{"id":270846,"date":"2019-07-15T13:00:14","date_gmt":"2019-07-15T12:00:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=270846"},"modified":"2019-07-15T13:00:14","modified_gmt":"2019-07-15T12:00:14","slug":"verbot-der-freiwilligen-kostenerstattung-von-homoeopathie-durch-die-gesetzlichen-krankenversicherungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/verbot-der-freiwilligen-kostenerstattung-von-homoeopathie-durch-die-gesetzlichen-krankenversicherungen-10270846\/","title":{"rendered":"Verbot der freiwilligen Kostenerstattung von Hom\u00f6opathie durch die gesetzlichen Krankenversicherungen?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-270847 size-full\" title=\"der Verband klassischer Hom\u00f6opathen Deutschlands e. V. k\u00fcmmert sich um die Kostenerstattung\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/368484.jpg\" alt=\"Logo des Vernades \" width=\"200\" height=\"78\" srcset=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/368484.jpg 200w, https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/368484-40x16.jpg 40w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Erstattung hom\u00f6opathischer Leistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen<\/p> <p>Deutsche Politiker fordern wieder einmal ein Verbot der freiwilligen Kostenerstattung von Hom\u00f6opathie durch die gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland. Der Verband klassischer Hom\u00f6opathen Deutschlands e.V. (VKHD) h\u00e4lt dieses Vorhaben vor dem Hintergrund der Zufriedenheit der meisten Hom\u00f6opathie-Patienten f\u00fcr unangemessen, zumal es ausreichend wissenschaftliche Belege f\u00fcr die Wirksamkeit der hom\u00f6opathischen Behandlungen gibt.<\/p> <p><!--more-->Nach aktuellen Entwicklungen in Frankreich, wo ab 2021 die nationale Krankenversicherung keine hom\u00f6opathischen Arzneimittel mehr erstatten darf, fordern Politiker wie der SPD-Gesundheitsexperte, Karl Lauterbach, und Andreas Gassen, Vorsitzender der KBV, auch f\u00fcr Deutschland ein Verbot der freiwilligen Kostenerstattung von Hom\u00f6opathie durch die gesetzlichen Krankenversicherungen.<\/p> <p>Auch wenn diese Forderung die hom\u00f6opathisch arbeitenden Heilpraktiker nicht unmittelbar betrifft, distanziert sich der Verband klassischer Hom\u00f6opathen Deutschlands e.V. (VKHD) von diesem Vorhaben. &#8222;Diese Leistungen werden nur dann von der gesetzlichen Krankenkasse erstattet, wenn sie von \u00c4rzt*innen erbracht werden. Die Leistungen der VKHD-Mitglieder werden &#8211; wenn \u00fcberhaupt &#8211; ohnehin nur von den privaten Krankenversicherungen erstattet.&#8220;, erkl\u00e4rt Ralf Dissemond, 1. Vorsitzender des VKHD.<\/p> <p>Trotzdem ist der VKHD, als Berufsverband der hom\u00f6opathisch arbeitenden Heilpraktiker, der Ansicht, dass ein solches &#8222;Verbot&#8220; das Ansehen der Hom\u00f6opathie grunds\u00e4tzlich besch\u00e4digen w\u00fcrde und somit Auswirkung auf alle Aus\u00fcbende, Anwender*innen oder Hersteller der Hom\u00f6opathie h\u00e4tte.<\/p> <p>&#8222;Vor allem ist die Begr\u00fcndung der franz\u00f6sischen Gesundheitsbeh\u00f6rde, Hom\u00f6opathie sei unwirksam, schwer verst\u00e4ndlich, da man etwa 90 % der vorliegenden Studiendaten au\u00dfer Acht lassen muss, um zu einem negativen Ergebnis bez\u00fcglich der Studienlage zur Hom\u00f6opathie zu kommen&#8220;, erkl\u00e4rt Stefan Reis, Verantwortlicher f\u00fcr die Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit im VKHD. &#8222;Hier w\u00e4ren also die Unabh\u00e4ngigkeit oder eine etwaige Voreingenommenheit derjenigen Personen zu pr\u00fcfen, die das Ergebnis der Untersuchung zu verantworten haben&#8220;, f\u00e4hrt er fort. Tatsache ist, dass nach objektiver Einsch\u00e4tzung (z.B. durch den unabh\u00e4ngigen d\u00e4nischen Intensivmediziner Prof. Robert Hahn) 1) die Wirksamkeit hom\u00f6opathischer Arzneien durchaus studienbasiert belegbar ist.<\/p> <p>Ein Verbot der Erstattung hom\u00f6opathischer Therapien oder Arzneimittel d\u00fcrfte zudem f\u00fcr die Kassen keine Kosten-Entlastung bedeuten. Patienten, die eine hom\u00f6opathische Behandlung in Anspruch genommen h\u00e4tten, w\u00fcrden nur anderweitig behandelt, was selbstverst\u00e4ndlich ebenfalls Kosten verursacht. Je nach dem, auf welche Pr\u00e4parate man in diesen F\u00e4llen ausweicht, sind diese vermutlich teurer, und es k\u00f6nnen Zusatzkosten zur Behandlung von Nebenwirkungen anfallen.<\/p> <p>&#8222;W\u00fcrde die Bundesregierung den Vorschl\u00e4gen von Herrn Lauterbach folgen, w\u00fcrde sie gegen den Willen der Bev\u00f6lkerung handeln, von der die \u00fcberwiegende Mehrheit sich ein Miteinander von &#8218;Schulmedizin&#8216; und komplement\u00e4rmedizinischen Verfahren (zu denen auch die Hom\u00f6opathie geh\u00f6rt) w\u00fcnscht&#8220;, erkl\u00e4rt Dissemond. Das hat erst k\u00fcrzlich eine aktuelle FORSA-Umfrage gezeigt. 2) &#8222;Angesichts der Tatsache, dass die meisten Hom\u00f6opathie-Anwender*innen gute Erfahrungen damit machen, geh\u00f6rt aus unserer Sicht schon eine geh\u00f6rige Portion Chuzpe dazu, einem gro\u00dfen Teil der Bev\u00f6lkerung die F\u00e4higkeit zur Einsch\u00e4tzung der Effizienz einer hom\u00f6opathischen Behandlung abzusprechen&#8220;, erg\u00e4nzt Reis.<\/p> <p>Selbst wenn man sich der Meinung anschlie\u00dfen w\u00fcrde, dass ausreichende Belege zur Wirksamkeit der hom\u00f6opathischen Behandlung bislang fehlen, stellt sich aus Sicht des VKHD die Frage, ob das ein &#8222;Verbot&#8220; der Erstattung hom\u00f6opathischer Leistungen rechtfertigen w\u00fcrde. Bislang ist diese Erstattung ja ein freiwilliges Angebot einiger gesetzlicher Krankenkassen. Geht man wirklich davon aus, dass Hom\u00f6opathie nicht sicher wirksam ist, k\u00f6nnte man auf die Selbstregulierung des Marktes setzen und annehmen, dass sich rasch Krankenkassen freiwillig zur Streichung dieses Angebots entschlie\u00dfen d\u00fcrften, weil dieses Angebot von den Versicherten nicht nachgefragt w\u00fcrde. &#8222;Letzten Endes geht es um die Frage, ob man der Bev\u00f6lkerung zutraut, vern\u00fcnftige Entscheidungen zu treffen. Ein Verbot w\u00fcrde diese Frage mit einem klaren &#8218;Nein&#8216; beantworten.&#8220;, res\u00fcmiert Stefan Reis.<\/p> <p>Quellen<\/p> <p>1) https:\/\/www.ncbi.nlm.nih.gov\/pubmed\/24200828<\/p> <p>2) https:\/\/www.dzvhae.de\/forsa-buerger-wuenschen-homoeopathie-nach-schweizer-vorbild\/<\/p> <p>Weitere Informationen<\/p> <p>&#8211; Der Verband klassischer Hom\u00f6opathen Deutschlands VKHD e.V.: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.vkhd.de\"  rel=\"nofollow\">https:\/\/www.vkhd.de<\/a><\/p> <p>&#8211; Therapeutenlisten mit zertifizierten Hom\u00f6opathen finden Sie unter: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.vkhd.de\/patienten\/therapeutensuche-menu\"  rel=\"nofollow\">https:\/\/www.vkhd.de\/patienten\/therapeutensuche-menu<\/a> und<\/p> <p>http:\/\/www.homoeopathie-zertifikat.de\/index.php\/therapeutensuche-menu<\/p> <p>Diese &#8222;Pressemitteilung&#8220; ist eine unverbindliche Information und Meinungs\u00e4u\u00dferung des Verbands Klassischer Hom\u00f6opathen Deutschlands e. V.<\/p> <p>Der Verband klassischer Hom\u00f6opathen Deutschlands e. V. (VKHD) ist der einzige Berufsverband f\u00fcr klassisch hom\u00f6opathisch therapierende Heilpraktiker in Deutschland mit derzeit 1400 aktiven Mitgliedern. Der Verband vertritt seit 1997 die berufsspezifischen Interessen von hom\u00f6opathisch arbeitenden Heilpraktikern.<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>Verband klassischer Hom\u00f6opathen Deutschlands VKHD e.V.<\/p> <p>Monika Kind<\/p> <p>Wagnerstra\u00dfe 20<\/p> <p>89077 Ulm<\/p> <p>+49 (0) 731 407722-0<\/p> <p>info@vkhd.de<\/p> <p>https:\/\/www.vkhd.de<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstattung hom\u00f6opathischer Leistungen durch die gesetzlichen Krankenkassen Deutsche Politiker fordern wieder einmal ein Verbot der freiwilligen Kostenerstattung von Hom\u00f6opathie durch die gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland. Der Verband klassischer Hom\u00f6opathen Deutschlands e.V. 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