{"id":110789,"date":"2013-11-25T16:11:14","date_gmt":"2013-11-25T16:11:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=110789"},"modified":"2013-11-26T16:23:06","modified_gmt":"2013-11-26T15:23:06","slug":"fitness-deutscher-kinder-sinkt-alle-zehn-jahre-um-sechs-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/fitness-deutscher-kinder-sinkt-alle-zehn-jahre-um-sechs-prozent-10110789\/","title":{"rendered":"Fitness deutscher Kinder sinkt alle zehn Jahre um sechs Prozent"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"Gesundheitsf\u00f6rderung im Kindes- und Jugendalter\" alt=\"Gesundheitsf\u00f6rderung im Kindes- und Jugendalter\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/315c278574575e1cfeba9269783726e2.jpg\" width=\"140\" height=\"140\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/651eb3ea6e9a63b247dbac5bec6c9d77.jpg\" \/>&#8222;Kinder sollten auf einen Baum klettern. M\u00f6glichst t\u00e4glich!&#8220;<\/p> <p>Ausdauer l\u00e4sst weltweit nach. Somit steigt das Risiko f\u00fcr Herzkreislauferkrankungen. Experten der TU M\u00fcnchen geben Tipps f\u00fcr einen &#8222;bewegten Alltag&#8220;.<\/p> <p>Heutige Kinder und Jugendliche sind im Vergleich zu ihren Eltern unsportlicher &#8211; zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung von 50 Studien aus 28 L\u00e4ndern, die gerade auf einer Konferenz der Amerikanischen Herzvereinigung in Dallas vorgestellt wurde. &#8222;Die Ausdauer der Kinder zwischen neun und 17 Jahren sinkt seit 1975 &#8211; auch in Deutschland -, w\u00e4hrend der Anteil von K\u00f6rperfett stetig zunimmt. Kinder sind heute um 15 Prozent weniger fit als ihre Eltern. <!--more-->Die Fitness deutscher Kinder sinkt alle zehn Jahre um sechs Prozent und Kinder sitzen mehr als je zuvor&#8220;, informiert Professor Renate Oberhoffer, Leiterin des Lehrstuhls f\u00fcr Pr\u00e4ventive P\u00e4diatrie der TU M\u00fcnchen, \u00fcber die wichtigsten Ergebnisse der internationalen Vergleichsstudie.<\/p> <p>Ausdauer senkt Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen<br \/> Die Ausdauer ist ein entscheidender Gesundheitsfaktor: Sportliche Kinder, die in der Lage sind, l\u00e4ngere Strecken zu laufen, haben als Erwachsene ein geringeres Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Experten empfehlen als Minimum eine Stunde mittlere bis starke Bewegung pro Tag. Professor Martin Halle, \u00c4rztlicher Direktor des Zentrums f\u00fcr Pr\u00e4vention und Sportmedizin der TU M\u00fcnchen, war bei dem Kongress in Dallas dabei. Er r\u00e4t: &#8222;Kinder sollten sich mindestens 1,5 Stunden t\u00e4glich bewegen.&#8220;<\/p> <p>Aktivit\u00e4t im Alltag plus Sportverein<br \/> Der Pr\u00e4ventivmediziner empfiehlt, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren: &#8222;Mit dem Fahrrad, dem Roller oder zu Fu\u00df zur Schule und zur\u00fcck, Bewegung in der Pause, Schulsport, Nachmittags mit dem Rad zu Freunden und zwei Mal pro Woche Training im Sportverein &#8211; alle Probleme w\u00e4ren weg und die Kinder w\u00e4ren ausreichend an der frischen Luft.&#8220;<\/p> <p>Eltern als Vorbilder<br \/> Eltern sollten ihrer Vorbildfunktion gerecht werden. Professor Oberhoffer: &#8222;Eltern sollten ihre Kinder vor allem nicht an Bewegung hindern&#8220;, etwa indem sie sie noch mit \u00fcber zwei Jahren in den Kinderwagen schnallen oder gr\u00f6\u00dfere Kinder mit dem Auto zur Schule, zu Freunden oder Freizeitaktivit\u00e4ten bringen (au\u00dfer die Wegstrecken sind zu lang bzw. zu gef\u00e4hrlich). Professor Halle erg\u00e4nzt: &#8222;Kinder sind grunds\u00e4tzlich aktiver als Erwachsene, nur \u00fcbertragen wir Erwachsene unsere Inaktivit\u00e4t auf die Kinder. Jedes Kind sollte auf einen Baum klettern. M\u00f6glichst t\u00e4glich!&#8220; Dass Kinder weniger sportlich sind als fr\u00fcher und immer mehr sitzen, liege auch daran, dass sie immer l\u00e4nger in Betreuungseinrichtungen untergebracht seien. Dort gibt es in der Regel keine geschulten Trainer und damit nur selten die M\u00f6glichkeit zum Sport. Zudem haben Laptops, Smartphones und Fernseher einen entscheidenden Einfluss &#8211; sie reduzieren die Zeit f\u00fcr Aktivit\u00e4t. Die Experten raten, die Medien-Zeit auf 30 Minuten am Tag zu begrenzen.<\/p> <p>Sportliche Erlebnisse mit den Eltern<br \/> Otto Zelger, Sportmediziner an der TU M\u00fcnchen und Mitglied der Gesellschaft f\u00fcr P\u00e4diatrische Sportmedizin, sagt: &#8222;Das Beste f\u00fcr die Kinder ist, wenn sich die Eltern sportlich bet\u00e4tigen. Durch einen bewegten Alltag erleben die Kinder die Freude an der Bewegung von klein auf. Also: am Wochenende mit der ganzen Familie eine Fahrradtour machen, Schwimmen oder Schlittschuh laufen. Das Entscheidende dabei ist nicht die sportliche Leistung, sondern das gemeinsame Erlebnis und die Freunde an der Bewegung. Eine Sechsj\u00e4hrige, die mit ihren Eltern in die Berge geht, \u00fcber manche schwierige Pfade klettert, unterwegs Sch\u00e4tze sammelt, auf dem Gipfel Bergziegen und vielleicht sogar einen Adler entdeckt, wird auch viel mehr zu erz\u00e4hlen haben, als jemand, der das Wochenende nur vor dem Fernseher verbracht hat.&#8220;<\/p> <p>Bewegung soll Spa\u00df machen<br \/> Bei der Wahl der Sportart gilt: Alles ist erlaubt, Hauptsache es macht Spa\u00df. Empfehlenswert sind altersgerechte Sportarten wie Radfahren, Schwimmen, Inline Skaten, Turnen, Ballett, Fu\u00dfball, Judo, Skifahren oder Schlittschuhlaufen. Professor Oberhoffer: &#8222;Es sollte darauf geachtet werden, dass nicht nur zum Beispiel Tennis gespielt wird. Das ist zwar gut hinsichtlich der sportlichen Bewegung, aber einseitig.&#8220;<\/p> <p>&#8222;Einen Sportverein braucht es unbedingt&#8220;<br \/> Zwei Stunden Schulsport pro Woche reichen &#8222;keinesfalls&#8220; aus, sind sich die Mediziner einig. Sie sprechen sich vehement f\u00fcr Sportvereine aus. &#8222;F\u00fcr die altersgem\u00e4\u00dfe sportliche Entwicklung erf\u00fcllt der Sportverein eine ganz wichtige Funktion&#8220;, so Zelger. In Kindersportschulen (KISS) werden Kinder ab zwei Jahren sportart\u00fcbergreifend gef\u00f6rdert. &#8222;Erst mit etwa zehn Jahren entscheiden sie sich dann f\u00fcr eine Sportart, die ihnen besonders viel Spa\u00df macht und bei der sie bleiben wollen.&#8220; Der gro\u00dfe Vorteil des Sportvereine sei der edukative Aspekt: Viele Werte k\u00f6nnen mit Hilfe von Sport auf einfache Art und Weise vermittelt werden, etwa Fairness, Respekt, Gewinnen und Verlieren. Auch soziale Aspekte wie Gemeinschaftssinn oder Teamf\u00e4higkeit seien nicht zu vernachl\u00e4ssigen.<\/p> <p>Die Experten:<\/p> <p>Professor Renate Oberhoffer ist Leiterin des Lehrstuhls f\u00fcr Pr\u00e4ventive P\u00e4diatrie der TU M\u00fcnchen. Die Kinder- und Jugendmedizinerin mit dem Schwerpunkt Kinderkardiologie und der Zusatzbezeichnung Sportmedizin ist au\u00dferdem am Deutschen Herzzentrum in M\u00fcnchen t\u00e4tig, im Bereich Fetaler Echokardiografie (Vorgeburtliche Herzdiagnostik) und als Leiterin einer kinder- und jugendsportmedizinischen Sprechstunde f\u00fcr Gesunde und chronisch Kranke.<\/p> <p>Professor Martin Halle ist \u00c4rztlicher Direktor des Zentrums f\u00fcr Pr\u00e4vention und Sportmedizin der TU M\u00fcnchen, Facharzt f\u00fcr Innere Medizin, Kardiologie und Sportmedizin. Sein Spezialgebiet umfasst die Pr\u00e4vention und Rehabilitation internistischer Erkrankungen, insbesondere von Herzkreislauferkrankungen.<\/p> <p>Otto Zelger ist Assistenzarzt am Zentrum f\u00fcr Pr\u00e4vention und Sportmedizin der TU M\u00fcnchen, Verbandsarzt des Bayerischen Leichtathletik-Verbands und Mitglied der Gesellschaft f\u00fcr P\u00e4diatrische Sportmedizin.<\/p> <p>Lehrstuhl f\u00fcr Pr\u00e4ventive P\u00e4diatrie, Uptown M\u00fcnchen-Campus D, Georg-Brauchle-Ring 60\/62, 80992 M\u00fcnchen, Telefon: 089 \/ 289 24 571, Internet: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.praeventive-paediatrie.sg.tum.de\" title=\"Lehrstuhl f\u00fcr Pr\u00e4ventive P\u00e4diatrie\" >www.praeventive-paediatrie.sg.tum.de<\/a><\/p> <p>Zentrum f\u00fcr Pr\u00e4vention und Sportmedizin der TU M\u00fcnchen, Uptown M\u00fcnchen-Campus C, Georg-Brauchle-Ring 56, 80992 M\u00fcnchen. Telefon: 089 \/ 289 244 41. Internet: www.sport.med.tum.de.<\/p> <p>Kontakt<br \/> Zentrum f\u00fcr Pr\u00e4vention und Sportmedizin der TU M\u00fcnchen<br \/> Professor Martin Halle<br \/> Uptown M\u00fcnchen-Campus C, Georg-Brauchle-Ring 56<br \/> 80992 M\u00fcnchen<br \/> 089 \/ 289 244 41<br \/> info@sport.med.tum.de<br \/> http:\/\/www.sport.med.tum.de<\/p> <p>Pressekontakt:<br \/> Gespr\u00e4chsstoff, Marketing- &amp; PR-Beratung<br \/> Heidi Willmann<br \/> Schlossstra\u00dfe 9b<br \/> 82140 Olching<br \/> 08142 \/ 284 25 54<br \/> h.willmann@gespraechsstoff.com<br \/> http:\/\/www.gespraechsstoff.com<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Kinder sollten auf einen Baum klettern. M\u00f6glichst t\u00e4glich!&#8220; Ausdauer l\u00e4sst weltweit nach. Somit steigt das Risiko f\u00fcr Herzkreislauferkrankungen. Experten der TU M\u00fcnchen geben Tipps f\u00fcr einen &#8222;bewegten Alltag&#8220;. 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