{"id":14497,"date":"2011-03-09T12:19:16","date_gmt":"2011-03-09T11:19:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=14497"},"modified":"2025-09-12T10:04:05","modified_gmt":"2025-09-12T09:04:05","slug":"das-hunger-projekt-weltfrauentag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/das-hunger-projekt-weltfrauentag-1014497\/","title":{"rendered":"100 Jahre Weltfrauentag &#8211; Wege zu menschenw\u00fcrdiger Arbeit f\u00fcr Frauen"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\" width=\"97\" height=\"101\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Der Weltfrauentag am 8. M\u00e4rz 2011 steht unter dem Motto &#8222;gleicher Zugang zu Aus- und Weiterbildung sowie Technologie: Wege zu menschenw\u00fcrdiger Arbeit f\u00fcr Frauen&#8220;<br \/> In den meisten Entwicklungsl\u00e4ndern sind es vor allem M\u00e4nner, die die Chance haben, menschenw\u00fcrdige Arbeit zu finden. Die Frauen sind f\u00fcr Familie und Haushalt alleine verantwortlich und somit abh\u00e4ngig vom Einkommen ihres Mannes. M\u00e4dchen und Frauen haben keinen Zugang zu allgemeiner und beruflicher Bildung. Sie bleiben unausgebildet und ohne grundlegende Rechtschreibkenntnisse.<\/p> <p>Hier setzt das Hunger Projekt an: <!--more-->vor allem in l\u00e4ndlichen Regionen werden Frauen unterst\u00fctzt, ihre F\u00e4higkeiten zu entwickeln und zu st\u00e4rken. Lokale Workshops vermitteln den Dorfbewohnerinnen neue und innovative Wege der Unternehmensf\u00fchrung und Einkommensmaximierung.<\/p> <p>Mexiko: Las Esperanzas &#8211; die Hoffnung<\/p> <p>Das Hunger Projekt Mexiko hat sich mit dem mexikanischen Entwicklungsministerium zusammengeschlossen, welches die Durchf\u00fchrung einkommensbildender Projekte unterst\u00fctzt.<\/p> <p>Ein Beispiel ist das Projekt &#8222;Las Esperanzas &#8211; die Hoffnung&#8220; im Bundesstaat Zacatecas. Die Gemeinde setzt mit einer von Frauen gef\u00fchrten Gefl\u00fcgelfarm fast 1.000 Pesos (ca. 60 Euro)  t\u00e4glich um. Aus- und Weiterbildung in EDV, Verwaltung und Vermarktung haben ihren Unternehmergeist gest\u00e4rkt und sind Voraussetzung f\u00fcr den nachhaltigen Erfolg des Projekts. So sind die Frauen nicht mehr auf die kleinen Zulagen ihrer zum Teil in den USA arbeitenden Ehem\u00e4nner und S\u00f6hne angewiesen.<\/p> <p>Zudem gibt es Programme wie z.B. das &#8222;Women&#8217;s Empowerment Programme&#8220; (WEP) in Afrika oder ein Frauen-Netzwerk in Bangladesch: Ehrenamtliche F\u00fchrungskr\u00e4fte oder &#8222;Animateure&#8220; unterrichten Frauen \u00fcber ihre staatsb\u00fcrgerlichen, juristischen und reproduktiven Gesundheitsrechte.<\/p> <p>Senegal: WEP-Animatorin Marieme Harouna Ba<\/p> <p>Frau Marieme Harouna Ba, eine WEP-Animatorin aus Senegal, nutzte ihre Ausbildung, um Frauen in ihrer Gemeinde im Lesen, Schreiben und Rechnen zu unterrichten.  In den letzten zehn Jahren hat sich Mariemes Einfluss mit Hilfe des Radios \u00fcber ihre Gemeinde hinaus verbreitet &#8211; sie ist jetzt Leiterin eines Radioprogramms zu St\u00e4rkung der Frauenrechte.<\/p> <p>Indien: Unterst\u00fctzung der Frauen in den Panchayats<\/p> <p>In Indien sind verfassungsm\u00e4\u00dfig ein Drittel aller Sitze in den kommunalen Verwaltungsgremien, den sogenannten &#8222;Panchayats&#8220;, f\u00fcr Frauen reserviert.<\/p> <p>Das Hunger Projekt bildet gew\u00e4hlte Frauen zu F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten aus, damit sie ihre Aufgabe in diesen Dorfgremien effizient und professionell wahrnehmen k\u00f6nnen.<\/p> <p>Sharmi Bai, eine gew\u00e4hlte Frauenvertreterin aus dem Bezirk Rajasthan, hatte bei einer Konferenz in Mumbai im Jahr 2010 die einmalige Gelegenheit ihre Erfolge pers\u00f6nlich dem US-Pr\u00e4sidenten Barack Obama vorzustellen.<\/p> <p>Sie hat ma\u00dfgeblich daran mitgearbeitet, das nationale &#8222;Mahatma Gandhi Besch\u00e4ftigungsgesetz&#8220; f\u00fcr l\u00e4ndliche Gegenden umzusetzen. Dieses Gesetz garantiert jedes Jahr 100 Tage Besch\u00e4ftigung f\u00fcr alle erwachsenen Mitglieder l\u00e4ndlicher Haushalte, wenn sie bereit sind, Arbeit f\u00fcr das Allgemeinwohl zu tun.<\/p> <p>Die St\u00e4rkung von Frauen steht im Zentrum der Arbeit des Hunger Projekts<\/p> <p>Chronischer, anhaltender Hunger ist nicht blo\u00df auf einen Mangel an Nahrung zur\u00fcck zu f\u00fchren. Hunger tritt auf, wenn Menschen die M\u00f6glichkeit fehlt, genug Geld zu verdienen, eine Ausbildung zu erhalten, ihre gesundheitliche Grundversorgung zu decken und eine Stimme bei Entscheidungen zu haben, die sich auf ihre Gemeinde auswirken.<\/p> <p>Studien zeigen, dass die gesamte Gesellschaft profitiert, wenn Frauen Zugang zu solchen M\u00f6glichkeiten haben. Ihre Familien sind ges\u00fcnder, ihre Kinder gehen h\u00e4ufiger zur Schule, die Produktivit\u00e4t der Landwirtschaft verbessert sich und die Einkommen steigen.<\/p> <p>Die vielen Programme des Hunger Projekts unterst\u00fctzen Frauen auf vielf\u00e4ltige Weise. Ihre Stimmen werden geh\u00f6rt und ihr Einfluss wird geltend gemacht &#8211; in ihren eigenen Familien, ihren Gemeinden und in den nationalen politischen und kulturellen Gremien.<\/p> <p>Weitere Informationen gibt es unter: http:\/\/www.das-hunger-projekt.de\/A4_01.html<br \/> Das Hunger Projekt e.V. ist eine globale Nichtregierungsorganisation (NRO), die sich seit 1977 f\u00fcr die nachhaltige \u00dcberwindung chronischen Hungers einsetzt. Gegenw\u00e4rtig ist das Hunger Projekt in 12 L\u00e4ndern Afrikas, S\u00fcdasiens und Lateinamerikas (in \u00c4thiopien, Benin, Burkina Faso, Ghana, Malawi, Mosambik, Senegal und Uganda; in Indien und Bangladesch; in Mexiko und Peru) vertreten. Insgesamt gibt es 350 Angestellten und rund 362.000 Ehrenamtlichen. Der internationale Hauptsitz ist in New York.<\/p> <p>In Deutschland arbeitet das Hunger Projekt seit 1982 als gemeinn\u00fctzig anerkannter Verein &#8211; momentan mit ca. 50 ehrenamtlichen Aktiven und f\u00fcnf Teilzeitkr\u00e4ften. Weitere Partnerl\u00e4nder sind: Australien, Belgien, Gro\u00dfbritannien, Japan, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Schweden und die Schweiz.<\/p> <p>Das Hunger Projekt konzentriert sich auf drei Leitgedanken: Mobilisierung zur Eigenverantwortung, Gleichberechtigung von Frauen und M\u00e4nnern sowie St\u00e4rkung lokaler Demokratie. Alle Strategien und Initiativen sind darauf ausgerichtet, die acht UN-Millenniumsentwicklungsziele zu unterst\u00fctzen.<\/p> <p>Das Deutsche Zentralinstitut f\u00fcr soziale Fragen (DZI) in Berlin zeichnet das Hunger Projekt e.V. seit Jahren mit dem DZI-Spendensiegel f\u00fcr seine transparente, sparsame und satzungsgem\u00e4\u00dfe Verwendung der Spendengelder aus.<br \/> Das Hunger Projekt e.V.<br \/> Maria Baum<br \/> Holzstrasse 30<br \/> 80469<br \/> M\u00fcnchen<br \/> mbm@das-hunger-projekt.de<br \/> (+49) 89 2000 347 70<br \/> http:\/\/www.das-hunger-projekt.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Weltfrauentag am 8. M\u00e4rz 2011 steht unter dem Motto &#8222;gleicher Zugang zu Aus- und Weiterbildung sowie Technologie: Wege zu menschenw\u00fcrdiger Arbeit f\u00fcr Frauen&#8220; In den meisten Entwicklungsl\u00e4ndern sind es vor allem M\u00e4nner, die die Chance haben, menschenw\u00fcrdige Arbeit zu finden. 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