{"id":270843,"date":"2019-07-15T12:55:33","date_gmt":"2019-07-15T11:55:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=270843"},"modified":"2019-07-15T12:55:33","modified_gmt":"2019-07-15T11:55:33","slug":"fridays-for-future-und-das-internet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/fridays-for-future-und-das-internet-10270843\/","title":{"rendered":"Fridays for future und das Internet"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-270844 size-full\" title=\"When Leders act like kids, the kids become leaders \" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/school-strike-4-climate-4057783_640-e1563191636880.jpg\" alt=\"Die Jugendlichen nutzen Transparente f\u00fcr Ihre Botschaften\" width=\"300\" height=\"200\" \/>Seit einigen Monaten vergeht kein Freitag, ohne dass Jugendliche in ganz Deutschland f\u00fcr mehr Umweltschutz auf die Stra\u00dfe gehen. Sie fordern Politiker und andere Erwachsene dazu auf, mehr Verantwortung f\u00fcr die Erde zu \u00fcbernehmen. Doch sind sie dazu auch selbst bereit? Und lassen sich die Gewohnheiten unserer konsumfixierten Gesellschaft mit einem gr\u00fcnen Lifestyle unter einen Hut bringen? Welche Rolle spielt dabei das Internet? SpardaSurfSafe, eine Initiative der Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-W\u00fcrttemberg, ist auf die Suche nach Antworten gegangen.<\/p> <p><!--more-->Im Januar 2018 ver\u00f6ffentlichte das Umweltministerium eine gro\u00dfe Jugendstudie. Das Ergebnis: Die Umwelt ist ihnen wichtig. 80 Prozent sorgten sich darum, dass k\u00fcnftige Generationen in einer verschmutzen Umwelt leben m\u00fcssen. Fast drei Viertel sind sich bewusst, dass sie sich in ihrem Lebensstandard einschr\u00e4nken m\u00fcssten, um das zu \u00e4ndern und fast ebenso viele sind auch grunds\u00e4tzlich bereit, daf\u00fcr mehr Geld auszugeben. Das w\u00e4ren erfreuliche Ergebnisse gewesen, wenn es in der Praxis nicht ganz anders auss\u00e4he. Nur etwa ein Viertel der Jugendlichen kaufte gezielt Fair Trade. Nur neun Prozent kaufen Kleidung mit \u00d6kosiegel und weniger als die H\u00e4lfte der befragten Jugendlichen konnte sich vorstellen, auf Flugreisen zu verzichten. Das k\u00f6nnte sich jedoch seither ge\u00e4ndert haben, denn mit Greta Thunberg haben Jugendliche auf der ganzen Welt eine neue Ikone gefunden. Zehntausende schw\u00e4nzen jeden Freitag die Schule und gehen mit Fridays for Future auf die Stra\u00dfe. Sie wollen die Welt retten und fordern von Politik und Forschung schnelle und effektive L\u00f6sungen. Au\u00dferdem wollen sie auch ihren Teil zur L\u00f6sung beitragen. Im Internet und \u00fcber die sozialen Medien tauschen sie sich aus, verabreden sich zu den Demos und suchen ganz gezielt nach nachhaltigen und \u00f6kologischen Produkten.<\/p> <p>&#8222;Der klassische \u00d6koladen, in dem Kartoffeln neben Wollkn\u00e4uel liegen, oder der Eine-Welt-Laden mit Fair-Trade-Kaffee und Alpakam\u00fctzen aus S\u00fcdamerika sind nicht unbedingt Orte, an denen Jugendliche die Dinge finden, die sie brauchen oder f\u00fcr die sie ihr Taschengeld ausgeben wollen. Auch Boutiquen mit fair gehandelter und nach \u00f6kologischen Standards produzierter Mode sind allein von der Preisgestaltung und dem Angebot nicht unbedingt auf eine jugendliche Zielgruppe zugeschnitten&#8220;, erkl\u00e4rt G\u00f6tz Schartner vom Verein Sicherheit im Internet e. V., einem Mitveranstalter von SpardaSurfSafe. Das \u00e4ndere sich zwar langsam, aber trotzdem k\u00f6nne der station\u00e4re Handel in dieser Beziehung nicht mit dem Internet mithalten. Online finden Jugendliche faire und \u00f6kologisch hergestellte Mode, die ihrem Geschmack entspricht, sowie viele weitere Produkte geb\u00fcndelt an einem Ort. Sogar die gro\u00dfen Versandh\u00e4ndler haben den Trend erkannt und bieten nachhaltige Mode in einer eigenen Kategorie an.<\/p> <p>Doch auch wenn Jugendliche mittlerweile mehr Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz legen und sich bem\u00fchen, diese im Alltag umzusetzen, bestehen immer noch Probleme. Zwar kann man immer mehr faire und \u00f6kologisch sinnvolle Waren, die dar\u00fcber hinaus noch modern und sogar bezahlbar sind, im Netz kaufen. Aber man sollte auch daran denken, dass der zunehmende Versandhandel gleichzeitig zu einer Zunahme an Paketen f\u00fchrt, die durch ganz Europa oder sogar die ganze Welt gekarrt werden m\u00fcssen. Auch die immer noch beliebte Weltreise mit dem Rucksack nach dem Schulabschluss ist durch die vielen Fl\u00fcge nicht unbedingt umweltschonend. Und zu guter Letzt ist auch das Internet selbst und die damit verbundene Technik ein Klimakiller.<\/p> <p>Tats\u00e4chlich verbraucht der Unterhalt des Internets gigantische Mengen an Energie. W\u00e4re das Internet ein Land, w\u00e4re es nach Angaben von Greenpeace-Energieexperten der f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfte Stromverbraucher weltweit. &#8222;Diese Energie nachhaltig und \u00f6kologisch zu erwirtschaften, muss das Ziel sein, denn nur so wird das Internet wirklich gr\u00fcn&#8220;, so der Experte. Er nimmt dar\u00fcber hinaus die Hersteller der entsprechenden Technik sowie die Verbraucher in die Pflicht. Statt auf einen Lebenszyklus von nur rund zwei Jahren m\u00fcssten Handys, Computer und Tablets auf Langlebigkeit ausgerichtet werden. &#8222;Der geplanten Obsoleszenz von Technik muss ein Riegel vorgeschoben werden. Aber auch die Kunden m\u00fcssen sich davon verabschieden, die neuesten Ger\u00e4te als Statussymbol haben zu wollen&#8220;, r\u00fcgt Schartner. Denn auch die Vermeidung von Elektroschrott geh\u00f6rt zum Umweltschutz.<\/p> <p>*Veranstalter und Tr\u00e4ger von SpardaSurfSafe ist die Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-W\u00fcrttemberg, die gemeinsam mit dem Kultusministerium Baden-W\u00fcrttemberg, dem Verein Sicherheit im Internet e. V. und dem Landesmedienzentrum Baden-W\u00fcrttemberg das Gro\u00dfprojekt bereits im achten Jahr durchf\u00fchrt. In Kooperation mit den IT-Sicherheitsexperten der 8com GmbH &amp; Co. KG wurde ein Konzept entwickelt, das die Sch\u00fcler im Rahmen des Unterrichts im Umgang mit den Neuen Medien aufkl\u00e4rt. &#8222;Wir haben das Konzept in den vergangenen Jahren erfolgreich in 26 verschiedenen St\u00e4dten in Baden-W\u00fcrttemberg durchgef\u00fchrt und haben mittlerweile \u00fcber 350.000 Besucher erreicht. Daf\u00fcr bekommen wir durchweg positives Feedback von den Teilnehmern, ob Sch\u00fcler, Eltern oder Lehrer&#8220;, erkl\u00e4rt Patrick L\u00f6ffler vom Verein Sicherheit im Internet e. V.<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>Verein zur Sicherheit im Internet e. V.<\/p> <p>Eva-Maria Nachtigall<\/p> <p>Im Ringel 29<\/p> <p>67435 Neustadt an der Weinstra\u00dfe<\/p> <p>0 63 21\/ 484 46 &#8211; 2501<\/p> <p><a href=\"mailto:info@quadriga-communication.de\">info@quadriga-communication.de<\/a><\/p> <p>http:\/\/www.sicherheit-im-internet.com\/<\/p> <p><span class=\"attribution_field hide-sm hide-md\">Bild von Goran Horvat auf Pixabay<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einigen Monaten vergeht kein Freitag, ohne dass Jugendliche in ganz Deutschland f\u00fcr mehr Umweltschutz auf die Stra\u00dfe gehen. Sie fordern Politiker und andere Erwachsene dazu auf, mehr Verantwortung f\u00fcr die Erde zu \u00fcbernehmen. Doch sind sie dazu auch selbst bereit? 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