{"id":271683,"date":"2020-06-05T11:00:44","date_gmt":"2020-06-05T10:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=271683"},"modified":"2020-06-05T11:00:44","modified_gmt":"2020-06-05T10:00:44","slug":"das-erreichen-der-un-entwicklungsziele-bis-2030-wird-unmoeglich-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/das-erreichen-der-un-entwicklungsziele-bis-2030-wird-unmoeglich-sein-10271683\/","title":{"rendered":"\u201eDas Erreichen der UN-Entwicklungsziele bis 2030 wird unm\u00f6glich sein\u201c"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-271684 size-full\" title=\"die Lebensbedingungen f\u00fcr Kinder m\u00fcssen sich verbessern\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/385304-e1591351157399.jpg\" alt=\"kleiner Junge steht an der T\u00fcr einer provisrischen H\u00fctte\" width=\"300\" height=\"200\" \/>Mehr Armut, weniger Bildung: Coronakrise r\u00fcckt das Erreichen der UN-Entwicklungsziele in weite Ferne<\/p> <p>Mehr Armut und Gewalt, weniger Bildung und medizinische Versorgung \u2013 die Corona-Pandemie f\u00fchrt nicht nur akut, sondern auch langfristig zu drastischen Verschlechterungen f\u00fcr Kinder weltweit. \u201eDas Erreichen der UN-Entwicklungsziele bis 2030 wird unm\u00f6glich sein\u201c, sagt Luciana Dabramo, Nothilfekoordinatorin der SOS-Kinderd\u00f6rfer weltweit. \u201eDie Coronakrise macht m\u00fchsam errungene Erfolge zunichte und vor allem Kinder und Familien, die bereits vor der Pandemie benachteiligt waren, werden die gr\u00f6\u00dften Verlierer sein.\u201c<\/p> <p><!--more-->Dabramo geht davon aus, dass Armut und Hunger drastisch steigen werden. Auch die Gewalt gegen Kinder nimmt im Zuge der Corona-Isolation stetig zu, w\u00e4hrend die M\u00f6glichkeit, Bildung und medizinische Versorgung zu erhalten, weiter sinkt.<\/p> <p>Eine momentane Einsch\u00e4tzung der UN-Entwicklungsziele:<\/p> <p>Armut<\/p> <p>Seit 1990 war die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, von 36 auf zehn Prozent gesunken. \u201eJetzt werden vermutlich aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise Millionen weitere Kinder und Familien mittellos werden\u201c, sagt Luciana Dabramo. Laut Sch\u00e4tzungen der UN-University wird die Zahl der Menschen in extremer Armut \u2013 je nach wirtschaftlicher Entwicklung &#8211; um 80 bis 420 Millionen steigen. Noch in diesem Jahr k\u00f6nnte damit die Milliardengrenze \u00fcberschritten werden \u2013 zum ersten Mal seit 2010.<\/p> <p>Hunger<\/p> <p>Schon vor Corona war die Zahl der hungernden Menschen in drei aufeinanderfolgenden Jahren wieder gestiegen. \u201eDie Pandemie wird den Negativtrend massiv verst\u00e4rken\u201c, prognostiziert Dabramo. Viele L\u00e4nder seien ohnehin schwer belastet durch den Klimawandel, Kriege oder andere Katastrophen wie beispielsweise die Heuschreckenplage in Afrika. Das Weltern\u00e4hrungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) bef\u00fcrchtet, dass zehn Millionen weitere Kinder von Mangelern\u00e4hrung betroffen sein werden \u2013 ein Anstieg um 20 Prozent. Bekommen kleine Kinder zu wenig zu essen, f\u00fchrt dies h\u00e4ufig schon nach kurzer Zeit zu irreversiblen Sch\u00e4den oder gar zum Tod.<\/p> <p>Bildung<\/p> <p>\u201eJe l\u00e4nger Kinder nicht die Schule besuchen, desto gr\u00f6\u00dfer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nie wieder hingehen\u201c, sagt Dabramo. Die weltweiten Corona-Ma\u00dfnahmen h\u00e4tten dazu gef\u00fchrt, dass zeitweise mehr als 90 Prozent aller Sch\u00fcler zu Hause bleiben mussten. Gleichzeitig seien viele Familien in wirtschaftliche Not geraten, sodass Kinder mitarbeiten m\u00fcssen, um Geld zu verdienen. Vor der Krise gingen neun Prozent aller Kinder weltweit nicht zur Schule. \u201eWir gehen davon aus, dass die Zahl steigen wird! Von unserem Ziel, allen Kindern eine hochwertige Bildung zu garantieren, entfernen wir uns gerade rasant\u201c, so Dabramo.<\/p> <p>Kindersterblichkeit<\/p> <p>\u201eDie aktuelle Krise offenbart mit aller Deutlichkeit, wie fragil die Gesundheitssysteme vieler L\u00e4nder sind\u201c, sagt Dabramo. Es sei damit zu rechnen, dass die \u00dcberlastung der Krankenh\u00e4user in Kombination mit der zunehmenden Armut zu einem Anstieg der Kindersterblichkeit f\u00fchren werde. Konnte die Zahl der j\u00e4hrlichen Todesf\u00e4lle bei Kindern unter f\u00fcnf Jahren seit 1990 von 12,7 Millionen auf rund 5,3 Millionen mehr als halbiert werden, deuten aktuelle UN-Prognosen darauf hin, dass sie wieder ansteigen k\u00f6nnte. Vor der Coronakrise starben t\u00e4glich weltweit durchschnittlich 15.000 Kleinkinder unter f\u00fcnf Jahren. Nun k\u00f6nnten es t\u00e4glich rund 6.000 mehr sein. \u201eDas Schlimme: Viele dieser Todesf\u00e4lle sind vermeidbar. Zum Beispiel sterben zahlreiche Kinder an Krankheiten wie Durchfall. In der westlichen Welt undenkbar\u201c, erkl\u00e4rt Dabramo.<\/p> <p>Gewalt, Missbrauch, Ausbeutung<\/p> <p>Auch das erkl\u00e4rte Ziel der Vereinten Nationen, bis 2030 alle Kinder vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung zu sch\u00fctzen, wird nach Bef\u00fcrchtungen der SOS-Kinderd\u00f6rfer nicht erreicht werden k\u00f6nnen \u2013 im Gegenteil: \u201eBereits in den ersten Wochen der Krise konnten wir beobachten, dass die Kombination aus wirtschaftlicher Not, Angst vor dem Virus sowie r\u00e4umliche Enge weltweit zu einer Zunahme von h\u00e4uslicher Gewalt gef\u00fchrt hat\u201c, sagt Luciana Dabramo. Auch ausbeuterische Kinderarbeit oder Zwangsehen w\u00fcrden zunehmen. \u201eIn der Not wird eine Zw\u00f6lfj\u00e4hrige eher von ihren Eltern verheiratet, als dass man sie verhungern l\u00e4sst\u201c, erkl\u00e4rt Dabramo.<\/p> <p>Das Fazit der <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/www.sos-childrensvillages.org\/\"  >SOS-Nothilfe<\/a>-Koordinatorin: \u201eDie Coronakrise pr\u00e4sentiert uns die Probleme der Welt durch ein Vergr\u00f6\u00dferungsglas und es ist unm\u00f6glich, sie weiter zu ignorieren. Wir m\u00fcssen dies als Chance begreifen und endlich grundlegende Dinge zum Wohle der Kinder \u00e4ndern!\u201c<\/p> <p>Spendenkonto:SOS-Kinderd\u00f6rfer weltweit<br \/> IBAN DE22 4306 0967 2222 2000 00<br \/> Stichwort: \u201eCoronahilfe weltweit\u201c<\/p> <p>Die SOS-Kinderd\u00f6rfer sind eine unabh\u00e4ngige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine global agierende Organisation entstanden, die sich haupts\u00e4chlich aus privaten Spenden finanziert. Sie ist heute mit mehr als\u00a0575 Kinderd\u00f6rfern und rund 2.500 weiteren\u00a0SOS-Einrichtungen wie Kinderg\u00e4rten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 137 L\u00e4ndern aktiv. Weltweit unterst\u00fctzen die SOS-Kinderd\u00f6rfer etwa 1,5 Millionen Kinder und deren Angeh\u00f6rige.<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>SOS-Kinderd\u00f6rfer weltweit<\/p> <p>Louay Yassin<\/p> <p>Ridlerstr. 55<\/p> <p>80339 M\u00fcnchen<\/p> <p>089 17914 259<\/p> <p>louay.yassin@sos-kd.org<\/p> <p><b>Pressekontakt<\/b><\/p> <p>SOS-Kinderd\u00f6rfer weltweit<\/p> <p>Louay Yassin<\/p> <p>Ridlerstr. 55<\/p> <p>80339 M\u00fcnchen<\/p> <p>089 17914 259<\/p> <p>louay.yassin@sos-kd.org<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mehr Armut, weniger Bildung: Coronakrise r\u00fcckt das Erreichen der UN-Entwicklungsziele in weite Ferne Mehr Armut und Gewalt, weniger Bildung und medizinische Versorgung \u2013 die Corona-Pandemie f\u00fchrt nicht nur akut, sondern auch langfristig zu drastischen Verschlechterungen f\u00fcr Kinder weltweit. \u201eDas Erreichen der UN-Entwicklungsziele bis 2030 wird unm\u00f6glich sein\u201c, sagt Luciana Dabramo, Nothilfekoordinatorin der SOS-Kinderd\u00f6rfer weltweit. \u201eDie<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":271684,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[32],"tags":[],"class_list":["post-271683","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-politik-gesellschaft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/271683","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=271683"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/271683\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":271685,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/271683\/revisions\/271685"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/271684"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=271683"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=271683"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=271683"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}