{"id":16040,"date":"2011-03-25T10:21:29","date_gmt":"2011-03-25T09:21:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=16040"},"modified":"2026-01-21T10:35:46","modified_gmt":"2026-01-21T09:35:46","slug":"besorgniserregende-stoffe-kindergaerten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/besorgniserregende-stoffe-kindergaerten-1016040\/","title":{"rendered":"Besonders besorgniserregende Stoffe in Kinderg\u00e4rten"},"content":{"rendered":"<p>Auskunftsrechte f\u00fcr             Eltern und Kinderg\u00e4rten nach REACH nutzen<strong><\/strong><\/p> <p>Gestern             ver\u00f6ffentlichte             der Bund f\u00fcr Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) eine             Studie zu             Weichmachern (Phthalate) im Staub von Kindertagesst\u00e4tten. Im             Schnitt lagen die             gemessenen Werte dreifach \u00fcber dem, was UBA\u00a0 Messungen im             Staub von             Wohnungen nachgewiesen hatten. Weichmacher stehen im             Verdacht, f\u00fcr             Missbildungen der Geschlechtsorgane und St\u00f6rungen der             Fruchtbarkeit             verantwortlich zu sein. <!--more-->Quelle sind meist             Einrichtungsgegenst\u00e4nde aus             Weich-Polyvinylchlorid (PVC), etwa PVC-Fu\u00dfb\u00f6den,             Vinyltapeten, Turnmatten,             Tischdecken aus Plastik oder M\u00f6belpolster aus Kunstleder.<\/p> <p>Die Belastung l\u00e4sst           sich           aber einfach senken: Eltern und Kindertagesst\u00e4tten sollten           beim Kauf auf           Produkte setzen, die keine besorgniserregenden Weichmacher           enthalten. \u201eH\u00e4ndler           und Vertreiber sind verpflichtet, den Konsumenten auf           Nachfrage mitzuteilen, ob           etwa ein neuer Bodenbelag besorgniserregende Weichmacher           enth\u00e4lt. Das           europ\u00e4ische Chemikalienrecht REACH verpflichtet den Handel,           innerhalb von 45           Tagen \u00fcber Inhaltsstoffe aus der Liste der besonders           besorgniserregenden Stoffe           Auskunft zu erteilen. Eltern und Kitas sollten dieses Recht           nutzen\u201c, sagte           UBA-Pr\u00e4sident Jochen Flasbarth. Das UBA hat ein         Musterschreiben         vorbereitet, mit dem sich gezielt beim Handel nachfragen l\u00e4sst.<\/p> <p>Die vier           kommerziell wichtigsten Weichmacher hat die Europ\u00e4ische           Chemikalienagentur           ECHA gemeinsam mit den EU-Mitgliedstaaten in die Liste der           besonders           besorgniserregenden Stoffe \u2013 die sogenannte Kandidatenliste &#8211;           aufgenommen.           Weitere Phthalate stehen auf der Agenda. Mit der Aufnahme           verbunden sind           weitreichende Auskunftspflichten f\u00fcr Hersteller, Importeure           und Handel \u2013 und           Auskunftsrechte f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Hier kann jeder           gezielt sein           Kaufverhalten steuern und auf im Handel ebenfalls verf\u00fcgbare           Alternativen           ausweichen.<\/p> <p>REACH geht noch           weiter: f\u00fcr drei           Phthalate gilt ab 2015 eine Zulassungspflicht. Dann muss           jegliche Verwendung           dieser Stoffe bei der Europ\u00e4ischen Chemikalienagentur einzeln           beantragt werden.           Zwar sind es bis dahin noch vier Jahre, doch das Signal kommt           am Markt an:           Viele PVC-Hersteller sind auf Produkte ohne besorgniserregende           Weichmacher           umgestiegen.Das UBA empfiehlt. vorsorglich auf Weich-PVC ganz           zu verzichten.           Bei vielen Produkten lohnt auch der Umstieg auf Alternativen           mit dem           Umweltzeichen \u201eBlauer Engel\u201c. Dieser kennzeichnet Produkte,           die           umweltfreundlich hergestellt sind und die Gesundheit nicht           belasten.<\/p> <p>Der UBA-Musterbrief             zum Herunterladen             findet sich hier: http:\/\/www.reach-info.de\/dokumente\/musterbrief.doc<strong> <\/strong><\/p> <p>Mehr Informationen             zum Umweltzeichen             Blauer Engel, etwa der Ratgeber \u201eBlauer Engel \u2013 Gesund             Wohnen\u201c unter: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.blauer-engel.de\/\"  >http:\/\/www.blauer-engel.de\/<\/a><\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Dessau-Ro\u00dflau,           23.03.2011<\/p> <p>(3.264 Zeichen)<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Pressesprecher: Martin           Ittershagen<\/p> <p>Stellvertretender           Pressesprecher: Stephan           Gabriel Haufe<\/p> <p>Mitarbeiter\/innen:           Fotini Mavromati, Martin             Stallmann, Marc Rathmann, Uwe Weber (Sekretariat)<\/p> <p>Telefon:<strong> <\/strong>0340\/2103           -2122, -6625,           -2318, -2507, -2250, -2637<\/p> <p>Adresse:           Umweltbundesamt, Postfach 1406,           06813 Dessau-Ro\u00dflau<\/p> <p>E-Mail:<strong> <\/strong><a href=\"mailto:pressestelle@uba.de\">pressestelle@uba.de<\/a><\/p> <p>Internet:         <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.umweltbundesamt.de\/\"  >www.umweltbundesamt.de<\/a><\/p> <p>Internet:           www.fuer-mensch-und-umwelt.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auskunftsrechte f\u00fcr Eltern und Kinderg\u00e4rten nach REACH nutzen Gestern ver\u00f6ffentlichte der Bund f\u00fcr Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) eine Studie zu Weichmachern (Phthalate) im Staub von Kindertagesst\u00e4tten. 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