{"id":14051,"date":"2011-03-01T10:13:25","date_gmt":"2011-03-01T09:13:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=14051"},"modified":"2011-03-01T10:16:28","modified_gmt":"2011-03-01T09:16:28","slug":"nickerchen-blutdruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/nickerchen-blutdruck-1014051\/","title":{"rendered":"Kurzschlaf sorgt f\u00fcr geringere Erm\u00fcdungserscheinungen"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\" width=\"75\" height=\"111\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" src=\"http:\/\/images.springer.com\/cda\/content\/image\/cda_displayimage.jpg?SGWID=0-0-16-452906-0\" alt=\"\" width=\"97\" height=\"133\" \/><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Nach mentalem Stress k\u00f6nnte sich ein maximal einst\u00fcndiger Schlaf tags\u00fcber positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken<\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 28. Februar 2011<\/p> <p>Ein Kurzschlaf w\u00e4hrend des Tages k\u00f6nnte durchaus eine Entlastung f\u00fcr das Herz-Kreislaufsystem bringen. So lautet das Fazit einer neuen Studie von Ryan Brindle und Sarah Conklin, PhD, vom Allegheny College in Pennsylvania in den USA. Sie haben die Auswirkungen eines \u201aMittagsschlafs\u2018 auf die Erholung des Herz-Kreislaufsystems nach einem Belastungstest wissenschaftlich erforscht. <!--more-->Das Resultat belegt, dass die Probanden, die w\u00e4hrend des Tages mindestens 45 Minuten schliefen, nach einer psychischen Belastung einen niedrigeren Blutdruck aufwiesen als die Probanden, die ohne Schlaf auskommen mussten. Die Studie erscheint in der Online-Ausgabe der Springer-Fachzeitschrift International Journal of Behavioral Medicine.<\/p> <p>Lange Arbeitszeiten, Schichtarbeit, vermehrte Angstzust\u00e4nde sowie eine intensivere Nutzung von Internet und Fernsehen in den sp\u00e4ten Abendstunden \u2013 all dies sind typische Auspr\u00e4gungen unserer heutigen Gesellschaft, die sich auf den Nachtschlaf auswirken. Dies hat zur Folge, dass sich unser Schlafpensum verringert hat. Heutzutage schlafen wir durchschnittlich nahezu zwei Stunden weniger als noch vor 50 Jahren, was sich langfristig gesundheitlich bemerkbar macht. Beispielsweise kann es einen Zusammenhang geben zwischen k\u00fcrzerem Schlaf und einem erh\u00f6hten Bluthochdruckrisiko sowie allgemeinen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.<\/p> <p>Brindle und Conklin untersuchten mit Testpersonen im Labor, wie sich der Schlaf w\u00e4hrend des Tages auf die Erholung des Herz-Kreislaufsystems nach einem mentalen Belastungstest auswirken k\u00f6nnte. Sie teilten 85 gesunde Universit\u00e4tsstudenten in zwei Gruppen ein: der einen Gruppe wurde ein 60-min\u00fctiger Schlaf w\u00e4hrend des Tages zugestanden; der anderen Gruppe nicht. Die Studenten wurden von den Wissenschaftlern au\u00dferdem darum gebeten, einen Fragebogen \u00fcber die Schlafqualit\u00e4t auszuf\u00fcllen. Sie mussten sich zudem einem k\u00f6rperlichen Belastungstest des Herz-Kreislaufsystems unterziehen und dabei eine komplexe Minusaufgabe l\u00f6sen. W\u00e4hrend des Experiments wurden Blutdruck und Puls der Studenten in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden von Brindle und Conklin gemessen.<\/p> <p>Sie stellten fest, dass der Schlaf am Tag offenbar einen erholsamen Effekt hat: die Gruppe von Studenten mit der M\u00f6glichkeit zu einem Kurzschlaf hatte geringere Erm\u00fcdungserscheinungen als die Gruppe, die tags\u00fcber nicht schlafen konnte. Obwohl Blutdruck und Puls in beiden Gruppen zwischen der \u201aNormalphase\u2018 und der Belastungsphase des Tests anstieg, konnte die \u201aSchlafgruppe\u2018 ihre durchschnittlichen Blutdruckwerte w\u00e4hrend der Erholungsphase deutlich senken. Diese Ergebnisse zeigen, dass ein 45- bis 60-min\u00fctiger Schlaf w\u00e4hrend des Tages die Blutdruckerholung nach einer mentalen Belastung im Labor zu beg\u00fcnstigen scheint.<\/p> <p>Brindle und Conklin schlie\u00dfen daraus: &#8222;Unsere Erkenntnisse zeigen, dass der Schlaf bei Tag f\u00fcr Herz und Kreislauf f\u00f6rderlich sein kann, weil sich dadurch unser Herz-Kreislaufsystem nach einer psychischen Belastung schneller erholen kann. Es sind jedoch weitere wissenschaftliche Untersuchungen n\u00f6tig, um den Zusammenhang zwischen dem Schlaf am Tag und dem gesunden Herz-Kreislaufsystem zu erforschen. Dar\u00fcber hinaus gilt es, die erholsamen und vorbeugenden Effekte eines Kurzschlafs in der Praxis nachzuweisen. Dies gilt insbesondere f\u00fcr Patienten mit einem bekannten Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie auch f\u00fcr jene, die mit Schlafproblemen k\u00e4mpfen.\u201c<\/p> <p>Quelle: Brindle RC and Conklin S  (2011). Daytime sleep accelerates cardiovascular recovery after psychological stress. International Journal of Behavioral Medicine; 10.1007\/s12529-011-9150-0<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\"  >Springer<\/a>-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach mentalem Stress k\u00f6nnte sich ein maximal einst\u00fcndiger Schlaf tags\u00fcber positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken New York \/ Heidelberg, 28. Februar 2011 Ein Kurzschlaf w\u00e4hrend des Tages k\u00f6nnte durchaus eine Entlastung f\u00fcr das Herz-Kreislaufsystem bringen. 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