{"id":184003,"date":"2015-05-06T13:57:35","date_gmt":"2015-05-06T13:57:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=184003"},"modified":"2015-05-08T13:48:41","modified_gmt":"2015-05-08T12:48:41","slug":"2136-statt-1984","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/2136-statt-1984-10184003\/","title":{"rendered":"2136 statt 1984"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment alighnleft alignleft\" title=\"2136 von Tino Hemmann\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/7137403d689499ed8e448245f3f22d4f.jpg\" alt=\"2136 von Tino Hemmann\" width=\"150\" height=\"150\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/7137403d689499ed8e448245f3f22d4f.jpg\" \/>Das Buch 2136 &#8211; Blick in eine perverse Zukunft<\/p> <p>&#8222;2136&#8220; ist der Titel des hochaktuellen und doch in einer fiktiven Zukunft handelnden Buches.<br \/> &#8222;Ich entschuldige mich f\u00fcr dieses Buch&#8220;, sagt der Leipziger Autor, &#8222;doch ich konnte nicht anders. Vor zehn Jahren begann ich, an dem Buch zu schreiben. Jetzt stehen die Zeichen der Zeit leider g\u00fcnstig, sodass meine fiktiv gedachte Zukunft Realit\u00e4t werden k\u00f6nnte.&#8220; Und weiter erkl\u00e4rt Hemmann: &#8222;Es ist bereits jetzt ein Buch, das die Gem\u00fcter spaltet und kurz nach dem Erscheinen f\u00fcr derbe Diskussionen sorgte. <!--more-->Schlussendlich m\u00fcssen die heute Herrschenden beweisen, dass ich Unrecht habe und die Ereignisse im Buch tats\u00e4chlich fiktiv bleiben. Darauf habe ich jedoch keinen Einfluss. Auch Jules Verne trug nicht die Schuld daran, dass Menschen zum Mond geflogen sind.&#8220;<\/p> <p>Wir schreiben das Jahr 2136. Seit einhundertzwanzig Jahren tobt auf der Erde der Dritte Weltkrieg. Entsetzliche Umweltkatastrophen und der erbarmungslos gef\u00fchrte Krieg dezimieren die Weltbev\u00f6lkerung auf wenige \u00dcberlebende. Kontinente sind unbewohnbar, Waffenressourcen ersch\u00f6pft. Dennoch stellen Die Zehn &#8211; so bezeichnen sich die Regenten der Europ\u00e4isch Demokratischen Republik &#8211; eine Kinderarmee gegen das Gro\u00dfkalifat Islamisches Morgenland auf. Der s\u00e4chsische Autor Tino Hemmann f\u00fchrt seine Leser in eine \u00e4u\u00dferst perverse Zukunft. Dem Leser wird mehr und mehr bewusst, dass die gegenw\u00e4rtigen Perversit\u00e4t einer weltweit verfehlten Politik und Wirtschaft in eine solche Zukunft f\u00fchren m\u00fcssen. Ja, wieder schl\u00e4gt die Menschheit ihren letzten Krieg, doch geht es keinesfalls gegen Aliens oder mutierte Schildkr\u00f6ten, sie f\u00fchrt ihn ausschlie\u00dflich gegen sich selbst. Hemmann l\u00e4sst in einem einzigen Satz die letzten Astronauten auf der internationalen Raumstation verhungern, denn die Demokraten sind damit besch\u00e4ftigt, gen\u00fcgend Kindersklaven aufzutreiben.<br \/> Kindkrieger werden von der Regierung auf Schiereiland auf zwei Arten rekrutiert: Sie l\u00e4sst die makellosen Educares z\u00fcchten und kleine, unverseuchte R\u00e4udiger in den Enklaven der Abtr\u00fcnnigen einfangen. Gemeinsam und zum Hassen erzogen werden die acht- bis zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Jungen in gewaltigen Rotten f\u00fcr den Bodenkampf gedrillt. Mit zw\u00f6lf Jahren wird man sie an der Demarkationslinie stationieren und mit vierzehn in den Krieg schicken.<br \/> Es kommt jedoch der Moment, da vier der Kinder aus ihrer Rotte fl\u00fcchten, um einen Krieg zu beenden, der in Wahrheit ein Moor aus L\u00fcgen ist. Eines dieser Kinder ist Simo, ein R\u00e4udiger, gefangen im Norden dessen, was heute noch als Deutschland bekannt ist. Simo musste mit ansehen, wie andere Spunde seine Familie erbarmungslos abschlachten. Es wird lange dauern, dass der Kleine neues Vertrauen finden kann. Doch das wird rasch zerschlagen. Er sieht staatlichen Kannibalismus, ein verordnetes Feindbild ohne Feind und Kollateralschaden, soweit das Auge reicht. Simo aber symbolisiert Hemmanns kleine Hoffnung, die Menschlichkeit m\u00f6ge Gier und Macht besiegen.<br \/> Tino Hemmanns dystopisch und d\u00fcster wirkender Roman f\u00fchrt vom Jetzt und Heute in eine dunkle Zukunft, in der Kinder als Waffen missbraucht werden und gar als Nahrungsgrundlage dienen.<br \/> Dem Leser wird einiges abverlangt, denn in Hemmanns Zukunft verk\u00fcmmert nicht nur der Humanismus, auch die eigens f\u00fcr das Buch entwickelte Sprache der kleinen R\u00e4udiger ist gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig und sparsam, jedoch mit allerhand Schimpfw\u00f6rtern durchsetzt. Selbstverst\u00e4ndlich ist die industrielle Entwicklung nicht g\u00e4nzlich stehengeblieben und einige Ereignisse scheinen regelrecht unfassbar.<br \/> Dabei ist der Weg l\u00e4ngst eingeschlagen, k\u00f6nnte man meinen, denn 2015 stehen rund 250.000 Kinder weltweit unter Waffen und 2016 beginnt Hemmanns Krieg.<br \/> Alles in allem ein sehr ernstes, empfehlenswertes Buch mit einer hoffnungsvollen Botschaft f\u00fcr Erwachsene.<\/p> <p>&#8222;2136&#8220; von Tino Hemmann<br \/> Engelsdorfer Verlag Leipzig<br \/> ISBN 978-3-95744-582-7<br \/> Taschenbuch, 370 Seiten<br \/> 12,00 Euro<\/p> <p>Homepage des Autors: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.tino-hemmann.de\" title=\"die Politik von heute ist der Krieg von Morgen\" >www.tino-hemmann.de<\/a><\/p> <p>Rezensionsexemplare bitte \u00fcber info@engelsdorfer-verlag.de bestellen!<\/p> <p>Im Jahr 2004 wurde der Engelsdorfer Verlag in Leipzig neu gegr\u00fcndet. Der Verlag ver\u00f6ffentlicht B\u00fccher und eBooks in vielen Genres der Unterhaltung in Klein- und Gro\u00dfauflagen. Er betreibt eine eigene, hochmoderne Digitaldruckerei, um bedarfsgerecht und kosteng\u00fcnstig Printausgaben herstellen zu k\u00f6nnen. Zudem ist er einer der wenigen deutschen Verlage, die noch konzentriert Lyrik und Lyrik\u00fcbersetzungen anbieten. Eines der eingetragenen Warenzeichen des Engelsdorfer Verlages ist die Engelsdorfer Lyrikbibliothek \\&#8220;LyBi\\&#8220;. Ende 2014 ver\u00f6ffentlichten \u00fcber 2.000 Vertrags-Autoren aus 27 Nationen im Engelsdorfer Verlag B\u00fccher in allen g\u00e4ngigen Genres. Sitz des Verlages ist in einem Gewerbegebiet unmittelbar an der BAB 14 im Nordwesten der Stadt Leipzig. Seit 2006 wird zirka jede zweite Neuerscheinung auch als eBook ver\u00f6ffentlicht.<\/p> <p>Kontakt<br \/> Engelsdorfer Verlag<br \/> Rost Kerstin<br \/> Schongauerstra\u00dfe 25<br \/> 04329 Leipzig<br \/> 0341 2711870<br \/> info@engelsdorfer-verlag.de<br \/> http:\/\/www.engelsdorfer-verlag.de<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Buch 2136 &#8211; Blick in eine perverse Zukunft &#8222;2136&#8220; ist der Titel des hochaktuellen und doch in einer fiktiven Zukunft handelnden Buches. &#8222;Ich entschuldige mich f\u00fcr dieses Buch&#8220;, sagt der Leipziger Autor, &#8222;doch ich konnte nicht anders. Vor zehn Jahren begann ich, an dem Buch zu schreiben. 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