{"id":13690,"date":"2011-02-14T16:52:30","date_gmt":"2011-02-14T15:52:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=13690"},"modified":"2011-02-14T16:52:30","modified_gmt":"2011-02-14T15:52:30","slug":"krokodilstraenen-schliche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/krokodilstraenen-schliche-1013690\/","title":{"rendered":"Neue Studie \u00fcber vorget\u00e4uschte Emotionen"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; height: 108px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\" width=\"86\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/images.springer.com\/cda\/content\/image\/cda_displayimage.jpg?SGWID=0-0-16-136005-0\" alt=\"\" width=\"91\" height=\"122\" \/><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Ist die Reue wirklich echt? Neue Studie entlarvt vorget\u00e4uschte Emotionen<br \/> New York \/ Heidelberg, 9. Februar 2011<br \/> Vorget\u00e4uschte Reue ist einfach zu entlarven, wenn das Gegen\u00fcber wei\u00df, worauf es zu achten hat. Leanne ten Brinke und Kollegen vom Centre for the Advancement of Psychology and Law (CAPSL), der University of British Columbia und der Memorial University of Newfoundland in Kanada haben sich erstmals in einer Studie mit der Frage nach \u201aechter\u2018 und \u201afalscher\u2018 Reue befasst. Ist Reue lediglich vorget\u00e4uscht, l\u00e4sst sich eine sogenannte emotionale Turbulenz beobachten. <!--more-->Sie dr\u00fcckt sich dadurch aus, dass der \u201aReum\u00fctige\u2018 eine gr\u00f6\u00dfere Bandbreite an ausgedr\u00fcckten Emotionen verwendet und sehr schnell zwischen den verschiedenen Gef\u00fchlszust\u00e4nden wechseln kann.  Au\u00dferdem sprechen Menschen, die Reue vort\u00e4uschen, insgesamt z\u00f6gerlicher. Diese Erkenntnisse sind f\u00fcr Richter und Bew\u00e4hrungspr\u00fcfer von entscheidender Bedeutung, da die korrekte Beurteilung echter Reue den Entscheidungsfindungsprozess ma\u00dfgeblich beeinflusst. Ten Brinkes Arbeit erscheint jetzt im Springer-Journal Law and Human Behavior.<br \/> T\u00e4uschung geh\u00f6rt zum Repertoire menschlichen Sozialverhaltens. Doch insbesondere vor Gericht oder bei Bew\u00e4hrungspr\u00fcfungen k\u00f6nnen unentdeckte T\u00e4uschungen schwerwiegende Folgen haben, denn vermeintliche Glaubw\u00fcrdigkeit kann zu falschen Urteilen f\u00fchren.<br \/> Ten Brinke und ihr Team untersuchten die Mimik, Sprechweise und K\u00f6rpersprache, die auf emotionale T\u00e4uschung hindeuten. F\u00fcr ihre Studie erstellten sie Videoaufnahmen, in denen 31 kanadische Studenten von pers\u00f6nlichem Fehlverhalten berichten und dabei entweder echte, oder gespielte Reue zeigen. Ihre Analyse von nahezu 300.000 Einzelbildern der Videos machte deutlich, dass Probanden, die Reue vort\u00e4uschten, st\u00e4rker auf die sieben Grundemotionen &#8211; wie Freude, Traurigkeit, Furcht, Ekel, Wut, \u00dcberraschung und Verachtung &#8211; zur\u00fcckgreifen, als diejenigen, die echte Reue empfanden.<br \/> Die Autoren teilten die im Gesichtsausdruck deutlich werdenden Emotionen in drei Kategorien ein: positiv (Freude), negativ (Traurigkeit, Furcht, Wut, Verachtung, Ekel) und neutral (neutral, \u00dcberraschung). Die Probanden, die echte Reue empfanden, schalteten selten direkt von positiven auf negative Emotionen um, sondern durchliefen zun\u00e4chst das Stadium neutraler Emotionen. Wurde die Reue nur vorget\u00e4uscht, konstatierten die Wissenschaftler hingegen h\u00e4ufiger den direkten \u00dcbergang von positiven zu negativen Emotionen ohne das neutrale Zwischenstadium. Auch das Sprechtempo war bei den Probanden mit vorget\u00e4uschter Reue z\u00f6gerlicher.<br \/> Das Fazit der Autoren: \u201eUnsere Studie untersucht zum ersten Mal, welche Verhaltensweisen m\u00f6glicherweise R\u00fcckschl\u00fcsse darauf zulassen, ob Reue echt oder nur vorget\u00e4uscht ist. Verl\u00e4ssliche Hinweise hierf\u00fcr zu finden kann f\u00fcr die Praxis von entscheidender Bedeutung sein, beispielsweise f\u00fcr forensische Psychologen, Bew\u00e4hrungspr\u00fcfer und Richter, die beurteilen m\u00fcssen, wie echt die Reue eines Angeklagten ist.\u201c<br \/> Quelle<br \/> ten Brinke L et al (2011). Crocodile tears: facial, verbal and body language behaviours associated with genuine and fabricated remorse. Law and Human Behavior;<br \/> DOI 10.1007\/s10979-011-9265-5<br \/> Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, Springer, Tel. +49-6221-487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\"  >Springer-Verlag<\/a> GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist die Reue wirklich echt? Neue Studie entlarvt vorget\u00e4uschte Emotionen New York \/ Heidelberg, 9. Februar 2011 Vorget\u00e4uschte Reue ist einfach zu entlarven, wenn das Gegen\u00fcber wei\u00df, worauf es zu achten hat. 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