{"id":18764,"date":"2011-05-05T11:47:50","date_gmt":"2011-05-05T10:47:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=18764"},"modified":"2012-03-27T10:16:15","modified_gmt":"2012-03-27T09:16:15","slug":"erfassung-fettverteilung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/erfassung-fettverteilung-1018764\/","title":{"rendered":"Lokalisierung von Fettarten im Gehirn erm\u00f6glicht Verst\u00e4ndnis der verschiedenen Fettarten"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>In unterschiedlichen Bereichen des menschlichen Gehirns kann die Verteilung molekularer Lipidarten erfasst werden<\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 04. Mai 2011<\/p> <p>Die Kenntnis der Fettverteilung im gesunden menschlichen Gehirn ist ein entscheidender Schritt zum Verst\u00e4ndnis neurologischer Erkrankungen, insbesondere neurodegenerativer Erscheinungen bei Alzheimer. Antonio Veloso und seine Kollegen von der Universit\u00e4t des Baskenlandes in Leioa, Spanien, haben eine neue Technik entwickelt, um die Fettverteilung in drei Bereichen des gesunden menschlichen Gehirns zu erfassen. Ihre Arbeit ist im Fachjournal Analytical &amp; Bioanalytical Chemistry von Springer erschienen.<\/p> <p><!--more-->Das zentrale Nervensystem des Menschen enth\u00e4lt eine Vielzahl von Fettmolek\u00fclen. Einige sind strukturelle oder energetische Bausteine von Zellen, andere Fettmolek\u00fcle spielen eine Rolle bei der Neurotransmission und sind als Neurolipide bekannt. Die Abbildung dieser Neurolipide kann dem Neurologen dabei helfen, die genauen Stoffwechselwege zu verstehen, die zur Entstehung der Neurolipide f\u00fchren, sowie den Ort der Entstehung zu ermitteln. Das Wissen um die Fettzusammensetzung und die Verteilung der unterschiedlichen Fettarten im gesunden Gehirn kann Anhaltspunkte daf\u00fcr geben, wie sich neurodegenerative Erkrankungen entwickeln.<\/p> <p>Das interdisziplin\u00e4re Team verwendete f\u00fcr den Scan gesunder Gehirngewebeschnitte eine Kombination aus bildgebender MALDI-TOF-Massenspektrometrie (ein Verfahren zur Visualisierung der r\u00e4umlichen Verteilung von Komponenten anhand ihrer Molek\u00fclmasse) und funktionaler Autoradiographie (hier wird eine Bildfolge aufgezeichnet, die die Verteilung der durch ein Medikament verursachten Aktivit\u00e4ten zeigt). Damit erfassten die Forscher die detaillierte Verteilung von 43 Fettarten in drei speziellen Bereichen des menschlichen Gehirns: dem frontalen Kortex, dem Hippocampus und dem Striatum.* Einzigartig an der Methode der Wissenschaftler ist die M\u00f6glichkeit, sowohl die Fettart als auch ihre Position zu bestimmen. Mit traditionellen Methoden k\u00f6nnen Fettarten nicht lokalisiert werden.<\/p> <p>Die Autoren kommen zur Schlussfolgerung: \u201eDie Anwendung der bildgebenden Massenspektrometrie zur Lokalisierung von Fettarten im Gehirn erm\u00f6glicht insbesondere ein Verst\u00e4ndnis der einzelnen Funktionen der verschiedenen Fettarten. Zus\u00e4tzlich stellte sich in den letzten Jahren heraus, dass Ver\u00e4nderungen der durch Neurolipide \u00fcbertragenen Nervensignale bei neurodegenerativen Krankheiten eine Rolle spielt. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die Alzheimer-Erkrankung von besonderem Interesse, da die famili\u00e4re Mutation einiger lipid-transportierender Proteine, wie dem Apolipoprotein E, bei dieser Erkrankung ein Risiko darstellt. Die bildgebende Massenspektrometrie befindet sich immer noch im Fr\u00fchstadium. Es ist davon auszugehen, dass in naher Zukunft neue Hardwareentwicklungen die genaue Bestimmung einer zunehmenden Anzahl von Fettarten erm\u00f6glichen werden, mit dem Ziel, eine dreidimensionale Karte der Fettverteilung im Gehirn zu erstellen.\u201c<\/p> <p>* Der frontale Kortex bzw. Frontallappen ist der vordere Teil des Gehirns. Der Hippocampus befindet sich oberhalb der Schl\u00e4fen und ist wichtig f\u00fcr Erinnerungen und Gef\u00fchle. Das Striatum ist der gefurchte wei\u00dfe und graue Teil des Vorderhirns.<\/p> <p>Quelle<br \/> Veloso A et al (2011). Distribution of lipids in human brain. Analytical and Bioanalytical Chemistry;<br \/> DOI 10.1007\/s00216-011-4882-x<\/p> <p>Der Volltext-Artikel ist f\u00fcr Journalisten auf Anfrage verf\u00fcgbar.<\/p> <p>Kontakt: Joan Robinson, Springer, Tel.: +49-6221-487-8130, E-Mail: joan.robinson@springer.com<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"International f\u00fchrender Wissenschaftsverlag\" >Springer-Verlag <\/a>GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unterschiedlichen Bereichen des menschlichen Gehirns kann die Verteilung molekularer Lipidarten erfasst werden New York \/ Heidelberg, 04. Mai 2011 Die Kenntnis der Fettverteilung im gesunden menschlichen Gehirn ist ein entscheidender Schritt zum Verst\u00e4ndnis neurologischer Erkrankungen, insbesondere neurodegenerativer Erscheinungen bei Alzheimer. 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