{"id":110726,"date":"2013-11-25T19:04:39","date_gmt":"2013-11-25T18:04:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=110726"},"modified":"2013-11-25T19:04:39","modified_gmt":"2013-11-25T18:04:39","slug":"globale-antworten-auf-den-klimawandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/globale-antworten-auf-den-klimawandel-10110726\/","title":{"rendered":"Globale Antworten auf den Klimawandel"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-110890\" title=\"Springer-Journal Climatic Change \" alt=\"Springer-Journal Climatic Change \" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/37959dafbc814ce9d164c6368248cac4.png\" width=\"111\" height=\"149\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/fff963c1aa0a180bcb7a7f144878897c.png\" \/>Faktenlage: So sieht Europas Antwort auf den Klimawandel aus<\/p> <p>Jeder dritten Stadt in Europa fehlt noch ein Plan zum Abbau der Treibhausgasemissionen<\/p> <p>Beim Umgang mit den Folgen des Klimawandels gehen St\u00e4dte im Vereinigten K\u00f6nigreich (UK) dem europ\u00e4ischen Festland mit gutem Beispiel voran. Das ist das Fazit von Diana Reckien von der Columbia University in den Vereinigten Staaten, die ihre Studie im Springer-Journal Climatic Change ver\u00f6ffentlicht hat. Darin analysiert sie relevante Politikstrategien und Planungsdokumente von 200 st\u00e4dtischen Regionen in elf europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Demnach hat jede dritte europ\u00e4ische Stadt noch keine Pl\u00e4ne zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen vorliegen; sieben von zehn st\u00e4dtischen Regionen haben gegenw\u00e4rtig auch noch keine offiziellen Anpassungspl\u00e4ne.<\/p> <p><!--more-->Wie St\u00e4dte auf den Klimawandel reagieren, ist von immenser Bedeutung: Sie sind f\u00fcr 31 bis 80 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Aufgrund ihrer hohen Bev\u00f6lkerungsdichte, ihrer Verm\u00f6genswerte und ihrer Infrastruktur sind St\u00e4dte durch Auswirkungen der Klimaver\u00e4nderungen auch besonders gef\u00e4hrdet. Auf der anderen Seite sind st\u00e4dtische Regionen freier in der Gestaltung ihrer Ma\u00dfnahmen als bei dem komplizierten Regelwerk auf internationaler Ebene.<\/p> <p>Reckiens Team, finanziert von der European Science Foundation COST Action TU0902, untersuchte die Reaktionen von 200 gro\u00dfen und mittleren europ\u00e4ischen St\u00e4dten auf den Klimawandel. Es ist die erste Analyse, die sich objektiv mit politischen Strategien und Planungsdokumenten auseinandersetzt, anstatt sich auf Ma\u00dfnahmen wie Frageb\u00f6gen und Interviews mit Stadtvertretern zu verlassen, wie sie von den St\u00e4dten selbst oft gerne pr\u00e4sentiert werden. Die Wissenschaftler untersuchten Anpassungspl\u00e4ne im Bereich Stadtplanung und -entwicklung, die zur Minderung oder Reduzierung der Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr den Klimawandel beitragen. Ebenso \u00fcberpr\u00fcften sie Klimaschutzpl\u00e4ne, die Ma\u00dfnahmen wie die Verbesserung der Energieeffizienz und die F\u00f6rderung von erneuerbaren Energien zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen enthielten.<\/p> <p>Insgesamt haben 130 St\u00e4dte (65 Prozent) zumindest einen Klimaschutzplan und weniger als ein Drittel (28 Prozent) besitzt auch einen Anpassungsplan. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) hat \u00fcberhaupt gar keinen Plan ausgearbeitet. Nur jede vierte Stadt (25 Prozent) hat beides und legt dar\u00fcber hinaus auch quantitative Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen fest. Die meisten Klimaschutzpl\u00e4ne (88 Prozent) nennen quantifizierbare Ziele beim Abbau von CO2 oder Treibhausgasemissionen.<\/p> <p>Die Planung variiert von Land zu Land: 93 Prozent der in der Studie untersuchten St\u00e4dte in UK haben einen Klimaschutzplan, aber nur 43 Prozent der St\u00e4dte in Frankreich und 42 Prozent in Belgien. Der h\u00f6chste Prozentsatz an St\u00e4dten mit Anpassungsplan findet sich ebenfalls in UK (von den 30 St\u00e4dten 80 Prozent), in Finnland (von 4 St\u00e4dten 50 Prozent) und in Deutschland (von 40 St\u00e4dten 33 Prozent). Die St\u00e4dte in den Niederlanden haben das ehrgeizigste Ziel: Sie wollen bis 2050 oder sogar fr\u00fcher \u201eCO2-neutral\u201c, \u201eklimaneutral\u201c oder \u201eenergieneutral\u201c sein (Reduzierungsziel 100 Prozent).<\/p> <p>Wenn die geplanten Ma\u00dfnahmen der St\u00e4dte repr\u00e4sentativ f\u00fcr die einzelnen L\u00e4nder sind, w\u00fcrde die Europ\u00e4ische Union ihr Reduzierungsziel von 20 Prozent zwar erreichen, nicht aber die 80 Prozent Emissionsreduzierung, die empfohlen werden, um einen Anstieg der mittleren globalen Temperatur um mehr als 2\u00b0 Celsius zu verhindern.<\/p> <p>\u201eUm die globalen Antworten auf den Klimawandel und die Ma\u00dfnahmen zur Emissionsreduzierung besser zu verstehen, empfehlen wir die Einrichtung einer internationalen Datenbank zum Thema Klimaschutz- und Anpassungsoptionen, die auf dieser europ\u00e4ischen Studie basiert\u201c, schreibt Reckien.<\/p> <p>Quelle: Reckien, D. et al (2013). Climate change response in Europe: What&#8217;s the reality? Analysis of adaptation and mitigation plans from 200 urban areas in 11 countries, Climatic Change DOI 10.1007\/s10584-013-0989-8<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Der Wissenschaftsverlag\" >Springer<\/a>, Tel. +49 6221 487 8130, joan.robinson@springer.com<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Faktenlage: So sieht Europas Antwort auf den Klimawandel aus Jeder dritten Stadt in Europa fehlt noch ein Plan zum Abbau der Treibhausgasemissionen Beim Umgang mit den Folgen des Klimawandels gehen St\u00e4dte im Vereinigten K\u00f6nigreich (UK) dem europ\u00e4ischen Festland mit gutem Beispiel voran. 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