{"id":19135,"date":"2011-05-10T10:02:05","date_gmt":"2011-05-10T09:02:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=19135"},"modified":"2011-05-10T10:02:05","modified_gmt":"2011-05-10T09:02:05","slug":"minirock-maedchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/minirock-maedchen-1019135\/","title":{"rendered":"Werden sehr junge M\u00e4dchen in die Rolle eines Sexualobjekts gedr\u00e4ngt?"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"Kleidung junger M\u00e4dchen oft zu sexy\" src=\"http:\/\/images.springer.com\/cda\/content\/image\/cda_displayimage.jpg?SGWID=0-0-16-136296-0\" alt=\"\" width=\"118\" height=\"158\" \/><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Neue Studie zeigt, dass die Kleidung junger M\u00e4dchen oft zu geschlechtsbetont ist<\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 09. Mai 2011<\/p> <p>Machen Modehersteller junge M\u00e4dchen zu Sexobjekten? Laut einer neuen Studie ist dies tats\u00e4chlich der Fall: Bis zu 30 Prozent der online erh\u00e4ltlichen Kleidung f\u00fcr junge M\u00e4dchen ist \u201esexy\u201c oder sehr geschlechtsbetont. Die Studie wurde von Samantha Goodin, einer ehemaligen Studentin des Kenyon College (Ohio, USA), und einem wissenschaftlichen Team unter der Leitung von Dr. Sarah Murnen, Professorin f\u00fcr Psychologie am Kenyon College durchgef\u00fchrt. Nach Ansicht der Wissenschaftler hat diese Entwicklung ganz erhebliche Auswirkungen auf die Selbstwahrnehmung der M\u00e4dchen, die sich dadurch an femininen k\u00f6rperlichen Reizen orientiert. <!--more-->Damit wird sexuelle Identit\u00e4t f\u00fcr sie schon in ganz jungen Jahren zu einem Thema. Die Ergebnisse der Studie sind eben erschienen in der Online-Ausgabe des Springer-Journals Sex Roles.<\/p> <p>Der  \u201eObjektifizierungstheorie\u201c zufolge werden Frauen in westlichen Kulturen oft als Objekt m\u00e4nnlicher Begierde dargestellt und entsprechend behandelt. Dies f\u00fchrt zu einer gewissen \u201eSelbst-Objektifizierung\u201c, da M\u00e4dchen und Frauen diese Botschaft verinnerlichen. Sie sehen ihren K\u00f6rper als \u201eGegenstand\u201c, der ausschlie\u00dflich unter dem Aspekt ihrer &#8211; oft sexuellen &#8211; Attraktivit\u00e4t beurteilt wird. In Anbetracht der negativen Auswirkungen dieser Selbstwahrnehmung, wie zum Beispiel Unzufriedenheit mit dem \u00c4u\u00dferen, Depressionen, mangelndes Selbstbewusstsein und geringes Selbstwertgef\u00fchl, untersuchten Goodin und ihr Team, inwieweit die Kleidung von M\u00e4dchen unter zw\u00f6lf Jahren m\u00f6glicherweise zu dieser Selbst-Objektifizierung beitr\u00e4gt.<\/p> <p>Die Wissenschaftler durchforsteten das Online-Angebot von 15 beliebten US-amerikanischen Modeketten und pr\u00fcften, wie gro\u00df das Angebot von sexy Kleidung f\u00fcr junge M\u00e4dchen (Kinder, nicht Jugendliche) ist und welche Merkmale diese Kleidung kennzeichnen. Kleidungsst\u00fccke dieser Art zeigen oder betonen einen sexualisierten K\u00f6rperteil, haben Merkmale, die als sexy empfunden werden, und\/oder sind mit sexuell suggestiven Aufdrucken versehen. Auch nach klassisch kindlichen Merkmalen wurde gesucht, z. B. Punktmuster oder Schleifen.<\/p> <p>Von den insgesamt 5.666 ausgew\u00e4hlten Kleidungsst\u00fccken hatten 69 Prozent ausschlie\u00dflich kindliche Merkmale. Von den verbleibenden 31 Prozent hatten 4 Prozent ausschlie\u00dflich sexualisierende Merkmale, 25 Prozent sowohl sexualisierende als auch kindliche und 4 Prozent zeigten keines der genannten Merkmale. Sexualisierende Eigenschaften fanden sich am h\u00e4ufigsten an Kleidungsst\u00fccken, die einen K\u00f6rperteil besonders betonten, wie etwa Shirts und Kleider, die durch einen speziellen Schnitt den Eindruck von Br\u00fcsten vort\u00e4uschten oder besonders verzierte Hosentaschen, die die Aufmerksamkeit auf den Po lenkten. Der Grad der Sexualisierung hing von der Art des Gesch\u00e4fts ab, Ketten f\u00fcr \u00e4ltere Kinder f\u00fchrten eher \u201asexy\u2018 Kleidung als solche, die ausschlie\u00dflich Kinderkleidung anboten.<\/p> <p>Die Autoren: \u201eUnsere Studie macht deutlich, dass M\u00e4dchenkleidung oft in zweierlei Hinsicht sexualisierend ist. Die Kombination von stark geschlechtsbetonten und kindlichen Merkmalen verdeckt h\u00e4ufig die Sexualisierung. Unsichere Eltern lassen sich vielleicht \u00fcberreden, den Minirock im Leopardendruck zu kaufen, wenn er grell pink ist. Ein Kleidungsst\u00fcck wirkt allerdings oft trotz Schleifen und Batikdruck noch sexy. Wir glauben, dass diese Art sich zu kleiden dazu beitragen k\u00f6nnte, dass sehr junge M\u00e4dchen in die Rolle eines Sexualobjekts gedr\u00e4ngt werden.\u201c<\/p> <p>Quelle<br \/> 1. Goodin S et al (2011). \u201cPutting on\u201d sexiness: a content analysis of the presence of sexualizing characteristics in girls\u2019 Clothing. Sex Roles. DOI 10.1007\/s11199-011-9966-8<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<\/p> <p>Kontakt: Joan Robinson, Springer, Tel. +49-6221-487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Wissenschaftliche Abhandlungen und Studien\" >Springer-Verlag <\/a>GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Studie zeigt, dass die Kleidung junger M\u00e4dchen oft zu geschlechtsbetont ist New York \/ Heidelberg, 09. Mai 2011 Machen Modehersteller junge M\u00e4dchen zu Sexobjekten? Laut einer neuen Studie ist dies tats\u00e4chlich der Fall: Bis zu 30 Prozent der online erh\u00e4ltlichen Kleidung f\u00fcr junge M\u00e4dchen ist \u201esexy\u201c oder sehr geschlechtsbetont. 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