{"id":287,"date":"2008-05-11T15:20:06","date_gmt":"2008-05-11T14:20:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/anleitung-zum-schreien-und-zur-revolution-%e2%80%93-neues-buch-%e2%80%93-neuer-verlag-%e2%80%a6-10287\/"},"modified":"2012-07-30T11:47:30","modified_gmt":"2012-07-30T10:47:30","slug":"anleitung-zum-schreien-und-zur-revolution-neues-buch-neuer-verlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/anleitung-zum-schreien-und-zur-revolution-neues-buch-neuer-verlag-10287\/","title":{"rendered":"Anleitung zum Schreien und zur R\/Evolution \u2013 neues Buch \u2013 neuer Verlag \u2026"},"content":{"rendered":"<p><strong>Was ist nur los mit uns?<\/strong><\/p> <p>Unser Raubtier-Kapitalismus hat sich l\u00e4ngst zu einem stillen Massenmord entwickelt \u2013 Elend und Obdachlosigkeit sind am gesamten Erdball zur eisigen Normalit\u00e4t geworden, und Egoismus ist Wirtschaftsmotor Nummer Eins \u2013 ein gieriger Mensch ist schlie\u00dflich der beste Konsument. Auch wenn sich unser europ\u00e4isches St\u00f6hnen \u00fcber die gestiegenen Lebensmittelpreise gegen die verhungernden Menschen (B\u00f6rsenspekulanten investieren verst\u00e4rkt in Agrarrohstoffaktien und machen ihre Profite auf dem R\u00fccken der Hungernden, und die EU-Agrarexportsub\u00adventionen sind hauptverantwortlich daf\u00fcr, dass alle f\u00fcnf Sekunden ein Kind verhungert) wie ein Luxusproblem ausnimmt, so ist dies doch eine Widerspiegelung dessen, was global passiert.<!--more--> Elend ist l\u00e4ngst kein Schicksal mehr, und hinter jedem Opfer steht ein T\u00e4ter. Es ist h\u00f6chst an der Zeit, \u00fcber diesen Wahnsinn offen zu reden und die Welt zur Umkehr zu zwingen. Was in den 70ern begann und in den 90ern verstummte, ist in neuer, lauter Gestalt zu benennen. Es gilt bewusst hinzusehen und Eigenverantwortlichkeit zu erkennen. Es gilt f\u00fcr das Recht jedes Menschen auf Leben und Gl\u00fcck und f\u00fcr das Recht auf W\u00fcrde zu k\u00e4mpfen und sich aus den Enklaven des kapitalistischen Gl\u00fccks, das den Geist nur in Richtung Ignoranz und Egoismus hin verwirrt, herauszubewegen. Und ehrlich, wenn wir, die Nicht-Ausgegrenzten, selbst keinen Aufstand f\u00fcr eine gerechte Welt beginnen, dann werden es die immer zahlreicher werdenden Ausgegrenzten tun. Diese Menschen werden nicht anders k\u00f6nnen, als sich eines Tages zu vereinen. Und an diesem Tag wird die Fackel, die sie tragen, einen Brand entfachen, der diese Welt in Schutt und Asche legt. Und es geht wahrlich nicht um irgendeine Reputation aufgeblasener Egos. Es geht nicht um die Sozialisten, die Volksler, die Gr\u00fcnen, die Kommunisten oder um die Freiheitlichen (Unterschied gibt\u2019s eh keinen mehr) und ihre Profilierungssucht. Das, was zu tun ist, braucht keinen Verein und keine Partei, in der bestens bezahlte Politiker mit gro\u00dfartigen Worten uns alle nur bel\u00fcgen, anstatt Taten zu setzen. Die gute Nachricht: Statt ohnm\u00e4chtig zuzusehen, kann jeder sofort handeln. Ob in der eigenen Familie, am Arbeitsplatz oder bei seinen Mitmenschen. Augenblicklich w\u00e4re beispielsweise das \u201eProblem\u201c Obdachlosigkeit gel\u00f6st. Keine Kuchengeschenke und Schmeicheleien und keine gro\u00dfen Worte, sondern wahrhaftige, bedingungslose Taten sind gefragt. Ich bin \u00fcberzeugt, dass jeder sofort wissen w\u00fcrde, was er gleich heute, in seinem direkten Umfeld tun oder in Hinkunft bleiben lassen k\u00f6nnte. Und genau darum geht es in dem ersten Buch des Verlages Rainer Fuchs \u201e<em>Viktor, der Himmel weint nicht mehr<\/em>\u201c &#8211; <strong>ich bitte um Berichte\/Rezensionen<\/strong> -, das von Helena Papandreous herausgegeben wurde. Ein mutiger Schritt einer erstaunlichen Frau, jene Briefe zur Ver\u00f6ffentlichung anzubieten, die ihr Seelenfreund Viktor ihr geschrieben hat. Es ist ein Buch, das, wenn man diese schonungslosen Briefe liest \u2013 denn der Protagonist schreibt schlicht und einfach schonungslos und offen \u00fcber alles, was ihm je passierte \u2013, nicht nur Mut macht, beherzt zu handeln, sondern das schmerzhaft und transparent vor Augen f\u00fchrt, wie perfid, verlogen und vernichtend Menschen miteinander umgehen. Gleichzeitig sind Viktors Briefe aber mehr als nur eine ganz besondere Art einer Lebensbeschreibung \u2013 sie beinhalten auch, und das macht das Buch zur wahrlich lesenswerten Lekt\u00fcre, ungez\u00e4hlte Anleitungen und Impulse, sich innerlich aus all jenen Machenschaften herauszusch\u00e4len, die nur einen Motor haben, n\u00e4mlich niedrige Egogr\u00fcnde, und nach schmerzlichen (besser: zum Himmel schreienden) Erkenntnissen in ein wahres, liebendes Leben zu gehen. Wir bedauern zutiefst, dass wir den Autor dieses perspektivischen Buches nie kennenlernen konnten. Niemand wei\u00df, wo er lebt, oder ob er \u00fcberhaupt noch am Leben ist. Seine Worte allerdings blieben uns erhalten, und sein Buch, wenn man es in Hinblick auf das eigene Leben liest, ist eines ganz besonders: lebensbejahend, frei und zutiefst menschlich. <em><strong>Viktor, der Himmel weint nicht mehr<\/strong><\/em><br \/> Briefroman<strong>Erscheinungsdatum:<\/strong> 29. Mai 2008<br \/> <strong>Ausstattung:<\/strong> Broschur \u2013 20,7 cm x 13,5 cm<strong> ISBN:<\/strong> 978-3-9502529-0-3 <strong>Preis:<\/strong> \u20ac 25,90 [A] \u2013 \u20ac 25,20 [D] <strong>Autor:<\/strong> Viktor, der Briefeschreiber: geboren 1960 in Krems, Geigenstudium in Wien, viele Jahre Psychotherapeut, acht Kinder, 2006 wurde er das letzte Mal gesehen. <strong>Herausgeberin:<\/strong> Helena Papandreous, 1961 in M\u00fcnchen geboren, studierte nach einem Weltenbummlerleben in der Hippiezeit Philosophie, Sozial- und Kulturanthropologie in Wien, heiratete dort den sch\u00f6nen Griechen Papandreous, mit dem sie zwei Kinder hat, seit 2001 ist sie geschieden. Zuletzt arbeitete sie als freie Journalistin. Sehr gerne w\u00fcrde ich Ihnen ein Rezensionsexemplar senden.<br \/> Freu mich von Ihnen schon bald zu lesen\/h\u00f6ren.Herzlichkeitsgru\u00df Rainer W. Fuchs A-2500 Baden bei Wien0664\/1636539office@rainer-fuchs.com\u00a0 PS: Dieses Buch hat \u00fcbrigens freudige und bewusste 694 Seiten. Alles muss schnell gehen und \u00fcberschaubar sein \u2013 am besten so wie im Internet, wo die \u201awichtigen\u2018 Dinge eingerahmt sind, wo m\u00f6glichst nur Stichworte und keine ganzen S\u00e4tze stehen, damit man schneller den \u201e\u00dcberblick\u201c hat \u2013 querlesen hei\u00dft das heute auch. Die Sprache bleibt dabei oft auf der Strecke. Viktor ist ein ehrliches Buch, auf ehrlichen 694 Seiten und leichtleserlich layoutiert, mit <em><strong>29 Momente<\/strong><\/em> (Fotos von Jugendlichen.<em><strong>29 Momente<\/strong><\/em><strong> \u2026<\/strong> fotografisch festgehaltene Momentaufnahmen der Au\u00dfenwelt, die von 23 Kindern und Jugendlichen (ihre Namen stehen im Inhaltsverzeichnis) gemacht wurden \u2013 es sind missbrauchte Kinder und Jugendliche und dieses Buch ist <em>eine Hommage an missbrauchte Kinderseelen<\/em> \u2013, und die uns unsere Au\u00dfenwelt aus einer v\u00f6llig neuen Perspektive nahebringen. Sie erz\u00e4hlen Viktors Geschichte, entlang der Briefe, mit ihren Bildern. F\u00fcr die jungen K\u00fcnstler stand dabei weniger das fotografierte Objekt an sich im Mittelpunkt, sondern ihr Eindruck, ihr F\u00fchlen, das die Gegenst\u00e4nde in ihnen hervorgerufen haben. <strong>Klappentext:<\/strong><strong><br \/> <\/strong>Viktor, ehemaliger \u201aJungunternehmer des Jahres\u2018, sieht sich nach seinem Konkurs und weiteren beruflichen Misserfolgen auch privat ungeahnten Schwierigkeiten gegen\u00fcber: Seine Ex-Frauen machen gegen ihn mobil und schaffen es, auch seine acht Kinder gegen ihn aufzubringen. In diesem Dilemma erkennt er immer mehr die Wiederholung seiner Familiengeschichte: V\u00e4terlicherseits j\u00fcdischer Abstammung (viele von ihnen wurden ermordet), m\u00fctterlicherseits aus altem, ungarischem Adelsgeschlecht, hatte diese Familie immer gegen Verfolgung, Denunziationen, Diskriminierung und Intrigen zu k\u00e4mpfen. Seine letzte Kraft sammelnd schreibt Viktor seiner Seelenfreundin Helena \u2013 bald schon entwickelt sich ein reger E-Mail-Verkehr zwischen den beiden, in dem er ihr alle seine Erlebnisse, Erfahrungen und tiefsten Seelenzust\u00e4nde nach und nach und in betroffen machender Offenheit schildert und in dem es am Schluss zu einer \u00fcberraschenden Wendung kommt \u2026<em>Rainer Fuchs<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist nur los mit uns? Unser Raubtier-Kapitalismus hat sich l\u00e4ngst zu einem stillen Massenmord entwickelt \u2013 Elend und Obdachlosigkeit sind am gesamten Erdball zur eisigen Normalit\u00e4t geworden, und Egoismus ist Wirtschaftsmotor Nummer Eins \u2013 ein gieriger Mensch ist schlie\u00dflich der beste Konsument. 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