{"id":2338,"date":"2009-10-23T13:39:16","date_gmt":"2009-10-23T12:39:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=2338"},"modified":"2010-11-29T07:59:57","modified_gmt":"2010-11-29T06:59:57","slug":"bildung-in-zeiten-der-krise-was-ist-zu-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/bildung-in-zeiten-der-krise-was-ist-zu-tun-102338\/","title":{"rendered":"Bildung in Zeiten der Krise: Was ist zu tun?"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Die Befragten des Bildungsbarometers sehen die jetzige Krise eher als Gefahr (58%) denn als Chance (42%). Und sie erwarten, dass sie auch Auswirkungen auf die Finanzierung von Einrichtungen aus Bil-dung und Kultur haben wird. Ihre Einsch\u00e4tzung ist: Forschungsinsti-tute, Hochschulen, Schulen sowie Kinderg\u00e4rten werden in gleicher Weise wie bislang finanziert werden, Volkshochschulen, Bibliothe-ken, Museen Theater und Opern werden weniger Geld zur Verf\u00fcgung haben.<!--more--><\/p> <p>Nach ihrer Einsch\u00e4tzung zu Investitionen befragt, sind sich die Befragten durchweg einig: Jetzt nicht in die Bildung zu investieren w\u00e4re genauso ver-kehrt wie auf eine gute schulische und berufliche Ausbildung zu verzichten. Die Befragten glauben aber auch, dass Kommunen, L\u00e4nder und Gemein-den in den n\u00e4chsten Jahren finanzielle Engp\u00e4sse haben werden und dass sich deshalb Probleme bei Bildungseinrichtungen ergeben werden. Das Konjunkturprogramm II \u2013 so sagen die Befragten &#8211; sei eher Kosmetik und helfe der Bauwirtschaft, echte Verbesserungen f\u00fcr die Lernbedingungen der Sch\u00fcler werden ebenso wenig erwartet wie eine Verbesserung der Ar-beitsbedingungen f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte.<\/p> <p>Die Politik vermittelt den Eindruck, als m\u00fcsse gerade jetzt in Bildung, Wis-senschaft, Forschung und Entwicklung investiert werden. W\u00e4hrend ca. 18% der Befragten daran glauben, gehen 66% davon aus, dass diese Vor-s\u00e4tze eher nicht umgesetzt werden.<\/p> <p>Ein ganzes B\u00fcndel an Ma\u00dfnahmen wird auf die Frage genannt, wie sich der Einzelne durch Bildung f\u00fcr die Zukunft r\u00fcsten kann: Guter Schulab-schluss, gute Sozial-, Methoden- und Pers\u00f6nliche Kompetenzen, eine brei-te Allgemeinbildung und umfassende Computerkenntnisse. \u201eOffensichtlich hat die Bev\u00f6lkerung ein gutes Gesp\u00fcr f\u00fcr das, was notwendig ist. Noch aber steht die Antwort auf die Frage aus, wie die Bundesl\u00e4nder als die f\u00fcr die Bildung Hauptverantwortliche das alles so umsetzen k\u00f6nnen und wol-len, dass dies f\u00fcr die Lernenden effektiv ist\u201c, so Prof. Dr. Reinhold S. J\u00e4-ger, der seitens des Zentrums f\u00fcr empirische p\u00e4dagogische Forschung (zepf) der Universit\u00e4t Koblenz-Landau, Campus Landau, f\u00fcr das Bildungs-barometer verantwortlich ist.<\/p> <p>Zu den Branchen mit Zukunft z\u00e4hlen die Teilnehmer des Bildungsbarome-ters Energie und Vorsorgungswirtschaft, IT-Dienstleister, Pharma und Health Care sowie Elektrotechnik  Am Ende der Liste stehen die Bau- und Automobilindustrie, Markt- und Meinungsforschung, die Konsumg\u00fcterin-dustrie sowie das Bankwesen.<\/p> <p>Prof. J\u00e4ger kommt zu folgendem Schluss: \u201eEinmal mehr hat das Bildungs-barometer ein aktuelles Thema aufgegriffen, und die Befragung hat ge-zeigt, wo die Menschen in der Krise stehen, wenn sie die Bildung ins Visier nehmen. Hierbei steht die Skepsis gegen\u00fcber der Politik im Vordergrund. Die Koalition\u00e4re m\u00fcssen nunmehr in ihren Verhandlungen entscheiden, wie sie die Menschen mitnehmen k\u00f6nnen. Oberfl\u00e4chenkosmetik w\u00fcrde nur weiteren Schaden anrichten und das Vertrauen in der Politik zunichte ma-chen. Bildung tut gut, aber nur, wenn die Politik etwas daf\u00fcr tut!\u201c<\/p> <p>Das Bildungsbarometer zum Thema \u201eBildung in Zeiten der Krise\u201c wurde von einer spezifisch repr\u00e4sentativen Stichprobe von 2.145 Personen aus der gesamten Bundesrepublik beantwortet.<\/p> <p>Bildungsbarometer ist eine gemeinschaftliche Aktion der Sch\u00fclerhilfe (Gel-senkirchen) und des Zentrums f\u00fcr empirische p\u00e4dagogische Forschung (zepf) der Universit\u00e4t Koblenz-Landau.<\/p> <p>Der zu dieser Befragung geh\u00f6rende Newsletter mit den zentralen Ergeb-nissen ist unter dem Link:<br \/> http:\/\/www.vep-landau.de\/Bildungsbarometer\/Newsletter_2009_2.pdf<br \/> abrufbar.<br \/> Die vollst\u00e4ndige Auswertung steht auf der Website<br \/> http:\/\/www.vep-landau.de\/Bildungsbarometer.htm<br \/> als download zur Verf\u00fcgung.<\/p> <p>Kontakt:<\/p> <p>Prof. Dr. Reinhold S. J\u00e4ger<br \/> Gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Leiter<br \/> zepf &#8211; Zentrum f\u00fcr empirische p\u00e4dagogische Forschung<\/p> <p>Universit\u00e4t Koblenz-Landau, Campus Landau<br \/> B\u00fcrgerstra\u00dfe 23<br \/> D-76829 Landau<br \/> Telefon: +49-(0)6341-906-175<br \/> Telefax: +49-(0)6341-906-166<br \/> E-Mail: jaeger@zepf.uni-landau.de<\/p> <p>Weitere Informationen:<br \/> www.zepf.uni-landau.de<br \/> www.bildungsbarometer.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Befragten des Bildungsbarometers sehen die jetzige Krise eher als Gefahr (58%) denn als Chance (42%). Und sie erwarten, dass sie auch Auswirkungen auf die Finanzierung von Einrichtungen aus Bil-dung und Kultur haben wird. 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