{"id":28267,"date":"2011-09-08T15:12:29","date_gmt":"2011-09-08T14:12:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=28267"},"modified":"2022-07-27T11:38:25","modified_gmt":"2022-07-27T10:38:25","slug":"altenpflegewissen-gehoert-in-haupt-und-realschulen-sowie-gymnasien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/altenpflegewissen-gehoert-in-haupt-und-realschulen-sowie-gymnasien-1028267\/","title":{"rendered":"75 Prozent der jungen Altenpflegesch\u00fcler bleiben dem Beruf treu"},"content":{"rendered":"<p>(ddp direct) Am 7. September 2011 fand zum siebten Male das Informationsfest des Frankfurter Forums f\u00fcr Altenpflege auf der Konstablerwache statt. Bei sonnigem Wetter samt Windb\u00f6en feierten Heime und Altenpflegeschulen von 11.00 bis 18.00 Uhr unter dem Motto: Power f\u00fcr die Altenpflege das elfj\u00e4hrige Bestehen des Programms W\u00fcrde im Alter, das von der Stadt mit j\u00e4hrlich 3 Mio. Euro gef\u00f6rdert wird. Sinn des Festes ist es, Pr\u00e4senz zu zeigen, zu sagen, was man in der Altenpflege leistet und bewusst zu machen, dass die Altenpflege ein attraktiver Ausbildungsberuf mit Aufstiegschancen ist. <!--more-->Die Karriere und Verdienstm\u00f6glichkeiten dieses Fachberufs seien zu wenig bekannt, so Sozialdezernenten Daniela Birkenfeld in ihrem Gru\u00dfwort. Das Einstiegseinkommen von rund 2.400 Euro brutto einer Altenpflegefachkraft sei h\u00f6her als z. B. das einer B\u00fcrokauffrau. Technische Hilfen wie etwa Hebe-Lifter, aber auch Dokumentationsarbeiten am Computer h\u00e4tten den Fachberuf Altenpflege sehr ver\u00e4ndert.<\/p> <p>Aufmerksamkeit f\u00fcr die Altenfachpflege herstellen<br \/> Insgesamt zeichnet sich die Tendenz ab, dass f\u00fcr den Altenpflegefachberuf keineswegs nur um die Jugend geworben wird, sondern dass auch Personen angesprochen werden, die sich nach oder noch in der Familienphase neu orientieren wollen oder die bereits im Beruf stehend das Altenpflegeexamen anstreben.<br \/> Thema auf der diesj\u00e4hrigen Diskussionsrunde, in der sich Politiker und Praktiker austauschten, war die Ausbildungssituation der Altenpflege. Schon in der Schule seien junge Menschen auf den demografischen Wandel hinzuweisen. Dies werde aber noch nicht ausreichend im Unterricht geleistet, so Kerstin Ewers, Gesellschaft f\u00fcr Jugendbesch\u00e4ftigung, die sich im Frankfurter Hauptschulprojekt f\u00fcr die Ausbildung der Jugendlichen einsetzt: Von 1000 Sch\u00fclern seien diesj\u00e4hrig nur zwei in die Altenpflege gegangen. Das will sie \u00e4ndern: Da ist noch Luft.&#8220; Ewers votierte f\u00fcr mehr Informationsveranstaltungen und daf\u00fcr, dass die Jugendlichen den Pflegekr\u00e4ften auf die Finger schauen. Fr\u00fchzeitig sollten sie Praxiserfahrungen sammeln d\u00fcrfen etwa in Praktika. Insgesamt empfiehlt sie eine intensivere Ausbildungsbegleitung. Offensiv werde um Sch\u00fcler geworben: Der Markt fragt in den Schulen nach. Daf\u00fcr bieten unterdessen Schulen Berufsmessen an, auf denen auch die Frankfurter Altenpflegeheime und Altenpflegeschulen beraten. Am 2. September 2011 warben 26 Gro\u00dfunternehmen in der Frankfurter Georg-August-Zinn-Schule um 300 Sch\u00fcler der Abgangskassen.<\/p> <p>75 Prozent der jungen Altenpflegesch\u00fcler bleiben dem Beruf treu<br \/> Karl van Engeln, Kommit Bildungszentrum f\u00fcr Pflegeberufe, und seit 30 Jahren im Pflegebereich, davon die letzten 17 in der Pflegeausbildung, versteht Altenpflege als Dienstleistung vom Menschen f\u00fcr den Menschen. Engeln, der die Altenpflege aus der Nische herausf\u00fchren will, gab zu bedenken, dass die jungen Leute zwischen 15 und 17, die ihr Berufsziel Altenpflege beginnen, als Menschen noch nicht fertig seien: Sie m\u00fcssen sich noch ausprobieren. \u00dcber 75 % von ihnen blieben dann tats\u00e4chlich dabei und manche entwickelten sich beruflich von der Altenpflegehilfskraft zur Pflegefachkraft weiter. Bei den Quereinsteigerinnen, so van Engeln, s\u00e4he die Sachlage jedoch anders aus. Nach zwanzigj\u00e4hriger Familienpause und ohne Anschluss an den fr\u00fcheren Beruf ist der Einstieg in die Altenpflege eine bewusste Entscheidung: Diese Frauen wissen, worauf sie sich einlassen, und bleiben dann meist auch bis zum Rentenalter.<\/p> <p>Gro\u00dfkommunen m\u00fcssen Rahmenbedingungen der Pflege verbessern<br \/> Iris Schroll, Leiterin des Alloheims Frankfurt und seit 30 Jahren im Bereich Pflege t\u00e4tig sagte: Altenpflege macht mein Leben aus. Eine intensivere Ausbildungsbetreuung von Sch\u00fclern im Heim nehme den Fachkr\u00e4ften auch Zeit f\u00fcr die Betreuung an den Bewohnern weg. Damit wies sie auf die Kalamit\u00e4t hin, dass der Personalmarkt Pflege vor allem in Gro\u00dfst\u00e4dten bundesweit leergefegt ist. F\u00fcr die Pflegekr\u00e4fte, vor allem Frauen mit Kindern, m\u00fcssten kommunal bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Derzeit gebe es f\u00fcr die Pflegekr\u00e4fte zu wenige Kindergartenpl\u00e4tze. Sie votierte zudem f\u00fcr eine Teilzeitausbildung f\u00fcr Quereinsteigerinnen in die Altenpflege. Denn bei der dreij\u00e4hrigen Vollzeitausbildung zur Pflegefachkraft schreckten Frauen in der Orientierungsphase zur\u00fcck und gingen gar dem Beruf verloren. Diese Frauen brauchen wir aber! Darauf antwortete Sylvia Momsen, Gr\u00fcne im R\u00f6mer, die als Hebamme t\u00e4tig war und sich gut in der Altenpflege auskennt: Politik hat schon viel f\u00fcr die Unterbringung von Kindergartenkindern getan, doch ein Problem sind die Schichtzeiten in der Pflege. Ihr Vorschlag lautet, die Kinderg\u00e4rten betriebsnah zu verbinden, um auch fr\u00fch morgens und gar abends Kinderbetreuung zu erm\u00f6glichen. Von den Banken w\u00fcnschte sie sich mehr soziales Engagement; beispielsweise in Form von g\u00fcnstigen Ausbildungskrediten. 800 bis 950 Euro Gehalt in der Altenpflegeausbildung sei zu wenig, um eine Familie zu ern\u00e4hren. Und in Gro\u00dfst\u00e4dten wie Frankfurt m\u00fcssten die Wohnungsbaugesellschaften f\u00fcr diese Berufsgruppe g\u00fcnstigen Wohnraum vorhalten.<\/p> <p>Neue Wege in der Altenpflegeausbildung und -politik<br \/> Christiane Schubring, CDU-Fraktion im R\u00f6mer, die neu im Sozialausschuss ist, erl\u00e4uterte, dass die H\u00e4lfte der Pflegemitarbeiter in Heimen examinierte Fachkr\u00e4fte sein m\u00fcssten. Wer diese Fachkraftquote nicht erf\u00fclle, habe als Heimbetreiber ein Problem. Sie setzt auf neue Ausbildungskonzepte f\u00fcr k\u00fcnftige Pflegefachkr\u00e4fte und stellte das Projekt AiQuA vor, das f\u00fcr angestellte Pflegehilfskr\u00e4fte mit dem Altenpflegeexamen ende und vom Europ\u00e4ischen Sozialfonds finanziert werde: Aus der t\u00e4glichen Arbeit ergeben sich die praktischen Lerninhalte. Das arbeitsintegrierte Lehrprogramm starte im November 2011 in Frankfurt. Die Teilnehmer erhalten weiterhin ihr Gehalt und werden mit neuen Praxislehrmethoden betriebsnah aufs Examen vorbereitet. Im Projekt arbeiteten der Frankfurter Verband, der sieben Pflegeheime betreibt, und die Werkstatt Frankfurt zusammen, so die Politikerin.<br \/> Von zwei Seiten sieht Peter Feldmann, SPD-Fraktion im R\u00f6mer, die Altenpflege bedr\u00e4ngt: Zu viele freie Bewohnerpl\u00e4tze in den Heimen, zu wenig Pflegefachkr\u00e4fte, das passt nicht zusammen. Feldmann nimmt die Stadt Frankfurt in die Pflicht. Sie habe die Investoren neuer Altenpflegeheime \u00fcber die Fehlinvestition aufzukl\u00e4ren und vor der absehbaren Konkurrenzsituation das Abwerben von Pflegepersonal und Heimbewohnern &#8211; zu warnen. Dem Personalmangel will er durch rechtzeitige Aufkl\u00e4rung begegnen. Dass die Altenpflege so wenig Zuspruch erfahre, liege auch daran, dass sie als Beruf viel zu sp\u00e4t bekannt gemacht werde. Einfluss solle man schon auf die elf- bis dreizehnj\u00e4hrigen Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen nehmen, deren bevorzugtes Berufsziel KFZ-Mechaniker und f\u00fcr die M\u00e4dchen Friseurin oder Einzelhandelskauffrau nur deswegen sei, weil sie sich darunter etwas vorstellen k\u00f6nnten.<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> FFA FRANKFURTER FORUM F\u00dcR ALTENPFLEGE<br \/> Beate Glinski-Krause<br \/> Wiesenau 57<\/p> <p>60323 Frankfurt am Main<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: info@ffa-frankfurt.de<br \/> Homepage: http:\/\/www.ffa-frankfurt.de<br \/> Telefon: 069-61994451<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> FFA FRANKFURTER FORUM F\u00dcR ALTENPFLEGE<br \/> Beate Glinski-Krause<br \/> Wiesenau 57<\/p> <p>60323 Frankfurt am Main<br \/> &#8211;<\/p> <p>E-Mail: info@ffa-frankfurt.de<br \/> Homepage:<br \/> Telefon: 069-61994451<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(ddp direct) Am 7. 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