{"id":269074,"date":"2017-07-21T09:41:00","date_gmt":"2017-07-21T08:41:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=269074"},"modified":"2020-02-20T10:16:07","modified_gmt":"2020-02-20T09:16:07","slug":"zinswende-brutale-neubewertung-der-immobilienpreise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/zinswende-brutale-neubewertung-der-immobilienpreise-10269074\/","title":{"rendered":"Zinswende &#8211; Brutale Neubewertung der Immobilienpreise?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-269075\" title=\"Erfolgreicher Verm\u00f6gensaufbau und Verm\u00f6genssicherung mit Wohnimmobilien\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/323213.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"203\" height=\"289\" \/>Brutale Neubewertung von Privatverm\u00f6gen &#8211; Immobilien massiv betroffen<br \/> Werden Immobilienpreise bald fallen?<br \/> Die Bundesbank berichtet, dass das Geldverm\u00f6gen der privaten Haushalte gegen\u00fcber dem vierten Quartal 2016 deutlich, um gut 84 Mrd. EUR oder 1,5 %, gestiegen ist und sich zum Ende des ersten Quartals 2017 auf 5 676 Mrd. EUR belief. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Mittel floss mit \u00fcber 24 Mrd. EUR in Anspr\u00fcche gegen\u00fcber Versicherungen und Pensionseinrichtungen. Zufl\u00fcsse in Bargeld und Einlagen fielen nach dem kr\u00e4ftigen Vorquartal mit etwa 12 Mrd. EUR deutlich geringer aus.<\/p> <p><!--more-->Die privaten Haushalte weiteten ihr Engagement in Aktien und Anteilen an Investmentfonds aus. Mit rund 9 Mrd. EUR wurden vor allem Anteile an Investmentfonds gekauft, darunter prim\u00e4r Immobilien- und gemischte Wertpapierfonds. Nach Verk\u00e4ufen im Vorquartal wurden zudem Aktien und sonstige Anteilsrechte per saldo im Umfang von fast 2 Mrd. EUR erworben. In der Summe hielt die seit einiger Zeit vorherrschende Pr\u00e4ferenz f\u00fcr liquide und risikoarme Anlagen weiter an.<\/p> <p>Die Verbindlichkeiten der privaten Haushalte wuchsen im ersten Quartal 2017 um gut 7 Mrd. EUR, sodass ihr Nettogeldverm\u00f6gen gegen\u00fcber dem Vorquartal um 77 Mrd. EUR oder 2,0 % auf 3 997 Mrd. EUR stieg.<\/p> <p>Zunahme des Geldverm\u00f6gens<\/p> <p>Das im Berichtsquartal insgesamt g\u00fcnstige Kapitalmarktumfeld bescherte den privaten Haushalten in Deutschland zus\u00e4tzlich Bewertungsgewinne, die f\u00fcr sich genommen das gehaltene Geldverm\u00f6gen um etwa 25 Mrd. EUR erh\u00f6hten. Das betraf neben b\u00f6rsennotierten Aktien auch Anteile an Investmentfonds. Die transaktions- und bewertungsbedingten \u00c4nderungen f\u00fchrten im Ergebnis im ersten Quartal zu einem deutlichen Anstieg des Geldverm\u00f6gens um etwa 84 Mrd. EUR oder 1,5 % auf 5 676 Mrd. EUR zum Ende des Quartals.<\/p> <p>Zunahme der Wohnungsbaukredite<\/p> <p>Im Rahmen der Au\u00dfenfinanzierung nahmen die privaten Haushalte Mittel in H\u00f6he von etwa 6 Mrd. EUR auf. Die Mittel wurden im ersten Quartal 2017 fast ausschlie\u00dflich von inl\u00e4ndischen Monet\u00e4ren Finanzinstituten bereitgestellt. Es handelte sich dabei vor allem um Wohnungsbaukredite. Die Verbindlichkeiten stiegen insgesamt um gut 7 Mrd. EUR oder 0,4 % auf 1 678 Mrd. EUR. Zusammen mit der Entwicklung des Geldverm\u00f6gens f\u00fchrte dies zu einem Anstieg des Nettogeldverm\u00f6gens um 77 Mrd. EUR oder 2,0 % auf 3 997 Mrd. EUR.<\/p> <p>Baugewerbe<\/p> <p>Laut statistischem Bundesamt hielt die Produktion im Baugewerbe im April saisonbereinigt weitgehend das Vormonatsniveau. Damit ergab sich gegen\u00fcber dem Durchschnitt des ersten Vierteljahres 2017 ein starker Anstieg (+ 3%). Zwar legte auch die Produktion im Ausbaugewerbe kr\u00e4ftig zu (+1%), jedoch war vor allem der ganz erhebliche Zuwachs im Bauhauptgewerbe (+ 5%) f\u00fcr das Gesamtergebnis ausschlaggebend. Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe nahm im ersten Quartal 2017 gegen\u00fcber dem bereits sehr starken Vorquartal saisonbereinigt sp\u00fcrbar zu. Dies schl\u00e4gt sich in einer sehr hohen Auftragsreichweite nieder. F\u00fcr den April meldeten die Unternehmen des Bauhauptgewerbes einen weiteren Anstieg der Auftr\u00e4ge. Damit d\u00fcrfte die rege Baukonjunktur vorerst anhalten.<\/p> <p>Wohnimmobilienmarkt<\/p> <p>Der Wohnimmobilienmarkt ist trotz der deutlichen Ausweitung des Bestandes in den letzten Jahren weiterhin durch einen Nachfrage\u00fcberhang gekennzeichnet. Zur expansiven Grunddynamik tragen die g\u00fcnstigen Einkommensverh\u00e4ltnisse der privaten Haushalte sowie die niedrigen Finanzierungskosten bei. Impulse kommen zudem von der nach wie vor hohen arbeitsmarktorientierten Zuwanderung sowie der seit einigen Jahren zunehmenden Bev\u00f6lkerungskonzentration in den Ballungsr\u00e4umen. Dementsprechend weiteten sich die Wohnungsbauinvestitionen im Winterhalbjahr 2016\/ 2017 deutlich aus. Die Dynamik der Baugenehmigungen gab indes im Verlauf des vergangenen Jahres merklich nach.<\/p> <p>Mit Blick auf den bis zuletzt deutlich aufw\u00e4rtsgerichteten Auftragseingang im Bauhauptgewerbe sowie den hohen Auftragsbestand, sollten die Wohnungsbauinvestitionen im laufenden und im kommenden Jahr weiter kr\u00e4ftig zunehmen. Die gegenw\u00e4rtig besonders lebhaften Neubauaktivit\u00e4ten d\u00fcrften sich jedoch allm\u00e4hlich beruhigen. So wirken die r\u00fcckl\u00e4ufige heimische Bev\u00f6lkerungszahl sowie die nachlassende Zuwanderung perspektivisch d\u00e4mpfend. Mit Blick auf die Wohnungsbauinvestitionen insgesamt, wirkt dem nachlassenden Schwung beim Neubau entgegen, dass die Investitionen in den Wohnungsbestand etwa im Zusammenhang mit energetischen Sanierungen oder dem altersgerechten Umbau perspektivisch noch weiter ansteigen d\u00fcrften.<\/p> <p>Brutale Neubewertung<\/p> <p>Da platzt der Risikobericht der franz\u00f6sischen Finanzaufsicht AMF hinein und warnt vor einem potenziellen Einbruch der Aktienkurse auf breiter Front. Immobilien k\u00f6nnten demnach drastisch an Wert verlieren und Deutschland w\u00e4re davon auch betroffen.<\/p> <p>Die franz\u00f6sische Finanzaufsicht hat die Einleitung ihres Risikoberichts 2017 den Ereignissen von vor zehn Jahren gewidmet. Die Franzosen vergleichen die aktuelle Situation mit jener vor zehn Jahren und warnen, dass derzeit eine sorglose Stimmung unter den Akteuren herrsche, die angesichts der zahlreichen Gefahren nicht gerechtfertigt sein k\u00f6nnte. &#8222;In einem Umfeld, wie wir es jetzt haben, geh\u00f6rt eine brutale Neubewertung von Verm\u00f6genspreisen zu den gro\u00dfen Risiken&#8220;, hei\u00dft es w\u00f6rtlich.<\/p> <p>Die franz\u00f6sischen Analysten meinen damit einen potenziellen Einbruch der Kurse auf breiter Front. Die franz\u00f6sische Beh\u00f6rde Autorite des Marches Financiers (AMF) ist hierzulande verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig unbekannt. Experten schauen sich aber gerne an, was aus Paris berichtet wird.<\/p> <p>Kritisches globales Umfeld<\/p> <p>Laut AMF sei das globale Umfeld aus mehreren Gr\u00fcnden besonders kritisch. &#8222;Hohe Bewertungen an manchen Aktienb\u00f6rsen, vor allem in den USA, und extrem niedrige Risikopr\u00e4mien an den Bondm\u00e4rkten werfen die Fragen auf, ob die Risiken nicht untersch\u00e4tzt werden&#8220;, sagt Gerard Rameix, Vorsitzender der AMF.<\/p> <p>Akut wird die Frage der falsch bepreisten Risiken, wenn sich die Finanzierungskosten verteuern. Genau das passiert nun aber, da die Notenbanken die Zinswende eingel\u00e4utet haben. Die US-Notenbank Fed hat bereits viermal den Leitzins angehoben, diese Woche haben die Kanadier &#8211; und damit eine weitere G-7-Notenbank &#8211; nachgezogen. Auch die Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) hat angedeutet, ihre Geldpolitik demn\u00e4chst zu straffen.<\/p> <p>In einer durch Nullzinsen hoch gehebelten Finanzwelt k\u00f6nnen steigende Zinsen wie ein Streichholz sein, das in ein Benzinfass geworfen wird. Europaweit sei die Verschuldung sowohl der \u00f6ffentlichen als auch der privaten Haushalte und der Firmen nach oben geschossen. Auch Deutschland ist keine Insel der Seligen. Wie oben bereits von der Bundesbank beschrieben, nimmt die Kreditvergabe zur Immobilienfinanzierung f\u00fcr die Haushalte weiter zu.<\/p> <p>Der Hypotheken-Bestand in den Bankbilanzen w\u00e4chst dieses Jahr um vier Prozent, was laut Peter Barkow von Barkow Consulting f\u00fcr deutsche Verh\u00e4ltnisse ein sehr hoher Wert sei. Barkow schl\u00e4gt damit in dieselbe Kerbe wie Andreas Dombret von der Bundesbank (ich berichtete). Schneller als erwartet steigende Zinsen k\u00f6nnten die ohnehin knappen Margen der Banken zerquetschen. Das k\u00f6nnte bei Kreditausf\u00e4llen einen Teufelskreis ausl\u00f6sen, der s\u00e4mtliche Verm\u00f6genswerte nach unten zieht. F\u00fcr die Franzosen jedenfalls ist die Zinswende und somit der Trendbruch bereits eingeleitet.<\/p> <p>Anmerkung: Laut Statistischem Bundesamt hat die Auftragsreichweite inzwischen den h\u00f6chsten Wert seit dem Jahr 1991. Ich erinnere mich noch gut an dieses Jahr, in dem ich intensiv mit Bautr\u00e4gern arbeitete. Der damalige Aufschwung hielt noch drei Jahre an, bevor der Immobilienmarkt im letzten Quartal 1994 kollabierte. Wie lange wird es im laufenden Zyklus dauern?<\/p> <p>Da kommt das neu aufgelegte Buch von Thomas Trepnau zur Immobilienbewertung zum rechten Zeitpunkt. Die Leser seines Ratgebers zur Immobilieninvestiton sind ohnehin schon seit dem Erscheinungstermin gut beraten und freuen sich \u00fcber ihre Verm\u00f6gensmehrung.<\/p> <p>Schulungen, Seminare und Coaching. Zuhause auf den Immobilienm\u00e4rkten in Europa. Fachb\u00fccher und Publikationen vom Spezialverlag.<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>Thomas Trepnau SAS<\/p> <p>Thomas Trepnau<\/p> <p>Ar Verouri Nevez 31<\/p> <p>29700 Plomelin<\/p> <p>+33658626107<\/p> <p>info@betongoldkurs.com<\/p> <p>http:\/\/www.immobilienkurs.com<\/p> <p><b>Pressekontakt<\/b><\/p> <p>Thomas Trepnau SAS<\/p> <p>Daniel Treuseel<\/p> <p>Ar Verouri N\u00e9vez 31<\/p> <p>29700 Plomelin<\/p> <p>+33658626107<\/p> <p>info@betongoldkurs.com<\/p> <p>http:\/\/www.immobilienkurs.com<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brutale Neubewertung von Privatverm\u00f6gen &#8211; Immobilien massiv betroffen Werden Immobilienpreise bald fallen? Die Bundesbank berichtet, dass das Geldverm\u00f6gen der privaten Haushalte gegen\u00fcber dem vierten Quartal 2016 deutlich, um gut 84 Mrd. EUR oder 1,5 %, gestiegen ist und sich zum Ende des ersten Quartals 2017 auf 5 676 Mrd. EUR belief. 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