{"id":269885,"date":"2018-06-01T11:35:13","date_gmt":"2018-06-01T10:35:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=269885"},"modified":"2018-06-01T11:35:13","modified_gmt":"2018-06-01T10:35:13","slug":"fahrradtrips-gegen-alltagsstress","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/fahrradtrips-gegen-alltagsstress-10269885\/","title":{"rendered":"Fahrradtrips gegen Alltagsstress"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-269886 size-full\" title=\"in der Natur und ohne jegliche Ger\u00e4te auf das notwendigste beschr\u00e4nkt - so kann Entspannung auch aussehen\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/344159-e1527849160549.jpg\" alt=\"mann hockt im Wald vor einem Lagerfeuer\" width=\"300\" height=\"200\" \/>Reportage: Runterschalten vom Alltag und ab in die Natur<\/p> <p>Ein Fahrrad und ein Schlafsack: Mehr braucht es nicht f\u00fcr einen gelungenen Overnighter. Die kurzen Fahrradtrips helfen, dem Alltagsstress zu entfliehen und in der Natur neue Energie zu tanken. Zus\u00e4tzlich lernt man seine Heimatregion noch besser kennen. F\u00fcr Gunnar Fehlau, Gr\u00fcnder des pressedienst-fahrrads, geh\u00f6rt ein solches Micro-Adventure schon zur Routine, denn damit kann er seine Leidenschaften Radfahren und Abenteuer miteinander verbinden. Eindr\u00fccke seiner Fahrt schildert er in einer Reportage.<\/p> <p><!--more-->Kaum 50 Meter von der Haust\u00fcr entfernt steuere ich meinen &#8222;Finder&#8220; von Velotraum auf einen kleinen Weg durch eine Schrebergartenanlage. Vom aalglatten Asphalt der Stadt geht es hier auf Schotter und Splitt. Das Abenteuer kann beginnen. Auch heute gen\u00fcgen wieder nur wenige Kurbelumdrehungen und ich bin in einer anderen Welt. In meiner Welt. Hier gibt es nur ich, mir und mich. Kein Terminkalender, keine Elternabende, keine Meetings, keine Steuererkl\u00e4rung und keine Diskussionen \u00fcber den Status der Beziehung oder die Erziehung pubertierender Jungs. Nur mein Rad, ich und das kleine Abenteuer bis zum n\u00e4chsten Morgen. Die Losung lautet: Laktat, Landschaft, Lagerfeuer. In der Bike-Szene hei\u00dft das Overnighter. F\u00fcr mich ist es der Schl\u00fcssel zum ausgeglichenen Leben. Ausgleich trifft es sehr gut. Schlie\u00dflich geht es um Balance, um Gleichgewicht. Hohe Lasten verlangen starke Gegengewichte. Oder halt einen entsprechend langen Hebel. Mein Hebel gegen \u00fcbertakteten Alltag ist der Overnighter mit dem Rad: Ohne Ma\u00dfnahmenpl\u00e4ne, Meilensteine oder 360-Grad-Feedback. Allerdings: Der Passion Overnighter fr\u00f6nt man in Deutschland meist in der Grauzone der Legalit\u00e4t. Das Errichten eines Nachtlagers ist nur mit Erlaubnis des Landeigent\u00fcmers erlaubt. &#8222;Lager&#8220; beginnt sp\u00e4testens beim Aufbau von Tarp oder Zelt. Offenes Feuer ist in der Regel im Wald auch untersagt. Deshalb hat sich das &#8222;ungeschriebene Gesetz&#8220; etabliert, bei Waldbrandgefahr kein Feuer zu entz\u00fcnden. Jeder agiert eigenverantwortlich.<\/p> <p>Den passenden Begleiter f\u00fcrs Abenteuer w\u00e4hlen<\/p> <p>Ich halte es einfach: Bis zum n\u00e4chsten Morgen passiert nur, was ich will, alles wird gemacht auf die eine Weise, die ich f\u00fcr richtig halte und zwar in meinem Tempo. Jede Sekunde kann ich die Richtung, das Tempo und das Ziel \u00e4ndern. Und das Tempo geht erst einmal in den Keller. Der Anstieg zur Diemardener Warte ist im alpinen Sinne keine Herausforderung, aber nach einer abgerundeten 50-Stunden-Woche und erheblicher famili\u00e4rer Friktion vor dem Loskommen l\u00f6st der Anpressdruck in den Beinen den Stress als Pulstreiber b\u00fcndig ab. Ist mir aber egal! Ich schalte in den leichtesten Gang meiner Getriebenabenschaltung und kurble genussvoll und langsam der Anh\u00f6he entgegen. Dem Finder ist mein Tempo egal. Das Rad ist ein idealer Begleiter f\u00fcr Abenteuerfahrten, da es eine Mischung aus Mountainbike und Reiserad ist. Dank breiter Reifen, in meinem Fall &#8222;G-One&#8220; von Schwalbe, ist der Fahrkomfort sowohl im Gel\u00e4nde als auch auf der Asphalt gegeben. Zus\u00e4tzlich ist mein Rad mit einem &#8222;CDX&#8220;-Riemen von Gates ausgestattet. Der Vorteil des Riemens im Gel\u00e4nde: Dreck und Schmutz sind einfach mit Wasser zu entfernen und man braucht im Gegensatz zur Kette kein weiteres Schmiermittel. Au\u00dferdem h\u00e4lt ein Riemen rund dreimal solange wie eine Kette, was ihn insbesondere f\u00fcr Vielfahrer und Weltreisende interessant macht.<\/p> <p>Ein Hauch von Kanada: Ab ins Wasser!<\/p> <p>Einen H\u00fcgel weiter plumpse ich ins Wendebach-Tal und folge ihm f\u00fcr einige Kilometer ostw\u00e4rts. Der Weg kreuzt den Bach einige Male. Es gibt kleine Fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccken oder pr\u00e4parierte Flussquerungen f\u00fcr Forstfahrzeuge. Ich bahne mir den Weg durchs Wasser und ein Hauch von Kanada und totaler Freiheit wabert durch meinen ganzen K\u00f6rper. Anschlie\u00dfend f\u00fchrt mich mein Weg zum Hurkutstein im Rheinh\u00e4user Wald. In der sagenumwobenen Felsspalte soll vor \u00fcber 600 Jahren ein Einsiedler gelebt haben. Kein schlechter Ort f\u00fcr eine Pause. Der idyllische Teich samt Bank vor der H\u00f6hle ist ideal. Im Anschluss geht es auf die J\u00e4gersteine, eine imposante Felsformation mit ebensolchem Ausblick. Es ist sp\u00e4ter Nachmittag und ich mache mir langsam Gedanken \u00fcbers Abendessen: Als Prolog f\u00fcr den Abend gibt es ein Einzelzeitfahren durch den Wald zum n\u00e4chstgelegenen Supermarkt. Ich liebe diese spontanen, lustvollen und vordergr\u00fcndig unn\u00fctzen Wechsel aus kontemplativem Naturgenuss und testosterongetr\u00e4nkten Passagen harten Radsports. Ich bin halt alter Pfadfinder und vormals zackiger Radsportler.<\/p> <p>Kommunikation aufs Wesentliche reduzieren<\/p> <p>Im Rewe geht es weiter, wie im Wald: Es gibt, was mir gef\u00e4llt und spontan in den Sinn kommt. Zwei gute Steaks, Gem\u00fcse, ein wenig Antipasti und Bier. Zugegeben, das ist die Achillessehne des Overnighters: Glasflaschen und Mountainbike verstehen sich nicht sehr gut. Biergenuss und Dosen aber eben auch nicht so recht. Sicherheit gewinnt: Dosenbier wird in den wasserdichten Bikepacking-Taschen von Ortlieb verschwinden. Kaum mehr als die Tagesschau dauert das Verproviantieren im Supermarkt und nach den einsamen Stunden im Wald f\u00fchlt es sich schon irgendwie fremd an. Immer wieder faszinierend, wie schnell ich mich beim M\u00e4andern durch die W\u00e4lder rund um meinen Heimatort entzivilisiere. An Fleischtheke und Kasse belasse ich es bei einem netten Bitte und Danke und gehe nicht auf die Smalltalk-Avancen der freundlichen Verk\u00e4uferinnen ein. Diese Laberschicht in der d\u00fcnnen Haut der Zivilisation mag manche Menschen w\u00e4rmen, mich schreckt sie allzu oft. Zeit, zur\u00fcck in die Ein- und Achtsamkeit zu gehen. Zeit, zur\u00fcck in den Wald zu fahren. Zeit, ein Lager f\u00fcr die Nacht zu suchen.<\/p> <p>Ein guter Spot zum Einschlafen<\/p> <p>Ich pedaliere flussaufw\u00e4rts durchs Gartetal und male mir aus, wie der ideale Biwak-Platz f\u00fcr heute Nacht aussehen sollte. Der Himmel ist wolkenlos, der Wind recht still und ich bin noch nicht all zu sp\u00e4t dran. Alles spricht f\u00fcr ein Biwak auf einem H\u00fcgel mit Blick in den Sonnenuntergang. Eine Schutzh\u00fctte oder Unterstand braucht es heute Nacht nicht. Daf\u00fcr aber einen Platz, an dem sich gefahrlos ein grillgerechtes Feuer entfachen l\u00e4sst. Die Sache mit dem Feuer verh\u00e4lt sich f\u00fcr mich \u00e4hnlich wie das Thema Bier: Sicherheit steht \u00fcber allem. Kein Glas auf dem Rad und kein Feuer bei Waldbrandgefahr. Ich biege aus dem Gartetal s\u00fcdw\u00e4rts in die H\u00fcgel ab, um auf eine Osthangseite zu gelangen. 200 H\u00f6henmeter stellen sich mir in den Weg. Die Eink\u00e4ufe machen sich bemerkbar und ich komme ordentlich ins Schwitzen. Der Preis f\u00fcr die M\u00fchen ist ein neuer Biwak-Spot unterhalb einer Burgruine mit perfektem Blick auf die H\u00fcgel des Weserberglandes. Mir bleibt sicher noch mehr als eine Stunde bis die Sonne dort am Horizont hinter den Bergen verschwindet. Genug Zeit f\u00fcrs Nixtun. Na gut: Kurz checke ich die Bundesliga-Ergebnisse, aber dann ist wieder Flugmodus und das Lagerfeuer muss vorbereitet werden.<\/p> <p>Aufr\u00e4umen und ab nach Hause<\/p> <p>Die Sonne ist l\u00e4ngst untergegangen, das Feuer hat mir zwei fantastische Steaks gegart und der Schlafsack ist ausgerollt. Flederm\u00e4use kreisen ums Lager, M\u00fccken haben den Weg soweit hoch in den H\u00fcgel nicht gefunden. Zeit f\u00fcr einen Absacker. Heute g\u00f6nne ich mir eine seltene Freude, weil die Situation ausreichend sicher ist: Aus dem Schlafsack heraus ins Feuer zu schauen und dann irgendwann einfach einschlafen. Ich liebe das!Auch der Overnighter-Morgen beginnt perfekt: mit einem Lagerfeuer. Das w\u00e4rmt die H\u00e4nde und sorgt f\u00fcr hei\u00dfen Kaffee. F\u00fcr mich besteht der Unterschied zwischen den N\u00e4chten in der Natur und denen in geschlossenen R\u00e4umen in der Verkehrung der Erholung: Ich schlafe im richtigen Bett bequemer und k\u00f6rperlich erholsamer, aber nur in der Natur kommt der Geist wirklich zu Ruhe. Vor meiner Abfahrt entferne ich noch alle meine Spuren und packe meinen M\u00fcll wieder ein. Eine weitere Regel f\u00fcr einen Abenteuerradfahrer. Und so rolle ich kaum zwei Stunden nach dem Aufwachen zuhause auf den Hof und bin frisch und voller Tatendrang f\u00fcr einen tollen Tag mit der Familie.<\/p> <p>Der pressedienst-fahrrad hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem guten Fahrrad und dessen Anwendung mehr \u00d6ffentlichkeit zu verschaffen. Denn wir sind der Meinung, dass Radfahren nicht nur Spa\u00df macht und fit h\u00e4lt, sondern noch mehr ist: Radfahren ist aktive, lustvolle Mobilit\u00e4t f\u00fcr K\u00f6rper und Geist. Kurz: Radfahren ist Lebensqualit\u00e4t, Radfahren ist clever und Radfahren macht Lust auf mehr&#8230;<\/p> <p><b>Kontakt<\/b><\/p> <p>pressedienst-fahrrad GmbH<\/p> <p>Gunnar Fehlau<\/p> <p>Ortelsburgerstr. 7<\/p> <p>37083 G\u00f6ttingen<\/p> <p>0551-9003377-0<\/p> <p>bb@pd-f.de<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.pd-f.de\"  target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">http:\/\/www.pd-f.de<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reportage: Runterschalten vom Alltag und ab in die Natur Ein Fahrrad und ein Schlafsack: Mehr braucht es nicht f\u00fcr einen gelungenen Overnighter. Die kurzen Fahrradtrips helfen, dem Alltagsstress zu entfliehen und in der Natur neue Energie zu tanken. Zus\u00e4tzlich lernt man seine Heimatregion noch besser kennen. F\u00fcr Gunnar Fehlau, Gr\u00fcnder des pressedienst-fahrrads, geh\u00f6rt ein solches<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":269887,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-269885","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-sport-und-freizeit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269885","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=269885"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269885\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":269888,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/269885\/revisions\/269888"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/269887"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=269885"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=269885"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=269885"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}