{"id":29432,"date":"2011-09-16T12:39:54","date_gmt":"2011-09-16T11:39:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/?p=29432"},"modified":"2025-03-28T11:59:20","modified_gmt":"2025-03-28T10:59:20","slug":"wie-viele-lebensmittel-landen-im-muell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachzeitungen.de\/pressemeldungen\/wie-viele-lebensmittel-landen-im-muell-1029432\/","title":{"rendered":"Das Wegwerfverhalten der Deutschen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin, 14. September 2011 &#8211; Seit Monaten laufen in den Medien zwei Themen um die Wette: Die Hungerkatastrophe in Ostafrika und die weltweite Lebensmittelverschwendung. Der Film &#8222;Taste The Waste&#8220; bringt die Dekadenz auf den Punkt. Allein die Deutschen werfen j\u00e4hrlich 15 Millionen Tonnen Lebensmittel in den M\u00fcll. Und das Essen, das alle Europ\u00e4er zusammen wegwerfen, w\u00fcrde gleich zweimal reichen &#8211; f\u00fcr alle Hungernden dieser Welt.<\/p> <p>Das Bundesverbraucherministerium (BMELV) hat j\u00fcngst eine Forsa-Umfrage \u00fcber das Wegwerfverhalten der Deutschen in Auftrag gegeben, mit schockierenden Ergebnissen. <!--more-->58 Prozent der Befragten geben an, dass sie regelm\u00e4\u00dfig Lebensmittel wegschmei\u00dfen, und das aus mehreren Gr\u00fcnden: In 84 Prozent der F\u00e4lle ist das Haltbarkeitsdatum abgelaufen und die Ware verdorben, 19 Prozent nennen zu gro\u00dfe Verpackungen als Hauptgrund. 16 Prozent schmei\u00dfen Lebensmittel weg, die ihnen nicht schmecken, und zumindest 69 Prozent haben dabei ein schlechtes Gewissen. Ausf\u00fchrliche Verbraucher-Informationen zur Vermeidung von Lebensmittelabf\u00e4llen gibt es \u00fcbrigens im Internet unter www.jedesmahlwertvoll.de.<\/p> <p>Die Recherchen f\u00fcr den Film erwiesen sich als schwierig, da es in Deutschland keine Untersuchungen gebe, die die Dimension der Verschwendung wissenschaftlich belegten, sagt Regisseur Valentin Thurn im Interview mit dem Deutschlandfunk: &#8222;Zun\u00e4chst mal gab es diese Thematik in Deutschland nicht, die wurde nicht diskutiert, bei keiner Beh\u00f6rde, aber auch nicht bei den Verb\u00e4nden&#8220;.<\/p> <p>Das Bundesverbraucherministerium l\u00e4sst derzeit eine Untersuchung erstellen, die erstmals konkrete und belastbare Zahlen \u00fcber die Art und Menge der Nahrungsmittel liefern soll, die in Deutschland Jahr f\u00fcr Jahr auf dem M\u00fcll landen. Bis Ende des Jahres sollen erste Ergebnisse vorliegen. Das EHI-Retail Institute hat zwischenzeitlich im deutschen Lebensmittelhandel j\u00e4hrlich einen Verderb in H\u00f6he von rund einer Milliarde Euro oder 300.000 Tonnen ermittelt. Ein Wert, der deutlich geringer ist als alle bisher ver\u00f6ffentlichten Zahlen. Der Wert sei gleichzeitig sehr zuverl\u00e4ssig, da die Daten nicht gesch\u00e4tzt sind, sondern das EHI Unternehmen direkt befragt hat.<\/p> <p>Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Ern\u00e4hrungsindustrie (BVE) meldet sich zu Wort: Die Unternehmen der Ern\u00e4hrungsindustrie seien darum bem\u00fcht, st\u00e4rker mit dem Handel zusammenzuarbeiten, um den Lebensmittelverderb zu reduzieren. Man optimiere unter anderem die Warenwirtschaftssysteme, um es zu erm\u00f6glichen, das Lebensmittelangebot bedarfsgenau zu steuern. Der stetig zunehmende Anteil von Frischwaren verlange von Lebensmittelh\u00e4ndlern eine neue Art des Denkens und stelle sie vor gro\u00dfe Herausforderungen, best\u00e4tigt Tudor Andronic, Director Global Retail Solutions beim baden-w\u00fcrttembergischen Unternehmen Bizerba. &#8222;Warenstr\u00f6me m\u00fcssen zentral verwaltet, in Echtzeit gesteuert und an die jeweiligen lokalen Verkaufsbedingungen angepasst werden&#8220;. Das schaffe man erst mit modernen Warenwirtschaftssystemen, die den H\u00e4ndlern die Verkaufszahlen in Echtzeit \u00fcbermitteln, so dass diese mit Preis\u00e4nderungen reagieren und somit den Verderb reduzieren k\u00f6nnen.<\/p> <p>Wir m\u00fcssen etwas an unsere Einstellung \u00e4ndern. Die S\u00fcddeutsche Zeitung bringt es auf den Punkt: Der Gro\u00dfteil der Lebensmittel schaffe es nicht ins Regal, weil ihre Eigenschaften unserem Nachfrageverhalten zuwiderliefen. Kartoffeln m\u00fcssten klein, rund und ebenm\u00e4\u00dfig sein, \u00c4pfel mit einem Durchmesser unter f\u00fcnf Zentimeter seien von vornherein Abfall.<\/p> <p>Firmenkontakt<br \/> KLARTEXT ONLINE<br \/> KLARTEXT ONLINE<br \/> Auf dem Heidgen 27<\/p> <p>53127 Bonn<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: info@klartextonline.com<br \/> Homepage: http:\/\/www.klartextonline.com<br \/> Telefon: 0228<\/p> <p>Pressekontakt<br \/> KLARTEXT ONLINE<br \/> KLARTEXT ONLINE<br \/> Auf dem Heidgen 27<\/p> <p>53127 Bonn<br \/> Deutschland<\/p> <p>E-Mail: info@klartextonline.com<br \/> Homepage: http:\/\/www.klartextonline.com<br \/> Telefon: 0228<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin, 14. September 2011 &#8211; Seit Monaten laufen in den Medien zwei Themen um die Wette: Die Hungerkatastrophe in Ostafrika und die weltweite Lebensmittelverschwendung. Der Film &#8222;Taste The Waste&#8220; bringt die Dekadenz auf den Punkt. 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