{"id":23320,"date":"2011-07-12T10:02:57","date_gmt":"2011-07-12T09:02:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=23320"},"modified":"2014-11-27T18:42:44","modified_gmt":"2014-11-27T17:42:44","slug":"studienplatzklagen-medizin-zahnmedizin-und-psychologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/studienplatzklagen-medizin-zahnmedizin-und-psychologie-1023320\/","title":{"rendered":"Wege zum Wunschstudium \u2013 die Studienplatzklage"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\">\u00a0<strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"Wir sind eine auf NC-Klagen, also Prozesse um freie Studienpl\u00e4tze, in denen Studienbewerber einen Ablehnungsbescheid der Stiftung f\u00fcr Hochschulzulassung (Hochschulstart) erwarten oder bereits erhalten haben, spezialisierte Kanzlei. \" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/b007d6450daa7d2856b6472c0f1c7719.gif\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"52\" imagescaler=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/imagescaler\/b007d6450daa7d2856b6472c0f1c7719.gif\" \/><\/strong><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p><strong>Wege zum Wunschstudium \u2013 die Studienplatzklage \u2013<\/strong><\/p> <p>Ein akademischer Abschluss in Medizin, Zahnmedizin oder Psychologie er\u00f6ffnet auch heute noch die Aussicht auf einen interessanten und verantwortungsvollen Beruf mit hohem gesellschaftlichen Ansehen, der zudem ein gutes Einkommen verspricht. Die Zahl der Bewerber f\u00fcr die genannten Studieng\u00e4nge \u00fcbersteigt dementsprechend die Zahl der zu vergebenden Studienpl\u00e4tze regelm\u00e4\u00dfig um ein Vielfaches.<\/p> <p>Viele junge Menschen, die eine allgemeine (Abitur) oder fachgebundene (Fachabitur) Hochschulreife erworben haben und Ihren Berufswunsch \u201eArzt, \u201eZahnarzt\u201c oder \u201ePsychologe\u201c verwirklichen m\u00f6chten, <!--more-->drohen aber an den H\u00fcrden der Hochschulzulassung bzw. des Numerus Clausus (NC) zu scheitern, da sie nicht \u00fcber die notwendige sehr gute Abiturdurchschnittsnote verf\u00fcgen oder die erforderliche Wartezeit\u00a0 von\u00a0 \u2013 zuletzt\u00a0 \u2013\u00a0 in der Medizin 13 und in der Zahnmedizin 11 Wartesemestern\u00a0 nicht erf\u00fcllen.<\/p> <p>Ein langes Aufschieben oder sogar m\u00f6gliches Scheitern des Studien- und Berufswunsches ist aber insbesondere f\u00fcr diejenigen Studieninteressenten inakzeptabel, die durch besondere Neigung und Bef\u00e4higung, einen ausgepr\u00e4gten Idealismus, famili\u00e4re Pr\u00e4gung und den Wunsch die elterliche Praxis weiterzuf\u00fchren, oder einschl\u00e4gige Vorkenntnisse und berufliche Erfahrungen besonders motiviert und geeignet sind.<\/p> <p>Eine Studienplatzklage er\u00f6ffnet in diesen F\u00e4llen eine Erfolg versprechende M\u00f6glichkeit, keine wertvolle Zeit bei der eigenen universit\u00e4ren Ausbildung zu verlieren und kurzfristig an einer deutschen Hochschule das gew\u00fcnschte Studium zu beginnen.<\/p> <p>Dabei spielt dann die Abiturnote oder Wartezeit i.d.R.\u00a0 keine Rolle. Vielmehr pr\u00fcft ein Rechtsanwalt die tats\u00e4chlichen Kapazit\u00e4ten der von ihm im Auftrag des Studienplatzinteressenten beklagten Universit\u00e4ten und stellt fest, ob diese wirklich triftige Gr\u00fcnde f\u00fcr eine Ablehnung besitzen.<\/p> <p>Insoweit sind die Universit\u00e4ten verpflichtet, s\u00e4mtliche zur Verf\u00fcgung stehenden Kapazit\u00e4ten vollst\u00e4ndig auszunutzen.<\/p> <p>Dieses \u201eKapazit\u00e4tsaussch\u00f6pfungsgebot\u201c wurde 1972 durch das Bundesverfassungsgericht im Hinblick auf den verfassungsrechtlichen Anspruch auf Bildung und freie Berufswahl in seinem sogenannten \u201eNumerus-Clausus-Urteil\u201c festgelegt.<\/p> <p>Wenn sich nun im Laufe eines Verfahrens (\u201eKapazit\u00e4tsklage\u201c) herausstellt, dass mehr Studienpl\u00e4tze vorhanden sind als von der Hochschule angegeben, so wird diese vom Gericht verpflichtet, die freien \u2013 sog. au\u00dferkapazit\u00e4ren \u2013 Studienpl\u00e4tze an die klagenden Studienplatzinteressenten vergeben.<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Gibt es mehr Kl\u00e4ger, als freie Pl\u00e4tze vom Gericht festgestellt wurden, entscheidet i.d.R. ein Losverfahren \u00fcber die Vergabe. Daher ist es empfehlenswert, mehrere Hochschulen parallel zu verklagen, um bei erfolgreicher Klage die Wahrscheinlichkeit einer \u201eLosziehung\u201c und damit der Zuteilung eines Studienplatzes durch Erlass einer einstweiligen Anordnung im Eilverfahren zu erh\u00f6hen.<\/p> <p>Wer bereits eine Ablehnung in seinem Wunschstudiengang Medizin, Zahnmedizin oder Psychologie erhalten hat oder eine solche absehen kann, sollte sich so fr\u00fch wie m\u00f6glich \u00fcber die rechtlichen M\u00f6glichkeiten einer Studienplatzklage informieren, um sich die besten Chancen f\u00fcr die Verfahren zu sichern. Es muss allerdings nicht erst ein Ablehnungsbescheid vorliegen, um eine Studienplatzklage einreichen zu k\u00f6nnen. Eine Klage ist \u2013 von Ausnahmen abgesehen\u00a0 \u2013\u00a0 selbst dann m\u00f6glich, wenn man sich zuvor gar nicht bei der\u00a0 Stiftung f\u00fcr Hochschulzulassung SfH\u00a0 bzw. der Hochschule f\u00fcr das Wunschstudium beworben hat.<\/p> <p>Die Form- und Fristerfordernisse der einzelnen Bundesl\u00e4nder sind unterschiedlich und laufen zum Teil bereits vor dem Erhalt eines Ablehnungsbescheides durch die Stiftung f\u00fcr Hochschulzulassung SfH oder die Hochschulen ab. Die Einleitung eines au\u00dferkapazit\u00e4ren Studienplatzklageverfahrens ist dann in diesen Bundesl\u00e4ndern f\u00fcr dieses Semester nicht mehr m\u00f6glich. Obgleich in verschiedenen Bundesl\u00e4ndern auch noch nach Erhalt des Ablehnungsbescheides Klageverfahren m\u00f6glich sind ist es sinnvoll, sich alle vorhandenen Verfahrensm\u00f6glichkeiten offen zu halten.<\/p> <p>Eine Rechtsberatung bei einem Spezialisten f\u00fcr Hochschulzulassungsrecht und Studienplatzklagen ist empfehlenswert, z.B. einem erfahrenen und spezialisierten Fachanwalt, und zwar so fr\u00fch wie m\u00f6glich vor der m\u00f6glichen Durchf\u00fchrung eines Klageverfahrens, um wertvolle Informationen fr\u00fchzeitig zu erhalten und alle Chancen nutzen zu k\u00f6nnen.<\/p> <p>Die Durchf\u00fchrung einer Studienplatzklage ist deutschlandweit\u00a0 und prinzipiell auch ohne pers\u00f6nliche Vorsprache des\u00a0 Studienbewerbers\u00a0 m\u00f6glich. Die erforderliche Kommunikation kann komplett per Post, Telefon, E-Mail und Fax abgewickelt werden. Ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch ist zwar oft hilfreich, aber keine notwendige Voraussetzung f\u00fcr eine erfolgreiche Mandanten-Anwalts-Beziehung. Eine \u00f6rtliche N\u00e4he zu der durchf\u00fchrenden Kanzlei ist daher nicht erforderlich.<\/p> <p>Die Kosten des Verfahrens sind\u00a0 durch eine Rechtsschutzversicherung zu \u00fcbernehmen, wenn der Bereich des Verwaltungs- bzw. Hochschulzulassungsrechts\/Studienplatzklagen vom Versicherungsschutz umfasst ist. Auch ohne eine entsprechende Versicherung kann eine Studienplatzklage von erfahrenen Rechtsanw\u00e4lten g\u00fcnstig durchgef\u00fchrt werden, indem diese auf diejenigen Hochschulen beschr\u00e4nkt wird, wo die gr\u00f6\u00dften Erfolgsaussichten bestehen.<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>Andreas Jakubietz<\/p> <p>Kurf\u00fcrstendamm 194<\/p> <p>&nbsp;<\/p> <p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Wege zum Wunschstudium \u2013 die Studienplatzklage \u2013 Ein akademischer Abschluss in Medizin, Zahnmedizin oder Psychologie er\u00f6ffnet auch heute noch die Aussicht auf einen interessanten und verantwortungsvollen Beruf mit hohem gesellschaftlichen Ansehen, der zudem ein gutes Einkommen verspricht. Die Zahl der Bewerber f\u00fcr die genannten Studieng\u00e4nge \u00fcbersteigt dementsprechend die Zahl der zu vergebenden Studienpl\u00e4tze regelm\u00e4\u00dfig<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":198186,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[33],"tags":[],"class_list":["post-23320","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-recht-wirtschaft-steuerberatung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23320"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23320\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":173135,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23320\/revisions\/173135"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/198186"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}