{"id":154,"date":"2008-04-04T07:12:02","date_gmt":"2008-04-04T06:12:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/gesundheit-von-kindern-und-jugendlichen\/"},"modified":"2025-03-21T11:59:07","modified_gmt":"2025-03-21T10:59:07","slug":"gesundheit-von-kindern-und-jugendlichen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/gesundheit-von-kindern-und-jugendlichen-10154\/","title":{"rendered":"Gesundheit von Kindern und Jugendlichen"},"content":{"rendered":"<p><!-- bodyText--><\/p> <p style=\"text-align: left;\"><sup><span>Destatis, 03. April 2008<\/span><\/sup><\/p> <p><span>V\u00e4tern und M\u00fcttern liegt die Gesundheit ihrer Kinder besonders am Herzen, aber auch gesellschaftspolitisch ist das Thema Kinder- und Jugendgesundheit relevant. Der folgende Beitrag liefert statistische Erkenntnisse \u00fcber Erkrankungen von Jungen und M\u00e4dchen, \u00fcber das Rauchverhalten von Jugendlichen und \u00fcber Unf\u00e4lle von Minderj\u00e4hrigen im Stra\u00dfenverkehr. Dabei werden aus den verschiedenen Statistiken die jeweils aktuellsten Ergebnisse verwendet. <\/span><!--more--><br \/> <a name=\"Link1\"><\/a><\/p> <h3><span>Kleine Kinder sind h\u00e4ufiger krank <\/span><\/h3> <p class=\"Bilderrahmen\" style=\"float: left; width: 140px;\">  <span>Kranke Kinder und Jugendliche<\/span><\/p> <p><span> Im Jahr 2005 waren nach den Ergebnissen der vierj\u00e4hrlichen Zusatzbefragung des <\/span><span>Mikrozensus<\/span><span> am Befragungstag oder in den vier Wochen davor rund 9% aller Minderj\u00e4hrigen krank. Nicht bei den ganz Kleinen, sondern in der Altersgruppe der 3- bis unter 6-J\u00e4hrigen waren die meisten Kinder krank. Mit zunehmendem Alter sinkt der Anteil der Erkrankten. <\/span><\/p> <p><span>Von den Kindern, die bei verheirateten Eltern lebten, waren 8,3% krank, von den in einer Lebensgemeinschaft lebenden Kindern 9,8% und von den bei allein Erziehenden lebenden Kindern 10,4%. In allen Altersgruppen wiesen die Kinder und Jugendlichen bei allein Erziehenden die h\u00f6chsten Anteile an Kranken auf.<\/span><\/p> <p style=\"text-align: right;\"><span> <\/span><\/p> <p><a name=\"Link3\"><\/a><\/p> <h3><span>Ambulante und station\u00e4re Behandlung<\/span><\/h3> <p class=\"Bilderrahmen\" style=\"float: left; width: 140px;\">  <span>Kranke und unfallverletzte Kinder bzw. Jugendliche<\/span><\/p> <p><span> Rund 82% aller kranken und unfallverletzten Minderj\u00e4hrigen waren 2005 wegen ihrer gesundheitlichen Beschwerden in \u00e4rztlicher Behandlung. Knapp 77% der kranken Kinder und Jugendlichen wurden ambulant beim Arzt oder in einem Krankenhaus behandelt, rund 5% ben\u00f6tigten eine station\u00e4re Versorgung. <\/span><\/p> <p><span>In der Altersgruppe der 12- bis unter 15-j\u00e4hrigen M\u00e4dchen ist mit rund 24% der h\u00f6chste Anteil nicht \u00e4rztlich behandelter Kranker zu finden.<\/span><\/p> <p><a name=\"Link4\"><\/a><\/p> <h3><span>Die h\u00e4ufigsten Krankenhausdiagnosen von M\u00e4dchen und Jungen<\/span><\/h3> <p><span>Kinder und Jugendliche m\u00fcssen je nach Alter aus ganz unterschiedlichen Gr\u00fcnden ins Krankenhaus. Bei vollstation\u00e4rem Aufenthalt findet sich bei den unter 3-J\u00e4hrigen erwartungsgem\u00e4\u00df die Geburt an erster Stelle und an zweiter Stelle \u201eSt\u00f6rungen im Zusammenhang mit kurzer Schwangerschaftsdauer und niedrigem Geburtsgewicht\u201c. Bei den 3- bis unter 9-J\u00e4hrigen werden im Jahr 2006 am h\u00e4ufigsten \u201eChronische Krankheiten der Gaumen- und Rachenmandeln\u201c und danach Verletzung innerhalb des Sch\u00e4dels (\u201eIntrakranielle Verletzung\u201c) diagnostiziert.<\/span><\/p> <p><span>Bei den h\u00e4ufigsten Diagnosen der \u00c4lteren sind geschlechtsspezifische Unterschiede zu beobachten. Bei M\u00e4dchen im Alter von 9 bis unter 12 Jahren sowie von 15 bis unter 18 Jahren waren Mandel- und Blinddarmoperationen am h\u00e4ufigsten (\u201eChronische Krankheiten der Gaumen- und Rachenmandeln\u201c und \u201eAkute Appendizitis\u201c). Im Alter von 12 bis unter 15 Jahren lag die Diagnose \u201eAkute Appendizitis\u201c vor \u201eBauch- und Beckenschmerzen\u201c.<\/span><\/p> <p><span>Jungen im Alter von 9 bis unter 18-Jahren hatten bei einem vollstation\u00e4ren Krankenhausaufenthalt am h\u00e4ufigsten eine \u201eIntrakranielle Verletzung\u201c. An zweiter Stelle folgten bei den 9- bis unter 15-J\u00e4hrigen die \u201eAkute Appendizitis\u201c beziehungsweise bei den 15- bis unter 18-J\u00e4hrigen \u201ePsychische und Verhaltensst\u00f6rungen durch Alkohol\u201c.<\/span><\/p> <p style=\"text-align: right;\"><span> <\/span><\/p> <p><a name=\"Link5\"><\/a><\/p> <h3><span>Jungen im Stra\u00dfenverkehr st\u00e4rker gef\u00e4hrdet als M\u00e4dchen<\/span><\/h3> <p><span>Unf\u00e4lle von und mit Kindern oder Jugendlichen geh\u00f6ren nach wie vor zum traurigsten Kapitel unseres Verkehrsalltages. Im Durchschnitt kam im Jahr 2006 alle 9 Minuten ein Kind oder ein Jugendlicher unter 18 Jahren im Stra\u00dfenverkehr zu Schaden, fast jeden Tag wurde ein Kind get\u00f6tet. Diese Bilanz zeigt die Statistik der Stra\u00dfenverkehrsunf\u00e4lle.<\/span><\/p> <p><span>Im Jahr 2006 verungl\u00fcckten insgesamt 61 440 Minderj\u00e4hrige unter 18 Jahren auf Deutschlands Stra\u00dfen, immerhin 6,5% weniger als im Vorjahr. 309 Kinder unter 18 Jahren verloren bei Stra\u00dfenverkehrsunf\u00e4llen ihr Leben, das waren 74 Kinder oder 19% weniger als 2005. Der Anteil der unter 18-J\u00e4hrigen an allen Verungl\u00fcckten im Stra\u00dfenverkehr betrug 14%, ihr Bev\u00f6lkerungsanteil lag bei 18% (14,6 Millionen). Bezogen auf die altersgleiche Bev\u00f6lkerung verungl\u00fcckten 422 Kinder unter 18 Jahren je 100 000 Einwohner.<\/span><\/p> <p><span>Die meisten (30%) der im Jahr 2006 im Stra\u00dfenverkehr verungl\u00fcckten M\u00e4dchen und Jungen im Alter unter 18 Jahren sa\u00dfen in einem <\/span><acronym title=\"Personenkraftwagen\"><span>Pkw<\/span><\/acronym><span>, 29% waren mit dem Fahrrad und 19% mit einem motorisierten Zweirad unterwegs. Fast jedes sechste verungl\u00fcckte Kind unter 18 Jahren kam als Fu\u00dfg\u00e4nger zu Schaden. Innerhalb dieser Altersgruppe ergibt sich jedoch ein unterschiedliches Bild: Kinder unter 6 Jahren verungl\u00fcckten am h\u00e4ufigsten als Mitfahrer in einem <\/span><acronym title=\"Personenkraftwagen\"><span>Pkw<\/span><\/acronym><span> (56%), 6- bis 9-J\u00e4hrige als Fu\u00dfg\u00e4nger (35%) und 10- bis 14-J\u00e4hrige als Fahrradfahrer (49%). Ab dem 15. Lebensjahr k\u00f6nnen die Jugendlichen auch motorisiert am Stra\u00dfenverkehr teilnehmen. Dies hat zur Folge, dass die meisten 15- bis 17-J\u00e4hrigen (42%) mit einem motorisierten Zweirad verungl\u00fcckten.<\/span><\/p> <p><span>Gemessen an ihrem Bev\u00f6lkerungsanteil sind Jungen im Stra\u00dfenverkehr st\u00e4rker gef\u00e4hrdet als M\u00e4dchen. In Deutschland waren 51% der Einwohner unter 18 Jahren m\u00e4nnlich und 49% weiblich. Dagegen betrug der Anteil der Jungen sowohl bei den verungl\u00fcckten als auch bei den get\u00f6teten Minderj\u00e4hrigen 58%. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die h\u00f6here Unfallgef\u00e4hrdung d\u00fcrften vor allem in der st\u00e4rkeren Verkehrsbeteiligung und der gr\u00f6\u00dferen Risikobereitschaft von m\u00e4nnlichen Kindern und Jugendlichen liegen.<\/span><\/p> <p style=\"text-align: right;\"><span> <\/span><\/p> <p><a name=\"Link6\"><\/a><\/p> <h3><span>Jungen rauchen mehr, M\u00e4dchen fangen fr\u00fcher an<\/span><\/h3> <p class=\"Bilderrahmen\" style=\"float: left; width: 140px;\">  <span>T\u00e4glicher Zigarettenkonsum von jugendlichen Rauchern<\/span><\/p> <p><span> Tabakkonsum ist eine gesundheitsriskante Verhaltensweise, insbesondere im Jugendalter, da sich der K\u00f6rper noch im Wachstum befindet und die organische Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist.<\/span><\/p> <p><span>Im Mikrozensus wurde auch nach dem Rauchverhalten gefragt. Im Jahr 2005 bekannten sich 17,2% der Jugendlichen im Alter von 15 bis unter 18 Jahren, die diese Frage beantwortet haben, zum Rauchen \u2013 18,2% der Jungen und 16,1% der M\u00e4dchen. Dabei bezeichneten sich 13,2 % der Jungen als regelm\u00e4\u00dfige Raucher, bei den M\u00e4dchen waren es 12,0%.<\/span><\/p> <p><span>Unter den nicht rauchenden Jungen in dieser Altersgruppe gaben 0,9% an, ehemalige Raucher zu sein. M\u00e4dchen scheinen nach ersten Versuchen das Rauchen h\u00e4ufiger wieder aufzugeben. Bei ihnen war der Anteil der ehemaligen Raucherinnen mit 1,2% etwas gr\u00f6\u00dfer.<\/span><\/p> <p><span>F\u00fcr das Gesundheitsrisiko durch Rauchen ist die Menge des Tabakkonsums mit ausschlaggebend. Zigarettenraucher wurden im Mikrozensus auch nach der t\u00e4glich durchschnittlich gerauchten Menge befragt. Bei den Jugendlichen rauchen \u00fcber 99% Zigaretten. Zigarren und Zigarillos und auch Pfeifentabak spielen in diesem Alter keine Rolle.<\/span><\/p> <p><span>Mehr als drei Viertel (77,3%) der regelm\u00e4\u00dfig Zigaretten rauchenden Jugendlichen gaben an, im Durchschnitt 5 bis 20 Zigaretten am Tag zu rauchen. Mehr als 20 Zigaretten am Tag rauchten 2,8% von ihnen. Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation werden sie als starke Raucher eingestuft. Jeder F\u00fcnfte (19,8%) der regelm\u00e4\u00dfigen Zigarettenraucher dieser Altersgruppe quantifizierte seinen Zigarettenkonsum auf unter 5 St\u00fcck pro Tag.<\/span><\/p> <p><span>Gewisse geschlechtsspezifische Unterschiede sind dabei auszumachen: Von den Jungen rauchten 17,9% weniger als 5 Zigaretten, 79,4% 5 bis 20 Zigaretten am Tag. Die Vergleichswerte f\u00fcr die weiblichen Jugendlichen lagen bei 22,2% bzw. 74,7%.<\/span><\/p> <p><span>Das durchschnittliche Einstiegsalter in den Zigarettenkonsum lag bei den Jungen bei 14,9 Jahren, bei den M\u00e4dchen mit 14,7 Jahren etwas darunter.<\/span><\/p> <hr \/> <p>Quelle: www.destatis.de<\/p> <p><span>Autorinnen:<\/span><br \/> <span>Evelyn Laue, Ingeborg Vorndran &#8211; Statistisches Bundesamt<\/span><\/p> <p><span>Ausk\u00fcnfte zum Thema erhalten Sie \u00fcber unser <\/span><span>Kontaktformular<\/span><span>.<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Destatis, 03. April 2008 V\u00e4tern und M\u00fcttern liegt die Gesundheit ihrer Kinder besonders am Herzen, aber auch gesellschaftspolitisch ist das Thema Kinder- und Jugendgesundheit relevant. 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