{"id":278394,"date":"2026-03-03T08:30:10","date_gmt":"2026-03-03T07:30:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=278394"},"modified":"2026-03-03T08:30:10","modified_gmt":"2026-03-03T07:30:10","slug":"sicher-geglaubt-schlecht-gerechnet-was-ihre-lebensversicherung-wirklich-taugt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/sicher-geglaubt-schlecht-gerechnet-was-ihre-lebensversicherung-wirklich-taugt-10278394\/","title":{"rendered":"Sicher geglaubt, schlecht gerechnet: Was Ihre Lebensversicherung wirklich taugt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-278395 size-full\" title=\" konsequent zahlenorientierten Blick auf Wirtschaft und Entscheidungen\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/472245-e1772522851690.jpg\" alt=\"Daniel Sch\u00e4fer\" width=\"300\" height=\"169\" \/>Warum f\u00fchlt sich Ihre Lebensversicherung pl\u00f6tzlich fremd an &#8211; und was sagt die Mathematik wirklich?<\/p> <p>Viele Vertr\u00e4ge \u00fcber Lebens- und Rentenversicherungen f\u00fchren ein stilles Leben. Sie liegen im Schrankordner, daneben die j\u00e4hrliche Standmitteilung, manchmal ein gelber Zettel vom Vermittler, der damals sagte: Das ist sicher. <!--more-->Das ist f\u00fcr sp\u00e4ter. Das ist Ihr Schutz im Alter. Und dann kommt dieser Moment, oft leise, manchmal nach einem Gespr\u00e4ch am K\u00fcchentisch: Sie lesen die Mitteilung, sehen eine Zahl, sp\u00fcren ein Unbehagen und stellen eine Frage, die pl\u00f6tzlich nicht mehr weggeht. Erf\u00fcllt dieser Vertrag wirklich den Vorsorgeanspruch, den ich mir \u00fcber Jahre erkauft habe?<\/p> <p>Das Entscheidende ist: Diese Unsicherheit ist kein pers\u00f6nliches Versagen und auch kein Zeichen von mangelnder Disziplin. Sie ist die logische Folge einer Welt, die sich schneller ver\u00e4ndert hat als die Sprache der Policen. Demografie, Kaufkraft, Zinsen, Kostenstrukturen und Rechtsprechung schieben sich gleichzeitig in den Vertrag hinein. Und genau deshalb lohnt es sich, jetzt hinzusehen. Nicht panisch, nicht hektisch, sondern n\u00fcchtern, zahlenorientiert und juristisch sauber.<\/p> <p>Warum die Frage jetzt brennend wird: Demografie und Kaufkraft<\/p> <p>Wer heute \u00fcber Lebensversicherung spricht, spricht eigentlich \u00fcber Zeit. \u00dcber die Zeit, die bis zum Ruhestand bleibt. \u00dcber die Zeit, die man im Ruhestand leben wird. Und \u00fcber die Zeit, in der Geld an Wert verlieren kann. Das Statistische Bundesamt sagt sehr klar: Bereits 2035 wird in Deutschland jede vierte Person 67 Jahre oder \u00e4lter sein. 2024 war es erst jede f\u00fcnfte Person. Das ist mehr als eine Statistik. Es ist ein Stimmungswechsel. Wenn mehr Menschen im Rentenalter sind, dann r\u00fccken Fragen nach Versorgungsl\u00fccken, Beitragslasten und Stabilit\u00e4t der Systeme zwangsl\u00e4ufig in den Alltag.<\/p> <p>Gleichzeitig frisst die Kaufkraft. Selbst wenn die Inflation 2024 im Jahresdurchschnitt &#8222;nur&#8220; 2,2 Prozent betrug, kommt sie nach Jahren deutlich h\u00f6herer Teuerung. 2022 lag sie bei 6,9 Prozent, 2023 bei 5,9 Prozent laut destatis.de. Das bedeutet f\u00fcr viele Versicherte: Die Lebensversicherung wird nicht nur am Ende beurteilt, sondern jeden Tag im Gef\u00fchl. Ein Vertrag kann auf dem Papier stabil wirken und dennoch im Inneren an Kaufkraft verlieren, wenn Rendite und Kosten am Ende nicht zusammenpassen.<\/p> <p>Der Markt ist gigantisch, Ihr Vertrag ist ein Einzelfall<\/p> <p>Lebensversicherung ist kein Nischenthema. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beziffert den Bestand auf \u00fcber 84 Millionen Vertr\u00e4ge, darunter mehr als 46 Millionen Rentenversicherungen. Die Dimensionen sind enorm: Beitragseinnahmen von 94,6 Milliarden Euro und Auszahlungen von 101,8 Milliarden Euro in einem Jahr. Das sind rechnerisch rund 279 Millionen Euro pro Tag, die an Kundinnen und Kunden ausgezahlt werden.<\/p> <p>Und genau hier liegt eine intellektuell wichtige Unterscheidung: Der Markt als Ganzes kann &#8222;funktionieren&#8220;, und dennoch kann Ihr pers\u00f6nlicher Vertrag entt\u00e4uschen. Warum? Weil Lebensversicherung ein Kollektivprodukt ist, aber Ihre Police eine individuelle Kosten-, Laufzeit- und Zielkonstruktion hat. Das Kollektiv stabilisiert, aber die individuelle Vertragsarchitektur entscheidet dar\u00fcber, ob am Ende ein echter Mehrwert entsteht.<\/p> <p>Die Mathematik hinter der Entt\u00e4uschung: Kosten schlagen Zeit<\/p> <p>Die meisten Frustrationen lassen sich mit einem einzigen Satz erkl\u00e4ren: Kosten wirken wie negative Zinsen, und sie wirken am st\u00e4rksten am Anfang. Wenn Abschluss- und Vertriebskosten in den ersten Jahren aus dem Vertrag gezogen werden, entsteht eine Phase, in der Sie zahlen, aber das Vertragsguthaben langsam w\u00e4chst oder sogar entt\u00e4uschend wirkt. Viele Versicherte merken das erst sp\u00e4t, weil sie das Produkt als &#8222;lange Strecke&#8220; verstehen und die Jahresmitteilung selten wie ein Investmentreport gelesen wird.<\/p> <p>Dass Kosten nicht nur ein Bauchgef\u00fchl sind, zeigt auch die Finanzaufsicht. Die BaFin hat 2024 betont, dass Lebensversicherungen einen angemessenen Kundennutzen bieten m\u00fcssen und auf Effektivkosten schaut, also darauf, wie stark die j\u00e4hrliche Rendite durch Kosten gemindert wird. Bei Produkten mehrerer Unternehmen lagen diese Effektivkosten zu einem bestimmten Zeitpunkt bei vier Prozent oder mehr. Vier Prozent wirken f\u00fcr Laien abstrakt. Mathematisch sind sie brutal. Wenn eine langfristige Anlage in einer Welt moderater Kapitalmarktrenditen dauerhaft mit einem solchen Kostenrucksack l\u00e4uft, muss die Performance erst einmal gegen diese Bremse anlaufen.<\/p> <p>Hinzu kommt der Zinsrahmen. Der H\u00f6chstrechnungszins f\u00fcr Neuvertr\u00e4ge wurde zum 1. Januar 2025 auf 1,0 Prozent angehoben. Das ist ein Signal, dass Garantien wieder etwas &#8222;Luft&#8220; bekommen. F\u00fcr viele Altvertr\u00e4ge bedeutet das aber nicht automatisch eine Wunderheilung. Altvertr\u00e4ge tragen ihre damalige Kalkulation, ihre damalige Kostenstruktur und ihre damalige Produktlogik weiter. Und genau deshalb ist die Frage berechtigt: Passt das Konstrukt noch zu meinem Vorsorgeziel oder ist es nur Gewohnheit?<\/p> <p>Die Angst der Versicherten: Sicher geglaubt, aber nicht mehr \u00fcberschaubar<\/p> <p>Viele Versicherte haben keine Angst vor Zahlen. Sie haben Angst vor Intransparenz. Die Angst ist nicht: Ich bekomme gar nichts. Die Angst ist: Ich wei\u00df nicht, ob ich bekomme, was ich ben\u00f6tige. Und ich wei\u00df nicht, ob ich etwas falsch mache, wenn ich an dem Vertrag r\u00fchre.<\/p> <p>Diese Angst ist verst\u00e4ndlich, weil Lebensversicherungen psychologisch als &#8222;heiliges Vorsorgeobjekt&#8220; verkauft wurden. Wer k\u00fcndigt, gilt als unvern\u00fcnftig. Wer zweifelt, gilt als ungeduldig. Wer nachfragt, gilt als schwierig. Dabei ist genau das Gegenteil richtig: Eine reife Vorsorgeentscheidung ist immer eine Entscheidung mit Pr\u00fcfung, Anpassung und Realit\u00e4tssinn.<\/p> <p>Wer heute die Standmitteilung liest, liest h\u00e4ufig nicht nur Zahlen, sondern auch eine Botschaft: Bitte bleiben Sie ruhig. Und ja, Ruhe ist sinnvoll. Aber Ruhe darf nicht mit Blindheit verwechselt werden. Eine Police ist kein Familienalbum. Sie ist ein Vertrag. Und Vertr\u00e4ge d\u00fcrfen gepr\u00fcft werden.<\/p> <p>K\u00fcndigung als Reflex: Warum der R\u00fcckkaufswert oft nicht die Wahrheit erz\u00e4hlt<\/p> <p>Wenn Unzufriedenheit entsteht, ist der erste Impuls oft die K\u00fcndigung. Das wirkt einfach: Vertrag beenden, R\u00fcckkaufswert bekommen, Thema abhaken. Nur zeigt die Praxis, dass K\u00fcndigung h\u00e4ufig die Variante ist, bei der der Versicherte den Preis f\u00fcr eine fr\u00fche Trennung besonders deutlich sp\u00fcrt. Genau deshalb warnen seri\u00f6se Verbraucherratgeber seit Jahren vor dem Reflex, einfach zu k\u00fcndigen, weil dann oft nur der R\u00fcckkaufswert ausgezahlt wird.<\/p> <p>An dieser Stelle ist wichtig: Das ist keine pauschale K\u00fcndigungsverteufelung. Es gibt Situationen, in denen eine K\u00fcndigung die richtige Entscheidung ist. Aber sie sollte nicht die erste Entscheidung sein. Sie sollte das Ende einer Pr\u00fcfungskette sein. Denn es gibt Alternativen, die rechtlich und wirtschaftlich anders wirken k\u00f6nnen, etwa Beitragsfreistellung, Verkauf, oder eben in bestimmten Konstellationen die R\u00fcckabwicklung \u00fcber Widerruf oder Widerspruch.<\/p> <p>Der Widerruf oder Widerspruch als Option: Chance ja, Automatik nein<\/p> <p>Hier beginnt die juristische Spannung. Viele Versicherte haben geh\u00f6rt, es gebe einen &#8222;Widerrufsjoker&#8220; oder sogar ein &#8222;ewiges&#8220; L\u00f6sungsrecht. Das ist nicht frei erfunden, aber auch nicht grenzenlos. Verbraucherzentralen erkl\u00e4ren: Wer aus einer laufenden Lebens- oder Rentenversicherung aussteigen will, kann ihr mitunter auch Jahre nach Vertragsschluss noch widersprechen und eine R\u00fcckabwicklung erreichen.<\/p> <p>Gleichzeitig gilt: Das geht nur in bestimmten F\u00e4llen, typischerweise wenn bei Abschluss nicht richtig \u00fcber Rechte informiert wurde. Experten ordnen das f\u00fcr Altvertr\u00e4ge konkret ein: Besonders h\u00e4ufig betreffe das Vertr\u00e4ge, die zwischen dem 29. April 1994 und dem 31. Dezember 2007 abgeschlossen wurden, weil es damals im Policenmodell h\u00e4ufig Fehler in den Belehrungen gab.<\/p> <p>Und jetzt kommt der Teil, den anspruchsvolle Leser h\u00f6ren wollen, auch wenn er unbequem ist: Der Weg ist oft z\u00e4h. Die Erfolgschancen vor Gericht sind in den vergangenen Jahren anstrengend. Viele Versicherer geben nicht freiwillig nach, sondern pr\u00fcfen hart, lehnen ab, argumentieren mit Verwirkung oder Rechtsmissbrauch, und zwingen damit faktisch zu Geduld, Fachpr\u00fcfung und oft auch zur Eskalation \u00fcber Ombudsmann oder Anwalt. Das ist kein Grund, aufzugeben. Es ist ein Grund, strategisch zu handeln.<\/p> <p>Wichtig ist auch die sprachliche Genauigkeit: Im Alltag hei\u00dft alles &#8222;Widerruf&#8220;. Juristisch kann es je nach Abschlussmodell und Zeitraum um Widerruf, Widerspruch oder R\u00fccktritt gehen. F\u00fcr den Verbraucher z\u00e4hlt am Ende das Ergebnis, aber f\u00fcr die Durchsetzung z\u00e4hlt die korrekte rechtliche Einordnung. Genau deshalb ist eine saubere Vertragspr\u00fcfung kein Luxus, sondern die Eintrittskarte in eine realistische Bewertung.<\/p> <p>Was ben\u00f6tigen Verbraucher: Ruhe, Klarheit, einen Blick auf ihre Zahlen?<\/p> <p>Wenn Sie als Verbraucher nur eines mitnehmen, dann bitte das: Ihre Unsicherheit ist rational. Die demografische Entwicklung erh\u00f6ht den Druck auf individuelle Vorsorge. Die Kaufkraftfrage ist real und wird durch Inflation \u00fcber Jahre sichtbar. Der Markt ist gro\u00df, die Branche zahlt enorme Summen aus, aber das sagt noch nichts \u00fcber Ihren konkreten Vertrag. Kosten k\u00f6nnen Rendite massiv dr\u00fccken, und die Aufsicht schaut genau hin. Und ja, es gibt rechtliche M\u00f6glichkeiten zur R\u00fcckabwicklung, aber sie sind kein Automatismus und verlangen Geduld.<\/p> <p>Weshalb die entscheidende Frage, die jeder Versicherte eines Tages stellt, ist: Was ist der Unterschied zwischen K\u00fcndigung und R\u00fcckabwicklung in Euro und Cent? Warum k\u00f6nnen zwei Wege, die beide &#8222;Ausstieg&#8220; hei\u00dfen, zu vollkommen unterschiedlichen Summen f\u00fchren? Und welche Parameter entscheiden, ob der Widerruf oder Widerspruch wirtschaftlich wirklich Sinn ergibt?<\/p> <p>Autor: Daniel Sch\u00e4fer<\/p> <p>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Trivisus GmbH<\/p> <p>\u00dcber den Autor:<\/p> <p>Daniel Sch\u00e4fer (Berlin) ist Unternehmer und Gr\u00fcnder der Trivisus GmbH (2023). Seit 1998 entwickelt und f\u00fchrt er Unternehmen, Franchise-Modelle und Akademieformate und verantwortet zugleich den Aufbau belastbarer Strukturen wie Qualit\u00e4tsmanagementsysteme. Seine Expertise verbindet operative Gr\u00fcndungs- und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrungserfahrung mit methodischer Qualifikation in Unternehmensbewertung, Finanzierung und F\u00f6rdermitteln, Unternehmensnachfolge sowie Mediation und Coaching. Als Autor und Dozent steht er f\u00fcr klare, seri\u00f6se Kommunikation und einen konsequent zahlenorientierten Blick auf Wirtschaft und Entscheidungen.<\/p> <p>Hinweis: Dieser Beitrag vermittelt allgemeine Informationen und ersetzt keine individuelle Pr\u00fcfung Ihres Vertrags und Ihrer Unterlagen.<\/p> <p>FAQs:<\/p> <p>Frage: &#8222;Warum sollte ich eine Lebensversicherung \u00fcberhaupt widerrufen, statt einfach zu k\u00fcndigen?&#8220;<\/p> <p>Antwort: Weil K\u00fcndigung und Widerruf zwei v\u00f6llig verschiedene wirtschaftliche Ergebnisse ausl\u00f6sen. Bei der K\u00fcndigung erhalten Sie regelm\u00e4\u00dfig &#8222;nur&#8220; den R\u00fcckkaufswert nach den vertraglichen Regeln. Beim Widerruf oder Widerspruch wird der Vertrag r\u00fcckabgewickelt: Juristisch steht dann nicht mehr die Vertragslogik im Vordergrund, sondern die Frage, was ohne wirksamen Vertrag &#8222;herauszugeben&#8220; ist. Gerade bei Altvertr\u00e4gen aus dem Policenmodell (typisch 1994 bis 2007) kann das in der Praxis zu einem deutlich besseren Ergebnis f\u00fchren als der R\u00fcckkaufswert, wenn die Belehrung fehlerhaft war und der Widerruf durchgreift. Dass Versicherer sich dagegen wehren, ist eher die Regel als die Ausnahme, aber die Grundlinie, dass aus einem wirksamen Widerspruch R\u00fcckabwicklungsanspr\u00fcche folgen k\u00f6nnen, ist seit Jahren gefestigt.<\/p> <p>Frage: &#8222;Kann ich auch dann noch widerrufen, wenn der Vertrag l\u00e4ngst beendet ist, also gek\u00fcndigt wurde oder abgelaufen ist?&#8220;<\/p> <p>Antwort: Die Beendigung des Vertrags schlie\u00dft den Widerruf nicht automatisch aus. Entscheidend ist, ob das Widerrufsrecht wirksam entstanden ist und ob es im konkreten Fall nicht aus Treu und Glauben heraus abgeschnitten ist. Sehr anschaulich ist eine aktuelle Entscheidung des OLG Bamberg vom 25.07.2024 (Az. 1 U 59\/24): Dort hatten die Versicherungsnehmer viele Jahre nach Vertragsschluss widersprochen, und das Gericht hat eine Verwirkung nicht allein wegen Zeitablaufs angenommen. Im Ergebnis ging es um eine sp\u00fcrbare Differenz zwischen bereits erhaltener Auszahlung und dem Betrag, der nach R\u00fcckabwicklung zugesprochen wurde. Gleichzeitig zeigt die Entscheidung auch den n\u00fcchternen Kern der R\u00fcckabwicklung: Der tats\u00e4chlich gew\u00e4hrte Versicherungsschutz kann wertm\u00e4\u00dfig abzuziehen sein, es geht also nicht um &#8222;kostenlose Rendite&#8220;, sondern um saubere Saldierung.<\/p> <p>Frage: &#8222;Wie l\u00e4uft die R\u00fcckabwicklung bei fondsgebundenen Policen ab und ist das heute \u00fcberhaupt noch realistisch?&#8220;<\/p> <p>Antwort: Ja, auch fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherungen sind r\u00fcckabwicklungsf\u00e4hig, wenn die rechtlichen Voraussetzungen vorliegen. Praktisch h\u00e4ngt viel an der korrekten rechnerischen Aufbereitung: Zahlungsstr\u00f6me, Fondswerte, Kosten, Risikoschutz und die Frage, was der Versicherer tats\u00e4chlich &#8222;erlangt&#8220; hat. Genau hier trennt sich Bauchgef\u00fchl von belastbarer Durchsetzung. Dass Gerichte solche R\u00fcckabwicklungen auch in j\u00fcngerer Zeit zusprechen, zeigt etwa das Urteil des LG M\u00fcnchen I vom 07.01.2026 (Az. 23 O 7475\/25) gegen die Continentale, in dem eine vollst\u00e4ndige R\u00fcckabwicklung mit einer hohen Zahlungssumme zugesprochen wurde. Das ist kein Automatismus f\u00fcr jeden Fall, aber ein starkes Signal: Wer juristisch und mathematisch sauber vortr\u00e4gt, erh\u00f6ht seine Chancen erheblich, ohne sich auf Hoffnungen zu st\u00fctzen.<\/p> <p>Was ist, wenn der Versicherer blockt: Ombudsmann, Anwalt oder gleich Klage?&#8220;<\/p> <p>Antwort: Der kluge Weg ist meistens stufenweise und mit Kostenkompass, nicht mit Maximaldruck. Der Versicherungsombudsmann ist f\u00fcr Verbraucher kostenfrei und kann bis zu einem Beschwerdewert von 10.000 Euro verbindlich entscheiden, bis 100.000 Euro gibt es eine Empfehlung, der Versicherer folgt ihr h\u00e4ufig. Das ist ein starkes, risikoarmes Zwischenglied, gerade wenn Versicherer reflexhaft ablehnen.<\/p> <p>Wenn danach anwaltliche Durchsetzung n\u00f6tig wird, ist das nicht automatisch &#8222;teuer und sinnlos&#8220;, im Gegenteil: Gute anwaltliche Arbeit zielt oft zuerst auf eine au\u00dfergerichtliche Einigung, gest\u00fctzt auf eine pr\u00e4zise juristische Begr\u00fcndung und ein nachvollziehbares mathematisches Gutachten. Damit wird die Diskussion von &#8222;Meinung gegen Meinung&#8220; zu &#8222;Zahlen gegen Zahlen&#8220;, und genau das erh\u00f6ht in der Praxis die Vergleichsbereitschaft vieler Versicherer deutlich, ohne dass sofort geklagt werden muss. Gleichzeitig sollte man die aktuelle Entwicklung kennen: Der Gesetzgeber hat mit Wirkung zum 19.06.2026 eine Ausschlussfrist eingef\u00fchrt, nach der das Widerrufsrecht in der Lebensversicherung sp\u00e4testens 24 Monate und 30 Tage nach Vertragsschluss erlischt. Das zeigt die politische Richtung: Wer ein Thema pr\u00fcfen will, sollte es nicht auf die lange Bank schieben, sondern strukturiert vorgehen.<\/p> <p>Die Trivisus GmbH mit Sitz in Berlin unterst\u00fctzt Versicherte dabei, sich von unrentablen Lebens- und Rentenversicherungen zu l\u00f6sen, indem Anspr\u00fcche aus den Vertr\u00e4gen \u00fcbernommen und verwertet werden. Das Versprechen: Nach einer Vertragsabtretung kann eine zeitnahe erste Auszahlung erfolgen, w\u00e4hrend ein Expertenteam parallel weitergehende Anspr\u00fcche pr\u00fcft und durchsetzt. Trivisus arbeitet dabei erfolgsbasiert ohne Vorabgeb\u00fchren; die Verg\u00fctung erfolgt \u00fcber einen Anteil an den im Erfolgsfall realisierten Auszahlungen.<\/p> <p><b>Kontakt<\/b><\/p> <p>Trivisus GmbH<\/p> <p>Daniel Sch\u00e4fer<\/p> <p>Potsdamer Platz 1<\/p> <p>10785 Berlin<\/p> <p>06934879211<\/p> <p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/pr-gateway.de\/media\/pr\/image\/10672\/email\/presse\/472245.png\" alt=\"8117ac0e92a62c2e137daf49ff4e9254ff977934\" \/><\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/trivisus.de\"  target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/trivisus.de<\/a><\/p> <p>Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum f\u00fchlt sich Ihre Lebensversicherung pl\u00f6tzlich fremd an &#8211; und was sagt die Mathematik wirklich? Viele Vertr\u00e4ge \u00fcber Lebens- und Rentenversicherungen f\u00fchren ein stilles Leben. 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