen"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/images.springer.com\/cda\/content\/image\/cda_displayimage.jpg?SGWID=0-0-16-452906-0\" alt=\"\" width=\"101\" height=\"133\" \/><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Latinas: \u201cKrebs ist Schicksal\u201d<\/p> <p>Fatalistisches Denken bei Lateinamerikanerinnen bremst deren Teilnahme an Krebsvorsorgeuntersuchungen<\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 18. Oktober 2010<\/p> <p>Eine fatalistische Einstellung von Frauen lateinamerikanischer Herkunft, den sogenannten Latinas, ist m\u00f6glicherweise der Grund daf\u00fcr, dass sie auf Krebsvorsorgeuntersuchungen verzichten. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Karla Espinosa de los Monteros und Dr. Linda Gallo von der San Diego State University, USA.<!--more-->Sie haben nachgewiesen, dass Frauen, die medizinischen Vorsorgema\u00dfnahmen und dem Verlauf einer Krankheit skeptisch gegen\u00fcberstehen, nicht motiviert sind an Fr\u00fcherkennungsprogrammen zur Erkennung von Geb\u00e4rmutterhals-, Brust- und Dickdarmkrebs teilzunehmen. Ihre Forschungsergebnisse werden in der Online-Ausgabe der Springer-Fachzeitschrift International Journal of Behavioral Medicine ver\u00f6ffentlicht.<\/p> <p>In den USA werden Krebsvorsorgeuntersuchungen von Latinas am wenigsten in Anspruch genommen. Anders als Nichtlateinamerikanerinnen wei\u00dfer Hautfarbe glauben sie, dass sich Krebs nicht verhindern lasse und dass eine entsprechende Diagnose unausweichlich zum Tod f\u00fchrt. Derartige \u00dcberzeugungen f\u00fchren dazu, dass die Vorteile von Screening-Untersuchungen verkannt werden. Fatalismus kann daher ein wesentliches Erkl\u00e4rungsmuster daf\u00fcr sein, dass nur verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig wenige Latinas Krebsvorsorge-untersuchungen in Anspruch nehmen.<\/p> <p>In elf quantitativen Studien untersuchten die Autorinnen das Verh\u00e4ltnis zwischen Fatalismus und der Ein-stellung zu Krebsvorsorgeuntersuchungen. Sie wollten herausfinden, wie stark sich dieser Faktor bei der Entscheidung zur Teilnahme an einem Krebs-Screening bemerkbar macht, wenn man von dem niedrigen sozio\u00f6konomischen Status und dem oftmals begrenzten Zugang dieser Gruppe zu medizinischen Leis-tungen absieht. Acht der elf Studien befassten sich mit der Untersuchung zur Erkennung von Geb\u00e4rmut-terhalskrebs, sieben von Brustkrebs und eine von Dickdarmkrebs.<\/p> <p>Um einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ob die Teilnehmerinnen eine fatalistische Einstellung hatten, wurden die Frauen befragt, in welchem Ma\u00dfe sie folgenden Aussagen zustimmten oder diese ablehnten: &#8222;Krebs ist wie eine Todesstrafe&#8220;, Krebs ist eine Strafe Gottes&#8220;, &#8222;Krankheit ist Schicksal&#8220;, &#8222;Gegen Krebserkrankungen l\u00e4sst sich wenig ausrichten&#8220;, &#8222;Die Zukunft sollte nicht beeinflusst werden, weil sie in Gottes Hand liegt&#8220;.<\/p> <p>Die Wissenschaftlerinnen stellten fest, dass es bei sieben der elf Studien ein statistisch signifikant umgekehrtes Verh\u00e4ltnis zwischen Fatalismus und der Teilnahme an Krebsvorsorgeuntersuchungen gab. Dieses Ergebnis zeigt, dass eine fatalistische Einstellung in der Tat ein Hemmnis sein kann, an einem Krebs-Screening teilzunehmen, insbesondere wenn man den geringen sozio\u00f6konomischen Status dieser Gruppe sowie ihren begrenzten Zugang zu medizinischen Leistungen ber\u00fccksichtigt. Die Autorinnen geben jedoch zu bedenken, dass f\u00fcr ein besseres Verst\u00e4ndnis unbedingt weiterhin der Zusammenhang erforscht werden muss zwischen sozio\u00f6konomischen und strukturellen Faktoren, die den Zugang zu medizinischen Ma\u00dfnahmen erschweren, Fatalismus und der Einstellung zur Krebsvorsorge.<\/p> <p>F\u00fcr die Autorinnen bedeutet dies: &#8222;Erst wenn wir begreifen, dass der Fatalismus bei lateinamerikanischen Frauen ein Hauptgrund f\u00fcr ihre geringe Inanspruchnahme von Krebsvorsorgeuntersuchungen ist, k\u00f6nnen wirkungsvolle und kulturell angemessene Ma\u00dfnahmen entwickelt werden, um so die ethnisch bedingten Unterschiede beim Umgang mit Krebs zu reduzieren.<\/p> <p>Quelle<br \/> 1.\tEhttps:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-admin\/post.php?post=10960&amp;action=editspinosa de los Monteros K &amp; Gallo LC (2010). The relevance of fatalism in the study of Latina\u2019s cancer screening behavior; a systematic review of the literature. International Journal of Behavioral Medicine; DOI 10.1007\/s12529-010-9119-4<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, Springer, Te.l +49-6221-487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Latinas: \u201cKrebs ist Schicksal\u201d Fatalistisches Denken bei Lateinamerikanerinnen bremst deren Teilnahme an Krebsvorsorgeuntersuchungen New York \/ Heidelberg, 18. Oktober 2010 Eine fatalistische Einstellung von Frauen lateinamerikanischer Herkunft, den sogenannten Latinas, ist m\u00f6glicherweise der Grund daf\u00fcr, dass sie auf Krebsvorsorgeuntersuchungen verzichten. 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