{"id":21729,"date":"2011-06-16T18:10:14","date_gmt":"2011-06-16T17:10:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=21729"},"modified":"2014-11-26T16:59:24","modified_gmt":"2014-11-26T15:59:24","slug":"kampfhunde-statussymbole","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/kampfhunde-statussymbole-1021729\/","title":{"rendered":"Neue Studie zu sozialen Normen bei Jugendcliquen und Hunden"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Hunde in Jugendgangs haben Doppelfunktion<\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 16. Juni 2011<\/p> <p>Wenn Jugendliche in Cliquen oder Gangs Hunde halten, geschieht dies haupts\u00e4chlich, um Kontakte zu kn\u00fcpfen oder einen Gef\u00e4hrten zu haben. Hunde werden zwar auch als Statussymbol gehalten oder dienen dem Schutz des Besitzers, entgegen der landl\u00e4ufigen Meinung steht dies aber nicht im Vordergrund. Jennifer Maher und Harriet Pierpoint vom Centre for Criminology an der University of Glamorgan, Gro\u00dfbritannien, haben dieses Thema untersucht und ihre Ergebnisse nun in der Online-Ausgabe des Springer-Journals Crime, Law and Social Change ver\u00f6ffentlicht.<\/p> <p><!--more-->In Gro\u00dfbritannien w\u00e4chst die Sorge \u00fcber verantwortungslose Hundebesitzer und die Haltung sogenannter Status- oder Kampfhunde in Stra\u00dfengangs. Immer wieder fallen Jugendliche mit ihren Hunden in St\u00e4dten durch kriminelles und asoziales Verhalten auf. Dennoch ist die Verbindung von Hundehaltung und Kriminalit\u00e4t bei Jugendlichen keineswegs zwingend. Im Gegenteil: Die Beziehung zwischen Jugendlichen und Hunden kann durchaus positiv und vorteilhaft sein.<\/p> <p>Im Mittelpunkt der Studie von Maher und Pierpoint stand das Verh\u00e4ltnis zwischen Cliquen und Gangs, ihren sozialen Normen und ihren Hunden. Dabei wurde die besondere Stellung von Hundebesitzern in diesen Gruppen sowie der Rang der Tiere selbst untersucht. Die Autoren begleiteten in diesem Pilotprojekt Jugendarbeiter in einer Stadt in S\u00fcdwales bei ihrer Arbeit, um junge Hundebesitzer zu befragen, an die man normalerweise nicht so leicht herankommt. Insgesamt interviewten sie 25 Jugendliche und sieben Fachleute aus Tierschutz und Jugendarbeit, darunter einen Tierarzt, einen Tierheimleiter und einen Bew\u00e4hrungshelfer f\u00fcr Jugendliche.<\/p> <p>Alle Jugendlichen sahen sich als Teil einer Gruppe und mehr als die H\u00e4lfte geh\u00f6rte zu einer Jugendgang. Die Mehrheit besa\u00df einen Hund, mehr als die H\u00e4lfte davon waren Kampfhunde. Der Wunsch nach einem Gef\u00e4hrten und nach Kontakt zu Freunden wurde vorrangig als Grund f\u00fcr die Hundehaltung angegeben. Interessanterweise deckte sich dies nicht mit den Gr\u00fcnden, die seitens der erwachsenen Betreuer und Fachleute genannt wurden.<\/p> <p>Jugendliche und Helfer berichteten, dass Hunde zum Schutz gehalten werden, eine Rolle spielt auch das Gef\u00fchl von Macht und Coolness, das durch die Anwesenheit eines Hundes w\u00e4chst. Manche Jugendliche setzen die Hunde als Waffe ein, sei es zum eigenen Schutz oder f\u00fcr Hundek\u00e4mpfe. Die Autoren listeten mehr als 20 verschiedene Arten der Misshandlung von Hunden und anderen Kleintieren durch Jugendliche auf.<\/p> <p>Die Autoren: \u201eEinen Hund zu haben, ist bei den Jugendlichen intrinsisch motiviert, d.h. sie betrachten die Tiere als Gef\u00e4hrten und Teil der Gruppe. Sie haben aber auch eine extrinsische Funktion und werden als Statussymbol oder als Waffe betrachtet. Oft werden diese Hunde vernachl\u00e4ssigt und misshandelt. Den Jugendlichen ist dieser Widerspruch in sich nicht klar.\u201c<\/p> <p>Quelle<br \/> Maher J &amp; Pierpoint H (2011). Friends, status symbols and weapons: the use of dogs by youth groups and youth gangs. Crime, Law and Social Change; DOI 10.1007\/s10611-011-9294-5<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<\/p> <p>Kontakt: Joan Robinson, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Wissenschaftsverlag mit Studien und Beitr\u00e4gen\" >Springer<\/a>, Tel. +49 6221 487-8130, joan.robinson@springer.com<\/p> <p>Springer-Verlag GmbH, Heidelberg, Zweigniederlassung der Springer-Verlag GmbH, BerlinTiergartenstrasse 17D-69121 Heidelberg<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hunde in Jugendgangs haben Doppelfunktion New York \/ Heidelberg, 16. 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