{"id":20204,"date":"2011-05-23T08:53:48","date_gmt":"2011-05-23T07:53:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=20204"},"modified":"2018-11-23T13:50:47","modified_gmt":"2018-11-23T12:50:47","slug":"massnahmen-gesundheitspolitik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/massnahmen-gesundheitspolitik-1020204\/","title":{"rendered":"Abkehr von der eindimensional auf Kostensenkung ausgerichteten Gesundheitspolitik"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Der Gesundheitsfonds, von der gro\u00dfen Koalition ersonnen und vom christlich-liberalen B\u00fcndnis best\u00e4tigt, hat uns allen in Kombination mit weiteren &#8222;Reformgesetzen&#8220; ein immer komplizierteres und komplexeres Gesundheitswesen beschert, das kaum noch steuerbar ist und eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter im Chaos versinken wird.<\/p> <p>Schwarz-Gelb hat zudem eine fundamentale Weichenstellung vorgenommen: Die Kosten des medizinisch-technischen Fortschritts und der demografischen Entwicklung  gehen in Zukunft allein zu Lasten der Versicherten. \u00dcber kurz oder lang werden alle Krankenkassen daher Zusatzbeitr\u00e4ge erheben m\u00fcssen.<\/p> <p><!--more-->Hinzu kommt die untragbare, undemokratische Entm\u00fcndigung der Versicherten. Mit den Sozialwahlen, die nicht nur die B\u00fcrgerinitiative Gesundheit DGVP e.V. als &#8222;scheindemokratischen Akt&#8220; bewertet, soll den Versicherten vorgegaukelt werden, sie k\u00f6nnten den Gang der Dinge durch ihre Repr\u00e4sentanten in den Selbstverwaltungsgremien der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) beeinflussen. In Wirklichkeit bestimmen der Gesetzgeber und der Gemeinsame Bundesausschuss, und gerade nicht die  &#8211; \u00fcberdies zumeist in &#8222;Wahlen ohne Wahlhandlung&#8220; zustande gekommenen &#8211; Verwaltungsr\u00e4te der Krankenkassen, den GKV-Leistungskatalog zu rund 95 Prozent.<\/p> <p>\u00dcber alle Regierungs- und Koalitionswechsel der letzten zwei Jahrzehnte hinweg hat die Gesundheitspolitik dem Leitmotiv der Beitragssatzstabilit\u00e4t gehuldigt und Schritt f\u00fcr Schritt Leistungen abgebaut. Obwohl hinl\u00e4nglich bekannt ist, dass die Versicherten lieber h\u00f6here Beitr\u00e4ge zahlen als Leistungsk\u00fcrzungen in Kauf zu nehmen, hat sie sich dabei im gro\u00dfen Stil \u00fcber deren Pr\u00e4ferenzen und Interessen hinweggesetzt.<\/p> <p>Wir als Patienten werden zunehmend mit Leistungseinschr\u00e4nkungen sowie offenen und verdeckten Rationierungen von Gesundheitsleistungen konfrontiert und d\u00fcrfen zum Ausgleich daf\u00fcr auch noch Zusatzbeitr\u00e4ge bezahlen.<\/p> <p>Die Gesundheitsb\u00fcrokratie hat sich mittlerweile zu einem allgegenw\u00e4rtigen Monstrum entwickelt. Die Ressourcen, die f\u00fcr sie verpulvert werden, fehlen f\u00fcr die Versorgung.<\/p> <p>Von den Akteuren im Gesundheitswesen wird erwartet, dass sie trotz st\u00e4ndiger G\u00e4ngelung und h\u00e4ufig geringer Verg\u00fctungen eine Versorgung auf h\u00f6chstem Niveau gew\u00e4hrleisten. Diese Milchm\u00e4dchenrechnung kann und wird auf Dauer aber nicht aufgehen.<\/p> <p>In der Fl\u00e4che zerbr\u00f6selt die wohnortnahe Versorgungsstruktur zusehends. Die unter Schwarz-Rot eingef\u00fchrte Zentralisierung behindert und konterkariert die notwendige Ausrichtung der Versorgung auf den regionalen Bedarf, treibt die Gesundheitskosten und verschlechtert die Versorgungsqualit\u00e4t.<\/p> <p>Wir brauchen dringend eine Abkehr von der \u00fcberkommenen, eindimensional auf Kostensenkung ausgerichteten Gesundheitspolitik. Die Devise &#8222;wir m\u00fcssen sparen, koste es, was es wolle&#8220;, ist in der Gesundheitspolitik fehl am Platz. Selbstverst\u00e4ndlich m\u00fcssen die finanziellen Mittel der GKV effektiv und effizient eingesetzt werden. Der &#8222;\u00d6konomisierung der Medizin&#8220; muss aber sp\u00e4testens dann ein Riegel vorgeschoben werden, wenn sie die Qualit\u00e4t der Versorgung beeintr\u00e4chtigt.<\/p> <p>Die von uns und einer Vielzahl von Experten seit Jahren eingeforderten und vorgeschlagenen Verbesserungsma\u00dfnahmen wurden und werden ignoriert.<\/p> <p>Die Versicherten m\u00fcssen sich auf den Arm genommen f\u00fchlen, wenn der derzeitige Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und sein Vorg\u00e4nger Philipp R\u00f6sler den gegenw\u00e4rtigen Zustand unseres Gesundheitswesens als zukunftsweisend bezeichnen. Allein dieses Statement belegt, dass die B\u00fcrger, die W\u00e4hler, die Versicherten und die Patienten nicht im Vordergrund der \u00dcberlegungen der Politik und der Krankenkassen stehen.<\/p> <p>Die B\u00fcrgerinitiative Gesundheit DGVP e.V. fordert den Wechsel in ein Gesundheits- und Sozialsystem, das ohne Wenn und Aber auf die Interessen aller B\u00fcrger ausgerichtet ist. Wir ben\u00f6tigen dringend einen gesellschaftlichen Ruck in diese Richtung. Aus dem sattsam bekannten, wohlfeilen Lippenbekenntnis, dass der Patient im Mittelpunkt der Gesundheitspolitik stehe, muss jetzt endlich Realit\u00e4t werden.<\/p> <p>Pressestelle DGVP<br \/> Tel: 06247-904 499 7<br \/> Fax: 06247-904 499 9<br \/> presse@dgvp.de<br \/> www.dgvp.de<br \/> freigegeben zur Ver\u00f6ffentlichung<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> B\u00fcrgeriniative Gesundheit DGVP<br \/> Katja Rupp<br \/> c\/o Residenz am Dt. Theater, Reinhardtstr. 29<\/p> <p>10117 Berlin<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: info@dgvp.de<br \/> Homepage: http:\/\/www.dgvp.de<br \/> Telefon: 030-2800 81981<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> B\u00fcrgeriniative Gesundheit DGVP<br \/> Katja Rupp<br \/> c\/o Residenz am Dt. Theater, Reinhardtstr. 29<\/p> <p>10117 Berlin<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: info@dgvp.de<br \/> Homepage: http:\/\/www.dgvp.de<br \/> Telefon: 030-2800 81981<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Gesundheitsfonds, von der gro\u00dfen Koalition ersonnen und vom christlich-liberalen B\u00fcndnis best\u00e4tigt, hat uns allen in Kombination mit weiteren &#8222;Reformgesetzen&#8220; ein immer komplizierteres und komplexeres Gesundheitswesen beschert, das kaum noch steuerbar ist und eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter im Chaos versinken wird. 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