{"id":278672,"date":"2026-07-17T09:31:42","date_gmt":"2026-07-17T08:31:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=278672"},"modified":"2026-07-17T09:31:42","modified_gmt":"2026-07-17T08:31:42","slug":"die-epbd-frist-ist-abgelaufen-die-klimaschutz-umsetzung-hinkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/die-epbd-frist-ist-abgelaufen-die-klimaschutz-umsetzung-hinkt-10278672\/","title":{"rendered":"Die EPBD-Frist ist abgelaufen, die Klimaschutz-Umsetzung hinkt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-278673 size-full\" title=\"Klimaziele in Arbeit?\" src=\"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/476764-e1784276992673.jpg\" alt=\"Europas Sterne als Baustelle\" width=\"300\" height=\"169\" \/>L\u00f6sung f\u00fcr Geb\u00e4ude, Geb\u00e4ude-Modernisierung und Management liegt bereits auf dem Tisch<br \/> Ein weitgehend unbemerktes politisches Vers\u00e4umnis: Bei der EPBD-Umsetzung hakt es in der Umsetzung<\/p> <p>Die Neufassung der europ\u00e4ischen Richtlinie \u00fcber die Gesamtenergieeffizienz von Geb\u00e4uden (EPBD, Richtlinie (EU) 2024\/1275) ist ein zentraler Pfeiler dabei, unseren Geb\u00e4udebestand zukunftssicher aufzustellen. <!--more-->Als Initiative der europ\u00e4ischen Union dient sie unmittelbar nicht nur der Lebensqualit\u00e4t der in ihr lebenden Menschen &#8211; sie sch\u00fctzt das Klima, st\u00e4rkt die langfristige soziale Resilienz, sichert die wirtschaftliche Stabilit\u00e4t und erh\u00f6ht die allgemeine Energiesicherheit.<\/p> <p>Doch wer die Diskussionen um die nationale Ausgestaltung verfolgt &#8211; in Deutschland konkret im Rahmen der Verabschiedung des neuen Geb\u00e4ude-Modernisierungsgesetzes (GModG) als Nachfolger des kontroversen Geb\u00e4udeenergiegesetzes (GEG) -, sieht, wie schleppend und kompliziert die gesetzliche Umsetzung verl\u00e4uft. Die Kluft zwischen europ\u00e4ischem Anspruch und nationaler Umsetzungspraxis vergr\u00f6\u00dfert sich zusehends.<\/p> <p>Die Fakten des Verzugs: Der EY-Parthenon Tracker<\/p> <p>Wie tiefgreifend die Verz\u00f6gerungen auf administrativer Ebene in ganz Europa sind, belegt eine aktuelle Marktanalyse. Herausgegeben wurde sie von EY-Parthenon, der globalen Strategieberatungssparte des Wirtschaftspr\u00fcfungs- und Beratungsnetzwerks Ernst &amp; Young (EY). Deren \u201eEPBD Transposition Tracker\u201c liefert ein eindeutiges Ergebnis:<\/p> <p>&#8211; 0 von 27 Mitgliedstaaten: Kein einziges EU-Land hat die novellierte EPBD bis zum Ablauf der offiziellen Frist am 29. Mai 2026 vollst\u00e4ndig in nationales Recht \u00fcberf\u00fchrt.<\/p> <p>&#8211; Fragmentierter Fortschritt: Bis Juni 2026 hatte lediglich etwas mehr als ein Drittel der Staaten den eigentlichen Gesetzgebungsprozess \u00fcberhaupt gestartet, w\u00e4hrend rund 56 % immerhin in \u00f6ffentlichen Konsultationen steckten.<\/p> <p>&#8211; Rechtliche Konsequenzen: Das kollektive Verfehlen der Umsetzungsfrist ist eine fundamentale Verz\u00f6gerung, die kurzfristig zu Vertragsverletzungs-Verfahren durch die Europ\u00e4ische Kommission f\u00fchren d\u00fcrfte.<\/p> <p>Obwohl in Deutschland das Gesetzgebungs-Verfahren zum GModG gestartet wurde, war die vollst\u00e4ndige gesetzliche Umsetzung zum Fristablauf keineswegs abgeschlossen. Diese andauernde politische H\u00e4ngepartie bremst Investoren und Eigent\u00fcmer aus.<\/p> <p>Die reale Dekarbonisierungsl\u00fccke: Das BPIE-Papier als Kontrollinstanz<\/p> <p>Dass es sich hierbei nicht nur um ein formales, juristisches Fristproblem handelt, sondern um ein massives strukturelles Defizit in der Praxis, verdeutlicht eine erg\u00e4nzende, unabh\u00e4ngige Datenquelle: Der EU Buildings Climate Tracker (EU BCT), herausgegeben vom Buildings Performance Institute Europe (BPIE).<\/p> <p>Das BPIE ist ein unabh\u00e4ngiger, gemeinn\u00fctziger Think-Tank, der sich als europ\u00e4isches Kompetenzzentrum f\u00fcr die energetische Leistung von Geb\u00e4uden zu positionieren versucht. Der Tracker misst anhand eines zusammengesetzten Index den tats\u00e4chlichen Fortschritt des europ\u00e4ischen Geb\u00e4udesektors auf dem Pfad zur Klimaneutralit\u00e4t bis 2050. Er st\u00fctzt sich dabei auf vier strukturelle, gleich gewichtete Kernindikatoren:<\/p> <p>(1) die CO\u2082-Emissionen aus der Geb\u00e4udenutzung,<\/p> <p>(2) den Endenergieverbrauch,<\/p> <p>(3) den Anteil erneuerbarer Energien sowie<\/p> <p>(4) die kumulierten Investitionen in Geb\u00e4uderenovierungen.<\/p> <p>Die aktuellen Ergebnisse des BPIE-Trackers untermauern die Diagnose des EY-Parthenon-Berichts deutlich:<\/p> <p>&#8211; Signifikanter R\u00fcckstand: Trotz punktueller Fortschritte in den letzten Jahren hinkt der reale Geb\u00e4udebestand dem notwendigen Transformationspfad weit hinterher.<\/p> <p>&#8211; Der Index-Vergleich: Im Jahr 2023 erreichte der EU-BCT-Index gerade einmal 19,2 Punkte. Um jedoch linear auf Kurs zur Klimaneutralit\u00e4t zu sein, h\u00e4tte die Entwicklung laut dem wissenschaftlich definierten Referenzpfad bereits bei 28,1 Punkten liegen m\u00fcssen.<\/p> <p>&#8211; Ungleichgewichtige Treiber: Das BPIE legt offen, dass der bisherige Fortschritt prim\u00e4r durch die allgemeine Dekarbonisierung des Strommixes und Effizienzgewinne im Dienstleistungssektor getragen wird. Die tiefgreifende, strukturelle Modernisierung von Wohngeb\u00e4uden und der fl\u00e4chendeckende Austausch fossiler Heizungssysteme verlaufen dagegen viel zu langsam.<\/p> <p>Der strukturelle Denkfehler: Hardware statt Software<\/p> <p>Die BPIE-Analyse verdeutlicht das Kernproblem: Die Transformation scheitert an strukturellen Defiziten. In Deutschland wird prim\u00e4r in \u201eHardware und Baustoffen\u201c gedacht &#8211; in teure D\u00e4mmungen, neue Fenster und den physischen Austausch von W\u00e4rmeerzeugern. Was dabei systematisch vernachl\u00e4ssigt zu werden droht, ist die Steuerungsebene, die Software.<\/p> <p>Es ist eine physikalische Tatsache, dass modernste Anlagentechnik wie W\u00e4rmepumpen oder L\u00fcftungsanlagen ihre theoretische Effizienz in der Praxis gar nicht erreichen k\u00f6nnen, wenn sie nicht intelligent geregelt werden. Schlecht abgestimmte Vorlauftemperaturen, paralleles Heizen und K\u00fchlen sowie unn\u00f6tige Betriebszeiten au\u00dferhalb der tats\u00e4chlichen Nutzung vernichten t\u00e4glich enorme Mengen Energie, obwohl grundlegend Anlagentechnik vor Ort bereits vorhanden ist.<\/p> <p>Geb\u00e4udeautomation als zukunftssichere Basis<\/p> <p>Genau hier setzt im Kern die EPBD an, indem die Richtlinie den verpflichtenden und systematischen Einsatz digitaler Geb\u00e4udeautomation (Building Automation and Control Systems, BACS nach EN ISO 52120) vorschreibt. Moderne, zunehmend cloudbasierte und Hardwarehersteller-neutrale Automationsl\u00f6sungen sind der wirtschaftlichste Hebel, um Ineffizienzen sofort zu eliminieren:<\/p> <p>&#8211; Sofortige Verbrauchsenkung: Intelligente Algorithmen und eine bedarfsgef\u00fchrte Regelung senken den Energieverbrauch im Bestand unmittelbar um 10 bis 30 %.<\/p> <p>&#8211; Gewerkespezifische Potenziale: Die thermischen und elektrischen Einsparpotenziale sind erheblich: Sie bewegen sich beim Heizen zwischen 10-25 %, bei der L\u00fcftung zwischen 20-40 % und bei der K\u00fchlung zwischen 15-30 %.<\/p> <p>&#8211; Netzdienlichkeit und Flexibilit\u00e4t: Erst eine digitale Automationsschicht macht Geb\u00e4ude fit f\u00fcr die Energiewende, indem sie PV-\u00dcbersch\u00fcsse intelligent nutzt, Lastspitzen bricht und Speicher sowie W\u00e4rmepumpen dynamisch steuert.<\/p> <p>&#8211; Kompensation des Fachkr\u00e4ftemangels: Durch automatisierte Fehlererkennung (Fault Detection &amp; Diagnostics) und vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) l\u00e4sst sich der Betrieb komplexer Liegenschaften mit deutlich geringerem Personalaufwand effizienter und sicherer gestalten.<\/p> <p>Investitionssicherheit im regulativen Vakuum: Handeln mit Priva<\/p> <p>Immobilienprofis, Betreiber und Investoren m\u00fcssen nicht warten, bis die nationalen Gesetzgeber die b\u00fcrokratischen H\u00fcrden des Geb\u00e4ude-Modernisierungsgesetzes vollst\u00e4ndig abgebaut haben. Im Gegenteil: Das Z\u00f6gern im regulativen Vakuum kostet jeden Tag bare Betriebskosten und verursacht vermeidbare Emissionen.<\/p> <p>Die technologischen L\u00f6sungen wie die von Priva bieten einen direkten, investitionssicheren Ausweg. Da die Systeme hardwareneutral und flexibel skalierbar konzipiert sind, lassen sie sich unkompliziert im Bestand nachr\u00fcsten. Sie erfordern keine tiefgreifenden Eingriffe in die bauliche Substanz, verlangen im Vergleich zu Vollsanierungen nur geringe Investitionen und amortisieren sich innerhalb weniger Jahre.<\/p> <p>Mit cloudbasierten L\u00f6sungen f\u00fcr die HVAC-Regelung (Heating, Ventilation and Air Conditioning), integriertem Energiemonitoring und intelligentem Lastmanagement k\u00f6nnen Betreiber schon heute genau die digitale Datengrundlage erreichen, welche die EPBD zwingend einfordert. Wer jetzt in die intelligente Software seiner Geb\u00e4ude investiert, umgeht die Tr\u00e4gheit der Politik und sichert sich einen technologischen Vorsprung, der langfristig finanzielle Stabilit\u00e4t und echte Nachhaltigkeit garantiert.<\/p> <p>Die Priva-Gruppe betreibt ihre Zentrale in De Lier, in der N\u00e4he der s\u00fcdholl\u00e4ndischen Provinzhauptstadt Den Haag. Mission des international operierenden Unternehmens ist es, technologisch f\u00fchrende Automatisierungs-L\u00f6sungen zu entwickeln, die wirkungsvoll Energieverbrauch minimieren und die Abh\u00e4ngigkeit von nat\u00fcrlichen Ressourcen reduzieren.<\/p> <p>Seit der Unternehmensgr\u00fcndung im Jahr 1959 hat sich Priva zum Weltmarktf\u00fchrer im Bereich Gew\u00e4chshausautomation entwickelt.<\/p> <p>Im Bereich der Geb\u00e4udeautomation ist das Familienunternehmen langj\u00e4hrig niederl\u00e4ndischer Marktf\u00fchrer. Auch in diesem Feld arbeitet es international erfolgreich: Die Priva Building Automation Gruppe agiert mit weltweit \u00fcber 560 Mitarbeitern in 72 L\u00e4ndern mit 15 B\u00fcros sowie mit Schulungszentren auf allen Kontinenten &#8211; von China bis Kanada und von Mexiko bis Skandinavien.<\/p> <p>Heute werden Priva-Geb\u00e4udeautomations-L\u00f6sungen weltweit in mehr als 100 L\u00e4ndern in \u00fcber 40.000 Gewerbeimmobilien erfolgreich eingesetzt. Organisatorische Basis hierf\u00fcr ist ein Netzwerk mit \u00fcber 400 zertifizierten lokalen Partnerunternehmen<\/p> <p><b>Firmenkontakt<\/b><\/p> <p>Priva Building Intelligence GmbH<\/p> <p>Christine Runge<\/p> <p>Tackweg 35<\/p> <p>47918 T\u00f6nisvorst<\/p> <p>+49 (0)2151 650 59-0<\/p> <p><img alt=\"c363546c02bafb1363891b3b3292cec65b56d595\" \/><\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/priva.com\"  target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/priva.com<\/a><\/p> <p><b>Pressekontakt<\/b><\/p> <p>Priva Building Intelligence GmbH<\/p> <p>Heinz W. Droste<\/p> <p>Tackweg 35<\/p> <p>47918 T\u00f6nisvorst<\/p> <p>+49 2435 420 9602<\/p> <p><img alt=\"c363546c02bafb1363891b3b3292cec65b56d595\" \/><\/p> <p><a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"https:\/\/priva.com\"  target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">https:\/\/priva.com<\/a><\/p> <p>Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.<\/p> <p>URL zum YouTube-Video: http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CJIrU12j-t8<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>L\u00f6sung f\u00fcr Geb\u00e4ude, Geb\u00e4ude-Modernisierung und Management liegt bereits auf dem Tisch Ein weitgehend unbemerktes politisches Vers\u00e4umnis: Bei der EPBD-Umsetzung hakt es in der Umsetzung Die Neufassung der europ\u00e4ischen Richtlinie \u00fcber die Gesamtenergieeffizienz von Geb\u00e4uden (EPBD, Richtlinie (EU) 2024\/1275) ist ein zentraler Pfeiler dabei, unseren Geb\u00e4udebestand zukunftssicher aufzustellen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":278673,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-278672","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-energie-verbraucher"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/278672","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=278672"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/278672\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":278674,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/278672\/revisions\/278674"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media\/278673"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=278672"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=278672"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=278672"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}