{"id":24015,"date":"2011-07-25T15:43:37","date_gmt":"2011-07-25T14:43:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=24015"},"modified":"2011-07-25T15:43:37","modified_gmt":"2011-07-25T14:43:37","slug":"sicherheit-von-titanimplantaten-auf-dem-pruefstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/sicherheit-von-titanimplantaten-auf-dem-pruefstand-1024015\/","title":{"rendered":"Pr\u00fcfverfahren zur Messung von Titangehalt im Blut"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone\" title=\"Fachjournal von Springer\" src=\"http:\/\/images.springer.com\/cda\/content\/image\/cda_displayimage.jpg?SGWID=0-0-16-57385-0\" alt=\"\" width=\"118\" height=\"156\" \/><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Sicherheit von Titanimplantaten auf dem Pr\u00fcfstand<\/p> <p>Forscher finden neue hochsensible Methode zur Messung von Titanabsonderungen durch Implantate<\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 25. Juli 2011<\/p> <p>Im Springer-Fachjournal Analytical and Bioanalytical Chemistry erscheint ein Beitrag \u00fcber eine neue Methode, den Titangehalt im Blut von Patienten mit orthop\u00e4dischen Implantaten aus Titan zu bestimmen. Yoana Nuevo-Ord\u00f3\u00f1ez und ihre Kollegen von der Forschungsgruppe unter Alfredo Sanz-Medel haben an der Universit\u00e4t Oviedo in Spanien eine hochsensible Methode zur Messung des Titangehaltes im menschlichen Blut entwickelt. <!--more-->Damit konnten sie sowohl einen Basiswert f\u00fcr den Titangehalt bei unbehandelten Personen ermitteln als auch den Gehalt bei Patienten mit chirurgischen Implantaten messen.<\/p> <p>Titanimplantate werden routinem\u00e4\u00dfig bei Knochenbr\u00fcchen sowie zahn\u00e4rztlichen Eingriffen eingesetzt. Seit kurzem ist bekannt, dass Implantate auf Titanbasis korrodieren und abgebaut werden, wobei metallische R\u00fcckst\u00e4nde entstehen. Es gibt Anlass zur Sorge, dass erh\u00f6hte Konzentrationen durch metallische Abbauprodukte dieser Implantate im Blutkreislauf langfristig zu sch\u00e4dlichen biologischen Auswirkungen f\u00fchren k\u00f6nnten, einschlie\u00dflich Sch\u00e4digungen von Leber und Nieren. Um den Einfluss dieser Absonderungen bewerten zu k\u00f6nnen, muss der normale Titan-Grundgehalt im Blut genau gemessen und im Vergleich die erh\u00f6hten Werte bei Patienten mit Implantaten erfasst werden.<\/p> <p>Nuevo-Ord\u00f3\u00f1ez und ihr Team nahmen Blutproben von 40 gesunden Personen und 37 Patienten mit Titanimplantaten. Davon hatten 15 Patienten Schienbeinimplantate, 8 Patienten Oberschenkelimplantate und 14 Patienten Oberarmimplantate (8 Implantate zur internen Fixation und 6 zur externen Fixation). F\u00fcr die Untersuchung der Blutproben setzten die Forscher ihre neue Methode auf Basis der Isotopenverd\u00fcnnungsanalyse und der Massenspektrometrie (IDA-ICP-MS) ein.<\/p> <p>Ihre Untersuchungen ergaben, dass die Kontrollpersonen einen sehr geringen Titangehalt in ihrem Blut aufwiesen, wohingegen alle Patienten mit Implantaten eine deutlich erh\u00f6hte Konzentration zeigten. Die Empfindlichkeit der Messmethode ist so gro\u00df, dass die Forscher auch deutliche Unterschiede des Titangehaltes f\u00fcr verschiedene Arten von Vorrichtungen zur Knochenfixierung nachweisen konnten. Die invasiven Implantate gaben mehr Metallabsonderungen ins Blut ab als die externen, oberfl\u00e4chlichen Konstruktionen. Die Untersuchungen der Forscher zeigen auch, wie das Titan der Implantate im Blutkreislauf transportiert wird, wie es sich wahrscheinlich verteilt und wo es sich potenziell ansammelt.<\/p> <p>Die Autoren kommen zur Schlussfolgerung: \u201eDie Einfachheit der Methode auf Basis der Isotopenverd\u00fcnnungsanalyse und die Genauigkeit und Pr\u00e4zision der gewonnenen Ergebnisse sollte dazu beitragen, dass dieses Pr\u00fcfverfahren k\u00fcnftig routinem\u00e4\u00dfig eingesetzt wird.\u201c<\/p> <p>Quelle<br \/> Nuevo-Ord\u00f3\u00f1ez Y, Montes-Bay\u00f3n M, Blanco-Gonzalez E, Paz J, Dianez Raimundez J, Tejerina Lobo J, Pe\u00f1a M, Sanz-Medel A (2011). Titanium release in serum of patients with different bone fixation implants and its interaction with serum biomolecules at physiological levels. Analytical and Bioanalytical Chemistry; DOI 10.1007\/s00216-011-5232-8<\/p> <p>Der Volltext-Artikel ist f\u00fcr Journalisten auf Anfrage verf\u00fcgbar.<br \/> Kontakt: Joan Robinson, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"Verlag f\u00fcr wissenschaftliche Dokumentationen und Studien\" >Springer<\/a>, Tel.: +49-6221-487-8130, E-Mail: joan.robinson@springer.com<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sicherheit von Titanimplantaten auf dem Pr\u00fcfstand Forscher finden neue hochsensible Methode zur Messung von Titanabsonderungen durch Implantate New York \/ Heidelberg, 25. Juli 2011 Im Springer-Fachjournal Analytical and Bioanalytical Chemistry erscheint ein Beitrag \u00fcber eine neue Methode, den Titangehalt im Blut von Patienten mit orthop\u00e4dischen Implantaten aus Titan zu bestimmen. 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