{"id":1746,"date":"2009-08-24T10:23:27","date_gmt":"2009-08-24T09:23:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=1746"},"modified":"2010-07-26T14:20:10","modified_gmt":"2010-07-26T13:20:10","slug":"kkv-kritisiert-die-offenbar-nicht-zu-bremsende-gier-einiger-manager","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/kkv-kritisiert-die-offenbar-nicht-zu-bremsende-gier-einiger-manager-101746\/","title":{"rendered":"KKV kritisiert die offenbar nicht zu bremsende Gier einiger Manager"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; height: 26px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\" width=\"168\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ededed\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1749\" title=\"Aufkleber 40 x 60.jpg\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/1746\/Aufkleber 40 x 60-150x150.jpg\" alt=\"Aufkleber 40 x 60.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Es ist schon erstaunlich, mit welcher Unverfrorenheit einige Bankmanager auch nach der Finanzkrise ihr Gehalt aufbessern, obwohl<br \/> ihr Institut nur dank staatlicher Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen \u00fcberleben konnte. Das ist nicht vermittelbar und in h\u00f6chstem Ma\u00dfe ungerecht&#8220; Mit dieser Feststellung kritisiert der Bundesvorsitzende des Verbandes der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV), Bernd-M. Wehner, die offenbar nicht zu bremsende Gier einiger Manager. <!--more-->So hatte vor kurzem die mit milliardenschweren Staatsgarantien gest\u00fctzte HSH Nordbank angek\u00fcndigt, jedem zehnten Mitarbeiter eine Haltepr\u00e4mie von durchschnittlich 35.000 Euro zu zahlen. Spitzenkr\u00e4fte sollen bis zu 120.000 Euro bekommen. Dem Vorsitzenden, der mit 13 Mrd. Euro Staatshilfe geretteten HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, wurden sogar 2,9 Mio. Euro als Bonus gezahlt. Der Chef der maroden Immobilienbank Hypo Real Estate, Axel Wieandt, hatte sich sogar Anfang des Jahres eine einmalige Sonderzuwendung von 500.000 Euro genehmigt. Besonders pikant dabei: Der Betrag soll als Ausgleich daf\u00fcr gezahlt worden sein, weil das Gehalt des Bankenchefs aufgrund der Verstaatlichung der Hypo Real Estate Anfang April 2009 auf 500.000 Euro begrenzt wurde. &#8222;Wenn man dann noch erf\u00e4hrt, dass die Bankenaufsichtsbeh\u00f6rde Bafin dem Vorstandsvorsitzenden sowie zwei seiner Vorstandsmitglieder sogar die Kompetenzen f\u00fcr ihre Posten abgesprochen hat, dann f\u00e4llt einem dazu nichts mehr ein&#8220;, so Wehner weiter.<\/p> <p>Offenbar h\u00e4tten noch immer einige Manager die Bodenhaftung verloren oder schwebten in einem Wolkenkuckucksheim, wenn sie mit einer solchen Selbstbedienungsmentalit\u00e4t in ihre eigene Tasche wirtschafteten. &#8222;Topmanager, die so unverfroren f\u00fcr ihre eigenen Interessen eintreten, leisten unserer sozialen Marktwirtschaft einen B\u00e4rendienst&#8220;, so der KKV-Bundesvorsitzende weiter. Sie brauchten sich deshalb nicht zu wundern, dass die Bereitschaft der Arbeitnehmer immer geringer werde, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten pers\u00f6nliche Einbu\u00dfen hinzunehmen, wenn ihnen Spitzenverdiener vormachten, dass Sparma\u00dfnahmen offenbar nur f\u00fcr &#8222;den kleinen Mann&#8220; gelten. &#8222;Ihr Verhalten gleicht einer Aufk\u00fcndigung gesellschaftlicher Solidarit\u00e4t.&#8220; Es sei deshalb an der Zeit, dass sich die Verantwortlichen in der Wirtschaft wieder mehr von einem richtig verstandenen Unternehmerethos leiten lie\u00dfen. Die Bankenmanager w\u00e4ren gut beraten, einmal \u00fcber die Aussage nachzudenken, die im &#8222;Kompendium der Soziallehre der Kirche&#8220; unter dem Stichwort &#8222;Das Unternehmen und seine Ziele&#8220; nachzulesen sei: &#8222;Den Angeh\u00f6rigen des Unternehmens muss bewusst sein, dass die Gemeinschaft, innerhalb deren sie t\u00e4tig sind, ein Gut f\u00fcr alle und keine Struktur darstellt, die ausschlie\u00dflich dazu da ist, die pers\u00f6nlichen Interessen Einzelner zu befriedigen&#8220; (Ziffer 339).<\/p> <p>Der KKV empfiehlt daher erneut allen Managern, sich mit der j\u00fcngsten Sozialenzyklika &#8222;Caritas in veritate&#8220; des Papstes zu befassen. &#8222;Sie ist eine Goldgrube der Wertvorstellungen, eine Lekt\u00fcre, die in allen Chefetagen und in Manager-Lounges dieser Welt gelesen werden sollte.&#8220; Papst und Kirche h\u00e4tten damit eine F\u00fchrungsposition in der dringend notwendigen Wertedebatte \u00fcbernommen.<\/p> <p>Der KKV-Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit fast 100 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland.<\/p> <p>Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de oder in der Bundesgesch\u00e4ftsstelle (Telefon: 0201 87923 &#8211; 0).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist schon erstaunlich, mit welcher Unverfrorenheit einige Bankmanager auch nach der Finanzkrise ihr Gehalt aufbessern, obwohl ihr Institut nur dank staatlicher Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen \u00fcberleben konnte. 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