{"id":14348,"date":"2011-03-09T11:05:34","date_gmt":"2011-03-09T10:05:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=14348"},"modified":"2025-10-02T10:03:18","modified_gmt":"2025-10-02T09:03:18","slug":"projekt-potenzialanalyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/projekt-potenzialanalyse-1014348\/","title":{"rendered":"Themen Materialeffizienz und R\u00fcstzeitoptimierung im Mittelpunkt"},"content":{"rendered":"<p>Ingenics: Alles f\u00fcr die Wertsch\u00f6pfung am Standort D<br \/> Mit dem Ziel, durch optimierte Materialeffizienz und Wertsch\u00f6pfung die Existenz am angestammten Standort zu sichern, setzte die T + H Metallwarenfabrik GmbH, Gerstetten bei Ulm, im vergangenen Jahr ein Projekt zur Kostensenkung auf. Als Beratungs- und Coachingpartner wurde die Ingenics AG hinzugezogen. Gemeinsam wurden die Ziele, die Projektorganisation, die Projektpr\u00e4missen, die Vorgehensweise und die Kommunikationsstruktur analysiert und definiert. Im Zuge der Analyse wurden als wesentliche Stellhebel<!--more-->* die Reduzierung der Anfahrverluste<br \/> * die Ausschussreduzierung und<br \/> * die Optimierung des Beschaffungsprozesses<br \/> identifiziert. Allein f\u00fcr den Bereich Stanzen wurde ein j\u00e4hrliches Einsparvolumen von rund 130.000 Euro ermittelt. Bis zum Projektabschluss im Dezember 2010 wurden aus Sicht der beiden Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer J\u00fcrgen Truckenm\u00fcller und Frank Hebsacker &#8222;massive Verbesserungen&#8220; realisiert.<\/p> <p>&#8222;Auch ehe wir uns externe Unterst\u00fctzung geholt haben, haben wir Probleme erkannt, Aufgaben definiert und oft erfolgreich gel\u00f6st&#8220;, sagt J\u00fcrgen Truckenm\u00fcller. &#8222;Wir erkannten aber, dass es nun Zeit war f\u00fcr ein systematisches Vorgehen, f\u00fcr eine breite Qualifizierung unserer Mitarbeiter f\u00fcr systematische L\u00f6sungsprozesse.&#8220; Um die Unternehmensergebnisse nachhaltig zu verbessern, wurden mehrere Ans\u00e4tze entwickelt, bewertet und mit der Umsetzung begonnen. &#8222;Das ist bei der Mehrheit der Mitarbeiter schnell angekommen, die Akzeptanz ist durchweg sehr gut&#8220;, sagt Frank Hebsacker.<\/p> <p>Im ersten Schritt galt es, alle Projektbeteiligten auf einen einheitlichen Wissensstand zu bringen, ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis zu schaffen und den Einsatz- bzw. Projektplan zu verabschieden. &#8222;Zun\u00e4chst musste die Basis f\u00fcr die nachhaltige Bearbeitung der Stellhebel geschaffen werden, dann konnten wir an den Aufbau von Qualit\u00e4ts-Toren gehen&#8220;, erkl\u00e4rt Ingenics-Berater Stefan Meitinger. &#8222;Q-Tore&#8220; sind definierte Stationen im Prozess, an denen die Qualit\u00e4t mit Hilfe von Standards \u00fcberpr\u00fcft wird. Sie helfen, Qualit\u00e4tsregelkreise nachhaltig zu implementieren und eine Plattform f\u00fcr die systematische Bearbeitung von Abweichungen zu schaffen. So m\u00fcnden sie direkt in qualit\u00e4tssichernde Ma\u00dfnahmen und liefern jederzeit wichtige Informationen f\u00fcr weitere Optimierungsschritte. Indem sie die Qualit\u00e4t des bereits Erreichten transparent machen, vermitteln sie auch, wie weit man von der Zielsetzung noch entfernt ist. Zu erfassen sind Aufwands- und Fehlerdaten, die im systematischen Qualit\u00e4tsmanagement bewertet werden und in die integrierte Qualit\u00e4tssicherungsstrategie einflie\u00dfen.<\/p> <p>Von vornherein war klar, dass die Themen Materialeffizienz und R\u00fcstzeitoptimierung im Mittelpunkt stehen w\u00fcrden. &#8222;Im Jahr 2009 entstanden in den Einfahrprozessen jeweils rund 200 Tonnen Metallschrott&#8220;, sagt der Projektverantwortliche f\u00fcr T+H, Ralf Bass. Insgesamt habe man bei einem Materialeinsatz von 5.900 Tonnen rund 3.000 Tonnen, also 52 Prozent, verschrotten m\u00fcssen. Neben dieser Herausforderung als Teil der gesamten Qualit\u00e4tsoffensive wurden die zu langen R\u00fcstzeiten &#8211; die Zeit vom letzten Gutteil eines alten Loses bis zum ersten Gutteil des neuen Loses &#8211; als Problem erkannt. Schon eine Reduzierung des Schrottanteils um f\u00fcnf Prozent w\u00fcrde, soviel war klar, das Projekt mehr als lohnend machen.<\/p> <p>Die Ingenics-Berater definierten mit dem KVP-Trainer Ralf Bass eine Serie von Workshops, mit deren Abschluss die meisten Handicaps beseitigt werden konnten. Nach Durchf\u00fchrung einer Wert- bzw. Stoffstromanalyse zur Ermittlung der einzelnen Wertsch\u00f6pfungsschritte und der jeweiligen Materialverluste folgten R\u00fcstworkshops. &#8222;Der ermittelte Idealr\u00fcstprozess mit sehr viel k\u00fcrzeren R\u00fcstzeiten wurde als R\u00fcsthandbuch, eine Art Bedienungsanleitung zur Sicherung effizienterer Prozesse, definiert und eingef\u00fchrt&#8220;, sagt der beratende Coach Stefan Meitinger. &#8222;Im Sinne eines Q-Tores, hier in Form eines Info-Boards mit Kennzahlen am Eingang zum Presswerk, wurden die jeweiligen Soll- und Ist Zahlen der Einfahrteile definiert und die Abweichungen sofort bearbeitet.&#8220;<\/p> <p>Tats\u00e4chlich wurden Anfahrzeit, R\u00fcstzeit und Reklamationsquote sowie der Verschnitt durch die Bearbeitung der Hauptfehlergruppen massiv reduziert. Der Aufwand f\u00fcr Nacharbeiten konnte um ein Drittel reduziert werden.<\/p> <p>In der zweiten Phase musste jede Abteilung innerhalb von sechs Wochen eine selbst gew\u00e4hlte Aufgabe bearbeiten und das entsprechende Problem l\u00f6sen. Auf diese Weise wurden auch weniger motivierte Mitarbeiter mit einbezogen. &#8222;Die kontinuierliche Optimierung bringt unvorstellbare Reserven und M\u00f6glichkeiten ans Tageslicht&#8220;, hatte in einem internen Papier von T + H zur Begr\u00fcndung des Projekts gegen\u00fcber den Mitarbeitern gestanden. Die Ergebnisse geben dieser Vorschau Recht: Die Anlagenproduktivit\u00e4t bzw. -verf\u00fcgbarkeit wurde um fast 20 Prozent, die Mitarbeiterproduktivit\u00e4t um \u00fcber zehn Prozent verbessert. &#8222;Bei den Anfahrverlusten sind wir sehr nah am Ziel, auf der Qualit\u00e4tsseite haben wir erhebliche zus\u00e4tzliche Potenziale entdeckt&#8220;, sagt J\u00fcrgen Truckenm\u00fcller. &#8222;Eine Reihe von Optimierungsma\u00dfnahmen werden ihre Wirkung in weiteren KVP-Schritten entfalten.&#8220; Auch Frank Hebsacker geht von einer Steigerung der Wertsch\u00f6pfung um bis zu 15 Prozent aus &#8211; zumal auch die Optimierung des Lagers viel verspricht: &#8222;Das geht \u00fcber die Entr\u00fcmpelung weit hinaus, hier m\u00fcssen wir umdenken und davon abkommen, dass es unsere Aufgabe ist, mit der Aufbewahrung uralter Ersatzteile die Produkthistorie unserer Kunden abzubilden.&#8220;<\/p> <p>Weil die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung das Unternehmen nicht unbedingt auf einen starken Expansionskurs f\u00fchren, sondern in erster Linie das kontrollierte Wachstum der vergangenen Jahren absichern will, denkt man nicht an internationale M\u00e4rkte. &#8222;Wir f\u00fchlen uns in der Nische des hoch spezialisierten flexiblen Partner sehr wohl&#8220;, sagt J\u00fcrgen Truckenm\u00fcller. &#8222;Wir kommen mit dem Trend zu stark r\u00fcckl\u00e4ufigen<br \/> Losgr\u00f6\u00dfen bestens zurecht, weil wir es gewohnt sind, schnell zu reagieren.&#8220; Frank Hebsacker erg\u00e4nzt: &#8222;Das Thema Lean Production hat bei T + H ja auch schon im Vorfeld dieses Projektes eine Rolle gespielt, gerade deshalb hat die Gesch\u00e4ftsleitung die Initiative ergriffen.&#8220; Wichtig war, dass sich ein Trainig-on-the-Job realisieren lie\u00df, denn Produktionsausf\u00e4lle lie\u00df die Auftragslage nicht zu.<\/p> <p>Wie wichtig f\u00fcr den Projekterfolg die kontinuierliche Beteiligung der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer war, betont auch der verantwortliche Ingenics-Gesch\u00e4ftsfeldleiter Andreas Grundnig: &#8222;Letztlich ging es ja um mehr als um die Potenzialanalyse und die effizientere Materialnutzung: Es ging um die Weiterentwicklung des Produktionssystems insgesamt &#8211; mit der Fokussierung auf die Materialeffizienz.&#8220;<\/p> <p>\u00dcber ein Nachfolgeprojekt wird derzeit diskutiert &#8211; reichlich Potenzial f\u00fcr weitere Aktivit\u00e4ten haben alle Seiten erkannt.<\/p> <p>\u00dcber Ingenics<br \/> Die Ingenics AG ist ein innovatives, expandierendes Beratungsunternehmen mit den Gesch\u00e4ftsfeldern Fabrik- und Produktionsplanung, Logistikplanung, Effizienzsteigerung Produktion sowie Effizienzsteigerung Office. Zu den Kunden geh\u00f6rt die Elite der deutschen und europ\u00e4ischen Wirtschaft. \u00dcber nationale Projekte hinaus ist die Ingenics AG ein gefragter Partner f\u00fcr die Planung und Realisierung weltweiter Produktionsstandorte, beispielsweise in Indien, China, den USA und Osteuropa. Derzeit besch\u00e4ftigt die Ingenics AG rund 180 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in \u00fcber 30 Jahren mehr als 3.000 Projekte erfolgreich durchgef\u00fchrt. Ingenics begleitet seine Kunden durch das komplette Projekt, von der Konzeption bis zur praktischen Umsetzung der Pl\u00e4ne.<\/p> <p>\u00dcber T+H<br \/> Die T+H GmbH wurde im Jahr 1985 von Manfred Truckenm\u00fcller und G\u00fcnter Hebsacker in Gerstetten gegr\u00fcndet. Das mittelst\u00e4ndische Unternehmen setzt sich heute aus der T+H Werkzeugbau GmbH, der T+H Metallwarenfabrik GmbH und der T+H Oberfl\u00e4chenbehandlung GmbH zusammen und besch\u00e4ftigt rund 150 Mitarbeiter, die einen Umsatz von \u00fcber 20 Mio. Euro erwirtschaften. Die wichtigsten Produkte sind metallische Stanz-, Press und Biegebauteile f\u00fcr die Anwendung in Luft- und Raumfahrt, Automobil- und Maschinenbau, Medizin- und Messtechnik. Mit hoher Qualit\u00e4t und flexibler Verf\u00fcgbarkeit der Leistungen bauen die gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Gesellschafter J\u00fcrgen Truckenm\u00fcller und Frank Hebsacker die Position der T+H GmbH laufend weiter aus.<br \/> T + H Metallwarenfabrik GmbH, D-89547 Gerstetten, www.tuh-gmbh.de<\/p> <p>\u00dcber Ingenics<br \/> Die Ingenics AG ist ein innovatives, expandierendes Beratungsunternehmen mit den Gesch\u00e4ftsfeldern Fabrik- und Produktionsplanung, Logistikplanung, Effizienzsteigerung Produktion sowie Effizienzsteigerung Office. Zu den Kunden geh\u00f6rt die Elite der deutschen und europ\u00e4ischen Wirtschaft. \u00dcber nationale Projekte hinaus ist die Ingenics AG ein gefragter Partner f\u00fcr die Planung und Realisierung weltweiter Produktionsstandorte, beispielsweise in Indien, China, den USA und Osteuropa. Derzeit besch\u00e4ftigt die Ingenics AG rund 180 Mitarbeiter unterschiedlichster Ausbildungsdisziplinen. Mit hoher Methodenkompetenz und systematischem Wissensmanagement wurden in \u00fcber 30 Jahren mehr als 2.700 Projekte erfolgreich durchgef\u00fchrt. Ingenics begleitet seine Kunden durch das komplette Projekt, von der Konzeption bis zur praktischen Umsetzung der Pl\u00e4ne.<\/p> <p>Ingenics AG<br \/> Heike Werndl<br \/> Schillerstra\u00dfe 1\/15<br \/> 89077 Ulm<br \/> 0731-93680-230<\/p> <p>www.ingenics.de<\/p> <p>Pressekontakt:<br \/> Zeeb Kommunikation GmbH<br \/> Anja P\u00e4tzold<br \/> Hohenheimer Stra\u00dfe 58a<br \/> 70184<br \/> Stuttgart<br \/> info@zeeb.info<br \/> 0711-60 70 719<br \/> http:\/\/www.zeeb.info<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ingenics: Alles f\u00fcr die Wertsch\u00f6pfung am Standort D Mit dem Ziel, durch optimierte Materialeffizienz und Wertsch\u00f6pfung die Existenz am angestammten Standort zu sichern, setzte die T + H Metallwarenfabrik GmbH, Gerstetten bei Ulm, im vergangenen Jahr ein Projekt zur Kostensenkung auf. Als Beratungs- und Coachingpartner wurde die Ingenics AG hinzugezogen. 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