{"id":268999,"date":"2017-06-09T16:41:28","date_gmt":"2017-06-09T15:41:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=268999"},"modified":"2017-06-09T16:41:28","modified_gmt":"2017-06-09T15:41:28","slug":"hkk-studie-positiver-wandel-in-der-vaterrolle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/hkk-studie-positiver-wandel-in-der-vaterrolle-10268999\/","title":{"rendered":"hkk-Studie &#8211; Positiver Wandel in der Vaterrolle"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-269000 size-full\" title=\"g\u00fcnstigste deutschlandweite Krankenkasse\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/logo_05.png\" alt=\"Bild\" width=\"159\" height=\"100\" srcset=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/logo_05.png 159w, https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/logo_05-40x25.png 40w\" sizes=\"auto, (max-width: 159px) 100vw, 159px\" \/>M\u00e4nner leiden unter dem Spagat zwischen Beruf und Vaterrolle<\/p> <p>Nur jeder dritte Vater geht in Elternzeit \u2013 und das trotz staatlicher finanzieller Anreize. Die Mehrheit davon entscheidet sich dann auch nur f\u00fcr die \u201eSparvariante\u201c, das Minimum von zwei Monaten. Das ist das Ergebnis einer\u00a0bundesweit repr\u00e4sentativen\u00a0Untersuchung der hkk Krankenkasse. Studienleiter Dr. Bernard Braun vom Bremer Institut f\u00fcr Arbeitsschutz und Gesundheitsf\u00f6rderung (BIAG): \u201eKein Wunder, dass sich V\u00e4ter auch heutzutage in Sachen Elternzeit in Zur\u00fcckhaltung \u00fcben. Denn um eine aktive Vaterrolle leben zu k\u00f6nnen, fehlt h\u00e4ufig die Unterst\u00fctzung durch den Arbeitgeber.\u201c<\/p> <p><!--more-->Positiver Wandel der Vaterrolle<\/p> <p>V\u00e4ter sind der Meinung, dass sich ihre Rolle zum Positiven ge\u00e4ndert hat. Im Vergleich zu ihren eigenen V\u00e4tern verbringen sie mehr Zeit mit ihren Kindern und \u00fcbernehmen dabei mehr Verantwortung. Dennoch gaben \u00fcber 80 Prozent der Befragten an, dass sie sich noch mehr Zeit mit den Kindern w\u00fcnschen. Tats\u00e4chlich ist es so, dass V\u00e4ter immer noch mehr als die H\u00e4lfte des Tages an ihrem Arbeitsplatz verbringen und nur 14 Prozent des Tages aktiv mit ihrem Kind. M\u00fctter wenden hingegen mehr als die H\u00e4lfte des Tages f\u00fcr die Versorgung ihres Nachwuchses auf. Weit weniger Zeit (31 Prozent) verbringen die M\u00fctter, nach Einsch\u00e4tzung der V\u00e4ter, in ihrem Beruf. Fragt man V\u00e4ter, wie sie ihre Rolle im Vergleich zur Mutter einsch\u00e4tzen, messen sie ihrer Partnerin als Vertrauensperson und Erzieherin f\u00fcr die Kinder immer noch eine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung bei. Als Versorger und Spielkamerad sehen sie sich hingegen auf Augenh\u00f6he mit den M\u00fcttern.<\/p> <p>M\u00e4nner gehen nicht in Elternzeit, weil die Mutter zu wenig verdient<\/p> <p>Die Tatsache, dass Frauen tendenziell weniger verdienen, f\u00fchrt dazu, dass M\u00e4nner sich gegen oder nur f\u00fcr eine sehr kurze Elternzeit entscheiden. Dr. Braun: \u201eHinzu kommt, dass Frauen h\u00e4ufiger in Teilzeit besch\u00e4ftigt sind und deshalb nicht alleine f\u00fcr das Familieneinkommen sorgen k\u00f6nnen.\u201c Familienpolitisch m\u00fcssten die beruflichen Rahmenbedingungen f\u00fcr M\u00fctter st\u00e4rker in den Fokus ger\u00fcckt und verbessert werden. Erst dann k\u00f6nnten V\u00e4ter ihre Rolle st\u00e4rker leben. \u201eDer Wunsch ist da, die Rahmenbedingungen noch nicht\u201c, so Dr. Braun.<\/p> <p>V\u00e4ter mit kleinen Kindern sind extrem gestresst<\/p> <p>Dass die Rahmenbedingungen f\u00fcr junge V\u00e4ter nicht optimal sind, zeigt sich auch bei der Messung des Stresslevels. Knapp die H\u00e4lfte aller V\u00e4ter, deren j\u00fcngstes Kind unter sechs Jahre alt ist, zeigt ein signifikant h\u00f6heres Stressniveau als V\u00e4ter, deren j\u00fcngstes Kind bereits sieben Jahre und \u00e4lter ist. Zeit zum Stressabbau finden junge V\u00e4ter wohl auch nur selten. Etwa 49 Prozent der V\u00e4ter mit ganz kleinen Kindern (0 bis 3 Jahre) treibt w\u00e4hrend der Woche keinen Sport. hkk-Bereichsleiter Versorgungsmanagement Dr. Christoph Vauth: \u201eSieben von zehn aller befragten V\u00e4ter bewegen sich weniger als zwei Stunden in der Woche. Das ist aus gesundheitlicher Sicht sehr bedenklich. Eine regelm\u00e4\u00dfige und moderate sportliche Aktivit\u00e4t reguliert nicht nur Stress, sondern hat auch eine sch\u00fctzende Wirkung gegen eine Vielzahl von Erkrankungen, wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und \u00dcbergewicht.\u201c Laut Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten Erwachsene w\u00f6chentlich mindestens 2,5 Stunden k\u00f6rperlich aktiv sein. hkk-Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Ritter: \u201eK\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Wirksamer Gesundheitsschutz setzt sich einerseits zusammen aus Verhaltenspr\u00e4vention, wie etwa Sport und Entspannungskursen, sowie andererseits aus Verh\u00e4ltnispr\u00e4vention am Arbeitsplatz. Betriebe k\u00f6nnen V\u00e4ter unterst\u00fctzen, indem sie beispielsweise, dort wo es m\u00f6glich ist, Arbeitszeitmodelle anbieten, die speziell auf die Bed\u00fcrfnisse junger V\u00e4ter abgestimmt sind. \u201eDiese m\u00fcssen zwar individuell und sehr sorgf\u00e4ltig geplant werden, damit betriebliche Abl\u00e4ufe nicht ins Stocken geraten, aber sie sind weitaus besser kalkulierbar als beispielsweise Ausf\u00e4lle wegen Krankheit\u201c, so Ritter.<\/p> <p>Elternzeit nicht in allen Branchen gleicherma\u00dfen akzeptiert<\/p> <p>Im Branchenvergleich hinsichtlich der Akzeptanz von Elternzeit zeigen sich gravierende Unterschiede. Hohe Anerkennung und weite Verbreitung der Elternzeit finden sich im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der IT- und Telekommunikationsbranche. Im Handel und im Baugewerbe ist das Verst\u00e4ndnis hingegen besonders gering. Die Betreuung eines Kindes oder die Pflege eines kranken Kindes werden in diesem Arbeitsumfeld kaum gebilligt. Dr. Braun: \u201eNach wie vor fehlt in vielen Betrieben das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr V\u00e4ter, die ihr krankes Kind pflegen oder sich w\u00e4hrend der Ferienzeit aktiv um ihre Kindern k\u00fcmmern m\u00f6chten. Dabei besteht dringender Nachholbedarf.\u201c So w\u00fcnschen sich 41 Prozent der V\u00e4ter vom Arbeitgeber mehr Unterst\u00fctzung; beispielsweise in Form von flexibleren Arbeitszeiten und besseren M\u00f6glichkeiten zur Kinderbetreuung. hkk-Gesundheitsexperte Dr. Wolfgang Ritter fordert deshalb die Abkehr vom alten Rollenverst\u00e4ndnis in Unternehmen: \u201eDabei sind F\u00fchrungskr\u00e4fte besonders gefragt. Sie m\u00fcssen mit gutem Beispiel vorangehen und ihrerseits Eltern- sowie Erziehungszeiten in Anspruch nehmen.\u201c Voraussetzung daf\u00fcr sei eine Betriebskultur, die es erlaubt, Arbeitszeitmodelle wie etwa Home-Office und Teilzeit offen zu diskutieren. Dies w\u00e4re insbesondere in Branchen, in denen Elternzeit f\u00fcr V\u00e4ter bislang keine gro\u00dfe Rolle spielt, ein wichtiger Schritt.<br \/> hkk-Studie<\/p> <p>Im Auftrag der hkk wurden 924 gesetzlich krankenversicherte und erwerbst\u00e4tige V\u00e4ter im Alter zwischen 25 und 55 Jahren zu ihrer Vaterschaft befragt. Die Ausgangsthese des aktuelle hkk-Gesundheitsreports \u201eJunge V\u00e4ter im Erwerbsleben\u201c war, dass junge V\u00e4ter ein deutlich moderneres Vaterbild haben und leben als ihre \u00e4lteren Kollegen. Dabei wurde unter anderem untersucht, ob V\u00e4ter ihre Rolle wirklich aktiver ausleben und tendenziell mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Zudem pr\u00fcften die Wissenschaftler, welche Auswirkungen gesellschaftliche und betriebliche Rahmenbedingungen in diesem Zusammenhang haben.<\/p> <p>Fehlzeitenreport 2017: Krankenstand bleibt auf gleichem Niveau<\/p> <p>Der Fehlzeitenreport wertet auch den Krankenstand der erwerbst\u00e4tigen hkk-Mitglieder aus. Insgesamt lag die Betroffenenquote im Jahr 2016 bei 50,9 Prozent. Das bedeutet: Mehr als die H\u00e4lfte aller Besch\u00e4ftigten waren 2016 mindestens einmal krankgeschrieben. Der Krankenstand blieb mit 3,7 Prozent unver\u00e4ndert gegen\u00fcber dem Jahr 2015. Damit waren an jedem Tag des Jahres durchschnittlich 37 von 1.000 Erwerbst\u00e4tigen krankgeschrieben. Die meisten Ausfalltage gingen auf das Konto der sogenannten Muskel-Skelett-Erkrankungen wie beispielsweise R\u00fcckenschmerzen (319 Tage je 100 Versicherte). Psychische Erkrankungen sind auf Platz zwei. Mit rund 214 Fehltagen je 100 Versicherte sind die Seelenleiden 2016 um 47 Prozentpunkte gestiegen (2015: 167 Tage je 100 Versicherte). Auf Platz drei liegen Krankheiten des Atmungssystems. Hier sanken die Ausfalltage gegen\u00fcber dem Vorjahr von 213 auf 203 Tage je 100 Versicherte. Insgesamt dauerte eine Krankschreibung im Jahr 2016 im Schnitt 11,6 Tage \u2013 einen halben Tag l\u00e4nger als im Vorjahr.<\/p> <p>Ansprechpartner f\u00fcr die Presse:<\/p> <p>hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse), Martinistr. 26, 28195 Bremen<\/p> <p>Holm Ay, Tel.: 0421.3655 1000 | Ilja Mertens, Tel.: 0421.3655 3177<\/p> <p>E-Mail: presse@hkk.de Internet: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.hkk.de\/\"  rel=\"nofollow\">www.hkk.de<\/a><\/p> <p>\u00dcber die hkk Krankenkasse (Handelskrankenkasse): Die hkk z\u00e4hlt mit mehr als 550.000 Versicherten (davon mehr als 420.000 beitragszahlende Mitglieder), 27 Gesch\u00e4ftsstellen und 2.000 Servicepunkten zu den gro\u00dfen gesetzlichen Krankenkassen. 2016 betrug ihr Wachstum mehr als 100.000 Kunden. Ihr stabiler Zusatzbeitrag von 0,59 Prozent (Gesamtbeitrag 15,19 Prozent) macht sie seit Jahren zur g\u00fcnstigsten deutschlandweit w\u00e4hlbaren Krankenkasse. hkk-Kunden k\u00f6nnen im Vergleich zum Kassendurchschnitt abh\u00e4ngig von ihrem Einkommen bis zu 266 Euro j\u00e4hrlich sparen; gegen\u00fcber einer Kasse mit 1,7 Prozent Zusatzbeitrag sogar bis zu 579 Euro. Auch die Extraleistungen \u00fcbertreffen den Branchendurchschnitt: Unter anderem erstattet die hkk zus\u00e4tzliche Leistungen im Wert von \u00fcber 1.000 Euro je Versicherten und Jahr in den Bereichen Naturmedizin, Vorsorge und bei Schwangerschaft. Erg\u00e4nzend f\u00f6rdert das hkk-Bonusprogramm Gesundheitsaktivit\u00e4ten mit bis zu 250 Euro j\u00e4hrlich. F\u00fcr einen weiterf\u00fchrenden Gesundheitsschutz erhalten hkk-Kunden private Zusatzangebote der LVM-Versicherung zu Sonderkonditionen. Die Verwaltungskosten der hkk liegen etwa 20 Prozent unter dem Branchendurchschnitt. Rund 900 Mitarbeiter(innen) betreuen ein Ausgabenvolumen von mehr als 1,3 Mrd. Euro.<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>hkk Krankenkasse<\/p> <p>Ilja Mertens<\/p> <p>Martinistra\u00dfe 26<\/p> <p>28195 Bremen<\/p> <p>0421 3655-3177<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00e4nner leiden unter dem Spagat zwischen Beruf und Vaterrolle Nur jeder dritte Vater geht in Elternzeit \u2013 und das trotz staatlicher finanzieller Anreize. Die Mehrheit davon entscheidet sich dann auch nur f\u00fcr die \u201eSparvariante\u201c, das Minimum von zwei Monaten. Das ist das Ergebnis einer\u00a0bundesweit repr\u00e4sentativen\u00a0Untersuchung der hkk Krankenkasse. 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