{"id":270625,"date":"2019-04-03T13:55:00","date_gmt":"2019-04-03T12:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=270625"},"modified":"2019-04-03T13:58:51","modified_gmt":"2019-04-03T12:58:51","slug":"notfallaufnahme-aeltere-patienten-weisen-oft-atypische-symptome-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/notfallaufnahme-aeltere-patienten-weisen-oft-atypische-symptome-auf-10270625\/","title":{"rendered":"Notfallaufnahme: \u00c4ltere Patienten weisen oft atypische Symptome auf"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-270627 size-full\" title=\"es ist manchmal nicht ganz einfach, bei \u00e4lteren Menschen den Handlungsbedarf zu ermitteln\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/ball-2585603_640-e1554296265916.jpg\" alt=\"eine Hand h\u00e4lt die Hand eines \u00e4lteren Menschen\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/ball-2585603_640-e1554296265916.jpg 300w, https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/ball-2585603_640-e1554296265916-40x23.jpg 40w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Nicht nur in Notf\u00e4llen sind die Notaufnahmen von Krankenh\u00e4usern erste Anlaufstellen f\u00fcr Patienten. Die Folge: Notaufnahmen sind \u00fcberf\u00fcllt. K\u00fcnftig sollen nach Pl\u00e4nen des Sachverst\u00e4ndigenrates und des Bundesgesundheitsministers telefonisch erreichbare Leitstellen und integrierte Notfallzentren (INZ) an Krankenh\u00e4usern dazu beitragen, den Strom der Patienten besser zu steuern.1 Ein zentrales Element ist dabei sowohl am Telefon als auch in den INZ die sogenannte Triage. Dabei entscheiden geschulte Pflegekr\u00e4fte anhand von festgelegten Kriterien, ob ein Patient ins Krankenhaus oder zur Vertragsarztpraxis kommt. <!--more-->In den Notaufnahmen der Krankenh\u00e4user werden dazu international etablierte Methoden eingesetzt. Sie helfen, Hochrisikopatienten sicher zu erkennen. Dazu beziehen diese Methoden Vitalparameter mit ein, unter anderem um Erkrankte zu beurteilen, die nicht kommunizieren k\u00f6nnen, beispielsweise viele \u00e4ltere oder demenziell ver\u00e4nderte Patienten. Zudem stellt die Qualifikation der Notaufnahmemitarbeiter einen weiteren Garanten f\u00fcr eine sichere Ersteinsch\u00e4tzung im Rahmen einer Notfallvorstellung dar.<\/p> <p>&#8222;Eine bedarfsgerechte und patientenzentrierte Versorgung von \u00e4lteren, besonders betreuungsbed\u00fcrftigen Patienten ist unseren Mitgliedern in den Notaufnahmen wichtig. Damit dies m\u00f6glich ist, m\u00fcssen die Strukturen, Abl\u00e4ufe und Unterst\u00fctzungsinstrumente auf den besonderen Bedarf dieser Patienten abgestimmt sein. Das fordern wir als DEKV auch f\u00fcr die telefonischen Systeme der INZ ein. Sie m\u00fcssen durchg\u00e4ngig sicherstellen, dass die \u00e4lteren Patienten unmittelbar erkannt werden&#8220;, erkl\u00e4rt Christoph Radbruch, Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes e. V. (DEKV).<\/p> <p>\u00c4ltere Patienten weisen oft atypische Symptome auf<\/p> <p>Ein Drittel aller Notfallpatienten ist \u00fcber 70 Jahre alt.2 Aufgrund unspezifischer oder untypischer Symptome stellt die Triage dieser Patienten schon mit den internationalen Triagesystemen der Notaufnahmen eine besondere Herausforderung dar.2 Zudem weisen mehr als ein Drittel der \u00e4lteren Patienten akustische, visuelle und kognitive Einschr\u00e4nkungen auf. Dadurch werden wichtige Informationen wie aktuelle Beschwerden, l\u00e4nger vorliegende Erkrankungen oder eingenommene Medikamente nicht oder nicht im notwendigen Umfang weitergegeben. \u00c4ltere Patienten erfordern daher von Anfang an mehr Aufmerksamkeit und Zeit vom gesamten Notaufnahmeteam. Nur so kann die erforderliche interdisziplin\u00e4re Koordination und intensive Betreuung f\u00fcr eine qualifizierte Versorgung sichergestellt werden.<\/p> <p>Forderungen f\u00fcr eine qualifizierte Versorgung<\/p> <p>&#8222;Damit unsere Krankenh\u00e4user \u00e4ltere Notfallpatienten heute und in Zukunft qualifiziert versorgen k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Rahmenbedingungen stimmen: Die Strukturen und Prozesse in den Notaufnahmen und den geplanten integrierten Notfallzentren m\u00fcssen so angepasst sein, dass diese Patienten sicher erkannt und versorgt werden k\u00f6nnen. Voraussetzung daf\u00fcr ist eine geriatrische beziehungsweise gerontopsychiatrische Kompetenzentwicklung aller Mitglieder im Behandlungsteam sowie eine sachgerechte Finanzierung der Behandlung in den Notaufnahmen und der Qualifizierungsma\u00dfnahmen f\u00fcr alle Berufsgruppen. Dar\u00fcber hinaus braucht die Versorgung \u00e4lterer Notfallpatienten Mittel zur Erforschung guter Instrumente zur Risikostratifizierung sowie f\u00fcr die Versorgungsforschung&#8220;, f\u00fchrt Radbruch weiter aus.<\/p> <p>Quellen:<\/p> <p>1.Sachverst\u00e4ndigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Bedarfsgerechte Steuerung der Gesundheitsversorgung (Kurzfassung), S. 767.<\/p> <p>2.Singler K. et al. Notfall Rettungsmed 2016; 19: 496-499. DOI 10.1007\/s10049-016-0216-z<\/p> <p>Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband e.V. (DEKV) vertritt mit 203 evangeli-schen Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen an \u00fcber 230 Standorten jedes achte deutsche Krankenhaus. Diese versorgen j\u00e4hrlich mehr als 1,9 Mio. Patientinnen und Pati-enten station\u00e4r und mehr als 3 Mio. ambulant. Mit rund 120.000 Besch\u00e4ftigten und einem Umsatz von \u00fcber 7,5 Mrd. EUR sind evangelische Krankenh\u00e4user ein wichtiger Wirt-schaftsfaktor. Der DEKV ist selbst\u00e4ndiger Fachverband des Evangelischen Werkes f\u00fcr Dia-konie und Entwicklung e.V.<\/p> <p>Vorsitzender: Pfarrer Christoph Radbruch, Magdeburg. Stellvertr. Vorsitzende: Andrea Trenner, Ordensoberin des Johanniterordens, Berlin. Schatzmeister: Dr. Holger Stiller, D\u00fcsseldorf. Verbandsdirektorin: Melanie Kanzler, Berlin.<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>Deutscher Evangelischer Krankenhausverband e.V. (DEKV)<\/p> <p>Melanie Kanzler<\/p> <p>Invalidenstra\u00dfe 29<\/p> <p>10115 Berlin<\/p> <p>030 8019860<\/p> <p>kanzler@dekv.de<\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.dekv.de\/\"  target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener noreferrer\">http:\/\/www.dekv.de\/<\/a><\/p> <p><b>Pressekontakt<\/b><\/p> <p>Medizin &amp; PR GmbH &#8211; Gesundheitskommunikation<\/p> <p>Barbara Kluge<\/p> <p>Eupener Str. 60<\/p> <p>50933 K\u00f6ln<\/p> <p>0221 \/ 77543-0<\/p> <p>barbara.kluge@medizin-pr.de<\/p> <blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"UKn4s3wIhn\"><p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.medizin-pr.de\/\"  >Startseite<\/a><\/p><\/blockquote> <p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" src=\"https:\/\/www.medizin-pr.de\/embed\/#?secret=UKn4s3wIhn\" data-secret=\"UKn4s3wIhn\" width=\"600\" height=\"338\" title=\"&#8222;Startseite&#8220; &#8212; Medizin &amp; PR GmbH\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur in Notf\u00e4llen sind die Notaufnahmen von Krankenh\u00e4usern erste Anlaufstellen f\u00fcr Patienten. 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