{"id":28922,"date":"2011-09-14T11:01:06","date_gmt":"2011-09-14T10:01:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=28922"},"modified":"2011-09-14T11:01:06","modified_gmt":"2011-09-14T10:01:06","slug":"deutscher-jagdschutzverband-keine-empfehlung-zur-verwendung-bleifreier-munition","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/deutscher-jagdschutzverband-keine-empfehlung-zur-verwendung-bleifreier-munition-1028922\/","title":{"rendered":"Wesentlicher Beitrag zu einer verantwortungsvollen Jagd"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Risiko Bleivergiftung: Junger Seeadler Haliaeetus albicilla, Bild: Rainer Altenkamp\" src=\"http:\/\/2.bp.blogspot.com\/-fGO4gL_-7lM\/TmoT6bKgmZI\/AAAAAAAAGso\/Y8SDkvkgRSU\/s400\/Junger+Seeadler+Haliaeetus+albicilla+c+Rainer+Altenkamp.jpg\" alt=\"\" width=\"162\" height=\"121\" \/>Seit \u00fcber 20 Jahren wird in Deutschland \u00fcber die Verwendung bleihaltiger Munition gestritten. W\u00e4hrend Natur-, Tier- und Umweltsch\u00fctzer darauf hinweisen, wie sch\u00e4dlich der gem\u00e4\u00df einer EU-Studie j\u00e4hrliche Eintrag von etwa 1.000 Tonnen Blei in die Natur ist, verweist der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) auf m\u00f6gliche Sicherheitsrisiken bei der Verwendung von Alternativen des hochgradig giftigen Schwermetalls.<\/p> <p>Blei reichert sich in der Landschaft an, vergiftet immer wieder Wildtiere und ist auch f\u00fcr den Menschen ein Risiko.<\/p> <p><!--more-->In einigen Bundesl\u00e4ndern ist die Verwendung von bleihaltiger Munition an Gew\u00e4ssern inzwischen gesetzlich verboten. Der Grund: Viele Wasserv\u00f6gel hatten Bleivergiftungen, weil sie Schrotk\u00f6rner gefressen hatten.<\/p> <p>&#8222;Der \u00fcberwiegende Teil der j\u00e4hrlich in Deutschland etwa neun Millionen (inkl. Dunkelziffer) durch die Jagd get\u00f6teten Tiere stirbt jedoch nach wie vor durch bleihaltige Munition&#8220;, erl\u00e4utert Lovis Kauertz von Wildtierschutz Deutschland. Vergiftungsgef\u00e4hrdet seien dadurch vor allem auch aasfressende Greifv\u00f6gel wie Bussard, Adler, Milan oder Kornweihe. Das Schwermetall k\u00f6nne \u00fcber den Verzehr angeschossener Beutetiere in den Verdauungstrakt der Greifv\u00f6gel gelangen. Jeder dritte bis vierte der seltenen Seeadler st\u00fcrbe in Deutschland deshalb an Bleivergiftung.<\/p> <p>Auch Menschen, die viel Wild essen, sind durch Bleigeschosse gef\u00e4hrdet. Trifft das Projektil beim Tier n\u00e4mlich einen Knochen, werden feinste Bleipartikel weit in das Gewebe gestreut. Blei kann eine chronische Vergiftung hervorrufen, die sich unter anderem in Kopfschmerzen, M\u00fcdigkeit, Abmagerung und Defekten der Blutbildung, des Nervensystems und der Muskulatur zeigt. Bleivergiftungen sind besonders f\u00fcr Kinder und Schwangere gef\u00e4hrlich.<\/p> <p>W\u00e4hrend das Bundesamt f\u00fcr Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bereits 2007 vereinzelt sehr hohe Bleibelastungen in Wildschweinproben best\u00e4tigt hat und u.a. die Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen empfiehlt, aus Sicht des gesundheitlichen Verbraucherschutzes auf bleihaltige Munition zu verzichten, sehen die Umwelt- der Landwirtschaftsminister sowohl des Bundes als auch der L\u00e4nder bisher keinen Anlass die Jagd mit giftiger bleihaltiger Munition fl\u00e4chendeckend zu verbieten, wie dies bereits in den Niederlanden und in D\u00e4nemark der Fall ist.<\/p> <p>Ein seitens des Bundeslandwirtschaftsministeriums in Auftrag gegebenes Gutachten bei der Deutschen Versuchs- und Pr\u00fcfanstalt f\u00fcr Jagd- und Sportwaffen (DEVA) kam in diesem Fr\u00fchjahr zu dem Ergebnis, dass keine st\u00e4rkere Gef\u00e4hrlichkeit bleifreier Munition gegen\u00fcber bleihaltiger Munition nachgewiesen werden kann.<\/p> <p>W\u00e4hrend u.a. das Stadtforstamt der Hansestadt Rostock seinen Jagdbetrieb bereits 2008 auf bleifreie Munition umgestellt hat und darin einen wesentlichen Beitrag zu einer verantwortungsvollen Jagd sieht, zieren sich der Deutsche Jagdschutzverband und seine Landesverb\u00e4nde nach wie vor, sich vehement f\u00fcr eine umwelt- und verbraucherfreundlichere Variante der Munition einzusetzen. Auf der Internet-Seite des Verbandes gibt es nicht einen aktuellen Hinweis zu diesem Thema.<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> Wildtierschutz Deutschland e.V.<br \/> Lovis Kauertz<br \/> Am Goldberg 5<\/p> <p>55435 Gau-Algesheim<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: lovis.kauertz@gmail.com<br \/> Homepage: <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.wildtierschutz-deutschland.de\/\" title=\"Verein zum Schutz wilder Tiere\" >http:\/\/www.wildtierschutz-deutschland.de\/<\/a><br \/> Telefon: 0177 7230086<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> Wildtierschutz Deutschland e.V.<br \/> Lovis Kauertz<br \/> Am Goldberg 5<\/p> <p>55435 Gau-Algesheim<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: lovis.kauertz@gmail.com<br \/> Homepage: http:\/\/www.wildtierschutz-deutschland.de\/<br \/> Telefon: 0177 7230086<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit \u00fcber 20 Jahren wird in Deutschland \u00fcber die Verwendung bleihaltiger Munition gestritten. 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