{"id":26184,"date":"2011-08-16T15:21:28","date_gmt":"2011-08-16T14:21:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=26184"},"modified":"2011-08-16T15:21:28","modified_gmt":"2011-08-16T14:21:28","slug":"uebung-macht-den-meister","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/uebung-macht-den-meister-1026184\/","title":{"rendered":"Experten der visuellen Worterkennung"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"visuelle Worterkennung von Erfahrung beeinflusst\" src=\"http:\/\/images.springer.com\/cda\/content\/image\/cda_displayimage.jpg?SGWID=0-0-16-794433-0\" alt=\"\" width=\"106\" height=\"149\" \/>Turnier-Scrabblespieler k\u00f6nnen W\u00f6rter schneller visualisieren als gedacht<\/p> <p>New York \/ Heidelberg, 16. August 2011<\/p> <p>Die F\u00e4higkeit, Worte schnell zu erkennen, l\u00e4sst sich durch Erfahrung und \u00dcbung verfeinern. Zu diesem Ergebnis kommt Ian Hargreaves mit seinen Kollegen von der University of Calgary in Kanada. Sie k\u00f6nnen erstmalig nachweisen, dass diese F\u00e4higkeit selbst im Erwachsenenalter noch weit ausbauf\u00e4higer ist als man dies wissenschaftlich bislang f\u00fcr m\u00f6glich gehalten hat. Bewiesen wurde dies in einer Studie mit Turnier-Scrabblespieler, die soeben in der Online-Ausgabe der Springer-Zeitschrift Memory &amp; Cognition erschienen ist.<\/p> <p><!--more-->Wer bei Scrabble-Turnieren antritt, verf\u00fcgt \u00fcber eine \u00fcberdurchschnittliche Erfahrung, W\u00f6rter zu erkennen. Oft besch\u00e4ftigen sich diese Spieler intensivst mit den 180.000 W\u00f6rtern der Official Tournament and Club Word List. F\u00fcr Hargreaves und seine Kollegen war interessant, inwieweit sich Erfahrung auf die visuelle Worterkennung auswirkt. Mithilfe eines klassischen Worterkennungsmodells \u2013 der sogenannten \u201elexical decision task\u201c -, bei dem Testpersonen blitzartig entscheiden m\u00fcssen, ob ein angezeigtes Wort tats\u00e4chlich existiert oder nicht, verglichen sie die entsprechenden F\u00e4higkeiten von Turnierspielern und Teilnehmern ohne solche Erfahrung.<\/p> <p>In zwei Experimenten wurden den Teilnehmern vertikal und horizontal W\u00f6rter mit konkreter<br \/> (z. B. Lastwagen) und abstrakter Bedeutung (z. B. Wahrheit) vorgelegt. Gemessen wurde, wie schnell und wie die W\u00f6rter beurteilt wurden. Das erste Experiment mit 23 Studenten best\u00e4tigte die \u00fcblichen Erwartungen. Im zweiten Experiment allerdings traten 23 Turnier-Scrabblespieler gegen 23 unerfahrene Teilnehmer der gleichen Altersgruppe an \u2013 das Alter war insofern wichtig, als \u00e4ltere Erwachsene in der Regel \u00fcber die Jahre mehr gelesen haben und \u00fcber einen gr\u00f6\u00dferen Wortschatz verf\u00fcgen.<\/p> <p>Die visuelle Worterkennungsf\u00e4higkeit von Turnier-Spielern unterschied sich ganz erheblich von der der unerfahrenen Teilnehmer \u2013 speziell im Bereich der buchstabenabh\u00e4ngigen Wortfindungsf\u00e4higkeit wie auch der Genauigkeit bei der Bildung von Anagrammen, zweier Scrabble-typischer F\u00e4higkeiten. Die Turnierspieler konnten schneller beurteilen, ob ein Wort existiert oder nicht. Sie beurteilten auch vertikale W\u00f6rter schneller als Spieler ohne Turniererfahrung und erfassten abstrakte W\u00f6rter rascher. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass es f\u00fcr Scrabble-Spieler bei der Beurteilung eines Wortes nicht so wichtig ist, ob die W\u00f6rter eine Bedeutung haben. Durch die Nutzung orthografischer Informationen sind sie au\u00dferdem flexibler bei der Worterkennung.<\/p> <p>Die Autoren: \u201eUnsere Ergebnisse machen deutlich, dass die visuelle Worterkennung von Erfahrung beeinflusst wird. Selbst bei Erwachsenen l\u00e4sst sich diese F\u00e4higkeit durch \u00dcbung noch steigern. Turnier-Scrabblespieler sind echte Experten der visuellen Worterkennung. Ihre F\u00e4higkeiten gehen weit \u00fcber das hinaus, was wir bisher als Endpunkt der Entwicklung des Worterkennungssystems gesehen haben.\u201c<\/p> <p>Quelle<br \/> Hargreaves IS et al (2011). How a hobby can shape cognition: visual word recognition in competitive Scrabble players. Memory &amp; Cognition. DOI 10.3758\/s13421-011-0137-5<\/p> <p>Der vollst\u00e4ndige Artikel steht Journalisten auf Anfrage zur Verf\u00fcgung.<br \/> Kontakt: Renate Bayaz, <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.springer.com\/?SGWID=1-102-0-0-0\" title=\"wissenschaftliche Texte und Publikationen\" >Springer<\/a> | Tel. +49 6221 487-8531 | renate.bayaz@springer.com | Folgen Sie Springer SBM Germany:<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Turnier-Scrabblespieler k\u00f6nnen W\u00f6rter schneller visualisieren als gedacht New York \/ Heidelberg, 16. August 2011 Die F\u00e4higkeit, Worte schnell zu erkennen, l\u00e4sst sich durch Erfahrung und \u00dcbung verfeinern. Zu diesem Ergebnis kommt Ian Hargreaves mit seinen Kollegen von der University of Calgary in Kanada. 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