{"id":24147,"date":"2011-07-27T13:42:46","date_gmt":"2011-07-27T12:42:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=24147"},"modified":"2022-03-03T11:02:50","modified_gmt":"2022-03-03T10:02:50","slug":"wissenschaft-warnt-potential-der-aelteren-mitarbeiter-muss-staerker-genutzt-werden-sonst-droht-unternehmen-personalengpass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wissenschaft-warnt-potential-der-aelteren-mitarbeiter-muss-staerker-genutzt-werden-sonst-droht-unternehmen-personalengpass-1024147\/","title":{"rendered":"Ungenutztes Potentials an leistungsf\u00e4higen Arbeitskr\u00e4ften"},"content":{"rendered":"<table style=\"float: left; width: 100px;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\"> <tbody> <tr> <td align=\"center\" bgcolor=\"#ffffff\"><\/td> <\/tr> <\/tbody> <\/table> <p>Stuttgart, 26.07.2011 &#8211; Wollen die Unternehmen in Baden-W\u00fcrttemberg konkurrenzf\u00e4hig bleiben, m\u00fcssen sie das Potential ihrer \u00e4lteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter st\u00e4rker nutzen. Denn bereits in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren wird jeder vierte der gut eine Million Besch\u00e4ftigten in Baden-W\u00fcrttemberg \u00fcber 50 Jahre wegen gesundheitlicher Probleme vorzeitig in den Ruhestand gehen. Dann fehlen mehr als 250.000 Fachkr\u00e4fte, und qualifizierter Nachwuchs wird aufgrund des demografischen Wandels nicht in dem Ma\u00dfe zur Verf\u00fcgung stehen. Nur eine strukturierte Gesundheitsf\u00f6rderung am Arbeitsplatz kann diesem Trend entgegenwirken. <!--more-->Darauf machen Prof. Dr. Schlicht, Direktor der Master:Online Weiterbildungsakademie und Studiendekan des Weiterbildungsstudiengangs Gerontologie an der Universit\u00e4t Stuttgart, die AOK Baden-W\u00fcrttemberg, die Deutsche Rentenversicherung und die Agentur f\u00fcr Arbeit anl\u00e4sslich der Veranstaltung Das Potential der \u00c4lteren nutzen am 26. Juli in Stuttgart aufmerksam.<\/p> <p>Wissenschaftliche Studien ermitteln, dass unzufriedene und gesundheitlich beeintr\u00e4chtigte Arbeitnehmer\/innen fr\u00fcher in den Ruhestand gehen als zufriedene und gesunde Mitarbeiter, sagt Prof. Dr. Wolfgang Schlicht von der Universit\u00e4t Stuttgart. In unserer heutigen Gesellschaft wird Altern gleichgesetzt mit Krankheit, geringer Leistungsf\u00e4higkeit und Innovationsfeindlichkeit. Diese f\u00fchrt zu einer fr\u00fchzeitigen Berentung von \u00e4lteren Arbeitnehmern und vergr\u00f6\u00dfert damit das Reservoir eines ungenutzten Potentials an leistungsf\u00e4higen Arbeitskr\u00e4ften. Dabei \u00fcbersehe eine solche Sicht das Potential des Alters wie Erfahrung, Weisheit und Weitsicht. Eine wesentliche Aufgabe, die sich den Betrieben stellt, ist deshalb eine am Alter der Belegschaft ausgerichtete Gesundheitsf\u00f6rderung und Krankheitspr\u00e4vention, fordert Schlicht.<\/p> <p>Gesundheitsf\u00f6rderung hilft Kosten senken<\/p> <p>Dass Betriebliche Gesundheitsf\u00f6rderung bzw. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zu einem noch wichtigeren Erfolgsfaktor f\u00fcr die Betriebe werden wird, sieht auch Dr. Christopher Hermann, stellvertretender Vorstandschef der AOK Baden-W\u00fcrttemberg. Doch viele Unternehmen scheuten sich noch, BGM zu nutzen. Eine Investition in BGM k\u00f6nne jedoch hohe Folgekosten vermeiden: Laut einer Studie der Felix Burda Stiftung entstehen den Unternehmen durch Krankheitsausf\u00e4lle pro Jahr Kosten in H\u00f6he von rund 129 Milliarden Euro das sind rund 50 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben bundesweit. Dabei sind laut Bundesanstalt f\u00fcr Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 30 bis 40 % der Arbeitsunf\u00e4higkeitszeiten durch eigene Ma\u00dfnahmen der Unternehmen vermeidbar, sagt Hermann.<\/p> <p>Besonders in Zeiten, in den die Ausfallzeiten wegen Depressionen und psychischen Erkrankungen immer weiter steigen fast 10 Prozent aller Arbeitsunf\u00e4higkeitstage in Baden-W\u00fcrttemberg im Jahr 2010 sind auf psychische Erkrankungen zur\u00fcckzuf\u00fchren sei eine strukturierte Gesundheitspr\u00e4vention im Betrieb unerl\u00e4sslich. Deshalb biete die AOK seit 1997 das Betriebliche Gesundheitsmanagement an. Allein im letzten Jahr h\u00e4tten rund 1.000 Betriebe dieses Angebot genutzt. Besonders erfreulich sei, dass auch vermehrt gesundheitsorientierte Veranstaltungen f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte nachgefragt w\u00fcrden, z. B. Kommunikation und F\u00fchrung oder f\u00fcrsorgliche Krankenr\u00fcckkehrgespr\u00e4che.<\/p> <p>Ohne \u00c4ltere geht es nicht der Arbeitsmarkt muss sich anpassen<\/p> <p>F\u00fcr Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion Baden-W\u00fcrttemberg der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit, kommt die gute Konjunktur im S\u00fcdwesten nicht bei allen Personengruppen gleich stark an. J\u00fcngere profitieren st\u00e4rker als \u00c4ltere. Die Jugendarbeitslosigkeit ist binnen eines Jahres um rund ein Drittel zur\u00fcckgegangen. Der R\u00fcckgang bei den \u00e4lteren Arbeitslosen f\u00e4llt im Vergleich schwach aus. Er betr\u00e4gt rund acht Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Das Dilemma: Das Land braucht k\u00fcnftig mehr Fachkr\u00e4fte bei gleichzeitig sinkender Bev\u00f6lkerung. Die Arbeitsmarktpartner m\u00fcssen deshalb gemeinsam die inl\u00e4ndischen Potentiale mobilisieren und \u00c4ltere l\u00e4nger in Arbeit halten.<\/p> <p>Pr\u00e4vention und Rehabilitation rechnen sich<\/p> <p>Neben der Pr\u00e4vention ist aus Sicht von Hubert Seiter, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Deutschen Rentenversicherung Baden-W\u00fcrttemberg, auch die Rehabilitation der Schl\u00fcssel, um dieses Ziel zu erreichen. Aufgrund der demographischen Entwicklung brauchen wir in Zukunft jede Arbeitskraft. Der Grundsatz Pr\u00e4vention vor Rehabilitation vor Rente muss deshalb in unserer Gesellschaft fest verankert werden. Denn Pr\u00e4vention und Rehabilitation helfen die Erwerbsf\u00e4higkeit zu erhalten und rechnen sich laut wissenschaftlichen Untersuchungen mit 2,50 Euro bis 5 Euro je eingesetztem Euro.<\/p> <p>Hinweis an die Redaktionen:<br \/> Zusatzinformationen sind als Anlage beigef\u00fcgt. Weitere Informationen wie die Statements der Referenten oder die Brosch\u00fcre &#8222;Neue Wege zur Personalgewinnung&#8220; der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit stehen unter www.aok-bw-presse.de zum Download bereit.<\/p> <p>(ddp direct) GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG<\/p> <p>Universit\u00e4t Stuttgart, Master:Online Integrierte Gerontologie<br \/> AOK Baden-W\u00fcrttemberg, Stuttgart<br \/> Bundesagentur f\u00fcr Arbeit, Regionaldirektion Baden-W\u00fcrttemberg, Stuttgart<br \/> Deutsche Rentenversicherung Baden-W\u00fcrttemberg, Stuttgart<\/p> <p>Ansprechpartner f\u00fcr die Presse:<\/p> <p>Prof. Dr. Wolfgang Schlicht<br \/> Tel.: 0711 \/ 685 63152<br \/> E-Mail: wolfgang.schlicht@inspo.uni-stuttgart.de<br \/> Infos unter: www.master-gerontologie.de oder www.sport.uni-stuttgart.de<\/p> <p>AOK Baden-W\u00fcrttemberg, Pressestelle<br \/> Kurt Wesselsky (Pressesprecher)<br \/> Tel.: 0711 \/ 2593 &#8211; 229<br \/> E-Mail: presse@bw.aok.de<br \/> Infos unter: www.aok-bw.de<\/p> <p>Bundesagentur f\u00fcr Arbeit, Regionaldirektion Baden-W\u00fcrttemberg, Pressestelle<br \/> Kerstin Fickus, Pressesprecherin<br \/> Tel.: 0711 \/ 941 1234<br \/> E-Mail: Kerstin.Fickus@arbeitsagentur.de<br \/> Infos unter: www.arbeitsagentur.de<\/p> <p>Deutsche Rentenversicherung Baden-W\u00fcrttemberg<br \/> Ulrich Hartschuh<br \/> Tel.: 0711 \/ 848 184 01<br \/> E-Mail: ulrich.hartschuh@drv-bw.de<br \/> Infos unter: www.deutsche-rentenversicherung-bw.de<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> AOK Baden-W\u00fcrttemberg<br \/> Sascha Kirme\u00df<br \/> Heilbronner Stra\u00dfe 184<\/p> <p>70191 Stuttgart<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: presse@bw.aok.de<br \/> Homepage: www.aok-bw.de<br \/> Telefon: 0711 \/ 2593 &#8211; 229<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> AOK Baden-W\u00fcrttemberg<br \/> Sascha Kirme\u00df<br \/> Heilbronner Stra\u00dfe 184<\/p> <p>70191 Stuttgart<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: presse@bw.aok.de<br \/> Homepage:<br \/> Telefon: 0711 \/ 2593 &#8211; 229<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stuttgart, 26.07.2011 &#8211; Wollen die Unternehmen in Baden-W\u00fcrttemberg konkurrenzf\u00e4hig bleiben, m\u00fcssen sie das Potential ihrer \u00e4lteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter st\u00e4rker nutzen. 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