{"id":269126,"date":"2017-08-18T14:57:53","date_gmt":"2017-08-18T13:57:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=269126"},"modified":"2017-08-18T14:57:53","modified_gmt":"2017-08-18T13:57:53","slug":"fake-news-rechtskonforme-methoden-und-praxistaugliche-handlungsempfehlungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/fake-news-rechtskonforme-methoden-und-praxistaugliche-handlungsempfehlungen-10269126\/","title":{"rendered":"Fake News &#8211; rechtskonforme Methoden und praxistaugliche Handlungsempfehlungen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-269128\" title=\"Was tun gegen Fake News\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/325078-e1503064620614.jpg\" alt=\"Bild\" width=\"269\" height=\"185\" \/>Fraunhofer SIT &#8211; Forschungsprojekt Dorian: Fake News finden und bek\u00e4mpfen<\/p> <p>Neues Forschungsprojekt DORIAN: Interdisziplin\u00e4res Team entwickelt rechtskonforme Methoden und praxistaugliche Handlungsempfehlungen<\/p> <p>Fake News werden meist zur Stimmungsmache oder gezielten Hetze gegen einzelne Personen verbreitet und k\u00f6nnen schnell im Internet kursieren. Doch was genau ist eine Fake News und wie lassen sie sich am besten bek\u00e4mpfen? Mit diesen Fragen besch\u00e4ftigt sich das im August gestartete und vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung gef\u00f6rderte Projekt DORIAN. Juristen, Medienwissenschaftler, Psychologen, Informatiker und Journalisten suchen gemeinsam nach M\u00f6glichkeiten, um Fake News automatisiert zu erkennen und ihrer Verbreitung entgegenzuwirken. <!--more-->Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Methoden und Handlungsempfehlungen, die praxistauglich sind und zugleich den Datenschutz und die Meinungsfreiheit wahren. Projektpartner sind das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Sichere Informationstechnologie, die Hochschule der Medien Stuttgart, die Universit\u00e4t Duisburg-Essen und die Universit\u00e4t Kassel. Weitere Informationen zum Projekt finden sich im Internet unter <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.sit.fraunhofer.de\/dorian\"  rel=\"nofollow\">www.sit.fraunhofer.de\/dorian<\/a><\/p> <p>Soziale Netzwerke und Nachrichtenportale im Internet sind zu einer wichtigen Plattform f\u00fcr gesellschaftliche und politische Kommunikation geworden. Koordinierte Fake News-Kampagnen setzen diese Plattformen zweckentfremdet ein, um manipulierte Nachrichten zu verbreiten. Sie zielen darauf, die \u00f6ffentliche Stimmung in eine bestimmte Richtung zu lenken, sie sollen als Massenpropaganda wirken oder bestimmte Gruppen gezielt beeinflussen.<\/p> <p>Oft ist es aufwendig, Fake News als solche zu entlarven. Bislang gibt es nur wenige Gegenma\u00dfnahmen, meist von Betreibern gro\u00dfer Internetplattformen wie Google oder Facebook sowie Medienh\u00e4usern, die Faktencheck-Portale betreiben. Das Projekt DORIAN hat es sich zum Ziel gesetzt, Mechanismen zur Aufdeckung und Bek\u00e4mpfung von Falschmeldungen zu entwickeln, die gleichzeitig das Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung sowie die Presse- bzw. Zensurfreiheit und den Datenschutz ber\u00fccksichtigen. Konkret erstellen die Projektpartner zum Beispiel Handlungsempfehlungen f\u00fcr B\u00fcrger, Beh\u00f6rden und Medienh\u00e4user.<\/p> <p>&#8222;Im Projekt DORIAN untersuchen wir Meinungsmanipulation mit einem umfassenden interdisziplin\u00e4ren Ansatz &#8211; damit wollen wir m\u00f6gliche technische L\u00f6sungen zur automatisierten Erkennung und Bek\u00e4mpfung von Desinformation und Meinungsmanipulation im Internet aufzeigen, die grundrechtskonform sind und nicht zensierend wirken sollen&#8220;, erkl\u00e4rt Dr. Michael Kreutzer, Projektleiter am Fraunhofer SIT. Prof. Dr. Martin Steinebach, ebenfalls Fraunhofer SIT, erg\u00e4nzt: &#8222;Wir bringen gro\u00dfe Kompetenz im Bereich technischer Datenschutz, Bild- und Textforensik, der Computerlinguistik sowie dem Internet als Infrastruktur in das Projekt ein.&#8220;<\/p> <p>Die rechtlichen Anforderungen im Projekt DORIAN untersucht ein Wissenschaftlerteam der Universit\u00e4t Kassel unter Leitung von Prof. Dr. Alexander Ro\u00dfnagel. &#8222;Wir schauen, in welchen F\u00e4llen gegen Fake News rechtlich vorgegangen werden kann und untersuchen, ob der bestehende Rechtsrahmen hierf\u00fcr ausreicht oder erweitert werden sollte&#8220;, sagt Ro\u00dfnagel, der mit seinem Team auch die Konformit\u00e4t von m\u00f6glichen Aufdeckungs- und Bek\u00e4mpfungsma\u00dfnahmen mit dem Datenschutz untersucht.<\/p> <p>Das Wissenschaftlerteam der Universit\u00e4t Duisburg-Essen steuert neueste Erkenntnisse aus der Medienpsychologie bei. &#8222;Wir untersuchen Prozesse der Meinungsbildung in sozialen Medien sowie Mechanismen zur Weiterleitung von Informationen im Internet&#8220;, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Nicole Kr\u00e4mer. Ihr Medienpsychologie-Team wird in Studien untersuchen, wie Menschen Falschinformationen wahrnehmen, ob sie in der Erinnerung &#8211; selbst nach deren Aufdeckung &#8211; haften bleiben und unter welchen Umst\u00e4nden die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger Warnungen vor Fake News beachten.<\/p> <p>Die Hochschule der Medien (HDM) in Stuttgart wird das Untersuchungsmaterial erheben, also eine Sammlung von Fake News erstellen. &#8222;Wir steuern zudem Erkenntnisse \u00fcber politische Kommunikation, journalistische Qualit\u00e4t, Datenjournalismus sowie redaktionelle Abl\u00e4ufe bei&#8220;, erg\u00e4nzen Prof. Dr. Katarina Bader und Prof. Dr. Lars Rinsdorf von der HDM.<\/p> <p>Das Projekt DORIAN &#8211; Desinformation aufdecken und bek\u00e4mpfen &#8211; l\u00e4uft bis 2019 und hat ein Gesamtf\u00f6rdervolumen von \u00fcber einer Million Euro. Mehr Informationen unter www.sit.fraunhofer.de\/dorian<\/p> <p>Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die f\u00fchrende Organisation f\u00fcr angewandte Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 67 Institute und Forschungseinrichtungen an Standorten in ganz Deutschland. 24.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bearbeiten das j\u00e4hrliche Forschungsvolumen von mehr als 2,1 Milliarden Euro. Davon fallen \u00fcber 1,8 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. \u00dcber 70 Prozent dieses Leistungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Auftr\u00e4gen aus der Industrie und mit \u00f6ffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Die internationale Zusammenarbeit wird durch Niederlassungen in Europa, Nord- und S\u00fcdamerika sowie Asien gef\u00f6rdert.<\/p> <p><b>Kontakt<\/b><\/p> <p>Fraunhofer-Institut f\u00fcr Sichere Informationstechnologie<\/p> <p>Oliver K\u00fcch<\/p> <p>Rheinstra\u00dfe 75<\/p> <p>64295 Darmstadt<\/p> <p>+49 6151 869-213<\/p> <p>oliver.kuech@sit.fraunhofer.de<\/p> <p>http:\/\/www.sit.fraunhofer.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fraunhofer SIT &#8211; Forschungsprojekt Dorian: Fake News finden und bek\u00e4mpfen Neues Forschungsprojekt DORIAN: Interdisziplin\u00e4res Team entwickelt rechtskonforme Methoden und praxistaugliche Handlungsempfehlungen Fake News werden meist zur Stimmungsmache oder gezielten Hetze gegen einzelne Personen verbreitet und k\u00f6nnen schnell im Internet kursieren. Doch was genau ist eine Fake News und wie lassen sie sich am besten bek\u00e4mpfen?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":269129,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-269126","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-journalismus-medien-publizistik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=269126"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269126\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":269130,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269126\/revisions\/269130"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/269129"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=269126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=269126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=269126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}