{"id":22969,"date":"2011-07-05T14:14:13","date_gmt":"2011-07-05T13:14:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=22969"},"modified":"2013-09-20T11:57:09","modified_gmt":"2013-09-20T10:57:09","slug":"goldmine-elektroschrott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/goldmine-elektroschrott-1022969\/","title":{"rendered":"\u00d6konomisches Gebot der Vernunft"},"content":{"rendered":"<p>Berlin, 5. Juli 2011 &#8211; Deutschland exportiert j\u00e4hrlich \u00fcber 155.000 Tonnen Elektroschrott ins au\u00dfereurop\u00e4ische Ausland, darunter 50.000 Tonnen PC- und Fernsehbildschirme. Das belegt eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA). Obwohl Ger\u00e4te defekt sind, deklarieren sie Exporteure oftmals als &#8222;noch funktionst\u00fcchtig&#8220; und verschiffen sie illegal nach Asien und Afrika. Dort ist umweltgerechtes Recycling meist Fehlanzeige. &#8222;Die Bundesregierung setzt sich f\u00fcr eine klare europ\u00e4ische Regelung ein, nach der ein Exporteur nachweisen muss, dass exportierte Ger\u00e4te funktionst\u00fcchtig sind und es sich nicht um Abfall handelt&#8220;, <!--more-->sagt Bundesumweltminister Norbert R\u00f6ttgen in einer Presseerkl\u00e4rung des <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.umweltbundesamt.de\/\" title=\"Umweltbundesamt f\u00fcr Mensch und Umwelt\" >UBA<\/a>. Mit den alten Elektroger\u00e4ten verlie\u00dfen auch kostbare Rohstoffe wie Gold, Kupfer und Platin das Land, sagt Jochen Flasbarth, Pr\u00e4sident des UBA: &#8222;Kostbare Rohstoffe zu recyceln, ist bei steigenden Weltmarktpreisen &#8211; gerade f\u00fcr viele Metalle &#8211; auch ein \u00f6konomisches Gebot der Vernunft&#8220;.<\/p> <p>Die EU-Umweltminister hatten sich im M\u00e4rz darauf geeinigt, dass die Mitgliedsl\u00e4nder in vier Jahren 45 Prozent der Altger\u00e4te zur\u00fccknehmen und recyceln m\u00fcssen. Dieser Vorschlag sei v\u00f6llig unbefriedigend, erkl\u00e4rt der zust\u00e4ndige Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion Gerd Bollmann: &#8222;Mit dieser Positionierung haben die Mitgliedsstaaten sowohl das umwelt-, als auch das wirtschaftspolitische Potenzial von Elektroschrott verkannt&#8220;. Die recycelten Sekund\u00e4rrohstoffe k\u00f6nnten sogar die Prim\u00e4rrohstoffe ersetzen, sagt Bollmann. Auch die vorgeschlagene Erh\u00f6hung auf 65 Prozent ab dem Jahr 2020 sei wenig ambitioniert. Angebracht sei eher eine Sammelquote von 85 Prozent.<\/p> <p>Das europ\u00e4ische Parlament fordert, dass die Mitgliedsstaaten bis 2016 mindestens 85 Prozent des von ihnen produzierten Elektroschrotts einsammeln. &#8222;Wir k\u00f6nnen es uns nicht l\u00e4nger leisten, unseren M\u00fcll zu verschwenden. Das Parlament hat klargemacht, dass Beh\u00f6rden, Hersteller und Verbraucher ihren Beitrag dazu leisten sollen, dass mehr elektrische und elektronische Altger\u00e4te eingesammelt und wiederverwertet werden. Weiterhin haben wir strenge Vorschriften eingef\u00fchrt, damit Elektrom\u00fcll nicht mehr illegal in Entwicklungsl\u00e4nder exportiert wird und dort Schaden anrichten kann&#8220;, sagt der Europaabgeordnete Karl-Heinz Florenz (CDU).<\/p> <p>Das Unternehmen Bizerba hat ein weltweites Ersatzteil-System namens &#8222;Green Service&#8220; eingef\u00fchrt: Der Kunde kann sich dazu entscheiden, ein aufbereitetes Ersatzteil installieren zu lassen und das defekte Bauteil an Bizerba zu \u00fcbergeben. &#8222;In Balingen reparieren Techniker diese Ersatzteile f\u00fcr die n\u00e4chsten Serviceeins\u00e4tze&#8220;, erkl\u00e4rt Robert Keller, Director Business Services bei Bizerba. Ein kosteng\u00fcnstiges System f\u00fcr den Kunden, denn er spart im Vergleich zu einem Neuteil bis zu 40 Prozent, und ein Plus f\u00fcr die \u00d6kobilanz: &#8222;Arbeiteten wir ausschlie\u00dflich mit Neuteilen, h\u00e4tten wir f\u00fcr jede Produktserie schon l\u00e4ngst eine Kette an Elektroschrott verursacht, die mehrere Kilometer lang w\u00e4re&#8220;, sagt Keller.<\/p> <p>Die gro\u00dfen Elektronikkonzerne der USA wollen in den kommenden f\u00fcnf Jahren ihre Recyclingquote von Elektroschrott verdreifachen. &#8222;Das entspr\u00e4che etwa einem Football-Stadium mit 71.000 Sitzpl\u00e4tzen, das bis zur Oberkante mit alten Computern, Handys und Fernsehern gef\u00fcllt sei&#8220;, hei\u00dft es in einem Blogbeitrag der Zeit online. Und weiter: &#8222;Ziel sei es zu verhindern, dass Elektroschrott unsortiert in Entwicklungsl\u00e4ndern lande, wo er nicht nur f\u00fcr Umweltprobleme sorgt, sondern auch massive Gesundheitssch\u00e4den verursacht&#8220;.<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> KLARTEXT ONLINE<br \/> KLARTEXT ONLINE<br \/> Auf dem Heidgen 27<\/p> <p>53127 Bonn<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: info@klartextonline.com<br \/> Homepage: http:\/\/www.klartextonline.com<br \/> Telefon: 0228<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> KLARTEXT ONLINE<br \/> KLARTEXT ONLINE<br \/> Auf dem Heidgen 27<\/p> <p>53127 Bonn<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: info@klartextonline.com<br \/> Homepage: http:\/\/www.klartextonline.com<br \/> Telefon: 0228<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 5. Juli 2011 &#8211; Deutschland exportiert j\u00e4hrlich \u00fcber 155.000 Tonnen Elektroschrott ins au\u00dfereurop\u00e4ische Ausland, darunter 50.000 Tonnen PC- und Fernsehbildschirme. 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