{"id":217,"date":"2008-04-22T14:16:34","date_gmt":"2008-04-22T13:16:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/olympia-08-medien-ratseln-uber-umgang-mit-china\/"},"modified":"2022-05-24T11:50:27","modified_gmt":"2022-05-24T10:50:27","slug":"olympia-08-medien-ratseln-uber-umgang-mit-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/olympia-08-medien-ratseln-uber-umgang-mit-china-10217\/","title":{"rendered":"Olympia &#8217;08: Medien r\u00e4tseln \u00fcber Umgang mit China"},"content":{"rendered":"<p> <font size=\"-1\"><strong>Newspaper Congress: &#8222;Berichterstattung muss nach den Spielen weitergehen&#8220;<\/strong><\/font><\/p> <table style=\"float: right; width: 168px\" border=\"0\" cellpadding=\"5\" cellspacing=\"0\"> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ededed\"> <table border=\"0\" cellpadding=\"3\" cellspacing=\"0\" width=\"168\"> <tr> <td align=\"center\"><\/td> <\/tr> <tr> <td colspan=\"2\" class=\"txtklein\" align=\"center\"><!-- copyrighttext -->Reporter ohne Grenzen erneuert Kritik (Foto: reporter-ohne-grenzen.de)<!-- end copyrighttext --><\/td> <\/tr> <\/table> <\/td> <\/tr> <\/table> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\"> <span class=\"txt\"> <!--PTE:ORT-->Wien (pte\/22.04.2008\/13:10) -# Die Frage nach dem richtigen Umgang mit China anl\u00e4sslich der Olympischen Spiele spaltet die Medienwelt. Wie sich in einer Diskussionsrunde im Zuge des European Newspaper Congress http:\/\/www.newspaper-congress.eu heute, Dienstag, in Wien zeigte, sind die Herangehensweisen der einzelnen Redaktionen und Medienleute durchaus unterschiedlich. Einigkeit herrscht lediglich in dem Punkt, dass die Aufmerksamkeit, die derzeit auf China gerichtet ist, auch nach dem Sommer aufrecht erhalten werden soll.<\/span><\/font><!--more--><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\"><span class=\"txt\"> &#8222;Die Berichterstattung muss nach den Spielen weitergehen&#8220;, so der Tenor unter den Diskutanten. Herbe Kritik \u00fcben die Diskussionsteilnehmer am IOC. Peter Rothenb\u00fchler, Chefredakteur von Le Matin, bezeichnet das IOC gar als undemokratische, leicht korrupte Organisation. Und auch Rubina M\u00f6hring, Pr\u00e4sidentin von Reporter ohne Grenzen, klagte \u00fcber das Fehlverhalten des Komitees.<\/span><\/font><\/p> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\">W\u00e4hrend Menschrechtsorganisationen wie Reporter ohne Grenzen (ROG) vor allem den moralischen Zugang zu der Problematik China und Olympia 2008 herausstreichen, n\u00e4herte sich Rothenb\u00fchler dem Thema hingegen auf pragmatischem Wege und warnte davor, politische Themen an Sportler abzugeben. Elmar Oberhauser, verantwortlich f\u00fcr die \u00dcbertragung der Spiele beim ORF, wiederum vertrat die Meinung, Peking h\u00e4tte erst gar nicht als Austragungsort gew\u00e4hlt werden d\u00fcrfen. Kelsang Gyaltsen, Gesandter des Dalai Lama, hofft seinerseits darauf, dass die Medien \u00fcber Tatsachen berichten und Hintergr\u00fcnde beleuchten werden. Eine explizite Pro-Tibet-Berichterstattung erwarte er nicht.<\/font><\/p> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\">&#8222;Es ist reine Heuchelei, nun zu versuchen, symbolische Gesten zu setzen. In Wirklichkeit geht es weder um Menschrechte noch um den Sport &#8211; es geht ums Geld&#8220;, meint Oberhauser. Er gehe au\u00dferdem davon aus, dass das Interesse an China, dem Tibetkonflikt und anderen Problemen der Region nach Olympia sehr bald wieder nachlassen werde. Rothenb\u00fchler sieht hinter den Spielen hingegen die Chance, nun endlich ausgiebig \u00fcber China berichten zu k\u00f6nnen, nicht nur auf sportlicher Ebene. Dass Olympia 2008 an Peking vergeben wurde, ist seiner Meinung nach kein Fehler. &#8222;China ist derzeit die spannendste Weltmacht. W\u00fcrde man streng nach menschenrechtlichen Kriterien vorgehen, d\u00fcrfte man die Spiele fast nirgendwo hin mehr vergeben, auch in die USA nicht&#8220;, so die Ansicht des Schweizer Chefredakteurs.<\/font><\/p> <p><font face=\"Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif\" size=\"-1\">Entgegen Rothenb\u00fchlers Meinung, Sportler v\u00f6llig aus der politischen Verantwortung zu nehmen, sieht Uwe Vork\u00f6tter von der Frankfurter Rundschau wiederum einen klaren Zusammenhang zwischen Olympischen Spielen und der Politik. &#8222;Die Spiele wurden schon damals vor zehn Jahren auch aus politischen Gr\u00fcnden an China vergeben &#8211; nicht zuletzt, weil man hoffte, dadurch einiges in dem Land in Bewegung zu setzen.&#8220; F\u00fcr die Medien sei es jedenfalls wichtig, ihren Grunds\u00e4tzen treu zu bleiben und sich bewusst zu machen, dass die so genannte Wahrheit nat\u00fcrlich nicht auf dem Silbertablett serviert werde. Auch Andreas Cichowicz vom Norddeutschen Rundfunk schlie\u00dft sich dieser Meinung an und will sich bei der Berichterstattung auf Fakten und Recherche besinnen. (Ende)<br \/> <br clear=\"all\" \/> <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/\"  target=\"_new\" rel=\"noopener\"><\/a><br \/> Aussender: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.pressetext.de\/\"  target=\"_new\" rel=\"noopener\">pressetext.austria<\/a><br \/> Redakteur:                        Claudia Zettel<br \/> email: <a href=\"mailto:zettel%40pressetext.com\">zettel@pressetext.com<\/a><br \/> Tel. +43-1-81140-314   <\/font><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Newspaper Congress: &#8222;Berichterstattung muss nach den Spielen weitergehen&#8220; Reporter ohne Grenzen erneuert Kritik (Foto: reporter-ohne-grenzen.de) Wien (pte\/22.04.2008\/13:10) -# Die Frage nach dem richtigen Umgang mit China anl\u00e4sslich der Olympischen Spiele spaltet die Medienwelt. 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