{"id":10993,"date":"2010-10-20T12:32:25","date_gmt":"2010-10-20T11:32:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=10993"},"modified":"2010-10-20T12:32:25","modified_gmt":"2010-10-20T11:32:25","slug":"erziehungskompetenz-bildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/erziehungskompetenz-bildung-1010993\/","title":{"rendered":"umfassende und individuelle Teilhabe in einer modernen Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<p>Bildung und Qualifikation, und die sich daraus ergebende M\u00f6glichkeit der beruflichen Anerkennung, sind die Grundvoraussetzung f\u00fcr eine umfassende und individuelle Teilhabe in einer modernen Gesellschaft. Dies gilt im besonderen Ma\u00dfe f\u00fcr Menschen mit Migrationshintergrund, da nur durch gesellschaftliche Partizipation ein nachhaltiger Integrationsprozess gelingen kann.<\/p> <p>Der Nationale Integrationsplan betont so auch das Ziel einer erfolgreichen beruflichen Erstausbildung als wesentliche Voraussetzung f\u00fcr eine gelingende Integration. <!--more-->Vertreter aus der nationalen Privatwirtschaft und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland haben sich daher im Nationalen Pakt f\u00fcr Ausbildung und Fachkr\u00e4ftenachwuchs gemeinsam verpflichtet, in enger Zusammenarbeit mit den Bundesl\u00e4ndern allen ausbildungswilligen und ausbildungsf\u00e4higen jungen Menschen ein Angebot auf Ausbildung zu unterbreiten. Mit der Erkl\u00e4rung \u201ePotenziale erschlie\u00dfen, Integration f\u00f6rdern \u2013 Mehr Bildung und Ausbildung f\u00fcr Jugendliche aus Zuwandererfamilien\u201c haben beide Seiten im Fr\u00fchjahr 2009 die Best\u00e4ndigkeit ihres Engagements und ihre Kenntnis um die Verbesserungsw\u00fcrdigkeit der Ausbildungsreife und der Erh\u00f6hung der Ausbildungsbeteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund bekr\u00e4ftigt.<\/p> <p>Migrationshintergrund als Teilkompetenz<br \/> Die Vorbereitung auf den sp\u00e4teren beruflichen Werdegang beginnt in den Erziehung- und Bildungseinrichtungen vor Ort. Um Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund besser erreichen zu k\u00f6nnen, sollen P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen, Lehrerinnen und Lehrern mit Migrationshintergrund f\u00fcr die entsprechenden Einrichtungen verst\u00e4rkt gewonnen werden.<br \/> Neben der Schule, ist es in erster Linie das Elternhaus, welches einen zentralen Einfluss auf die Bildungsbiographien von jungen Menschen nimmt. Nach einer Studie der OECD ist der famili\u00e4re Einfluss auf die Lese-, mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenz doppelt so hoch wie der von Schule, Lehrkr\u00e4ften und Unterricht. Familien, die wegen problematischen sozio\u00f6konomischen Umst\u00e4nden sowie migrationsbedingter Ursachen eine gro\u00dfe Distanz zum Bildungssystem besitzen, k\u00f6nnen ihren Kindern entsprechend weniger Unterst\u00fctzung bei deren Bildungs-, Ausbildungs- und Berufswahlprozessen geben.<\/p> <p>Sozio\u00f6konomische Manifestation und Verst\u00e4ndnish\u00fcrden<\/p> <p>42 Prozent der Zuwanderer in Deutschland haben das Gef\u00fchl, dass Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit Migrationshintergrund nicht die gleichen Chancen haben, wie deutsche Kinder und Jugendliche. Weiter wird bem\u00e4ngelt, dass sich diese Ungleichheit bei den folgenden Generationen nicht verbessern w\u00fcrde. Dieses Gef\u00fchl der Diskriminierung ist besonders stark bei Familien mit geringem sozio\u00f6konomischem Status ausgepr\u00e4gt. Keine bzw. geringe Deutschkenntnisse, eine unsichere Aufenthaltsperspektive, fehlende Informationen \u00fcber das deutsche Bildungssystem oder ein traditionell anderes Verst\u00e4ndnis \u00fcber die Rollenverteilung zwischen Bildungseinrichtung und Eltern k\u00f6nnen dazu f\u00fchren, dass sie sich  von den Anforderungen der Schulen \u00fcberfordert f\u00fchlen. Dar\u00fcber hinaus f\u00fchren fehlende Kenntnisse \u00fcber Bildungssystem und \u2013abschl\u00fcsse zu elterlichen Entscheidungen \u00fcber Bildungskarrieren, die den individuellen F\u00e4higkeiten ihrer Kinder nicht gerecht werden.  Auf der anderen Seite wird das p\u00e4dagogische Personal nicht ausreichend auf die Zusammenarbeit mit zugewanderten Eltern vorbereitet. Meistens scheitert die interkulturelle Kommunikation an  manifesten Verst\u00e4ndnisproblemen zwischen den Interaktionspartnern.<\/p> <p>Initiative ist gefragt<br \/> Um diesen und anderen Tatbest\u00e4nden entgegenzutreten, r\u00e4umen die L\u00e4nder der Zusammenarbeit mit den Elternteilen daher einen hohen Stellenwert ein. Bund, L\u00e4nder und Kommunen unterst\u00fctzen durch unterschiedliche Initiativen Kitas, Schulen, au\u00dferschulische Bildungstr\u00e4ger, kommunale Einrichtungen, Migrantenorganisationen und anderer Akteure vor Ort, Eltern mit Migrationshintergrund in ihrer Erziehungs- und Bildungskompetenz zu st\u00e4rken. Dabei sollen ihnen bessere Sprachkenntnisse und Kenntnisse \u00fcber das deutsche Bildungssystem vermittelt sowie die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bildungseinrichtungen und den Eltern verst\u00e4rkt werden.<\/p> <p>Best \u2013Practice-Beispiel: Stadt Heilbronn<br \/> Der Integrationsbeauftragte der Stadt Heilbronn koordiniert und steuert die fachliche Ausbildung eines Pools von etwa 100 Multiplikatoren mit Migrationshintergrund. Diese werden seit Herbst 2009 in 12 Grundschulen, ab  Herbst 2010 fl\u00e4chendeckend an allen Heilbronner Kindertagesst\u00e4tten und Grundschulen als Mittler und Kursleiter zu Informationen \u00fcber die Themen \u201eWie funktioniert die Schule?\u201c und \u201eWie funktioniert der Kindergarten?\u201c eingesetzt und sind auch f\u00fcr Informationsgespr\u00e4che zwischen Eltern und Lehrern buchbar. Pro Kurs werden mehrere Treffen kostenfrei in Gruppen durchgef\u00fchrt. Die Treffen werden je nach Bedarf auch in der Muttersprache der Eltern angeboten, um intensive Diskussionen und Informationsaustausch zu erm\u00f6glichen.<\/p> <p>Informationsveranstaltungen f\u00fcr Eltern mit Migrationshintergrund<br \/> Die gezielte F\u00f6rderung der Migrantinnen und Migranten ist der Schl\u00fcssel zu einer erfolgreichen Integrationsarbeit. Imap unterst\u00fctzt verschiedene Zielgruppen, die einer speziellen F\u00f6rderung bed\u00fcrfen. Eine besondere Rolle nehmen dabei Kinder, Jugendliche, Frauen und Eltern ein. Das<a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.imap-institut.de\/\"  > imap Institut<\/a> f\u00fchrt hier Coachings und Seminare durch zur St\u00e4rkung der Erziehungskompetenz f\u00fcr Eltern mit Migrationshintergrund. Hier bekommen die Eltern Informationen und  Praxis\u00fcbungen zu den Themen Bildung, Gesundheit und Erziehung.<\/p> <p>imap GmbH<\/p> <p>Institut f\u00fcr interkulturelle Management- und Politikberatung<br \/> Sternstra\u00dfe 58<br \/> 40479 D\u00fcsseldorf<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bildung und Qualifikation, und die sich daraus ergebende M\u00f6glichkeit der beruflichen Anerkennung, sind die Grundvoraussetzung f\u00fcr eine umfassende und individuelle Teilhabe in einer modernen Gesellschaft. Dies gilt im besonderen Ma\u00dfe f\u00fcr Menschen mit Migrationshintergrund, da nur durch gesellschaftliche Partizipation ein nachhaltiger Integrationsprozess gelingen kann. 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