{"id":11519,"date":"2010-11-12T09:45:16","date_gmt":"2010-11-12T08:45:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=11519"},"modified":"2014-04-04T13:18:26","modified_gmt":"2014-04-04T12:18:26","slug":"teenager-mobbing","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/teenager-mobbing-1011519\/","title":{"rendered":"Ursachen f\u00fcr Mobbing eher im pers\u00f6nlichen Bereich"},"content":{"rendered":"<p>Gr\u00fcnde f\u00fcr Mobbing sehen Jugendliche oft in dem Wesen einer Person<\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 11. November 2010<\/p> <p>F\u00fcr Teenager in Schweden ist der Grund f\u00fcr Mobbing eher in der Person des Verursachers oder in den pers\u00f6nlichen Wesensz\u00fcgen des Opfers zu suchen als im sozialen Umfeld. Eine neue Studie von Dr. Robert Thornberg und Sven Knutsen von der Link\u00f6ping-Universit\u00e4t in Schweden belegt, dass 42 Prozent der Jugendlichen das Opfer f\u00fcr die Mobbing-Situation verantwortlich machen. <!--more-->Die Studie erscheint jetzt online im <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\"  >Springer-Journal<\/a> Child &amp; Youth Care Forum.<\/p> <p>Zum besseren Verst\u00e4ndnis der Situation von Beteiligten und Zuschauern befragten Thornberg und Knutsen in ihrer Untersuchung Teenager zu den Ursachen f\u00fcr Mobbing an Schulen \u2013 \u00fcbrigens eine von ganz wenigen Studien zu diesem Thema. Die Autoren wollten herausfinden, ob die jungen Leute die Gr\u00fcnde eher beim Einzelnen suchen als im sozialen Umfeld, ob eigene Mobbing-Erfahrungen eine Rolle spielen und ob bei der Suche nach Verantwortlichen auch das Geschlecht ausschlaggebend ist.<\/p> <p>Insgesamt 176 15- und 16-j\u00e4hrige Gymnasiasten nahmen an der Studie teil. Die jungen Leute wurden in einem Fragebogen nach eigenen Mobbing-Erfahrungen (als Zuschauer, Opfer und\/oder Verursacher) wie auch nach Gr\u00fcnden f\u00fcr das Mobbing gefragt.<\/p> <p>Die Studie ergab, dass 69 Prozent der Teenager den Verursacher selbst f\u00fcr das Mobbing verantwortlich machen. Seine charakterlichen Schw\u00e4chen, wie etwa Unsicherheit und mangelndes Selbstbewusstsein sowie sein Bed\u00fcrfnis, Macht, Status und Beliebtheit zu sichern, wurden am h\u00e4ufigsten als Mobbing-Ursachen genannt. 42 Prozent der Befragten machten allerdings auch das Opfer und dessen Abweichen von der Norm \u2013 z. B. im Sinne von \u201eanders-\u201c oder \u201ekomisch sein\u201c \u2013 verantwortlich. Die M\u00e4dchen suchten die Schuld eher beim Verursacher als beim Opfer.<\/p> <p>Nur 21 Prozent der jungen Leute betrachteten die Clique als Ausl\u00f6ser, sieben Prozent die Schulsituation und noch weniger die menschliche Natur oder die Gesellschaft im Allgemeinen.<\/p> <p>Die Autoren: \u201eEs wird ganz deutlich, dass Teenager die Ursachen f\u00fcr Mobbing eher im pers\u00f6nlichen Bereich sehen: Verantwortlich ist der Mobber oder das Opfer selbst, nicht die Clique, die Schule oder die Gesellschaft. F\u00fcr den Kampf gegen Mobbing unter Kindern und Heranwachsenden sind unsere Erkenntnisse von ganz wesentlicher Bedeutung, die Einsch\u00e4tzung der jungen Leute sollte im Fokus unserer Pr\u00e4ventionsbem\u00fchungen stehen.\u201c<\/p> <p>Quelle<br \/> Thornberg R &amp; Knutsen MA (2010). Teenager\u2019s explanation of bullying. Child and Youth Care Forum. DOI 10.1007\/s10566-010-9129-z<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, Springer, Tel. +49 6221 487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcnde f\u00fcr Mobbing sehen Jugendliche oft in dem Wesen einer Person New York \/ Heidelberg, 11. November 2010 F\u00fcr Teenager in Schweden ist der Grund f\u00fcr Mobbing eher in der Person des Verursachers oder in den pers\u00f6nlichen Wesensz\u00fcgen des Opfers zu suchen als im sozialen Umfeld. 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