{"id":271075,"date":"2019-10-11T11:16:27","date_gmt":"2019-10-11T10:16:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=271075"},"modified":"2024-04-05T12:35:42","modified_gmt":"2024-04-05T11:35:42","slug":"belastung-mit-chemikalien-im-koerper-erstmals-europaweit-vergleichbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/belastung-mit-chemikalien-im-koerper-erstmals-europaweit-vergleichbar-10271075\/","title":{"rendered":"Belastung mit Chemikalien im K\u00f6rper erstmals europaweit vergleichbar"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-271076 size-full\" title=\"Human-Biomonitoring untersucht die Bev\u00f6lkerung auf Schadstoffe\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/biomonitoring_tagcloud_c_intheskies_fotolia_48589646_l-e1570788842329.jpg\" alt=\"die Elemente des Biomonitoring\" width=\"300\" height=\"150\" \/>HBM4EU-Inititative legt Beurteilungswerte f\u00fcr Phthalate, Cadmium und Bisphenol A vor \u2013 weitere werden folgen<\/p> <p>Die europ\u00e4ische Human-Biomonitoring Initiative HBM4EU, die vom Umweltbundesamt (UBA) federf\u00fchrend geleitet wird, hat neue Human Biomonitoring Beurteilungswerte f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Phthalate, Cadmium und Bisphenol A abgeleitet. Das gab die Initiative zum Start ihres Jahrestreffens in Berlin bekannt. Maria Krautzberger, Pr\u00e4sidentin des UBA sagte: \u201eDie Herstellung von Chemikalien steigt seit Jahren kontinuierlich an und f\u00fchrt oftmals auch zu einer erh\u00f6hten Belastung des Menschen. <!--more-->Die Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit sind oft nicht absch\u00e4tzbar. Ich bin froh, dass die HBM4EU-Initiative mit neuen Beurteilungswerten den Weg f\u00fcr eine bessere und europaweite gesundheitliche Bewertung der Belastung des menschlichen K\u00f6rpers durch ausgew\u00e4hlte Umweltschadstoffee ebnet.\u201c<\/p> <p>In Deutschland legt die \u201eKommission Human-Biomonitoring\u201c beim UBA schon seit vielen Jahren toxikologisch begr\u00fcndete Beurteilungswerte f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Schadstoffe in Deutschland fest. Damit l\u00e4sst sich die Gef\u00e4hrdung der menschlichen Gesundheit durch Umweltschadstoffe einsch\u00e4tzen. Diese Erfahrungen konnte das UBA auch in die Europ\u00e4ische Human-Biomonitoring Initiative HBM4EU einbringen. Es ist erstmals gelungen, europaweite Werte, sogenannte \u201eHuman-Biomonitoring Guidance Values\u201c (HBM-GV), f\u00fcr einzelne Stoffe unter Beteiligung aller Partner in Europa abzuleiten. So liegen derzeit schon Beurteilungswerte f\u00fcr bestimmte Weichmacher vor. Weitere werden im Laufe des Projektes generiert.<\/p> <p>Die Verwendung und das Inverkehrbringen von Chemikalien werden auf europ\u00e4ischer Ebene reguliert. Daher ist es wichtig, Daten auf EU-Ebene vergleichbar zu erheben und auszuwerten. Damit tr\u00e4gt HBM4EU dazu bei, dass die zust\u00e4ndigen europ\u00e4ischen Institutionen sinnvoll und begr\u00fcndet Ma\u00dfnahmen zum Schutz der menschlichen Gesundheit treffen und die Bev\u00f6lkerung \u00fcber Belastungsursachen und m\u00f6gliche Vermeidungsma\u00dfnahmen informieren k\u00f6nnen.<\/p> <p>Die HBM4EU-Initiative arbeitet unter anderem daran, das Datenmanagement auf europ\u00e4ischer Ebene zu verbessern. Die Initiative konnte nun HBM-Daten auf europ\u00e4ischer Ebene umfassend b\u00fcndeln. So liegen nun Metadaten aus 94 europ\u00e4ischen HBM-Studien und 37 harmonisierten Datensammlungen f\u00fcr sieben, f\u00fcr die Politikberatung zu priorit\u00e4ren Stoffen vor, darunter Aniline, Bisphenole, Cadmium und Chrom VI, Flammschutzmittel, Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe ( PAK ), per- und polyfluorierte Chemikalien sowie Phtalatate und Hexamoll\u00ae DINCH. Die Datensammlung wird au\u00dferdem dazu genutzt, um Wissensl\u00fccken aufzuzeigen, damit neue harmonisierte Daten erhoben werden k\u00f6nnen. Ziel ist, weitere aussagekr\u00e4ftige Belastungsdaten und Indikatoren zur Politikberatung zu entwickeln.<\/p> <p>Weitere Informationen:<br \/> Vom 07.10.-11.10.2019 diskutieren die Partner der HBM4EU-Initiative unter anderem die Zukunft des Europ\u00e4ischen Human Biomonitorings. Die EU-Mitgliedstaaten haben sich bereits im Juni 2019 im Umweltrat f\u00fcr eine Fortf\u00fchrung der HBM4EU-Initiative ausgesprochen. Sie baten die EU-Kommission die Human Biomonitoring Aktivit\u00e4ten in Europa auch weiterhin unter dem neuen EU-Forschungsrahmenprogramm \u201eHorizon Europe\u201c ab 2022 zu f\u00f6rdern.<\/p> <p>Human-Biomonitoring erkl\u00e4rt<br \/> Als ein Werkzeug der gesundheitsbezogenen Umweltbeobachtung werden beim Human-Biomonitoring menschliche K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten oder -gewebe auf ihre Belastung mit Schadstoffen untersucht.<br \/> Durch diese Untersuchung, angewandt an repr\u00e4sentativen Gruppen der Allgemeinbev\u00f6lkerung oder bestimmten Berufszweigen, kann die innere Schadstoffbelastung der Menschen, die aus verschiedenen Quellen wie z.B. Atemluft, Nahrung oder Alltagsgegenst\u00e4nden stammt, abgesch\u00e4tzt und bewertet werden.<\/p> <p>HBM4EU<br \/> Die europ\u00e4ische Human-Biomonitoring-Initiative (kurz: HBM4EU) ist ein Projekt im Rahmen des F\u00f6rderprogramms \u201eHorizont 2020\u201c der EU-Kommission. Mit einem Gesamtfinanzvolumen von etwa 74 Millionen Euro und 115 Partnern aus 28 L\u00e4ndern (24 EU-Mitgliedstaaten, Norwegen, Island, Israel und die Schweiz) startete das vom Umweltbundesamt geleitete Projekt Anfang 2017 und l\u00e4uft planm\u00e4\u00dfig bis Ende 2021. Die Hauptziele der Initiative sind, Daten \u00fcber die Belastung der Bev\u00f6lkerung mit ausgew\u00e4hlten Substanzen zusammenzustellen und, wo n\u00f6tig, zu erheben. Damit soll es leichter werden, Politik auf wissenschaftlicher Grundlage in Fragen der Chemikaliensicherheit und des Umweltschutzes zu beraten. Weitere Ziele sind die Harmonisierung der daf\u00fcr notwendigen Prozesse in den Teilnehmerl\u00e4ndern und die Entwicklung neuer Nachweismethoden.<\/p> <p>Das HBM4EU-Projekt wird im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 733032 des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020 der Europ\u00e4ischen Union finanziert.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>HBM4EU-Inititative legt Beurteilungswerte f\u00fcr Phthalate, Cadmium und Bisphenol A vor \u2013 weitere werden folgen Die europ\u00e4ische Human-Biomonitoring Initiative HBM4EU, die vom Umweltbundesamt (UBA) federf\u00fchrend geleitet wird, hat neue Human Biomonitoring Beurteilungswerte f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Phthalate, Cadmium und Bisphenol A abgeleitet. Das gab die Initiative zum Start ihres Jahrestreffens in Berlin bekannt. 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