{"id":149,"date":"2008-04-02T09:15:00","date_gmt":"2008-04-02T08:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/iptv-das-neue-fernsehen\/"},"modified":"2010-12-06T15:29:56","modified_gmt":"2010-12-06T14:29:56","slug":"iptv-das-neue-fernsehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/iptv-das-neue-fernsehen-10149\/","title":{"rendered":"IPTV &#8211; Das neue Fernsehen?"},"content":{"rendered":"<p>#Fernsehen \u00fcber Breitband-Internet (IPTV) ist in Deutschland bisher kaum bekannt. Und das, obwohl ein entsprechendes Produkt seit knapp zwei Jahren erh\u00e4ltlich ist und die Konsumenten die Vorz\u00fcge von IPTV durchaus positiv beurteilen. Von einem Wechsel der Fernseh\u00fcbertragung halten sie derzeit in erster Linie der Preis und die langen Vertragslaufzeiten ab. Das k\u00f6nnte sich allerdings bald \u00e4ndern: Eine Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) kommt zu dem Ergebnis, dass zwei Millionen IPTV-Kunden im Jahr 2012 m\u00f6glich sind.<!--more--><\/p> <p><br class=\"clearBoth\" \/> <!-- Visual auf Contentseite ENDE--><\/p> <p>IPTV hat das Potenzial, sich in Deutschland neben Fernsehkabel, Satellit und terrestrischem Empfang als vierter \u00dcbertragungsweg zu etablieren. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. IPTV-Anbieter stehen vor der Herausforderung, flexibles und einfaches Fernsehen zu einem vom Massenmarkt akzeptablen Preis anzubieten. Und das unter erschwerten Rahmenbedingungen: In Deutschland herrscht eine ausgepr\u00e4gte Free-TV-Kultur und Kabelnetzbetreiber, die wohl h\u00e4rtesten Wettbewerber der IPTV-Anbieter, haben eine starke Marktposition.<\/p> <p>Die Anbieter m\u00fcssen daher die Alleinstellungsmerkmale von IPTV st\u00e4rker in den Vordergrund r\u00fccken und ihre Preismodelle \u00fcberarbeiten. Unter entsprechend ge\u00e4nderten Voraussetzungen sind bis zum Jahr 2012 rund zwei Millionen IPTV-Haushalte in Deutschland m\u00f6glich. Zu diesem Ergebnis kommt die PwC-Studie &#8222;IPTV &#8211; Das neue Fernsehen?&#8220;. Die Studie umfasst neben einer umfangreichen Untersuchung des Marktes die Einsch\u00e4tzung von mehr als 30 IPTV-Experten und 500 Konsumenten.<\/p> <h3><strong>Aktuelle Aktionsangebote sollen Kunden f\u00fcr IPTV gewinnen<\/strong><\/h3> <p>Fest steht, dass bei IPTV &#8222;Abwarten&#8220; nicht die richtige Option ist. Und die IPTV-Anbieter sind alles andere als tatenlos: Die Deutsche Telekom AG zeigt in ihrer aktuellen Werbekampagne auf anschauliche Weise die zahlreichen Nutzungsm\u00f6glichkeiten ihres IPTV-Angebots zu einem reduzierten Preis. Hansenet bietet Alice homeTV sechs Monate kostenfrei an und auch Arcor hat ein Aktionsangebot f\u00fcr Arcor Digital TV gestartet. Inwiefern diese Ma\u00dfnahmen zum Erfolg f\u00fchren, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.<\/p> <p>F\u00fcr die Mehrheit der befragten Kunden (knapp 80 Prozent) ist der Preis f\u00fcr die neue Art der Fernseh\u00fcbertragung die h\u00f6chste Marktbarriere. Zwar liegt ihre akzeptierte Preisspanne f\u00fcr ein kombiniertes Angebot aus Breitbandanschluss mit IPTV, Internet und Telefonie (&#8222;Triple-Play&#8220;) zwischen monatlich 24 und 48 Euro &#8211; und damit ungef\u00e4hr in der Preisspanne der derzeitigen IPTV-Angebote. Bei einem Preis von 30 Euro f\u00fcr Triple-Play ist die Wechselwahrscheinlichkeit am h\u00f6chsten. F\u00fcr IPTV als Einzelleistung zu einem bestehenden Internet- oder Telefonvertrag w\u00fcrden die meisten Befragten zwischen acht und 17 Euro pro Monat zus\u00e4tzlich zahlen. Eine Option, die derzeit von keinem Unternehmen angeboten wird.<\/p> <h3><strong>Lange Vertragslaufzeiten als Wechselbarriere<\/strong><\/h3> <p>Als Wechselbarriere zu IPTV wirkt auch die geforderte Vertragsbindung. Mehr als jeder Zweite w\u00e4re bereit, einen IPTV-Receiver zu kaufen, um eine lange Vertragsbindung zu umgehen, w\u00e4hrend nur jeder dritte Befragte eine 24-monatige Vertragsbindung mit subventioniertem Empfangsger\u00e4t eingehen w\u00fcrde.<\/p> <p>Ein grunds\u00e4tzliches Dilemma bei der Vermarktung von IPTV ist zudem, dass die m\u00f6glichen interaktiven Zusatzfunktionen &#8211; etwa die Stimmabgabe bei Fernsehquizs per R\u00fcckkanal, Online-Spiele oder Shopping \u00fcber die Fernbedienung &#8211; derzeit von wenigen Befragten als Mehrwert angesehen wird. Dabei ist Interaktivit\u00e4t ein wichtiges Differenzierungsmerkmerkmal des Internet-Fernsehens gegen\u00fcber Kabel-, Satellit und Terrestrik. Denn bereits jetzt bieten etwa die Kabelnetzbetreiber in ihrem Fernsehangebot zahlreiche Funktionalit\u00e4ten wie Videos auf Abruf, elektronische Programmf\u00fchrer oder HDTV, die bei der Vorteilsargumentation von IPTV im Vordergrund stehen.<\/p> <p>Doch genau diese M\u00f6glichkeiten sind es, die Konsumenten besonders sch\u00e4tzen: Das Fernsehprogramm individuell zusammenzustellen und nicht mehr an Sendezeiten gebunden zu sein, den pers\u00f6nlichen Videorekorder, eine virtuelle Videothek (&#8222;Video on Demand&#8220;) und aktuelle Hollywood-Produktionen kommen bei der Mehrheit der Konsumenten sehr gut an. Hochaufl\u00f6sende Bildqualit\u00e4t \u00fcber den HDTV-Standard finden immerhin gut die H\u00e4lfte der Konsumenten wichtig.<\/p> <h3><strong>Web-TV konkurriert durch Flexibilit\u00e4t und Programmvielfalt mit IPTV<\/strong><\/h3> <p>IPTV muss sich daher nicht nur gegen etablierte Empfangswege wie das Fernsehkabel, Satellit und Antenne durchsetzen, sondern konkurriert zunehmend auch mit Web-TV-Angeboten. Und die Begeisterung der Konsumenten, Filme und Filmsequenzen im Internet anzusehen, ist ungebrochen. Zwar besticht IPTV durch eine hohe Qualit\u00e4t, Web-TV bietet aber derzeit (noch) die gr\u00f6\u00dfere Flexibilit\u00e4t und Vielfalt. F\u00fcr die Zukunft erwarten IPTV-Experten und Konsumenten gleicherma\u00dfen, dass eine Unterscheidung zwischen Web-TV und IPTV obsolet wird und die beiden heute noch nebeneinander stehenden Konzepte miteinander verschmelzen werden.<\/p> <p>Um diese Entwicklungen voranzutreiben, kommt es darauf an, dass IPTV-Anbieter ihre geschlossenen Systeme (sogenannte &#8222;walled gardens&#8220;) zumindest teilweise gegen\u00fcber dem frei zug\u00e4nglichen Internet \u00f6ffnen und die Standardisierung mit anderen Marktteilnehmern vorantreiben. Zudem ist eine st\u00e4rkere Kooperation bei der Entwicklung neuer Werbeformen notwendig. Zwar bleibt die Nutzerfinanzierung durch Abonnements und nutzungsabh\u00e4ngige Tarife auch in naher Zukunft die entscheidende Finanzierungsquelle f\u00fcr IPTV. Doch die begrenzte Zahlungsbereitschaft der Nutzer und die Finanzierung des privaten Fernsehens legen nahe, dass auch andere Erl\u00f6squellen denkbar und erw\u00e4genswert sind.<\/p> <h3><strong>Zwei Millionen IPTV-Kunden im Jahr 2012 m\u00f6glich<\/strong><\/h3> <p>Der Markterfolg von IPTV ist unter anderem davon abh\u00e4ngig, ob und wie schnell sich die Fernsehgewohnheiten \u00e4ndern lassen. In jedem Fall sollten die Nutzer allm\u00e4hlich an die neuen M\u00f6glichkeiten herangef\u00fchrt und nicht durch zu komplexe Angebote \u00fcberfordert werden. Noch ist es ein langer Weg zum Erfolg von IPTV. Doch die Weichen f\u00fcr das neue, bessere Fernsehen sind gestellt. Zwei Millionen Kunden im Jahr 2012 m\u00fcssen keine Utopie bleiben.<\/p> <p>Weitere Informationen und Hinweise zu der Studie &#8222;IPTV &#8211; Das neue Fernsehen?&#8220; erhalten Sie <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.pwc.de\/\"  >hier<\/a>.<\/p> <p>Quelle: www.pwc.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>#Fernsehen \u00fcber Breitband-Internet (IPTV) ist in Deutschland bisher kaum bekannt. Und das, obwohl ein entsprechendes Produkt seit knapp zwei Jahren erh\u00e4ltlich ist und die Konsumenten die Vorz\u00fcge von IPTV durchaus positiv beurteilen. Von einem Wechsel der Fernseh\u00fcbertragung halten sie derzeit in erster Linie der Preis und die langen Vertragslaufzeiten ab. 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